Es gibt
mittlerweile eine unüberschaubare Flut von Hilfsmitteln, Techniken und
Dienstleistungen, die als spirituell bezeichnet, als
Lichtarbeit praktiziert und als mögliche Wege zur Heilung
unserer Seelen angeboten werden. Was sollen wir von den verschiedenen Lehren,
Botschaften und Seminaren halten? Geht es einmal mehr ums Geld? Wie können
wir finden, was wir für unsere Entwicklung brauchen, und was macht einen
Lichtarbeiter überhaupt zum Lichtarbeiter? Wir haben diese Fragen an Beat
gerichtet, der uns das Ziel jeder spirituellen Entwicklung in Erinnerung ruft:
Die Erkenntnis unserer Einheit mit der Ursubstanz Gott.
Grundlagen
Liebe
als Seinszweck
Niemand, der an echter Spiritualität
interessiert ist, muss einen Überblick über das große Angebot
an Heil versprechenden Philosophien, Konzepten und Produkten haben.
Was nötig ist, um selbst entscheiden zu
können, was wir als Lehre befolgen oder ignorieren und welche
Informationen wir annehmen oder ablehnen wollen, ist das Begreifen des
Zieles unserer spirituellen Entwicklung. Was ist Spiritualität
eigentlich? Geht es um Wohlstand, Gesundheit, die Fähigkeit zu
manifestieren, zu teleportieren und durch
verschiedene Dimensionen zu reisen oder ist Unsterblichkeit das Ziel?
Alle diese Fähigkeiten und
Errungenschaften sind nur Nebeneffekte dessen, worum es eigentlich geht: Die
Erkenntnis unserer Einheit mit der Ursubstanz. Nur die Liebe als Selbstzweck
die Liebe um der Liebe willen, aus selbstloser Hingabe an unseren
Schöpfer und seine Schöpfung wird uns ins neue Bewusstsein der
Einheit führen, das uns höhere Dimensionen als
Realität erleben lässt. Keine theoretischen Studien, keine
ausgefeilten Techniken und Hilfsmittel werden uns den Himmel erschließen,
es sei denn, sie führten uns zur selbstlosen Liebe, der Liebe als
Seinszweck.
Erkenntnis der
Einheit
Die Grundlage des spirituellen Erwachens ist
die Erkenntnis, dass alles, was existiert, Geist ist und nur im Geist besteht.
Und weil
alles Geist oder intelligente Energie
ist, kann auch jeder einzelne Mensch, jedes Ding und jedes Geschöpf nichts
anderes sein als diese Ursubstanz in Form.
Das ist das Fundament, auf dem jedes Denken und Handeln beruhen muss,
falls jemand ein vollbewusster
Ausdruck der Ursubstanz oder der Liebe werden will.
Wir können im Leben, egal was wir
erfahren, nur uns selbst begegnen. Alles, was existiert, ist Ausdrucksform der
einen Ursubstanz, der intelligenten Energie, die sich entsprechend unseren
eigenen, innersten Überzeugungen im Außen als greifbare
Realität spiegelt. Es gibt keinen Widersacher außer unseren eigenen
unvollkommenen Ideen, Glaubensmustern und Überzeugungen.
Der grundlegende Unterschied zwischen dem
irdischen und dem erwachten, kosmischen Menschen besteht nicht in der Natur
seiner Essenz, sondern in der Erkenntnis seiner Essenz, seiner wahren
Identität. Der Weg, der uns zu dieser Erkenntnis führt, ist die Liebe
zur Ursubstanz und allen ihren Ausdrucksformen.
Konkret
und Spürbar
Es gibt keine theoretischen Wege, die zum
Erwachen führen. Solche Studien bleiben mentale Konzepte, die keine
großen Veränderungen in unserem Leben hervorbringen können.
Echte Spiritualität ist etwas sehr Konkretes und Spürbares, das unser
innerstes Sein in der Liebe zur Ursubstanz und allen beseelten Ausdrucksformen
aufflammen lässt.
Solange wir uns aus technischem Interesse,
aus Profit- oder Neugier mit Spiritualität befassen oder nach
höheren Fähigkeiten und Welten streben, weil sie uns
faszinierend und befriedigend erscheinen, handeln wir noch aus dem Bewusstsein
der Persönlichkeit. Aus der Identifikation mit unserer
irdischen Ausdrucksform entsteht der Egowunsch mein Wille geschehe!
Lieben,
löschen, handeln
Solange wir vor haben, erst Mal so genannt
höhere Fähigkeiten zu erlangen, um danach selbstlose
Liebe auszudrücken und unsere Ängste loszulassen, versuchen wir noch,
das Pferd am Schwanz aufzuzäumen. Falls wir den Himmel auf
Erden erreichen wollen, müssen wir unseren Fokus zuerst auf die Liebe
richten, ohne Bedingungen zu stellen.
Der konsequente Fokus auf die reine Liebe
löst einschränkende Programmierungen und Glaubensmuster auf. Wir brauchen die
Hilfe der Energiequalität Liebe, denn sie löscht nicht nur alte
Muster im Bewusstsein, sondern sie gibt uns auch Mut und Selbstvertrauen, um
unsere neuen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Damit neues Wissen und neue
Bewusstseinsinhalte wirksam werden können, ist es nötig, nach ihnen
zu handeln und täglich ein Stück weit über unsere alten Grenzen
hinauszugehen.
Ignorieren statt
bekämpfen
Anstrengungen, die darauf abzielen, einen
Dimensionswechsel zu erringen, entstehen aus dem Wunsch der Persönlichkeit
nach Befreiung aus der irdischen Ebene. Dieser Wunsch gründet auf dem
Glauben, dass die irdische Ebene für einen Menschen verbindlich wäre.
Die irdische Realität, wie sie sich heute präsentiert, ist jedoch nur
der Ausdruck des Inhalts unseres
heutigen Bewusstseins es ist
eine virtuelle Realität, eine Spiegelung unserer heutigen Glaubensmuster
und Gedankeninhalte.
So ist auch jede höhere
Dimension oder Seinsebene nur der Ausdruck eines höheren oder
reineren Bewusstseins. Wir erschaffen uns den Weg in eine neue Welt mit unseren
eigenen, liebevolleren Überzeugungen, Gedanken und Handlungen.
Indem wir uns von etwas befreien wollen oder
etwas bekämpfen, geben wir diesem Umstand, dieser speziellen Realität
zusätzliche Bedeutung und Wahrhaftigkeit. So erhalten wir
unerwünschte Umstände in unserem Leben und verstärken ihre
realistische Wirkung auf uns. Wir müssen lernen, solche Erscheinungen zu
ignorieren, falls wir sie nicht fortgesetzt in unsere Realität projizieren
möchten.
Das
Fundament
Der Fokus muss auf unserer Liebe zu Gott und
seiner Liebe zu uns ruhen, falls wir unsere Beziehung zu dieser intelligenten
Ursubstanz vertiefen wollen.
Hier entsteht vielleicht ein Problem, weil
wir meinen, nicht zu wissen, was Gott überhaupt sei und
deshalb nicht sicher sind, worauf wir fokussieren sollen. Es gibt keine
treffendere Beschreibung dieser Essenz allen Seins als
Liebe. Der erste Ausdruck Gottes ist
selbstlose Liebe. Reine Liebe ist eine hochfrequente Energie. Sie ist die intelligente, allgegenwärtige
Essenz des Lebens und gleichsam Ursprung und Ziel jedes Lebewesens. Sie kommt
nicht zu uns, und sie verlässt uns nicht. Sie ist überall, sie ist
immer hier, egal wo wir uns befinden und was wir gerade tun.
Falls wir nicht sicher sind, ob wir
verstanden haben, was selbstlose, unpersönliche Liebe ist, und ob wir Gott
in dieser reinen Ausdrucksform fühlen, können wir uns fragen,
kann ich jemanden von ganzem Herzen lieben, der mir oder jemand anderem
großen Schmerz zugefügt hat? Sobald wir die alles vergebende
und alles einhüllende Liebe auch gegenüber so genannten
Übeltätern oder Feinden fühlen, beginnen
wir zu begreifen, was unsere Essenz ist und woraus wir gemacht sind. An diesem
Punkt unserer Entwicklung haben wir bereits einen guten Kontakt zur Liebe
aufgebaut und wir beginnen die Ursubstanz uns selbst zu
spüren.
Indem wir den innigen und dauerhaften Kontakt
mit der Essenz immer weiter ausbauen, erreichen wir schließlich den
Bewusstseinszustand der Einheit. Dies ist der einzige Zweck einer wahrhaft
spirituellen Lehre. Es ist wenig sinnvoll, andere Ziele anzustreben, bevor
dieses Fundament aufgebaut ist, weil alles, was wir ohne diese Basis aufbauen,
vergänglich ist.
Keine
Trennung
Nichts könnte sich jemals zwischen Gott
und einen Menschen stellen, weil Gott die Essenz unseres Seins ist. Wir sollten
deshalb keiner Lehre Glauben schenken, die uns sagt, dass uns Wesenheiten,
bestimmte Energien oder etwas anderes von unserer Ursubstanz trennen
könnte. Tun wir es trotzdem, haben wir in unserem Bewusstsein freiwillig
ein eingebildetes Hindernis, ein Glaubensmuster installiert, das wir
später wieder löschen müssen.
Vielleicht hilft uns ein Bild, diese
untrennbare Einheit besser zu verstehen: Wo kein Wasser ist, kann auch kein Eis
sein. Ohne Ursubstanz kann keine Form entstehen. Etwas von Gott Getrenntes kann
nicht existieren, weil Gott die einzige Gegenwart im Kosmos ist. Die gesamte
Schöpfung hat ihre Existenz nur in Gottes Bewusstsein. Sie ist nicht
materiell, sondern virtuell, weil sie im einen, alles umfassenden Bewusstsein
existiert auch wenn uns die Schöpfung heute noch physisch
erscheint.
Nur aus des Menschen eigener Idee, von seiner
Essenz getrennt zu sein, kann eine vermeintliche Trennung als
Glaubensmuster entstehen. Dieser Irrtum besteht jedoch nur im
vergänglichen Bewusstsein der irdischen Persönlichkeit und
ändert nichts an der Tatsachse, dass wir allezeit in Gott und aus
Gottsubstanz bestehen.
Wie kann es sein, dass sich dieser Irrtum
über längere Zeit im Bewusstsein hält? Das ist nur möglich,
weil wir die Allgegenwart der Ursubstanz vorübergehend nicht spüren
können. Und warum können
wir die Einheit nicht fühlen? Weil unser Fokus, unsere Gedanken und unsere
Aufmerksamkeit auf tausend Dingen der äußeren Welt liegen statt auf
der Essenz.
Energetischer
Dialog
Wir müssen Gott, die Ursubstanz oder die
Liebesessenz nicht herbeirufen, um sie zu spüren, denn sie ist schon hier,
in uns und um uns herum. Sie ist in allem, was ist. Sie ist in der Luft, die
wir atmen, und sie ist in jedem einzelnen Atom, das uns umgibt. Die Ursubstanz
wohnt in jeder Zelle, aus denen unsere Körper bestehen.
Um ihre Gegenwart zu fühlen, brauchen
wir nur mit dem Herzen an sie zu denken und sie reagiert sofort. Fühlt
sie, anerkennt sie und kommuniziert mit ihr auf die Weise, die euch
gefällt! Es gibt keine vorgeschriebene Art, wie wir mit Gott oder der
Liebe kommunizieren sollen. Ob wir sie als besten Freund oder beste Freundin,
als Partner, Vater, Mutter oder innerstes Ich ansprechen, ist uns
freigestellt wichtig ist einzig, dass wir es tun.
Worüber wir mit unserer Ursubstanz
sprechen, oder was wir ihr anvertrauen, ist von geringer Bedeutung,
denn sie weiß schon alles. Das einzige, worauf sie wartet, ist unser
Anerkennen ihrer Existenz und unsere Liebe zu ihr. Mit der Zeit entwickeln wir
einen energetischen, wortlosen Dialog, in dem nur Energie oder reine Liebe hin
und her fließt.
Subtile
Gegenwart
Es reicht nicht, mit dem Verstand zu sagen,
Ja, ich glaube an Gott, oder ich liebe die
allgegenwärtige Ursubstanz. Das ist wohl ein guter Anfang, aber
solche Worte und Gedanken müssen in und aus innigster Liebe gesprochen
oder gedacht werden, damit sie Resonanz auslösen. Sobald unsere
Anerkennung aus tiefstem Herzen kommt und von reiner Liebe erfüllt ist,
werden wir spüren, dass die intelligente Gegenwart mit Liebe
antwortet.
Wir sollten nicht auf hörbare Worte oder
Mitteilungen warten, die der Verstand begreifen kann, sonst übersehen wir
die Präsenz dieser feinen Energie. Zu Anfang wird die Antwort als
Gefühl der Geborgenheit, als liebevolle, subtile Gegenwart, oder als Wolke
angenehmer Energie zu spüren sein.
Täglich
beschenkt
Früher wurde uns gesagt: Gott
sieht, was in euren Herzen ist, und er wird euch entsprechend beschenken.
Das ist sehr wahr, und es geschieht jeden Tag, jede Sekunde, denn die eine,
ursprüngliche Energie fließt von Natur aus durch die Zentralsonne im
Herzen jedes Mikrokosmos. Sie fließt ohne Unterbruch durch die
innersten Kammern unseres Bewusstseins und spiegelt uns in der
äußeren Realität dessen Inhalt. Das ist das Prinzip des Lebens.
Wollen wir eine sichtbare Welt der Liebe
erschaffen, müssen wir den Inhalt unserer innersten Kammern
verändern. Wir tun das, indem wir unseren Fokus beständig auf dem
Fühlen, Spüren und Erleben der Liebe in und um uns herum halten. Nur,
indem wir unseren Fokus konsequent auf die Liebe richten, können wir unser
eigenes Bewusstsein mit ihrer Gegenwart füllen, so dass sich
allmählich eine liebevollere Realität um uns herum manifestiert.
Unser Bewusstseinsinhalt hat die Funktion
einer Schablone, durch die ohne Unterbruch reine Energie aus der Zentralsonne
fließt. Dadurch wird die Energie in ihrer Schwingung verlangsamt, und sie
strahlt in Form von Licht durch die Schablone wie durch einen Filmprojektor.
Als Folge davon sehen und erleben wir den eigenen Bewusstseinsinhalt in der
äußeren Welt als greifbaren, dreidimensionalen Film oder, in einem
Wort, als Realität.
Im
Herzen verankern
Was wir als Realität bezeichnen, ist also der energetische Abdruck oder
das Spiegelbild des Inhalts unserer Herzen, unserer innersten
Bewusstseinsbereiche. Dieser Inhalt entspricht aber nicht dem Inhalt unseres
irdischen Verstandes, unseres Gehirns. Das ist die Erklärung dafür,
warum das Auswendiglernen von spirituellen Lehren wenig Einfluss auf unsere
Realität hat.
Wir können mit dem irdischen Verstand
lichtvolle, positive Gedanken pflegen und Affirmationen sprechen. Das ist ein
guter Anfang. Solange sich diese Aktivitäten aber ausschließlich im
Kopf, im Gehirn abspielen, haben sie nur geringen und vergänglichen
Einfluss auf unsere Realität. Damit sie wirksam werden, müssen wir
diese Gedanken und Ideale im Herzen verankern, wo sie eine neue Schablone
bilden. Das einzige Mittel, um Informationen von hoher Schwingung in die
innersten Kammern des Bewusstseins zu transportieren, ist Liebe.
Gott in
Aktion
Der Begriff Liebe hat in seiner ursprünglichen Bedeutung nichts mit
Romantik oder Verliebtheit zu tun. Es geht nicht um süße Worte oder
Schmeicheleien. Worte kommen aus dem Verstand. Schmeicheleien kommen aus der
Persönlichkeit. Liebe kommt aus der Zentralsonne, der Quelle in unserem
Herzen.
Liebe ist die erste oder reinste
Ausdrucksform der Ursubstanz. Es ist intelligente Energie von höchster
Schwingung, die uns ohne Worte wissen und verstehen lässt. Liebe stellt
keine Fragen, weil sie weiß. Man könnte sie auch als
Gott in Aktion bezeichnen. Sie öffnet durch ihre hohe Frequenz
den Zugang zu den geheimen Kammern jedes Bewusstseins und
löscht die darin enthaltenen Programmierungen, Muster oder
Überzeugungen von tieferer Schwingung. Mit anderen Worten: Liebe ist das
Mittel, um unsere DNS neu zu programmieren.
Lichtarbeit
Begriffe
Der Begriff Lichtarbeit ist die deutsche Übersetzung der in den achtziger
Jahren in Nordamerika geprägten Bezeichnung Lightwork. Er beruht auf der Erkenntnis, dass
Liebe, Licht und Materie verschiedene Qualitäten der selben Ur-Energie
sind.
Licht ist in der Frequenz stark herunter
gestufte Liebe. So genannte Materie
ist in der Frequenz stark herunter gestuftes Licht. Alles sind Ausdrucksformen
der einen Ursubstanz, jener intelligenten Energie, die wir auch als
Gott bezeichnen.
Der Begriff Lichtarbeiter beschreibt im engeren Sinn Menschen, welche die
Gegenwart des Lichts als Aspekt Gottes fördern und bewusst mit ihm
arbeiten wollen. Sie arbeiten in aller Regel mit dem für unsere Augen
unsichtbaren, sehr hoch schwingenden Licht, weil es der Frequenz reiner Liebe
am nächsten ist.
Im weitesten Sinn zählen zu den
Lichtarbeitern alle Menschen, die spirituelles Wissen aus Liebe zum Ganzen und
zu selbstlosen Zwecken anwenden.
Unabhängig
Lichtarbeiterinnen und Lichtarbeiter
können den verschiedensten Religionen, Kirchen, politischen Gruppierungen,
Volksgruppen und sozialen Schichten angehören. Sie sind keiner
übergeordneten oder zentralen Organisation angeschlossen und weder einem
bestimmten Führer noch einer bestimmten spirituellen Lehre verpflichtet.
Sie gehen ihren individuellen Weg unabhängig und arbeiten wahlweise in
Gruppen oder alleine. Was sie verbindet, ist ihre Suche nach der Erkenntnis der
Einheit mit der Ursubstanz sowie ihr Interesse für die Anwendung ihres
spirituellen Wissens im täglichen Leben und zum Wohl des Ganzen.
Die Wahl der Bezeichnung
Lichtarbeiter/in hat für das Erreichen eines spirituellen
Zieles keine Bedeutung außer, dass sie hilft, uns immer wieder an das
Licht als Aspekt Gottes zu erinnern.
Anwendungen
Es gibt sehr viele
Anwendungsmöglichkeiten des unsichtbaren, hoch schwingenden Lichts. Eine
umfassende Aufzählung würde den Rahmen eines Artikels sprengen,
weshalb hier nur das Prinzip in einfachen Worten erklärt sei: Für die
Arbeit mit unsichtbarem Licht visualisiert ein Lichtarbeiter im Geist helles
weißes oder goldfarbenes Licht, das die Gegenwart der Ursubstanz
repräsentiert.
Mit dem Werkzeug der Vorstellungskraft kann
dieses Licht in verschiedenen Qualitäten zur Reinigung und
Schwingungserhöhung bestimmter Orte, Lebewesen oder Gegenstände
projiziert werden. Je nach beabsichtigter Wirkung nutzt die Lichtarbeit nur
einzelne der verschiedenen Spektralfarben des Lichts. Die Spektralfarben
entsprechen den unterschiedlichen Aspekten der Ursubstanz oder des weißen
Lichts. Es gibt ausreichend Literatur, um sich mit den Praktiken im Einzelnen
vertraut zu machen.
Es ist auch möglich, direkt mit der
Schwingung der Liebe zu arbeiten, ohne dabei Licht zu visualisieren. Die
Voraussetzung dazu ist eine sehr reine Motivation. Bei dieser Anwendung
fließt Energie von höchster Frequenz direkt von Herz zu Herz oder
von Bewusstsein zu Bewusstsein. Dies ist die Heilmethode des kosmischen
Menschen, die uns in den Erzählungen über Jesus beschrieben wurde.
Sie wirkt direkt auf die so genannte DNS und kann Codierungen jeder Art
löschen oder verändern. An diesem Punkt wird der Lichtarbeiter zum
eigentlichen Liebesarbeiter.
Reine
Motivation
Die Wirkung der Arbeit mit Liebe oder
unsichtbarem Licht gründet auf den reinigenden Eigenschaften dieser
hochfrequenten Energien. Die Reinheit der
Motivation des Lichtarbeiters bestimmt die Wirksamkeit der angewandten
Lichtarbeitertechnik mit. Eine positive Wirkung kann nur erzielt werden, wenn
Lichtarbeit aus selbstloser Liebe und im Interesse der gesamten Schöpfung
angewendet wird.
Viele Menschen, die ernsthaft nach der
Erkenntnis der Einheit suchen, kennen die Bezeichnung
Lichtarbeit nicht. Ihr Weg und ihr Beitrag zum Wohl des Ganzen sind
deshalb nicht weniger Wert. Was den Wert, die Reinheit und die Effizienz einer
spirituellen Lehre oder Methodik bestimmt, ist deren Liebesgehalt sowie die
Motivation für ihre Anwendung. Je selbstloser die Motivation ist, desto
effizienter wird die Licht- oder Liebesarbeit.
Manche unserer Wünsche kommen aus der
Persönlichkeit und entsprechen den verschiedenen Phasen der menschlichen
Entwicklung. Vielleicht möchten wir höhere
Fähigkeiten erlangen oder wir sind sind auf Partnersuche, weil
wir meinen, ein Gefährte könne die in uns selbst noch nicht entdeckte
Einheit mit Gott ersetzen. Möglicherweise streben wir einen
besonderen Status innerhalb der Gesellschaft an, wollen zu einer
spirituellen Elite gehören oder wir wünschen uns,
Macht zu erlangen. Und vielleicht wollen wir mit Spiritualität Geld
verdienen und Reichtum erleben.
Diese Beispiele sind Wünsche der
irdischen Persönlichkeit, und sie sind nicht zu verurteilen. Aber sie
vermindern den Wirkungsgrad unserer Lichtarbeit und führen am Ziel jeder
wirklich spirituellen Lehre vorbei: Der Erkenntnis unserer Einheit mit der
Ursubstanz.
Ablenkung
Fließt durch einen Menschen aufgrund
der Reinheit seines Herzens so viel Liebe, dass er so genannte
Wunder wirken kann, wird er solche Fähigkeiten solange
anwenden können, wie er sie aus selbstloser Liebe zu unpersönlichen
Zwecken einsetzt. Sobald der oder die Begabte seine oder ihre Fähigkeiten
zur Befriedigung von persönlichen Wünschen einsetzt, lassen sie nach
oder verschwinden ganz.
Dieser Verlust ist keine Strafe, sondern die
logische Folge der Ablenkung des Fokus. Dieser Effekt entsteht, sobald
die Wünsche der Persönlichkeit ins Herz drängen und unsere
Aufmerksamkeit von der selbstlosen Liebe ablenken. Der Verlust von
Fähigkeiten hilft uns zu erkennen, ob und wann wir mit unserem
persönlichen Bewusstsein in die Welt der illusionären oder virtuellen
Schöpfungen gehen, dort verweilen und unsere eigene Essenz und wahre
Identität vergessen.
Besessenheit
Sind die Wünsche nach Macht oder
Lustgewinn besonders groß, kann daraus eine Zusammenarbeit
mit Astralwesen entstehen. Es gibt körperlose Wesen, welche die irdischen
Begehren der Persönlichkeit teilen und versuchen, die irdische Ebene aus
ihrem Frequenzbereich mitzuerleben und zu beeinflussen. Eine solche, dem
irdischen Menschen meist unbewusste Zusammenarbeit wird auch als
Besessenheit bezeichnet.
Lichtarbeiter ohne reine Motive können von diesem Phänomen gleichsam
betroffen sein wie jeder andere Mensch.
Jede unerwünschte Verbindung mit
körperlosen Wesen kann von unserer Ebene aus durch den Fokus auf die selbstlose
Liebe und das Licht wieder aufgelöst werden. Wesen von geringer Schwingung
können die hohe Frequenz der reinen Liebe nicht ertragen, solange sie sich
ihr gegenüber verschließen. Sobald sich der Mensch auf der irdischen
Ebene auf seine Liebe zu Gott und der Schöpfung konzentriert, wird das
Astralwesen sofort auf Distanz gehen. Sollte es sich der Liebe auftun,
verlässt es die Astralebene augenblicklich und ist bereit für einen
neuen Inkarnationszyklus.
Solange wir reine Motive haben, auf
selbstlose Liebe fokussieren und dadurch eine gewisse Eigenschwingung aufrecht
erhalten, sind wir vor unerwünschten Übergriffen jeder Art absolut
sicher. Es gibt auch hier keinen Grund, sich als Opfer zu sehen oder Angst zu
haben, denn wir sind von Natur aus in der Lage, unsere Eigenschwingung durch
unseren Fokus mitzubestimmen und genügend hoch zu halten.
Persönliche
Ziele
Spirituelles Wissen wird uns gegeben, damit
wir unsere Identifikation mit der irdischen Persönlichkeit auflösen
können, um die alle Zeit bestehende Einheit mit der Ursubstanz zu
erkennen. Diese Anwendung der Lichtarbeit ist still, intim und
unspektakulär.
Wer versucht, spirituelles Wissen als
Werkzeug zum Erreichen seiner irdischen Ziele einzusetzen, kann nicht erwarten,
in höhere Dimensionen oder in eine Welt der Liebe einzutreten.
Dies nicht, weil uns Gott oder eine andere Kraft davon abhalten, verurteilen
oder bestrafen würde, sondern weil unser Fokus in diesem Fall auf irdische
Ziele gerichtet ist. Das beste Resultat, das ein solcher Gebrauch von Wissen
hervorbringen kann, ist die Befriedigung irdischer Wünsche, wie es
beispielsweise physischer Reichtum, physische Macht oder Ansehen sind.
Solche Errungenschaften sind ebenso
vergänglich wie die irdische Persönlichkeit, aus der sie
stammen.
Vielleicht denken wir, ich will in
einer anderen Dimension leben, ich will Heiler werden, ich
will manifestieren können oder ich will teleportieren lernen. Obschon diese Wünsche
aus Einblicken in andere Seinsebenen entstehen können, müssen sie
doch allesamt dem selbstlosen Wunsch nach völliger Hingabe an Gott
hintangestellt werden, falls wir eine
neue Welt der Liebe erschaffen und als Realität erleben wollen. Die Welt
der Liebe muss zuerst von jedem Einzelnen im eigenen Herzen errichtet werden,
bevor sich entsprechende Fähigkeiten im Äußeren manifestieren
können.
Es geht nicht darum, die Wünsche der
Persönlichkeit als schlecht oder falsch zu
bezeichnen, denn sie sind es nicht. Aber solange sie unsere Köpfe und
Herzen füllen, ist unser Fokus nach außen auf die Welt der
Erscheinungen gerichtet statt auf unsere Liebe zur Ursubstanz und das
Gefühl des Einsseins mit ihr. Folglich besteht unsere Identifikation mit
der irdischen Persönlichkeit und das entsprechende Bewusstsein der
Trennung weiter.
Lieben
oder verliebt sein
Auch als Lichtarbeiter/innen bemerken wir oft
nicht, wie irdische Wünsche und Anliegen unseren Fokus auf die Liebe
verdrängen. So passiert es, dass wir uns in alle möglichen Dinge,
Wesen und Perspektiven verlieben und nach spirituellen
Phänomenen und Kräften streben statt nach der völligen Hingabe
an Gott und die Liebe.
Vielleicht fragen wir uns nun,
dürfen wir denn nichts anderes lieben als Gott? Wir
dürfen tun und lassen, was wir wollen. Solange wir noch die
äußeren Formen der Wesen und Dinge lieben, sind wir
verliebt (siehe Kasten
Liebe ich oder bin ich verliebt?).
Alle Formen der äußeren Welten sind vergänglich. Wir finden in
ihnen nicht die reine Liebe, die unsere Programmierungen der Trennung durch
solche der Einheit ersetzt.
Sobald wir aber die Essenz der Wesen und
Dinge lieben, lieben wir gleichsam alles und alleine Gott, die Ursubstanz, das
Unvergängliche. Die Ursubstanz wird reagieren und unsere Programmierungen
der Trennung im Fluss ihrer reinen Liebe auflösen. Wir werden keinen
Trennungsschmerz mehr kennen, weil wir nicht mehr an den Erscheinungsformen
hängen und wissen, dass wir mit der Essenz jedes Lebewesens ewig verbunden
bleiben.
Fähigkeiten
Was auch als höherdimensionale
Fähigkeiten bezeichnet wird, wendet jeder Mensch seit Anbeginn
seines Lebens automatisch und unbewusst an: Wir projizieren den Inhalt unseres
persönlichen Bewusstseins nach außen, wo wir ihn als greifbare
Realität erleben. Durch unsere Entwicklung erlangen wir also keine neue
Fähigkeit, sondern einen völlig neuen Bewusstseinsinhalt und mehr
Kraft zum Projizieren.
Sobald wir unseren Fokus dauerhaft auf der
Liebe zur Ursubstanz halten, mausert sich der Inhalt unseres Bewusstseins
langsam von persönlichen, sehr konditionierten Glaubens- und Angstmustern
zu unpersönlichen, liebevollen, unlimitierten Überzeugungen von
höchster Schwingung.
Durch diesen fließenden Prozess wird
jeder Mensch früher oder später in eine höhere
Dimension eintreten oder treffender ausgedrückt, eine liebevolle und freie
Realität projizieren. Sobald das Bewusstsein der Persönlichkeit bis
in die innersten Kammern des Herzens gereinigt und von Liebe erfüllt ist,
kann sich im Äußeren nur noch Liebe manifestieren. Wir werden an
diesem Punkt der Entwicklung immer noch hier sein, aber wir
projizieren einen neuen Bewusstseinsinhalt, andere Ideen, Ideale und
Überzeugungen, die wir als neue Realität, als neue Dimension erleben.
Auch jene, die diese Veränderung ihres
Bewusstseins bereits hinter sich haben, sind noch hier. Sie gehen durch unsere
Wohnungen und spazieren in unseren Gärten, ohne dass wir sie sehen
können. Der Unterschied zwischen ihnen und uns besteht in der
individuellen Wahrnehmung der virtuellen Realität. Indem wir unseren Fokus
auf die Frequenz der reinen Liebe einstellen, können wir sie zunächst
als Geistwesen wahrnehmen und später auch in körperlicher Form sehen
und berühren.
Versuchung
Menschen in schwierigen Lebensabschnitten
sind gerne bereit, für in Aussicht gestellte Hilfe viel Geld,
ihr letztes Geld oder sogar geborgtes Geld auszugeben. In solchen Phasen
suchen Menschen Gott, spirituellen Fortschritt, sozialen Kontakt, Trost,
Anerkennung oder Heilung (siehe Kasten Wie kann ich Heilung
unterstützen?).
Auch spirituelle Lehrer oder Therapeuten
unterliegen manchmal der Versuchung, diesen Umstand zur Befriedigung ihrer
eigenen Egowünsche zu nutzen. So hat sich auch unter den
Lichtarbeitern eine kleine Industrie entwickelt, die kommerzielle
Interessen verfolgt, was die Wirkung ihrer Arbeit und Lehren beziehungsweise
die Klarheit ihrer Botschaften verringert.
Die Motivation, aus der wir Licht- oder
Liebesarbeit leisten, bestimmt gleichsam den Licht- oder Liebesgehalt unserer
Arbeit. Das ist so, weil unser Herzensfokus den Zugang zur Ursubstanz und ihrer
Kraft regelt.
Möchten wir Geld oder Ansehen gewinnen,
ist unser Fokus in entsprechendem Maß nach außen auf Geld oder
Ansehen gerichtet. Als Folge davon lässt der Fluss der intelligenten
Liebesenergie nach. Wollen wir daneben noch beispielsweise eine romantische
Beziehung aufbauen oder Unrecht bekämpfen, ist unser Fokus zusätzlich
vom Thema Partnerschaft oder Unrecht absorbiert. Entsprechend gering wird die
Qualität und das Gefühl unserer Verbindung nach innen
sein.
Geben
Jedem Suchenden, der seine Liebe zur
Ursubstanz und den Geschöpfen entdeckt und pflegt, steht immer mehr Liebe
aus der Zentralsonne seines Innern zur Verfügung. Die hohe Schwingung der
in Fluss gebrachten Energie baut neben vielen anderen auch seine
Existenzängste ab.
Dem Lichtarbeiter fließt bei
konsequentem Fokus auf die Ursubstanz so viel Liebe aus der Quelle zu, dass er
oder sie sich von der Energie der Liebe gedrängt fühlt, sie
frei und ohne Gedanken an Mangel, Vorräte, Entschädigung
oder Gegenleistung weiterzugeben. Die empfangenen Informationen gewinnen
gleichsam an Liebes- und Wahrheitsgehalt, und der Lichtarbeiter verschenkt sie
nicht aus Zwang, sondern aus Freude am Geben. Von diesem Punkt an macht uns
Geben glücklicher als Nehmen. Wir können deshalb davon ausgehen, dass
Lichtarbeit, spirituelle Informationen und Dienstleistungen umso günstiger
angeboten werden, je höher ihre Schwingung, ihr Liebesgehalt
ist.
In welcher Form ein Lichtarbeiter die im
Überfluss empfangene Liebe weitergeben kann, ist nicht so wichtig. Sicher
ist, dass er sie frei weitergibt, weil ihm das Geben Freude macht und ihn
gleichsam noch besser mit der Ursubstanz verbindet. Auch hier entsteht eine
Eigendynamik, die, einmal richtig in Gang gesetzt, nur durch den erneuten und
anhaltenden Fokus auf niedrigere Egowünsche wieder umgekehrt werden könnte.
Lebensunterhalt
Vielleicht fragen wir uns, wovon ein
spiritueller Mensch leben wird, wenn er an diesem Punkt seiner Entwicklung die
frei empfangene Energie seine Erkenntnisse oder Fähigkeiten
aus Liebe zum Ganzen und aus der Freude am Geben nicht mehr verkaufen will.
Je mehr wir in der selbstlosen Liebe leben,
umso leichter fällt uns das Erledigen irdischer Aufgaben. Wir fühlen
uns gesund, leistungsfähig, heiter, von innen geliebt, getragen und
ernährt. Unser Immunsystem wird gestärkt, so dass auch unser
Körper voll funktionstüchtig wird und bleibt. Alte Bedürfnisse
und die entsprechenden Programmierungen werden von der Liebe aufgelöst.
Das macht uns freier, bescheidener, flexibler, gelassener, ehrlicher, mutiger
und spontaner. Das irdische Leben wird dadurch einfacher. Wir werden leicht
eine Arbeit finden und das Arbeiten fällt uns leichter.
Um jederzeit das zu haben, was wir zum Leben
brauchen, müssen wir ein für alle Mal die Entscheidung treffen,
ich habe heute und in Zukunft alles, was ich zum Leben brauche, egal, wie
sich die äußere Welt und mein persönliches Leben
entwickeln! Wir können diese Affirmation jeden Morgen in Liebe
wiederholen, so dass sie allmählich in unser Bewusstsein sickert und sich
im Äußeren spiegelt.
Freie
Energie
Es gibt einen Punkt in unserer Entwicklung,
an dem wir so sehr von Liebe durchdrungen sind, dass wir unsere Gedanken und
Gefühle augenblicklich als Realität erfahren. Bis es so weit ist,
erhalten wir das, was wir brauchen, aus alltäglichen, normalen und
vielleicht auch unscheinbaren Beschäftigungen, ohne dass wir die freie
Energie, die uns in Form von Liebe, Information oder einer bestimmten
Fähigkeit zum Weiterschenken gegeben wird, verkaufen
müssten.
Statt uns über die Wirtschafts- und
Energiepolitik der großen Industrien und Machthaber auf unserem Planeten
zu beklagen, sollten wir unser eigenes Verhalten prüfen. Was uns im
Äußeren an Existenzängsten, Gier oder Machtmissbrauch begegnet,
ist noch in uns selbst vorhanden. Bevor wir selbst gelernt haben, die freie
Energie, die wir als Lichtarbeiter/innen erhalten, auch
frei weiterzuschenken, können
wir nicht erwarten, dass unsere Regierungen und Manager es tun. Wir erinnern
uns: Die äußere Welt ist nur eine Spiegelung unseres eigenen
Bewusstseins.
Unser
Lohn
Verlangen wir eine Entschädigung
für den Zeitaufwand, der
für die Vermittlung einer Information oder für unsere Lichtarbeit
nötig ist, verkaufen wir unsere Arbeitszeit. Das ist der Lohn für den
Beitrag, den unsere irdische Persönlichkeit als Werkzeug der Liebe
leistet. Das Geld, das wir dafür erhalten, dient dem Unterhalt des
Werkzeugs unserer Persönlichkeit.
Sobald wir jedoch Geld oder eine andere
Gegenleistung für den Inhalt
oder das Ergebnis einer Arbeit
verlangen, verkaufen wir Liebe oder freie Energie, die nicht der
Persönlichkeit, sondern dem Kollektiv, der gesamten Schöpfung
gehört.
Hier fragt sich vielleicht unser Verstand:
Ist meine Arbeitszeit als Lichtarbeiter/in denn nicht viel wertvoller als
die eines Anderen? Jeder Mensch hat seine Funktion im Gesamtplan Gottes.
Jeder trägt das bei, was ihm von der Ursubstanz zur Erfüllung seiner
Aufgabe in einem perfekten Plan gegeben wurde.
Fähigkeiten sind nicht der Verdienst der
Persönlichkeit, sondern Geschenke der Ursubstanz. So, wie der Maurer eine
Mauer baut, verbreitet der Lichtarbeiter das Licht. Gehört dem Maurer die
Mauer? Oder gehört das Licht dem Lichtarbeiter? Woher hat der Maurer die
Fähigkeit zu mauern? Und wohnt nicht der Lichtarbeiter im Haus, das der
Maurer gebaut hat?
Die äußere Form der
Persönlichkeit ist das Werkzeug oder die Stromleitung, durch die die
Energie der Ursubstanz fließen will, um zum Ausdruck zu kommen. Alle
Stromleitungen sind so gestaltet, dass sie ihren Zweck erfüllen, und sie
können das umso besser, je selbstloser sie ihren Dienst erfüllen.
Warum sollte der Stundenlohn eines Lichtarbeiters also höher sein als der
eines anderen, pflichtbewussten Arbeiters? Bei der ehrlichen Beantwortung
dieser Fragen können wir leicht erkennen, wie viel Stolz, Existenzangst
oder Egowünsche wir noch im Herzen tragen.
Frei
sein
Nicht die Befriedigung der Wünsche
unserer Persönlichkeit macht uns frei, sondern das Auflösen dieser
Wünsche. Nicht unser Vermögen oder Einkommen entscheidet
darüber, wie viel inneren Frieden und echtes Selbstvertrauen wir erleben, sondern
unser Bewusstsein der Gegenwart Gottes und seiner Liebe. Erst, wenn unser
Gemütszustand und unsere Eigenschwingung nicht mehr von den
äußeren Lebensumständen abhängen, sind wir frei,
unabhängig und in innerem Frieden.
Freiheit, Frieden und spiritueller
Fortschritt entstehen nicht, indem wir nach strengen Sitten oder Verboten leben
und uns kasteien, sondern indem wir die Wünsche der Persönlichkeit
durch den konsequenten Fokus auf die Liebe schrittweise auflösen.
Sollten wir einen bestimmten Wunsch der
Persönlichkeit über lange Zeit auch durch den Fokus auf die Liebe
nicht loslassen können, ist es besser, wir leben ihn aus. Und warum? Weil
wir sonst gegen den Wunsch zu kämpfen beginnen, und das macht ihn noch
stärker. Sobald wir gegen einen Wunsch ankämpfen, geben wir ihm durch
unseren Fokus zusätzliche Energie. Nachdem wir ihn ausgelebt haben, werden
wir feststellen, dass uns die Befriedigung des Wunsches nicht freier gemacht
hat. Dann können wir uns wieder der Liebe zuwenden und ihn endgültig
loslassen und vergessen.
Es gibt
nur Gewinner
Falls ein spiritueller Lehrer oder ein
Lichtarbeiter seinen Kontakt zu den inneren Ebenen nutzt, um die Wünsche
der Persönlichkeit zu befriedigen, verringert sich sein Zugang zur Quelle
automatisch. Wir wissen, dass die Schwingung der Energie, die er vermitteln
kann, dadurch abnimmt. Wenn seine Schüler diesen Rückschritt nicht
bemerken und der Lichtarbeiter sie aus Angst, Unwissenheit oder Scham nicht
darüber aufklärt, können sie leicht an der Nase
herumgeführt und energetisch oder finanziell ausgenommen
werden.
Es gibt auch hier nichts zu verurteilen, denn
es ist uns freigestellt, welche Interessen und Ziele wir verfolgen und wem wir
als Führer oder Lehrer in der äußeren Welt vertrauen wollen.
Sollten wir uns in Sackgassen begeben, in denen der Übergang in eine Welt
der Liebe nicht stattfinden kann, werden wir früher oder später
wieder auf uns selbst und auf die Suche im eigenen Innern
zurückgeworfen.
Egal, welchen Weg wir wählen, wir
manifestieren uns immer die richtigen und manchmal vielleicht
schmerzhaften Erfahrungen, die wir brauchen, um den wichtigsten Schritt zu
tun: Den Fokus ein für alle Mal auf die Liebe zur Ursubstanz zu richten.
So finden wir den fähigsten Lehrer und Heiler, die hochfrequente Energie der Liebe. Jedes
vermeintliche Opfer wird schließlich zum Gewinner.
Unterstützung
Um nicht von Vermittlern der
höheren Ebenen abhängig zu werden, müssen wir folgendes
wissen: Alle Wesenheiten, die uns aus den inneren Ebenen helfen wollen und dazu
fähig sind, warten geduldig auf jene Augenblicke, in denen wir uns ohne
Vorbehalte der Liebe zuwenden. In diesen Momenten können sie unsere Herzen
direkt erreichen. Ihre energetischen Botschaften reisen auf der
Liebesenergie meist unbemerkt in die Kammern unseres Bewusstseins. Sie schicken
uns auf diese Weise Inspiration, Wegleitung und moralische Unterstützung
zugleich. Der Verstand kann nur den kleinsten Teil dieser energetischen
Kontakte miterleben.
Die Begegnungen finden zunächst nur auf
energetische Weise statt, weil unsere Persönlichkeit dazu neigt, diese
Wesen zu unseren Göttern oder Führern zu
machen. Das Ziel unserer Helfer ist jedoch nicht unsere Abhängigkeit,
sondern unsere Selbständigkeit.
Sobald wir genügend Selbstvertrauen entwickelt und keine Neigung mehr
haben, uns an diese Wesen zu klammern oder sie zu vergöttern, sind auch
konkrete, sichtbare und später physische Kontakte sinnvoll.
Bei solchen Kontakten werden uns keine
komplizierten Lehren zum Studium vorgelegt. Es geht im Gegenteil vielmehr
darum, dass wir uns von letzten Resten mentaler Konzepte lösen, die wir um
die Gegenwart Gottes herum gebaut haben. Das einzige Ziel ist, sich der Einheit
mit der Ursubstanz völlig bewusst zu werden. Was uns von
höherdimensionalen Wesen auf direkte oder indirekte Weise beigebracht
wird, ist Vertrauen in die eigene Göttlichkeit und ein noch besserer, noch
tieferer Kontakt zur allgegenwärtigen Liebe.
Bei
sich selbst beginnen
Wollen wir auf unserem Planeten Frieden und
Liebe installieren, müssen wir bei uns selbst beginnen. Nur, indem wir uns
aufrichtig bemühen, unsere eigene Liebesfähigkeit zu entdecken und
anzuwenden, wird sie sich in unserer Umgebung spiegeln. Nur, indem wir uns
ernsthaft bemühen, den Funken der Liebe im Anderen zu erkennen, wird
dieser Funke zum reinigenden Feuer anwachsen. Nur, wenn wir täglich
Vergebung üben, indem wir uns selbst und allen anderen bewusst vergeben,
wird sich Vergebung auch im Äußeren manifestieren. Nur, indem wir
konsequent ignorieren, was uns im Äußeren an Unfreundlichkeit oder
Hass begegnet, werden diese Erscheinungen verschwinden. Sie werden sich
auflösen, weil wir ihnen keine Wirklichkeit mehr geben.
Bis wir diese konsequente Haltung automatisch
aus unseren Herzen heraus leben, verlangt sie unsere Disziplin. Lichtarbeit
bedeutet nicht abzuwarten, bis unsere Welt sich von alleine verändert. Um
die Gegenwart der Ursubstanz, ihre Liebe und unser Einssein mit ihr deutlich
und andauernd spüren zu können, müssen wir täglich einen
Schritt über unsere alten Glaubens- und Verhaltensmuster
hinausgehen.
Selbstvertrauen
Es ist sehr wichtig, unseren Gefühlen zu
vertrauen, die uns eine liebevolle, unsichtbare Gegenwart anzeigen. Die
Ursubstanz reagiert immer auf unsere Gedanken oder Worte, sofern sie aus dem
Herzen, aus der Liebe kommen. Diese Gegenwart ist real, sie kennt und liebt
uns. Sie ist wirklich hier, an jedem Ort, und wir können sie fühlen,
wann immer wir uns Zeit nehmen, in Liebe an sie zu denken.
Solange wir jemandem erlauben, sich als
Vermittler zwischen uns und die Ursubstanz zu stellen, mangelt es uns noch an
Selbstvertrauen. In diesen Fällen wartet die Liebe geduldig, bis wir sie
direkt ansprechen und als unser eigenes Selbst anerkennen.
Für den Kontakt mit der Liebe
müssen wir kein Geld ausgeben, lange Reisen unternehmen oder
spezielle Techniken erlernen. Wir müssen dazu weder an einen bestimmten
Ort ziehen noch unseren Beruf wechseln. Wir brauchen uns auch nicht abzusondern
oder in speziellen Kreisen aufzuhalten. Das erste, was es braucht, ist etwas
Mut, um die Ursubstanz immer wieder direkt anzusprechen. Dann braucht es einige
Konsequenz und Ausdauer, weil unser Verstand oder andere Menschen uns
vielleicht einreden möchten, dass wir verrückt oder eines direkten
Kontaktes mit Gott nicht fähig oder würdig wären.
Den direkten Kontakt zur Ursubstanz und ihrer
Liebe zu pflegen, ist die wichtigste Arbeit des Lichtarbeiters denn wie wollen
wir anderen den Weg zu Gott zeigen, wenn wir ihn und seine Liebe selbst noch
nicht kennen?
Präsenz der
ruhigen Freude
Liebe kann nicht auf intellektuelle Weise
studiert, erfasst und erworben werden. Nur, indem wir uns mit jedem Atemzug an
sie erinnern und sie fühlen, werden wir uns ihrer Gegenwart völlig
bewusst.
Wie kann ich mit jedem Atemzug an die Liebe
denken, wenn ich arbeiten, Auto fahren oder Wäsche waschen will? Wir
denken nur zu Anfang mit dem Kopf, mit dem Verstand an die Ursubstanz, und wir
tun das in unseren ruhigen Momenten, so oft wir können. Mit der Zeit
werden wir feststellen, dass sich in uns ein Gefühl der Gegenwart
entwickelt.
Es wohnt in uns eine Präsenz der ruhigen
Freude, die immer darauf wartet, uns zu lieben und von uns geliebt zu werden.
Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten, vermittelt sie uns ein
Gefühl der Geborgenheit, was auch immer in der äußeren Welt
geschieht. Pflegen wir den Kontakt zu dieser Gegenwart regelmäßig,
dauerhaft und aufrichtig, stellen wir fest, dass wir beginnen, mit dem Herzen
an sie zu denken. Haben wir diesen permanenten Kontakt im Herzen eingerichtet,
bleibt der Kopf für unsere alltäglichen Arbeiten frei.
Niemand
wird vergessen
Lehren, die auf mehr oder weniger subtile
Weise suggerieren, dass der spirituelle Weg kompliziert sei, dass langwierige
Studien, komplexes Fachwissen sowie Vertretung und Führung von Außen
nötig seien, um zu Einweihungen zugelassen zu werden, führen den
Schüler auf Umwege.
So genannte Einweihungen kommen in aller Regel aus den inneren Ebenen zu uns,
sobald wir dafür bereit sind. Bereit zu sein heißt,
genügend Liebe im Herzen zu tragen. Sie finden dann kostenlos und im
Schlaf, in der Badewanne, in der Meditation oder in einem anderen Moment der
Entspannung statt.
Es ist eine Frage des Selbstvertrauens, des
Vertrauens in die Ursubstanz, sich immer darauf zu verlassen, dass wir im
richtigen Moment die richtigen Informationen von innen erhalten. Die Ursubstanz
und ihre reinen Ausdrucksformen, die uns auf den inneren Ebenen begleiten,
können uns jederzeit erreichen und sie tun es in den Momenten, in denen
wir in der Liebesfrequenz schwingen. Niemand wird vergessen.
Wem
gehört die Liebe?
Information ist Energie. Je nach
Qualität der Information ist sie von niedriger oder höherer
Schwingung. Je höher die Schwingung einer bestimmten Information ist,
desto näher ist sie der Liebesschwingung. Wem aber gehört die Liebe?
Und wem gehört die Liebe in Form von Information? Woher kommt sie, und wem
steht sie zu? Müssen wir jemanden vor der Liebe schützen? Sollen wir
sie in bestimmte Bahnen lenken, die unseren mentalen Konzepten entsprechen?
Wollen wir sie zum Eigentum erklären, verkaufen oder jemandem
vorenthalten?
Sind wir ehrlich zu uns selbst, kennen wir
die Antworten auf diese Fragen schon: Die einzige Quelle der Liebe im gesamten
Kosmos ist Gott, die Ursubstanz. Die Liebe ist der erste, reinste Ausdruck
dieser Gegenwart, und sie gehört allen Geschöpfen in gleichem
Mass.
Würden wir unsere Liebe
zurückhalten, falls wir meinten, ein Mensch wäre nicht offen genug,
sie zu empfangen? Nein, wir würden ihn trotzdem aus ganzem Herzen lieben.
Wir dürfen uns völlig auf das Resonanzprinzip verlassen und auch
spirituelle Informationen frei weitergeben. Die Liebe findet auch in Form von
Information automatisch den Menschen, der dafür offen und bereit ist. Wir
brauchen uns also nicht darum zu sorgen, ob sie wohl den richtigen
Empfänger findet, denn Liebe ist lebendige,
intelligente Energie.
Eigentum
loslassen
Wo Lichtarbeiter von Einweihungsgraden,
Auszeichnungen, Lizenzen, Exklusivrechten oder Verdienstmöglichkeiten
sprechen, springt die Ausrichtung auf die Befriedigung von Egowünschen
besonders ins Auge. Wir sollten uns über unsere Motivation im Klaren sein.
Befassen wir uns mit Spiritualität, weil es unserer Persönlichkeit
schmeichelt und Anerkennung oder Geld einbringt? Möchten wir die Liebe
patentieren und zum Eigentum erklären? Unsere Fortschritte wären in
diesen Fällen entsprechend limitiert.
Eigentum kann nur in den dichten
Welten der Trennung existieren. Alle Ideen, Erfindungen, Lehren und Einsichten
kommen aus der einen Quelle, aus dem Vorrat Gottes zu uns. Erklären wir
spirituelle Information zum persönlichen Eigentum, handeln wir noch aus
Angst-Programmierungen und behindern den freien Fluss der Liebe. Dadurch
schränken wir auch unsere eigene Verbindung zur Ursubstanz ein.
Als Lichtarbeiter/innen können wir
zunächst die Idee von geistigem und später auch von materiellem
Eigentum mit großer Gelassenheit loslassen. Wer sonst sollte den ersten
Schritt tun? Sind wir nicht hier, um voraus zu gehen und alte Muster
aufzubrechen? Wir können unsere irdische Realität der Trennung nicht
durchlichten und hinter uns lassen, indem wir weiterhin nach alten Mustern
leben. Nur, indem wir diese festgefahrenen Glaubens- und Verhaltensmuster durchbrechen, wird unser neues Wissen
zur neuen Realität.
Unser Fokus auf die Liebe bringt uns nicht
nur neue Ideen und Erkenntnisse, sondern auch Mut und Vertrauen, um unsere
Spiritualität im Alltag zu leben.
Prüfungen
Liebe kann aufgrund ihrer hohen
Schwingungsrate als einziges Heilmittel Glaubensmuster oder Programmierungen
von tiefster Schwingung auflösen, egal, wo sie sich in unserem Innern
verstecken. An Stelle dieser Ängste, Blockaden und alten Glaubensmuster
treten dann die verschiedenen Abstufungen der Liebe als Herzensqualitäten.
Sie ziehen zusammen mit der Liebe automatisch in unser Herz ein.
Sorgen, Bedenken und Ängste lenken
unseren Fokus auf äußere Erscheinungen und verleihen ihnen dadurch
Wirklichkeit. Reine Liebe kennt keine Sorgen oder Ängste, denn sie
können nur aus dem konditionierten Bewusstseinsinhalt der
Persönlichkeit entstehen.
Falls wir nicht sicher sind, ob wir noch
Ängste haben, können wir uns folgende Fragen stellen: Mache ich
mir Sorgen über mein Leben oder das Leben anderer? Habe ich Bedenken, dass
auf unserem Planeten oder in einem anderen Teil des Universums etwas schief
läuft? Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen zeigt uns schnell, ob
und in welchen Fällen wir noch nicht von der Allgegenwart Gottes und
seinem perfekten Plan überzeugt sind.
Aufwärtsspirale
Tauchen Ängste, Sorgen oder Bedenken
auf, ist unser Gewahrsein der Allgegenwart Gottes und seiner Liebe ein
Stück weit aus unserem Bewusstsein gerutscht. Solche Emotionen können
uns am Anfang des Weges helfen, unseren Fokus zu kontrollieren und ihn immer
wieder auf die Ursubstanz und ihren ersten Ausdruck, die Liebe zu
richten.
Liebe ist das einzige Mittel, das Angst
auflösen kann. Sie wird nicht von außen durch den Verstand nach
innen transportiert, sondern sie fließt von innen nach außen. Liebe
und Licht kommen aus der Zentralsonne, die im Mikrokosmos unseres Körpers
dem Herzchakra entspricht. In der einzelnen
Körperzelle entspricht die Zentralsonne dem Zellkern.
Bei konsequenter Aufmerksamkeit auf die Liebe
wird uns ihre Allgegenwart immer bewusster. Dadurch aktivieren wir nicht nur
die Zentralsonne in unserem Herzen, sondern auch die Sonnen in unseren
Körperzellen. Durch unseren anhaltenden Fokus auf die Liebe werden
wir von innen her durchlichtet, und wir setzen eine Aufwärtsspirale in
Gang, die eine zunehmende Eigendynamik entwickelt.
Keine
Kopfarbeit
Lichtarbeit ist keine Kopfarbeit. Der
Verstand spielt dabei eine sehr untergeordnete Rolle.
Gelingt es uns, die Urteile, Einwände
und Bedenken des Verstandes gegenüber unserem Fokus auf die Liebe zu
beruhigen, beginnen wir automatisch, Gott in Form von Liebe zu spüren und
ihm zu vertrauen. Täglich mit ihm zu sprechen, ist eine einfache
Übung. So lernen wir, die Einwände des Verstandes, dass solches Tun
unnütz sei, konsequent zu ignorieren und mit der Zeit ganz zu
überwinden.
Um mit Gott zu sprechen, müssen wir
nicht wissen, woher seine Energie kommt, die uns das Gefühl der Ganzheit,
Gesundheit, Geborgenheit oder der Glückseligkeit vermittelt. Wir brauchen
auch nicht zu wissen, was sie mit uns tun will und wie die Wesen heißen,
die uns unterstützen. Das sind Fragen des irdischen Verstandes, die
unseren Fokus immer wieder auf mentale Konzepte und äußere Formen
lenken.
Nur der Verstand stellt Fragen. Der irdische
Verstand wird uns zweifeln lassen und immer weiter fragen, solange wir
versuchen, seine Fragen zu beantworten.
Die
Helfer sind hier
Die unsichtbaren Helfer, die uns bei der
Suche nach der Erkenntnis der Einheit unterstützen können, sind schon
hier. Sie sind uns immer sehr nahe, und sie kennen uns und unsere
Bedürfnisse besser als wir. Wir müssen sie nicht suchen, anflehen
oder davon überzeugen, uns zu helfen. Das einzige, was Not tut, ist unser
Vertrauen und die Hingabe an die Liebe, damit wir für ihre Hilfe
empfänglich werden. Üben wir deshalb täglich, uns der Gegenwart
der Ursubstanz, der Liebe hinzugeben! Es ist die beste und effizienteste
Lichtarbeit, die wir auf Erden tun können.
Eins
Wir dürfen für
Gott, die allgegenwärtige Ursubstanz oder die eine,
intelligente Energie jeden Namen brauchen, der für uns stimmig ist. Wie
wir diese Essenz des Lebens benennen, ist weit weniger wichtig, als dass wir in
ihr unser allgegenwärtiges Selbst erkennen. Unsere Existenz, wie auch
immer sie aussehen mag, ist der Ausdruck dieser einen, intelligenten
Energie.
Unser Leben hat nie der irdischen
Persönlichkeit gehört, denn sie ist vergänglich. Es ist
umgekehrt: Die Persönlichkeit und ihr Körper gehören unserem
Leben. Wir sind das Leben, die eine Ursubstanz, und wir sind nicht
vergänglich.
Der irdische Mensch verändert seine
Ausdrucksform über die Dauer einer Inkarnation entsprechend seinen
Glaubensmustern, und er überlebt sie immer wieder. Indem wir lernen, die
alten Überzeugungen hinter uns zu lassen und unsere Aufmerksamkeit bewusst
und kontinuierlich auf der Gegenwart der Liebe zu halten, erkennen wir unsere
feinere, unvergängliche Ausdrucksform der Lichtschwingung.
Lasst uns deshalb in allem und insbesondere
in jedem Menschen Licht sehen und Liebe fühlen. Zu diesem Zweck haben wir
unser feineres Sensorium, unsere Gefühle und
unser geistiges Auge mit auf den Weg bekommen.
Sobald wir uns mit jedem Atemzug über
die Gegenwart der Liebe freuen und nichts Geringeres mehr als Wahrheit
akzeptieren, wird uns die Welt der Liebe sichtbar. Auf dem Weg dort hin werden
wir ohne Zweifel an den Punkt gelangen, wo wir mit großer Freude
erkennen: Die Quelle und ich sind eins!
Buchtipp:
Eine bekannte Schrift, die uns täglich
an unser Einssein erinnern hilft:
Herzenstüren öffnen, Eileen
Caddy, Greuthof Verlag,
ISBN 3923662157
Kasten:
Wie kann ich Heilung
unterstützen?
Wir können die Heilung einer Krankheit
oder eines anderen unerwünschten Zustandes beschleunigen, indem wir den
Fokus von der Krankheit wegnehmen. Solange wir auf einen unerwünschten
Zustand schauen, halten wir ihn mit unserem Bewusstsein fest. Wir geben ihm
dadurch Bedeutung oder Wirklichkeit. Die Herausforderung liegt darin, den
Unerwünschten Zustand soweit zu ignorieren, dass wir stattdessen Gedanken
und Gefühle des Gesundseins pflegen können.
Egal, was wir erreichen wollen, unsere
Gedanken und unser Herz müssen auf das Ziel, auf den erwünschten
Zustand eingestellt sein. In jedem Augenblick, in dem wir unsere Aufmerksamkeit
ganz von den Symptomen der Krankheit nehmen und auf das Erinnern des gesunden
Zustandes lenken können, unterstützen wir den
Heilungsprozess.
Kasten:
Liebe ich oder bin ich verliebt?
Falls wir nicht sicher sind, ob wir verliebt
sind oder ob wir einen Menschen lieben, können wir uns folgende Fragen
stellen:
Tut es mir weh, wenn meine
Liebe nicht erwidert wird, wenn meine Erwartungen in einen
bestimmten Menschen nicht erfüllt werden, oder kann ich mich an
seiner freien Entscheidung, am Weg, den er oder sie geht, freuen und mich
trotzdem wohl, geliebt und geborgen fühlen?
Bereitet mir die physische Trennung
von einem Menschen Schmerz und Kummer, und möchte ich sie oder ihn deshalb
festhalten, oder kann ich mich an der Freiheit des anderen freuen, ohne
Neid, Wut, oder Eifersucht zu spüren?
Ehrliche Antworten auf diese Fragen zeigen
uns rasch, ob wir verliebt sind, oder ob wir selbstlos lieben.