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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
05.2004 Herbert Reinig Info von:  Elraanis
Was ist Lichtarbeit

Es gibt mittlerweile eine unüberschaubare Flut von Hilfsmitteln, Techniken und Dienstleistungen, die als „spirituell“ bezeichnet, als „Lichtarbeit“ praktiziert und als mögliche Wege zur Heilung unserer Seelen angeboten werden. Was sollen wir von den verschiedenen Lehren, Botschaften und Seminaren halten? Geht es einmal mehr ums Geld? Wie können wir finden, was wir für unsere Entwicklung brauchen, und was macht einen Lichtarbeiter überhaupt zum Lichtarbeiter? Wir haben diese Fragen an Beat gerichtet, der uns das Ziel jeder spirituellen Entwicklung in Erinnerung ruft: Die Erkenntnis unserer Einheit mit der Ursubstanz Gott.

Grundlagen

Liebe als Seinszweck

Niemand, der an echter Spiritualität interessiert ist, muss einen Überblick über das große Angebot an Heil versprechenden Philosophien, Konzepten und Produkten haben.

Was nötig ist, um selbst entscheiden zu können, was wir als Lehre befolgen oder ignorieren und welche Informationen wir annehmen oder ablehnen wollen, ist das Begreifen des Zieles unserer spirituellen Entwicklung. Was ist Spiritualität eigentlich? Geht es um Wohlstand, Gesundheit, die Fähigkeit zu manifestieren, zu teleportieren und durch verschiedene Dimensionen zu reisen – oder ist Unsterblichkeit das Ziel?

Alle diese Fähigkeiten und Errungenschaften sind nur Nebeneffekte dessen, worum es eigentlich geht: Die Erkenntnis unserer Einheit mit der Ursubstanz. Nur die Liebe als Selbstzweck – die Liebe um der Liebe willen, aus selbstloser Hingabe an unseren Schöpfer und seine Schöpfung – wird uns ins neue Bewusstsein der Einheit führen, das uns „höhere“ Dimensionen als Realität erleben lässt. Keine theoretischen Studien, keine ausgefeilten Techniken und Hilfsmittel werden uns den Himmel erschließen, es sei denn, sie führten uns zur selbstlosen Liebe, der Liebe als Seinszweck.

 

Erkenntnis der Einheit

 

Die Grundlage des spirituellen Erwachens ist die Erkenntnis, dass alles, was existiert, Geist ist und nur im Geist besteht.

 

Und weil alles Geist oder intelligente Energie ist, kann auch jeder einzelne Mensch, jedes Ding und jedes Geschöpf nichts anderes sein als diese Ursubstanz in Form.  Das ist das Fundament, auf dem jedes Denken und Handeln beruhen muss, falls jemand ein vollbewusster Ausdruck der Ursubstanz oder der Liebe werden will. 

 

Wir können im Leben, egal was wir erfahren, nur uns selbst begegnen. Alles, was existiert, ist Ausdrucksform der einen Ursubstanz, der intelligenten Energie, die sich entsprechend unseren eigenen, innersten Überzeugungen im Außen als greifbare Realität spiegelt. Es gibt keinen Widersacher außer unseren eigenen unvollkommenen Ideen, Glaubensmustern und Überzeugungen.

 

Der grundlegende Unterschied zwischen dem irdischen und dem erwachten, kosmischen Menschen besteht nicht in der Natur seiner Essenz, sondern in der Erkenntnis seiner Essenz, seiner wahren Identität. Der Weg, der uns zu dieser Erkenntnis führt, ist die Liebe zur Ursubstanz und allen ihren Ausdrucksformen.

 

Konkret und Spürbar

 

Es gibt keine theoretischen Wege, die zum Erwachen führen. Solche Studien bleiben mentale Konzepte, die keine großen Veränderungen in unserem Leben hervorbringen können. Echte Spiritualität ist etwas sehr Konkretes und Spürbares, das unser innerstes Sein in der Liebe zur Ursubstanz und allen beseelten Ausdrucksformen aufflammen lässt.

 

Solange wir uns aus technischem Interesse, aus Profit- oder Neugier mit Spiritualität befassen oder nach „höheren“ Fähigkeiten und Welten streben, weil sie uns faszinierend und befriedigend erscheinen, handeln wir noch aus dem Bewusstsein der Persönlichkeit. Aus der Identifikation mit unserer irdischen Ausdrucksform entsteht der Egowunsch „mein Wille geschehe!“

 

Lieben, löschen, handeln

 

Solange wir vor haben, erst Mal so genannt „höhere“ Fähigkeiten zu erlangen, um danach selbstlose Liebe auszudrücken und unsere Ängste loszulassen, versuchen wir noch, „das Pferd am Schwanz aufzuzäumen“. Falls wir den Himmel auf Erden erreichen wollen, müssen wir unseren Fokus zuerst auf die Liebe richten, ohne Bedingungen zu stellen.

 

Der konsequente Fokus auf die reine Liebe löst einschränkende Programmierungen und  Glaubensmuster auf. Wir brauchen die Hilfe der Energiequalität Liebe, denn sie löscht nicht nur alte Muster im Bewusstsein, sondern sie gibt uns auch Mut und Selbstvertrauen, um unsere neuen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Damit neues Wissen und neue Bewusstseinsinhalte wirksam werden können, ist es nötig, nach ihnen zu handeln und täglich ein Stück weit über unsere alten Grenzen hinauszugehen.

 

Ignorieren statt bekämpfen

 

Anstrengungen, die darauf abzielen, einen Dimensionswechsel zu erringen, entstehen aus dem Wunsch der Persönlichkeit nach Befreiung aus der irdischen Ebene. Dieser Wunsch gründet auf dem Glauben, dass die irdische Ebene für einen Menschen verbindlich wäre. Die irdische Realität, wie sie sich heute präsentiert, ist jedoch nur der Ausdruck des Inhalts unseres heutigen Bewusstseins – es ist eine virtuelle Realität, eine Spiegelung unserer heutigen Glaubensmuster und Gedankeninhalte.

 

So ist auch jede „höhere“ Dimension oder Seinsebene nur der Ausdruck eines „höheren“ oder reineren Bewusstseins. Wir erschaffen uns den Weg in eine neue Welt mit unseren eigenen, liebevolleren Überzeugungen, Gedanken und Handlungen.

 

Indem wir uns von etwas befreien wollen oder etwas bekämpfen, geben wir diesem Umstand, dieser speziellen Realität zusätzliche Bedeutung und Wahrhaftigkeit. So erhalten wir unerwünschte Umstände in unserem Leben und verstärken ihre realistische Wirkung auf uns. Wir müssen lernen, solche Erscheinungen zu ignorieren, falls wir sie nicht fortgesetzt in unsere Realität projizieren möchten.

 

Das Fundament

 

Der Fokus muss auf unserer Liebe zu Gott und seiner Liebe zu uns ruhen, falls wir unsere Beziehung zu dieser intelligenten Ursubstanz vertiefen wollen.

 

Hier entsteht vielleicht ein Problem, weil wir meinen, nicht zu wissen, was „Gott“ überhaupt sei und deshalb nicht sicher sind, worauf wir fokussieren sollen. Es gibt keine treffendere Beschreibung dieser Essenz allen Seins als Liebe. Der erste Ausdruck Gottes ist selbstlose Liebe. Reine Liebe ist eine hochfrequente Energie. Sie ist die  intelligente, allgegenwärtige Essenz des Lebens und gleichsam Ursprung und Ziel jedes Lebewesens. Sie kommt nicht zu uns, und sie verlässt uns nicht. Sie ist überall, sie ist immer „hier“, egal wo wir uns befinden und was wir gerade tun.

 

Falls wir nicht sicher sind, ob wir verstanden haben, was selbstlose, unpersönliche Liebe ist, und ob wir Gott in dieser reinen Ausdrucksform fühlen, können wir uns fragen, „kann ich jemanden von ganzem Herzen lieben, der mir oder jemand anderem großen Schmerz zugefügt hat?“ Sobald wir die alles vergebende und alles einhüllende Liebe auch gegenüber so genannten „Übeltätern“ oder „Feinden“ fühlen, beginnen wir zu begreifen, was unsere Essenz ist und woraus wir gemacht sind. An diesem Punkt unserer Entwicklung haben wir bereits einen guten Kontakt zur Liebe aufgebaut und wir beginnen die Ursubstanz – uns selbst zu spüren. 

 

Indem wir den innigen und dauerhaften Kontakt mit der Essenz immer weiter ausbauen, erreichen wir schließlich den Bewusstseinszustand der Einheit. Dies ist der einzige Zweck einer wahrhaft spirituellen Lehre. Es ist wenig sinnvoll, andere Ziele anzustreben, bevor dieses Fundament aufgebaut ist, weil alles, was wir ohne diese Basis aufbauen, vergänglich ist.

 

Keine Trennung

 

Nichts könnte sich jemals zwischen Gott und einen Menschen stellen, weil Gott die Essenz unseres Seins ist. Wir sollten deshalb keiner Lehre Glauben schenken, die uns sagt, dass uns Wesenheiten, bestimmte Energien oder etwas anderes von unserer Ursubstanz trennen könnte. Tun wir es trotzdem, haben wir in unserem Bewusstsein freiwillig ein eingebildetes Hindernis, ein Glaubensmuster installiert, das wir später wieder löschen müssen.

 

Vielleicht hilft uns ein Bild, diese untrennbare Einheit besser zu verstehen: Wo kein Wasser ist, kann auch kein Eis sein. Ohne Ursubstanz kann keine Form entstehen. Etwas von Gott Getrenntes kann nicht existieren, weil Gott die einzige Gegenwart im Kosmos ist. Die gesamte Schöpfung hat ihre Existenz nur in Gottes Bewusstsein. Sie ist nicht materiell, sondern virtuell, weil sie im einen, alles umfassenden Bewusstsein existiert – auch wenn uns die Schöpfung heute noch physisch erscheint.

 

Nur aus des Menschen eigener Idee, von seiner Essenz getrennt zu sein, kann eine vermeintliche Trennung als Glaubensmuster entstehen. Dieser Irrtum besteht jedoch nur im vergänglichen Bewusstsein der irdischen Persönlichkeit und ändert nichts an der Tatsachse, dass wir allezeit in Gott und aus Gottsubstanz bestehen.

 

Wie kann es sein, dass sich dieser Irrtum über längere Zeit im Bewusstsein hält? Das ist nur möglich, weil wir die Allgegenwart der Ursubstanz vorübergehend nicht spüren können.  Und warum können wir die Einheit nicht fühlen? Weil unser Fokus, unsere Gedanken und unsere Aufmerksamkeit auf tausend Dingen der äußeren Welt liegen statt auf der Essenz.

 

Energetischer Dialog

 

Wir müssen Gott, die Ursubstanz oder die Liebesessenz nicht herbeirufen, um sie zu spüren, denn sie ist schon hier, in uns und um uns herum. Sie ist in allem, was ist. Sie ist in der Luft, die wir atmen, und sie ist in jedem einzelnen Atom, das uns umgibt. Die Ursubstanz wohnt in jeder Zelle, aus denen unsere Körper bestehen.

 

Um ihre Gegenwart zu fühlen, brauchen wir nur mit dem Herzen an sie zu denken und sie reagiert sofort. Fühlt sie, anerkennt sie und kommuniziert mit ihr auf die Weise, die euch gefällt! Es gibt keine vorgeschriebene Art, wie wir mit Gott oder der Liebe kommunizieren sollen. Ob wir sie als besten Freund oder beste Freundin, als Partner, Vater, Mutter oder innerstes Ich „ansprechen“, ist uns freigestellt – wichtig ist einzig, dass wir es tun.

 

Worüber wir mit unserer Ursubstanz „sprechen“, oder was wir ihr anvertrauen, ist von geringer Bedeutung, denn sie weiß schon alles. Das einzige, worauf sie wartet, ist unser Anerkennen ihrer Existenz und unsere Liebe zu ihr. Mit der Zeit entwickeln wir einen energetischen, wortlosen Dialog, in dem nur Energie oder reine Liebe hin und her fließt.

 

Subtile Gegenwart

 

Es reicht nicht, mit dem Verstand zu sagen, „Ja, ich glaube an Gott“, oder „ich liebe die allgegenwärtige Ursubstanz.“ Das ist wohl ein guter Anfang, aber solche Worte und Gedanken müssen in und aus innigster Liebe gesprochen oder gedacht werden, damit sie Resonanz auslösen. Sobald unsere Anerkennung aus tiefstem Herzen kommt und von reiner Liebe erfüllt ist, werden wir spüren, dass die intelligente Gegenwart mit Liebe antwortet. 

 

Wir sollten nicht auf hörbare Worte oder Mitteilungen warten, die der Verstand begreifen kann, sonst übersehen wir die Präsenz dieser feinen Energie. Zu Anfang wird die Antwort als Gefühl der Geborgenheit, als liebevolle, subtile Gegenwart, oder als Wolke angenehmer Energie zu spüren sein.

 

Täglich beschenkt

 

Früher wurde uns gesagt: „Gott sieht, was in euren Herzen ist, und er wird euch entsprechend beschenken.“ Das ist sehr wahr, und es geschieht jeden Tag, jede Sekunde, denn die eine, ursprüngliche Energie fließt von Natur aus durch die Zentralsonne im Herzen jedes Mikrokosmos’. Sie fließt ohne Unterbruch durch die innersten Kammern unseres Bewusstseins und spiegelt uns in der äußeren Realität dessen Inhalt. Das ist das Prinzip des Lebens.

 

Wollen wir eine sichtbare Welt der Liebe erschaffen, müssen wir den Inhalt unserer innersten Kammern verändern. Wir tun das, indem wir unseren Fokus beständig auf dem Fühlen, Spüren und Erleben der Liebe in und um uns herum halten. Nur, indem wir unseren Fokus konsequent auf die Liebe richten, können wir unser eigenes Bewusstsein mit ihrer Gegenwart „füllen“, so dass sich allmählich eine liebevollere Realität um uns herum manifestiert.

 

Unser Bewusstseinsinhalt hat die Funktion einer Schablone, durch die ohne Unterbruch reine Energie aus der Zentralsonne fließt. Dadurch wird die Energie in ihrer Schwingung verlangsamt, und sie strahlt in Form von Licht durch die Schablone wie durch einen Filmprojektor. Als Folge davon sehen und erleben wir den eigenen Bewusstseinsinhalt in der äußeren Welt als greifbaren, dreidimensionalen Film oder, in einem Wort, als Realität.

 

Im Herzen verankern

 

Was wir als Realität bezeichnen, ist also der energetische Abdruck oder das Spiegelbild des Inhalts unserer Herzen, unserer innersten Bewusstseinsbereiche. Dieser Inhalt entspricht aber nicht dem Inhalt unseres irdischen Verstandes, unseres Gehirns. Das ist die Erklärung dafür, warum das Auswendiglernen von spirituellen Lehren wenig Einfluss auf unsere Realität hat.

 

Wir können mit dem irdischen Verstand lichtvolle, positive Gedanken pflegen und Affirmationen sprechen. Das ist ein guter Anfang. Solange sich diese Aktivitäten aber ausschließlich im Kopf, im Gehirn abspielen, haben sie nur geringen und vergänglichen Einfluss auf unsere Realität. Damit sie wirksam werden, müssen wir diese Gedanken und Ideale im Herzen verankern, wo sie eine neue Schablone bilden. Das einzige Mittel, um Informationen von hoher Schwingung in die innersten Kammern des Bewusstseins zu transportieren, ist Liebe.

 

Gott in Aktion

 

Der Begriff Liebe hat in seiner ursprünglichen Bedeutung nichts mit Romantik oder Verliebtheit zu tun. Es geht nicht um süße Worte oder Schmeicheleien. Worte kommen aus dem Verstand. Schmeicheleien kommen aus der Persönlichkeit. Liebe kommt aus der Zentralsonne, der Quelle in unserem Herzen.

 

Liebe ist die erste oder reinste Ausdrucksform der Ursubstanz. Es ist intelligente Energie von höchster Schwingung, die uns ohne Worte wissen und verstehen lässt. Liebe stellt keine Fragen, weil sie weiß. Man könnte sie auch als Gott in Aktion bezeichnen. Sie öffnet durch ihre hohe Frequenz den Zugang zu den „geheimen“ Kammern jedes Bewusstseins und löscht die darin enthaltenen Programmierungen, Muster oder Überzeugungen von tieferer Schwingung. Mit anderen Worten: Liebe ist das Mittel, um unsere DNS neu zu programmieren. 

 

Lichtarbeit

 

Begriffe

 

Der Begriff Lichtarbeit ist die deutsche Übersetzung der in den achtziger Jahren in Nordamerika geprägten Bezeichnung „Lightwork“. Er beruht auf der Erkenntnis, dass Liebe, Licht und Materie verschiedene Qualitäten der selben Ur-Energie sind.

 

Licht ist in der Frequenz stark herunter gestufte Liebe. So genannte Materie ist in der Frequenz stark herunter gestuftes Licht. Alles sind Ausdrucksformen der einen Ursubstanz, jener intelligenten Energie, die wir auch als Gott bezeichnen.

 

Der Begriff Lichtarbeiter beschreibt im engeren Sinn Menschen, welche die Gegenwart des Lichts als Aspekt Gottes fördern und bewusst mit ihm arbeiten wollen. Sie arbeiten in aller Regel mit dem für unsere Augen unsichtbaren, sehr hoch schwingenden Licht, weil es der Frequenz reiner Liebe am nächsten ist.

 

Im weitesten Sinn zählen zu den Lichtarbeitern alle Menschen, die spirituelles Wissen aus Liebe zum Ganzen und zu selbstlosen Zwecken anwenden.

 

Unabhängig

 

Lichtarbeiterinnen und Lichtarbeiter können den verschiedensten Religionen, Kirchen, politischen Gruppierungen, Volksgruppen und sozialen Schichten angehören. Sie sind keiner übergeordneten oder zentralen Organisation angeschlossen und weder einem bestimmten Führer noch einer bestimmten spirituellen Lehre verpflichtet. Sie gehen ihren individuellen Weg unabhängig und arbeiten wahlweise in Gruppen oder alleine. Was sie verbindet, ist ihre Suche nach der Erkenntnis der Einheit mit der Ursubstanz sowie ihr Interesse für die Anwendung ihres spirituellen Wissens im täglichen Leben und zum Wohl des Ganzen.

 

Die Wahl der Bezeichnung Lichtarbeiter/in hat für das Erreichen eines spirituellen Zieles keine Bedeutung außer, dass sie hilft, uns immer wieder an das Licht als Aspekt Gottes zu erinnern.

 

Anwendungen

 

Es gibt sehr viele Anwendungsmöglichkeiten des unsichtbaren, hoch schwingenden Lichts. Eine umfassende Aufzählung würde den Rahmen eines Artikels sprengen, weshalb hier nur das Prinzip in einfachen Worten erklärt sei: Für die Arbeit mit unsichtbarem Licht visualisiert ein Lichtarbeiter im Geist helles weißes oder goldfarbenes Licht, das die Gegenwart der Ursubstanz repräsentiert.

 

Mit dem Werkzeug der Vorstellungskraft kann dieses Licht in verschiedenen Qualitäten zur Reinigung und Schwingungserhöhung bestimmter Orte, Lebewesen oder Gegenstände projiziert werden. Je nach beabsichtigter Wirkung nutzt die Lichtarbeit nur einzelne der verschiedenen Spektralfarben des Lichts. Die Spektralfarben entsprechen den unterschiedlichen Aspekten der Ursubstanz oder des weißen Lichts. Es gibt ausreichend Literatur, um sich mit den Praktiken im Einzelnen vertraut zu machen.

 

Es ist auch möglich, direkt mit der Schwingung der Liebe zu arbeiten, ohne dabei Licht zu visualisieren. Die Voraussetzung dazu ist eine sehr reine Motivation. Bei dieser Anwendung fließt Energie von höchster Frequenz direkt von Herz zu Herz oder von Bewusstsein zu Bewusstsein. Dies ist die Heilmethode des kosmischen Menschen, die uns in den Erzählungen über Jesus beschrieben wurde. Sie wirkt direkt auf die so genannte DNS und kann Codierungen jeder Art löschen oder verändern. An diesem Punkt wird der Lichtarbeiter zum eigentlichen Liebesarbeiter.

 

Reine Motivation

 

Die Wirkung der Arbeit mit Liebe oder unsichtbarem Licht gründet auf den reinigenden Eigenschaften dieser hochfrequenten Energien. Die Reinheit der Motivation des Lichtarbeiters bestimmt die Wirksamkeit der angewandten Lichtarbeitertechnik mit. Eine positive Wirkung kann nur erzielt werden, wenn Lichtarbeit aus selbstloser Liebe und im Interesse der gesamten Schöpfung angewendet wird. 

 

Viele Menschen, die ernsthaft nach der Erkenntnis der Einheit suchen, kennen die Bezeichnung Lichtarbeit nicht. Ihr Weg und ihr Beitrag zum Wohl des Ganzen sind deshalb nicht weniger Wert. Was den Wert, die Reinheit und die Effizienz einer spirituellen Lehre oder Methodik bestimmt, ist deren Liebesgehalt sowie die Motivation für ihre Anwendung. Je selbstloser die Motivation ist, desto effizienter wird die Licht- oder Liebesarbeit.

 

Manche unserer Wünsche kommen aus der Persönlichkeit und entsprechen den verschiedenen Phasen der menschlichen Entwicklung. Vielleicht möchten wir „höhere“ Fähigkeiten erlangen oder wir sind sind auf Partnersuche, weil wir meinen, ein Gefährte könne die in uns selbst noch nicht entdeckte Einheit mit Gott ersetzen. Möglicherweise streben wir einen besonderen Status innerhalb der Gesellschaft an, wollen zu einer „spirituellen Elite“ gehören oder wir wünschen uns, Macht zu erlangen. Und vielleicht wollen wir mit Spiritualität Geld verdienen und Reichtum erleben.

 

Diese Beispiele sind Wünsche der irdischen Persönlichkeit, und sie sind nicht zu verurteilen. Aber sie vermindern den Wirkungsgrad unserer Lichtarbeit und führen am Ziel jeder wirklich spirituellen Lehre vorbei: Der Erkenntnis unserer Einheit mit der Ursubstanz. 

 

Ablenkung

 

Fließt durch einen Menschen aufgrund der Reinheit seines Herzens so viel Liebe, dass er so genannte „Wunder“ wirken kann, wird er solche Fähigkeiten solange anwenden können, wie er sie aus selbstloser Liebe zu unpersönlichen Zwecken einsetzt. Sobald der oder die Begabte seine oder ihre Fähigkeiten zur Befriedigung von persönlichen Wünschen einsetzt, lassen sie nach oder verschwinden ganz.

 

Dieser Verlust ist keine Strafe, sondern die logische Folge der Ablenkung des Fokus’. Dieser Effekt entsteht, sobald die Wünsche der Persönlichkeit ins Herz drängen und unsere Aufmerksamkeit von der selbstlosen Liebe ablenken. Der Verlust von Fähigkeiten hilft uns zu erkennen, ob und wann wir mit unserem persönlichen Bewusstsein in die Welt der illusionären oder virtuellen Schöpfungen gehen, dort verweilen und unsere eigene Essenz und wahre Identität vergessen.

 

Besessenheit

 

Sind die Wünsche nach Macht oder Lustgewinn besonders groß, kann daraus eine „Zusammenarbeit“ mit Astralwesen entstehen. Es gibt körperlose Wesen, welche die irdischen Begehren der Persönlichkeit teilen und versuchen, die irdische Ebene aus ihrem Frequenzbereich mitzuerleben und zu beeinflussen. Eine solche, dem irdischen Menschen meist unbewusste Zusammenarbeit wird auch als Besessenheit bezeichnet. Lichtarbeiter ohne reine Motive können von diesem Phänomen gleichsam betroffen sein wie jeder andere Mensch.

 

Jede unerwünschte Verbindung mit körperlosen Wesen kann von unserer Ebene aus durch den Fokus auf die selbstlose Liebe und das Licht wieder aufgelöst werden. Wesen von geringer Schwingung können die hohe Frequenz der reinen Liebe nicht ertragen, solange sie sich ihr gegenüber verschließen. Sobald sich der Mensch auf der irdischen Ebene auf seine Liebe zu Gott und der Schöpfung konzentriert, wird das Astralwesen sofort auf Distanz gehen. Sollte es sich der Liebe auftun, verlässt es die Astralebene augenblicklich und ist bereit für einen neuen Inkarnationszyklus.

 

Solange wir reine Motive haben, auf selbstlose Liebe fokussieren und dadurch eine gewisse Eigenschwingung aufrecht erhalten, sind wir vor unerwünschten Übergriffen jeder Art absolut sicher. Es gibt auch hier keinen Grund, sich als Opfer zu sehen oder Angst zu haben, denn wir sind von Natur aus in der Lage, unsere Eigenschwingung durch unseren Fokus mitzubestimmen und genügend hoch zu halten.

 

Persönliche Ziele

 

Spirituelles Wissen wird uns gegeben, damit wir unsere Identifikation mit der irdischen Persönlichkeit auflösen können, um die alle Zeit bestehende Einheit mit der Ursubstanz zu erkennen. Diese Anwendung der Lichtarbeit ist still, intim und unspektakulär.

 

Wer versucht, spirituelles Wissen als Werkzeug zum Erreichen seiner irdischen Ziele einzusetzen, kann nicht erwarten, in „höhere“ Dimensionen oder in eine Welt der Liebe einzutreten. Dies nicht, weil uns Gott oder eine andere Kraft davon abhalten, verurteilen oder bestrafen würde, sondern weil unser Fokus in diesem Fall auf irdische Ziele gerichtet ist. Das beste Resultat, das ein solcher Gebrauch von Wissen hervorbringen kann, ist die Befriedigung irdischer Wünsche, wie es beispielsweise physischer Reichtum, physische Macht oder Ansehen sind.

 

Solche Errungenschaften sind ebenso vergänglich wie die irdische Persönlichkeit, aus der sie stammen.

 

Vielleicht denken wir, „ich will in einer anderen Dimension leben“, „ich will Heiler werden“, ich will manifestieren können“ oder „ich will teleportieren lernen“. Obschon diese Wünsche aus Einblicken in andere Seinsebenen entstehen können, müssen sie doch allesamt dem selbstlosen Wunsch nach völliger Hingabe an Gott hintangestellt werden, falls wir eine neue Welt der Liebe erschaffen und als Realität erleben wollen. Die Welt der Liebe muss zuerst von jedem Einzelnen im eigenen Herzen errichtet werden, bevor sich entsprechende Fähigkeiten im Äußeren manifestieren können.

 

Es geht nicht darum, die Wünsche der Persönlichkeit als „schlecht“ oder „falsch“ zu bezeichnen, denn sie sind es nicht. Aber solange sie unsere Köpfe und Herzen füllen, ist unser Fokus nach außen auf die Welt der Erscheinungen gerichtet statt auf unsere Liebe zur Ursubstanz und das Gefühl des Einsseins mit ihr. Folglich besteht unsere Identifikation mit der irdischen Persönlichkeit und das entsprechende Bewusstsein der Trennung weiter.

 

Lieben oder verliebt sein

 

Auch als Lichtarbeiter/innen bemerken wir oft nicht, wie irdische Wünsche und Anliegen unseren Fokus auf die Liebe verdrängen. So passiert es, dass wir uns in alle möglichen Dinge, Wesen und Perspektiven verlieben und nach „spirituellen“ Phänomenen und Kräften streben statt nach der völligen Hingabe an Gott und die Liebe.

 

Vielleicht fragen wir uns nun, „dürfen wir denn nichts anderes lieben als Gott?“ Wir dürfen tun und lassen, was wir wollen. Solange wir noch die äußeren Formen der Wesen und Dinge lieben, sind wir verliebt (siehe Kasten Liebe ich oder bin ich verliebt?). Alle Formen der äußeren Welten sind vergänglich. Wir finden in ihnen nicht die reine Liebe, die unsere Programmierungen der Trennung durch solche der Einheit ersetzt.

 

Sobald wir aber die Essenz der Wesen und Dinge lieben, lieben wir gleichsam alles und alleine Gott, die Ursubstanz, das Unvergängliche. Die Ursubstanz wird reagieren und unsere Programmierungen der Trennung im Fluss ihrer reinen Liebe auflösen. Wir werden keinen Trennungsschmerz mehr kennen, weil wir nicht mehr an den Erscheinungsformen hängen und wissen, dass wir mit der Essenz jedes Lebewesens ewig verbunden bleiben. 

 

Fähigkeiten

 

Was auch als „höherdimensionale Fähigkeiten“ bezeichnet wird, wendet jeder Mensch seit Anbeginn seines Lebens automatisch und unbewusst an: Wir projizieren den Inhalt unseres persönlichen Bewusstseins nach außen, wo wir ihn als greifbare Realität erleben. Durch unsere Entwicklung erlangen wir also keine neue Fähigkeit, sondern einen völlig neuen Bewusstseinsinhalt und mehr Kraft  zum Projizieren.

 

Sobald wir unseren Fokus dauerhaft auf der Liebe zur Ursubstanz halten, mausert sich der Inhalt unseres Bewusstseins langsam von persönlichen, sehr konditionierten Glaubens- und Angstmustern zu unpersönlichen, liebevollen, unlimitierten Überzeugungen von höchster Schwingung.

 

Durch diesen fließenden Prozess wird jeder Mensch früher oder später in eine „höhere“ Dimension eintreten oder treffender ausgedrückt, eine liebevolle und freie Realität projizieren. Sobald das Bewusstsein der Persönlichkeit bis in die innersten Kammern des Herzens gereinigt und von Liebe erfüllt ist, kann sich im Äußeren nur noch Liebe manifestieren. Wir werden an diesem Punkt der Entwicklung immer noch „hier“ sein, aber wir projizieren einen neuen Bewusstseinsinhalt, andere Ideen, Ideale und Überzeugungen, die wir als neue Realität, als neue Dimension erleben.

 

Auch jene, die diese Veränderung ihres Bewusstseins bereits hinter sich haben, sind noch hier. Sie gehen durch unsere Wohnungen und spazieren in unseren Gärten, ohne dass wir sie sehen können. Der Unterschied zwischen ihnen und uns besteht in der individuellen Wahrnehmung der virtuellen Realität. Indem wir unseren Fokus auf die Frequenz der reinen Liebe einstellen, können wir sie zunächst als Geistwesen wahrnehmen und später auch in körperlicher Form sehen und berühren.

 

Versuchung

 

Menschen in schwierigen Lebensabschnitten sind gerne bereit, für in Aussicht gestellte „Hilfe“ viel Geld, ihr letztes Geld oder sogar geborgtes Geld auszugeben. In solchen Phasen suchen Menschen Gott, spirituellen Fortschritt, sozialen Kontakt, Trost, Anerkennung oder Heilung (siehe Kasten Wie kann ich Heilung unterstützen?).

 

Auch spirituelle Lehrer oder Therapeuten unterliegen manchmal der Versuchung, diesen Umstand zur Befriedigung ihrer eigenen Egowünsche zu nutzen. So hat sich auch unter den Lichtarbeitern eine kleine Industrie entwickelt, die kommerzielle Interessen verfolgt, was die Wirkung ihrer Arbeit und Lehren beziehungsweise die Klarheit ihrer Botschaften verringert.

 

Die Motivation, aus der wir Licht- oder Liebesarbeit leisten, bestimmt gleichsam den Licht- oder Liebesgehalt unserer Arbeit. Das ist so, weil unser Herzensfokus den Zugang zur Ursubstanz und ihrer Kraft regelt.

 

Möchten wir Geld oder Ansehen gewinnen, ist unser Fokus in entsprechendem Maß nach außen auf Geld oder Ansehen gerichtet. Als Folge davon lässt der Fluss der intelligenten Liebesenergie nach. Wollen wir daneben noch beispielsweise eine romantische Beziehung aufbauen oder Unrecht bekämpfen, ist unser Fokus zusätzlich vom Thema Partnerschaft oder Unrecht absorbiert. Entsprechend gering wird die Qualität und das Gefühl unserer Verbindung nach innen sein.

 

Geben

 

Jedem Suchenden, der seine Liebe zur Ursubstanz und den Geschöpfen entdeckt und pflegt, steht immer mehr Liebe aus der Zentralsonne seines Innern zur Verfügung. Die hohe Schwingung der in Fluss gebrachten Energie baut neben vielen anderen auch seine Existenzängste ab.

 

Dem Lichtarbeiter fließt bei konsequentem Fokus auf die Ursubstanz so viel Liebe aus der Quelle zu, dass er oder sie sich von der Energie der Liebe gedrängt fühlt, sie frei und ohne Gedanken an Mangel, Vorräte, Entschädigung oder Gegenleistung weiterzugeben. Die empfangenen Informationen gewinnen gleichsam an Liebes- und Wahrheitsgehalt, und der Lichtarbeiter verschenkt sie nicht aus Zwang, sondern aus Freude am Geben. Von diesem Punkt an macht uns Geben glücklicher als Nehmen. Wir können deshalb davon ausgehen, dass Lichtarbeit, spirituelle Informationen und Dienstleistungen umso günstiger angeboten werden, je höher ihre Schwingung, ihr Liebesgehalt ist.

 

In welcher Form ein Lichtarbeiter die im Überfluss empfangene Liebe weitergeben kann, ist nicht so wichtig. Sicher ist, dass er sie frei weitergibt, weil ihm das Geben Freude macht und ihn gleichsam noch besser mit der Ursubstanz verbindet. Auch hier entsteht eine Eigendynamik, die, einmal richtig in Gang gesetzt, nur durch den erneuten und anhaltenden Fokus auf niedrigere Egowünsche wieder umgekehrt  werden könnte.

 

Lebensunterhalt

 

Vielleicht fragen wir uns, wovon ein spiritueller Mensch leben wird, wenn er an diesem Punkt seiner Entwicklung die frei empfangene Energie – seine Erkenntnisse oder Fähigkeiten – aus Liebe zum Ganzen und aus der Freude am Geben nicht mehr verkaufen will.

 

Je mehr wir in der selbstlosen Liebe leben, umso leichter fällt uns das Erledigen irdischer Aufgaben. Wir fühlen uns gesund, leistungsfähig, heiter, von innen geliebt, getragen und ernährt. Unser Immunsystem wird gestärkt, so dass auch unser Körper voll funktionstüchtig wird und bleibt. Alte Bedürfnisse und die entsprechenden Programmierungen werden von der Liebe aufgelöst. Das macht uns freier, bescheidener, flexibler, gelassener, ehrlicher, mutiger und spontaner. Das irdische Leben wird dadurch einfacher. Wir werden leicht eine Arbeit finden und das Arbeiten fällt uns leichter.

 

Um jederzeit das zu haben, was wir zum Leben brauchen, müssen wir ein für alle Mal die Entscheidung treffen, „ich habe heute und in Zukunft alles, was ich zum Leben brauche, egal, wie sich die äußere Welt und mein persönliches Leben entwickeln!“ Wir können diese Affirmation jeden Morgen in Liebe wiederholen, so dass sie allmählich in unser Bewusstsein sickert und sich im Äußeren spiegelt.

 

Freie Energie

 

Es gibt einen Punkt in unserer Entwicklung, an dem wir so sehr von Liebe durchdrungen sind, dass wir unsere Gedanken und Gefühle augenblicklich als Realität erfahren. Bis es so weit ist, erhalten wir das, was wir brauchen, aus alltäglichen, normalen und vielleicht auch unscheinbaren Beschäftigungen, ohne dass wir die freie Energie, die uns in Form von Liebe, Information oder einer bestimmten Fähigkeit zum Weiterschenken gegeben wird, verkaufen müssten.

 

Statt uns über die Wirtschafts- und Energiepolitik der großen Industrien und Machthaber auf unserem Planeten zu beklagen, sollten wir unser eigenes Verhalten prüfen. Was uns im Äußeren an Existenzängsten, Gier oder Machtmissbrauch begegnet, ist noch in uns selbst vorhanden. Bevor wir selbst gelernt haben, die freie Energie, die wir als Lichtarbeiter/innen erhalten, auch frei weiterzuschenken, können wir nicht erwarten, dass unsere Regierungen und Manager es tun. Wir erinnern uns: Die äußere Welt ist nur eine Spiegelung unseres eigenen Bewusstseins.

 

Unser Lohn

 

Verlangen wir eine Entschädigung für den Zeitaufwand, der für die Vermittlung einer Information oder für unsere Lichtarbeit nötig ist, verkaufen wir unsere Arbeitszeit. Das ist der Lohn für den Beitrag, den unsere irdische Persönlichkeit als Werkzeug der Liebe leistet. Das Geld, das wir dafür erhalten, dient dem Unterhalt des Werkzeugs – unserer Persönlichkeit.

 

Sobald wir jedoch Geld oder eine andere Gegenleistung für den Inhalt oder das Ergebnis einer Arbeit verlangen, verkaufen wir Liebe oder freie Energie, die nicht der Persönlichkeit, sondern dem Kollektiv, der gesamten Schöpfung gehört.

 

Hier fragt sich vielleicht unser Verstand: „Ist meine Arbeitszeit als Lichtarbeiter/in denn nicht viel wertvoller als die eines Anderen?“ Jeder Mensch hat seine Funktion im Gesamtplan Gottes. Jeder trägt das bei, was ihm von der Ursubstanz zur Erfüllung seiner Aufgabe in einem perfekten Plan gegeben wurde.

 

Fähigkeiten sind nicht der Verdienst der Persönlichkeit, sondern Geschenke der Ursubstanz. So, wie der Maurer eine Mauer baut, verbreitet der Lichtarbeiter das Licht. Gehört dem Maurer die Mauer? Oder gehört das Licht dem Lichtarbeiter? Woher hat der Maurer die Fähigkeit zu mauern? Und wohnt nicht der Lichtarbeiter im Haus, das der Maurer gebaut hat?

 

Die äußere Form der Persönlichkeit ist das Werkzeug oder die Stromleitung, durch die die Energie der Ursubstanz fließen will, um zum Ausdruck zu kommen. Alle Stromleitungen sind so gestaltet, dass sie ihren Zweck erfüllen, und sie können das umso besser, je selbstloser sie ihren Dienst erfüllen. Warum sollte der Stundenlohn eines Lichtarbeiters also höher sein als der eines anderen, pflichtbewussten Arbeiters? Bei der ehrlichen Beantwortung dieser Fragen können wir leicht erkennen, wie viel Stolz, Existenzangst oder Egowünsche wir noch im Herzen tragen.

 

Frei sein

 

Nicht die Befriedigung der Wünsche unserer Persönlichkeit macht uns frei, sondern das Auflösen dieser Wünsche. Nicht unser Vermögen oder Einkommen entscheidet darüber, wie viel inneren Frieden und echtes Selbstvertrauen wir erleben, sondern unser Bewusstsein der Gegenwart Gottes und seiner Liebe. Erst, wenn unser Gemütszustand und unsere Eigenschwingung nicht mehr von den äußeren Lebensumständen abhängen, sind wir frei, unabhängig und in innerem Frieden.

 

Freiheit, Frieden und spiritueller Fortschritt entstehen nicht, indem wir nach strengen Sitten oder Verboten leben und uns kasteien, sondern indem wir die Wünsche der Persönlichkeit durch den konsequenten Fokus auf die Liebe schrittweise auflösen.

 

Sollten wir einen bestimmten Wunsch der Persönlichkeit über lange Zeit auch durch den Fokus auf die Liebe nicht loslassen können, ist es besser, wir leben ihn aus. Und warum? Weil wir sonst gegen den Wunsch zu kämpfen beginnen, und das macht ihn noch stärker. Sobald wir gegen einen Wunsch ankämpfen, geben wir ihm durch unseren Fokus zusätzliche Energie. Nachdem wir ihn ausgelebt haben, werden wir feststellen, dass uns die Befriedigung des Wunsches nicht freier gemacht hat. Dann können wir uns wieder der Liebe zuwenden und ihn endgültig loslassen und vergessen. 

 

Es gibt nur Gewinner

 

Falls ein spiritueller Lehrer oder ein Lichtarbeiter seinen Kontakt zu den inneren Ebenen nutzt, um die Wünsche der Persönlichkeit zu befriedigen, verringert sich sein Zugang zur Quelle automatisch. Wir wissen, dass die Schwingung der Energie, die er vermitteln kann, dadurch abnimmt. Wenn seine Schüler diesen Rückschritt nicht bemerken und der Lichtarbeiter sie aus Angst, Unwissenheit oder Scham nicht darüber aufklärt, können sie leicht an der Nase herumgeführt und energetisch oder finanziell ausgenommen werden.

 

Es gibt auch hier nichts zu verurteilen, denn es ist uns freigestellt, welche Interessen und Ziele wir verfolgen und wem wir als Führer oder Lehrer in der äußeren Welt vertrauen wollen. Sollten wir uns in Sackgassen begeben, in denen der Übergang in eine Welt der Liebe nicht stattfinden kann, werden wir früher oder später wieder auf uns selbst und auf die Suche im eigenen Innern zurückgeworfen.

 

Egal, welchen Weg wir wählen, wir manifestieren uns immer die richtigen und manchmal vielleicht schmerzhaften Erfahrungen, die wir brauchen, um den wichtigsten Schritt zu tun: Den Fokus ein für alle Mal auf die Liebe zur Ursubstanz zu richten. So finden wir den fähigsten Lehrer und Heiler, die hochfrequente Energie der Liebe. – Jedes vermeintliche „Opfer“ wird schließlich zum Gewinner.

 

Unterstützung

 

Um nicht von „Vermittlern der höheren Ebenen“ abhängig zu werden, müssen wir folgendes wissen: Alle Wesenheiten, die uns aus den inneren Ebenen helfen wollen und dazu fähig sind, warten geduldig auf jene Augenblicke, in denen wir uns ohne Vorbehalte der Liebe zuwenden. In diesen Momenten können sie unsere Herzen direkt erreichen. Ihre energetischen Botschaften „reisen“ auf der Liebesenergie meist unbemerkt in die Kammern unseres Bewusstseins. Sie schicken uns auf diese Weise Inspiration, Wegleitung und moralische Unterstützung zugleich. Der Verstand kann nur den kleinsten Teil dieser energetischen Kontakte miterleben.

 

Die Begegnungen finden zunächst nur auf energetische Weise statt, weil unsere Persönlichkeit dazu neigt, diese Wesen zu unseren „Göttern“ oder „Führern“ zu machen. Das Ziel unserer Helfer ist jedoch nicht unsere Abhängigkeit, sondern unsere Selbständigkeit. Sobald wir genügend Selbstvertrauen entwickelt und keine Neigung mehr haben, uns an diese Wesen zu klammern oder sie zu vergöttern, sind auch konkrete, sichtbare und später physische Kontakte sinnvoll.

 

Bei solchen Kontakten werden uns keine komplizierten Lehren zum Studium vorgelegt. Es geht im Gegenteil vielmehr darum, dass wir uns von letzten Resten mentaler Konzepte lösen, die wir um die Gegenwart Gottes herum gebaut haben. Das einzige Ziel ist, sich der Einheit mit der Ursubstanz völlig bewusst zu werden. Was uns von höherdimensionalen Wesen auf direkte oder indirekte Weise beigebracht wird, ist Vertrauen in die eigene Göttlichkeit und ein noch besserer, noch tieferer Kontakt zur allgegenwärtigen Liebe. 

 

Bei sich selbst beginnen

 

Wollen wir auf unserem Planeten Frieden und Liebe installieren, müssen wir bei uns selbst beginnen. Nur, indem wir uns aufrichtig bemühen, unsere eigene Liebesfähigkeit zu entdecken und anzuwenden, wird sie sich in unserer Umgebung spiegeln. Nur, indem wir uns ernsthaft bemühen, den Funken der Liebe im Anderen zu erkennen, wird dieser Funke zum reinigenden Feuer anwachsen. Nur, wenn wir täglich Vergebung üben, indem wir uns selbst und allen anderen bewusst vergeben, wird sich Vergebung auch im Äußeren manifestieren. Nur, indem wir konsequent ignorieren, was uns im Äußeren an Unfreundlichkeit oder Hass begegnet, werden diese Erscheinungen verschwinden. Sie werden sich auflösen, weil wir ihnen keine Wirklichkeit mehr geben.

 

Bis wir diese konsequente Haltung automatisch aus unseren Herzen heraus leben, verlangt sie unsere Disziplin. Lichtarbeit bedeutet nicht abzuwarten, bis unsere Welt sich von alleine verändert. Um die Gegenwart der Ursubstanz, ihre Liebe und unser Einssein mit ihr deutlich und andauernd spüren zu können, müssen wir täglich einen Schritt über unsere alten Glaubens- und Verhaltensmuster hinausgehen.

 

Selbstvertrauen

 

Es ist sehr wichtig, unseren Gefühlen zu vertrauen, die uns eine liebevolle, unsichtbare Gegenwart anzeigen. Die Ursubstanz reagiert immer auf unsere Gedanken oder Worte, sofern sie aus dem Herzen, aus der Liebe kommen. Diese Gegenwart ist real, sie kennt und liebt uns. Sie ist wirklich hier, an jedem Ort, und wir können sie fühlen, wann immer wir uns Zeit nehmen, in Liebe an sie zu denken.

 

Solange wir jemandem erlauben, sich als Vermittler zwischen uns und die Ursubstanz zu stellen, mangelt es uns noch an Selbstvertrauen. In diesen Fällen wartet die Liebe geduldig, bis wir sie direkt ansprechen und als unser eigenes Selbst anerkennen.

 

Für den Kontakt mit der Liebe müssen wir kein Geld ausgeben, lange Reisen unternehmen oder spezielle Techniken erlernen. Wir müssen dazu weder an einen bestimmten Ort ziehen noch unseren Beruf wechseln. Wir brauchen uns auch nicht abzusondern oder in speziellen Kreisen aufzuhalten. Das erste, was es braucht, ist etwas Mut, um die Ursubstanz immer wieder direkt anzusprechen. Dann braucht es einige Konsequenz und Ausdauer, weil unser Verstand oder andere Menschen uns vielleicht einreden möchten, dass wir verrückt oder eines direkten Kontaktes mit Gott nicht fähig oder würdig wären.

 

Den direkten Kontakt zur Ursubstanz und ihrer Liebe zu pflegen, ist die wichtigste Arbeit des Lichtarbeiters denn wie wollen wir anderen den Weg zu Gott zeigen, wenn wir ihn und seine Liebe selbst noch nicht kennen?

 

Präsenz der ruhigen Freude

 

Liebe kann nicht auf intellektuelle Weise studiert, erfasst und erworben werden. Nur, indem wir uns mit jedem Atemzug an sie erinnern und sie fühlen, werden wir uns ihrer Gegenwart völlig bewusst.

 

Wie kann ich mit jedem Atemzug an die Liebe denken, wenn ich arbeiten, Auto fahren oder Wäsche waschen will? Wir denken nur zu Anfang mit dem Kopf, mit dem Verstand an die Ursubstanz, und wir tun das in unseren ruhigen Momenten, so oft wir können. Mit der Zeit werden wir feststellen, dass sich in uns ein Gefühl der Gegenwart entwickelt.

 

Es wohnt in uns eine Präsenz der ruhigen Freude, die immer darauf wartet, uns zu lieben und von uns geliebt zu werden. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten, vermittelt sie uns ein Gefühl der Geborgenheit, was auch immer in der äußeren Welt geschieht. Pflegen wir den Kontakt zu dieser Gegenwart regelmäßig, dauerhaft und aufrichtig, stellen wir fest, dass wir beginnen, mit dem Herzen an sie zu denken. Haben wir diesen permanenten Kontakt im Herzen eingerichtet, bleibt der Kopf für unsere alltäglichen Arbeiten frei.

 

Niemand wird vergessen

 

Lehren, die auf mehr oder weniger subtile Weise suggerieren, dass der spirituelle Weg kompliziert sei, dass langwierige Studien, komplexes Fachwissen sowie Vertretung und Führung von Außen nötig seien, um zu Einweihungen zugelassen zu werden, führen den Schüler auf Umwege.

 

So genannte Einweihungen kommen in aller Regel aus den inneren Ebenen zu uns, sobald wir dafür bereit sind. „Bereit zu sein“ heißt, genügend Liebe im Herzen zu tragen. Sie finden dann kostenlos und im Schlaf, in der Badewanne, in der Meditation oder in einem anderen Moment der Entspannung statt.

 

Es ist eine Frage des Selbstvertrauens, des Vertrauens in die Ursubstanz, sich immer darauf zu verlassen, dass wir im richtigen Moment die richtigen Informationen von innen erhalten. Die Ursubstanz und ihre reinen Ausdrucksformen, die uns auf den inneren Ebenen begleiten, können uns jederzeit erreichen und sie tun es in den Momenten, in denen wir in der Liebesfrequenz schwingen. Niemand wird vergessen.

 

Wem gehört die Liebe?

 

Information ist Energie. Je nach Qualität der Information ist sie von niedriger oder höherer Schwingung. Je höher die Schwingung einer bestimmten Information ist, desto näher ist sie der Liebesschwingung. Wem aber gehört die Liebe? Und wem gehört die Liebe in Form von Information? Woher kommt sie, und wem steht sie zu? Müssen wir jemanden vor der Liebe schützen? Sollen wir sie in bestimmte Bahnen lenken, die unseren mentalen Konzepten entsprechen? Wollen wir sie zum Eigentum erklären, verkaufen oder jemandem vorenthalten?

 

Sind wir ehrlich zu uns selbst, kennen wir die Antworten auf diese Fragen schon: Die einzige Quelle der Liebe im gesamten Kosmos ist Gott, die Ursubstanz. Die Liebe ist der erste, reinste Ausdruck dieser Gegenwart, und sie gehört allen Geschöpfen in gleichem Mass.

 

Würden wir unsere Liebe zurückhalten, falls wir meinten, ein Mensch wäre nicht offen genug, sie zu empfangen? Nein, wir würden ihn trotzdem aus ganzem Herzen lieben. Wir dürfen uns völlig auf das Resonanzprinzip verlassen und auch spirituelle Informationen frei weitergeben. Die Liebe findet auch in Form von Information automatisch den Menschen, der dafür offen und bereit ist. Wir brauchen uns also nicht darum zu sorgen, ob sie wohl den richtigen Empfänger findet, denn Liebe ist lebendige, intelligente Energie. 

 

Eigentum loslassen

 

Wo Lichtarbeiter von Einweihungsgraden, Auszeichnungen, Lizenzen, Exklusivrechten oder Verdienstmöglichkeiten sprechen, springt die Ausrichtung auf die Befriedigung von Egowünschen besonders ins Auge. Wir sollten uns über unsere Motivation im Klaren sein. Befassen wir uns mit Spiritualität, weil es unserer Persönlichkeit schmeichelt und Anerkennung oder Geld einbringt? Möchten wir die Liebe patentieren und zum Eigentum erklären? Unsere Fortschritte wären in diesen Fällen entsprechend limitiert.

 

„Eigentum“ kann nur in den dichten Welten der Trennung existieren. Alle Ideen, Erfindungen, Lehren und Einsichten kommen aus der einen Quelle, aus dem Vorrat Gottes zu uns. Erklären wir spirituelle Information zum persönlichen Eigentum, handeln wir noch aus Angst-Programmierungen und behindern den freien Fluss der Liebe. Dadurch schränken wir auch unsere eigene Verbindung zur Ursubstanz ein.

 

Als Lichtarbeiter/innen können wir zunächst die Idee von geistigem und später auch von materiellem Eigentum mit großer Gelassenheit loslassen. Wer sonst sollte den ersten Schritt tun? Sind wir nicht hier, um voraus zu gehen und alte Muster aufzubrechen? Wir können unsere irdische Realität der Trennung nicht durchlichten und hinter uns lassen, indem wir weiterhin nach alten Mustern leben. Nur, indem wir diese festgefahrenen Glaubens- und Verhaltensmuster  durchbrechen, wird unser neues Wissen zur neuen Realität.

 

Unser Fokus auf die Liebe bringt uns nicht nur neue Ideen und Erkenntnisse, sondern auch Mut und Vertrauen, um unsere Spiritualität im Alltag zu leben.

 

Prüfungen

 

Liebe kann aufgrund ihrer hohen Schwingungsrate als einziges Heilmittel Glaubensmuster oder Programmierungen von tiefster Schwingung auflösen, egal, wo sie sich in unserem Innern verstecken. An Stelle dieser Ängste, Blockaden und alten Glaubensmuster treten dann die verschiedenen Abstufungen der Liebe als Herzensqualitäten. Sie ziehen zusammen mit der Liebe automatisch in unser Herz ein.

 

Sorgen, Bedenken und Ängste lenken unseren Fokus auf äußere Erscheinungen und verleihen ihnen dadurch Wirklichkeit. Reine Liebe kennt keine Sorgen oder Ängste, denn sie können nur aus dem konditionierten Bewusstseinsinhalt der Persönlichkeit entstehen.

 

Falls wir nicht sicher sind, ob wir noch Ängste haben, können wir uns folgende Fragen stellen: „Mache ich mir Sorgen über mein Leben oder das Leben anderer? Habe ich Bedenken, dass auf unserem Planeten oder in einem anderen Teil des Universums etwas schief läuft?“ Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen zeigt uns schnell, ob und in welchen Fällen wir noch nicht von der Allgegenwart Gottes und seinem perfekten Plan überzeugt sind.

 

Aufwärtsspirale

 

Tauchen Ängste, Sorgen oder Bedenken auf, ist unser Gewahrsein der Allgegenwart Gottes und seiner Liebe ein Stück weit aus unserem Bewusstsein gerutscht. Solche Emotionen können uns am Anfang des Weges helfen, unseren Fokus zu kontrollieren und ihn immer wieder auf die Ursubstanz und ihren ersten Ausdruck, die Liebe zu richten.

 

Liebe ist das einzige Mittel, das Angst auflösen kann. Sie wird nicht von außen durch den Verstand nach innen transportiert, sondern sie fließt von innen nach außen. Liebe und Licht kommen aus der Zentralsonne, die im Mikrokosmos unseres Körpers dem Herzchakra entspricht. In der einzelnen Körperzelle entspricht die Zentralsonne dem Zellkern.

 

Bei konsequenter Aufmerksamkeit auf die Liebe wird uns ihre Allgegenwart immer bewusster. Dadurch aktivieren wir nicht nur die Zentralsonne in unserem Herzen, sondern auch die Sonnen in unseren Körperzellen. Durch unseren anhaltenden Fokus auf die Liebe werden wir von innen her durchlichtet, und wir setzen eine Aufwärtsspirale in Gang, die eine zunehmende Eigendynamik entwickelt.

 

Keine Kopfarbeit

 

Lichtarbeit ist keine Kopfarbeit. Der Verstand spielt dabei eine sehr untergeordnete Rolle.

 

Gelingt es uns, die Urteile, Einwände und Bedenken des Verstandes gegenüber unserem Fokus auf die Liebe zu beruhigen, beginnen wir automatisch, Gott in Form von Liebe zu spüren und ihm zu vertrauen. Täglich mit ihm zu sprechen, ist eine einfache Übung. So lernen wir, die Einwände des Verstandes, dass solches Tun unnütz sei, konsequent zu ignorieren und mit der Zeit ganz zu überwinden.

 

Um mit Gott zu sprechen, müssen wir nicht wissen, woher seine Energie kommt, die uns das Gefühl der Ganzheit, Gesundheit, Geborgenheit oder der Glückseligkeit vermittelt. Wir brauchen auch nicht zu wissen, was sie mit uns tun will und wie die Wesen heißen, die uns unterstützen. Das sind Fragen des irdischen Verstandes, die unseren Fokus immer wieder auf mentale Konzepte und äußere Formen lenken.

 

Nur der Verstand stellt Fragen. Der irdische Verstand wird uns zweifeln lassen und immer weiter fragen, solange wir versuchen, seine Fragen zu beantworten.

 

Die Helfer sind hier

 

Die unsichtbaren Helfer, die uns bei der Suche nach der Erkenntnis der Einheit unterstützen können, sind schon „hier“. Sie sind uns immer sehr nahe, und sie kennen uns und unsere Bedürfnisse besser als wir. Wir müssen sie nicht suchen, anflehen oder davon überzeugen, uns zu helfen. Das einzige, was Not tut, ist unser Vertrauen und die Hingabe an die Liebe, damit wir für ihre Hilfe empfänglich werden. Üben wir deshalb täglich, uns der Gegenwart der Ursubstanz, der Liebe hinzugeben! Es ist die beste und effizienteste Lichtarbeit, die wir auf Erden tun können.

 

Eins

 

Wir dürfen für Gott, die allgegenwärtige Ursubstanz oder die eine, intelligente Energie jeden Namen brauchen, der für uns stimmig ist. Wie wir diese Essenz des Lebens benennen, ist weit weniger wichtig, als dass wir in ihr unser allgegenwärtiges Selbst erkennen. Unsere Existenz, wie auch immer sie aussehen mag, ist der Ausdruck dieser einen, intelligenten Energie.

 

Unser Leben hat nie der irdischen Persönlichkeit gehört, denn sie ist vergänglich. Es ist umgekehrt: Die Persönlichkeit und ihr Körper gehören unserem Leben. Wir sind das Leben, die eine Ursubstanz, und wir sind nicht vergänglich.

 

Der irdische Mensch verändert seine Ausdrucksform über die Dauer einer Inkarnation entsprechend seinen Glaubensmustern, und er überlebt sie immer wieder. Indem wir lernen, die alten Überzeugungen hinter uns zu lassen und unsere Aufmerksamkeit bewusst und kontinuierlich auf der Gegenwart der Liebe zu halten, erkennen wir unsere feinere, unvergängliche Ausdrucksform der Lichtschwingung. 

 

Lasst uns deshalb in allem und insbesondere in jedem Menschen Licht sehen und Liebe fühlen. Zu diesem Zweck haben wir unser feineres Sensorium, unsere Gefühle und unser geistiges Auge mit auf den Weg bekommen.

 

Sobald wir uns mit jedem Atemzug über die Gegenwart der Liebe freuen und nichts Geringeres mehr als Wahrheit akzeptieren, wird uns die Welt der Liebe sichtbar. Auf dem Weg dort hin werden wir ohne Zweifel an den Punkt gelangen, wo wir mit großer Freude erkennen: „Die Quelle und ich sind eins!“

 

 

 

Buchtipp:

 

Eine bekannte Schrift, die uns täglich an unser Einssein erinnern hilft:

Herzenstüren öffnen, Eileen Caddy, Greuthof Verlag, ISBN 3923662157

 

 

Kasten: Wie kann ich Heilung unterstützen?

 

Wir können die Heilung einer Krankheit oder eines anderen unerwünschten Zustandes beschleunigen, indem wir den Fokus von der Krankheit wegnehmen. Solange wir auf einen unerwünschten Zustand schauen, halten wir ihn mit unserem Bewusstsein fest. Wir geben ihm dadurch Bedeutung oder Wirklichkeit. Die Herausforderung liegt darin, den Unerwünschten Zustand soweit zu ignorieren, dass wir stattdessen Gedanken und Gefühle des Gesundseins pflegen können.

 

Egal, was wir erreichen wollen, unsere Gedanken und unser Herz müssen auf das Ziel, auf den erwünschten Zustand eingestellt sein. In jedem Augenblick, in dem wir unsere Aufmerksamkeit ganz von den Symptomen der Krankheit nehmen und auf das Erinnern des gesunden Zustandes lenken können, unterstützen wir den Heilungsprozess.

 

 

Kasten: Liebe ich oder bin ich verliebt?

 

Falls wir nicht sicher sind, ob wir verliebt sind oder ob wir einen Menschen lieben, können wir uns folgende Fragen stellen:

 

„Tut es mir weh, wenn meine ‚Liebe’ nicht erwidert wird, wenn meine Erwartungen in einen bestimmten Menschen nicht erfüllt werden, – oder kann ich mich an seiner freien Entscheidung, am Weg, den er oder sie geht, freuen und mich trotzdem wohl, geliebt und geborgen fühlen?“

 

 „Bereitet mir die physische Trennung von einem Menschen Schmerz und Kummer, und möchte ich sie oder ihn deshalb festhalten, – oder kann ich mich an der Freiheit des anderen freuen, ohne Neid, Wut, oder Eifersucht zu spüren?“

 

Ehrliche Antworten auf diese Fragen zeigen uns rasch, ob wir verliebt sind, oder ob wir selbstlos lieben.



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