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Das von US-Verbraucheranwalt Ralph Nader herausgegebene
Magazin Multinational Monitor hat die BAYER AG auf die Liste der "Zehn
schlimmsten Firmen des Jahres 2003" gesetzt. In der j?hrlich
ver?ffentlichten Aufstellung werden Firmen aufgef?hrt, die
"Verbraucher betr?gen, die Umwelt verseuchen und Arbeiterrechte missachten".
Mehrere Skandale f?hrten zu der Nominierung: Jahrelang hatte BAYER Medikamente
?berteuert abgerechnet und das amerikanische Gesundheitsprogramm MedicAid um
Millionenbetr?ge geprellt. Im Mai 2003 bekannte sich BAYER in einem
Strafverfahren des Betrugs schuldig.
Zivilrechtlich wurde der Konzern zus?tzlich zu Zahlungen von
rund 250 Millionen Dollar verurteilt. Im vergangenen Sommer brachten Recherchen
der New York Times ans Licht, dass BAYER in den
Achtziger
Jahren ungetestetes Blutplasma nach Asien exportierte,
w?hrend in den USA und Europa bereits sichere Pr?parate angeboten wurden und
das Blutplasma damit in Europa und den USA unverk?uflich wurde. Zahlreiche
asiatische Bluter infizierten sich mit HIV. Ebenfalls die New York Times
enth?llte im vergangenen Jahr interne Dokumente, nach denen Mitarbeiter von
BAYER die Risiken des CholesterinSenkers Lipobay fr?hzeitig kannten und das
Management warnten. Trotzdem wurde das Pr?parat auf den Markt gebracht. Lipobay
wird f?r mindestens 100 Todesf?lle verantwortlich gemacht, rund 10.000 Klagen
gegen BAYER sind noch anh?ngig.
Der BAYER-Konzern ist mehrfach bei Bundeskanzler Schr?der
und Wirtschaftsminister Clement vorstellig geworden, um die Reform des
EU-Chemikalienrechts zu verhindern. BAYER verbreitete zudem
abenteuerliche Studien, wonach die Reform hunderttausende
Arbeitspl?tze vernichten w?rde. EUUmweltkommissarin
Margot Wallstr?m hat daraufhin die deutsche
Chemie-Wirtschaft der L?ge bezichtigt:
wenn durch das Regelwerk tats?chlich Arbeitspl?tze verloren
gingen, gestehe die Industrie ein, dass tats?chlich zahlreiche Substanzen wegen
ihrer Gef?hrlichkeit aus dem Verkehr gezogen werden
m?ssten. Dies h?tten die Konzerne aber immer bestritten.
"Ich mag insbesondere die Panikmache der deutschen Chemie-Industrie nicht", so
Wallstr?m. Der BAYER-Konzern produziert eine lange Liste hochgef?hrlicher
Chemikalien: In der Vergangenheit mussten zahlreiche BAYER-Produkte wegen der
Vergiftung Tausender Menschen vom Markt genommen werden, u.a. PCBs,
Holzschutzmittel und Pentachlorphenol
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