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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
  Karl Renz
Interview vom 13.08.01
Info von:  KarlRenz
Was ist Erleuchtung?

Die spontane Erkenntnis, vor "Allem und Nichts" zu SEIN.

Vollkommen unvorbereitet, trotz und nicht wegen der Suche nach Erkenntnis.

Das Erscheinen des "ewigen Jetzt".

Die Abwesenheit des "Ich" und damit jeglicher Konzepte von Trennung oder Verbindung, Geburt und Tod, Gott und Welt, Kommen und Gehen. Das ABSOLUTE ist sich seiner SELBST gewahr und ist damit das, was ist.

Reine Selbsterkenntnis in dem Erkennen, dass alles, was erkennbar ist, falsch ist. Dazu geh?rt auch das, was ich gerade ?ber Erleuchtung oder Wahrheit gesagt habe.

Der absolute Tod von Zeit und allem, was scheinbar in Zeit ist. Es sind Hinweise auf das was keine Erkenntnis oder Erleuchtung braucht, um das zu sein was ist, und das ist, was "Du" bist. Absolutes SEIN in unst?rbarer Harmonie.

Wie hat Deine Suche nach Erleuchtung oder Wahrheit begonnen?

Was war Dein pers?nlicher Weg oder deine Erfahrung?

Schon als Kind machte ich sehr geteilte Erfahrungen. In dem einen Moment war ich vollkommen losgel?st und in uneingeschr?nkter Harmonie mit der Welt, im n?chsten in tiefster Depression mit dem Wunsch nach Aufl?sung, nach Sterben; entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betr?bt.

Nat?rlich wollte ich nur in der angenehmen Erfahrung verweilen. So fing ich an danach zu suchen. Es war also nicht die Suche nach Wahrheit oder Erleuchtung, sondern nach dem uneingeschr?nkten Gl?ck, nach dem Ende des Leidens. Ich suchte nach geeigneten Mitteln oder Werkzeugen in der Welt. Zuerst war es der Sex und daraus die Erfahrung, dass der sogenannte kleine Tod (Orgasmus) nur eine sehr fl?chtige Erf?llung bedeutet und vom Partner abh?ngig, also keine L?sung ist.

Dann Erfahrungen mit Drogen, die kurzfristig einen Zustand der Leidfreiheit erzeugen k?nnen. Sobald aber die Wirkung nachl?sst, ist da umso mehr Leiden. Zuwendung oder Liebe von Freunden, Familie und Partnern verloren ebenfalls ihre Bedeutung in dem Erkennen, das mein Befinden nichts mit ihrem Verhalten zu tun hatte, und das Problem sich so auch nicht l?sen lie?.

Dann begann ich, esoterische B?cher zu lesen: alles ?ber Religionen, Schamanen, Magie etc. Lange war ich fasziniert von Castaneda und Don Juan und dieser Idee von Freiheit.

Bis ich mir Ende der 70er Jahre im Traum spontan bewusst wurde, zu tr?umen. Ich erinnerte mich an diese Don Juan Technik, bei der man seine H?nde betrachtet. Also hob ich meine H?nde und fing an, sie zu untersuchen. Pl?tzlich wurde etwas wach in mir, was scheinbar geschlafen hatte, und in diesem Erwachen fingen erst meine H?nde, dann der ganze K?rper an, sich aufzul?sen. Ich erkannte den Tod und in dem Erkennen tauchte pl?tzlich Angst auf. Also begann ich um mein Leben zu k?mpfen, wie ich noch nie in

meinem Leben um etwas gek?mpft hatte. Eine unerkl?rliche Kraft war im Begriff, mich auszul?schen, wobei sie sich als unendliches schwarzes Nichts in der Wahrnehmung zeigte. Obwohl ich im Bett erwachte, h?rte der Kampf nicht auf. Dann geschah die ? pl?tzliche Akzeptanz dieser Aufl?sung und aus dem vorher dunklen Nichts wurde glei?endes Licht und ich dieses Licht seiend. Ein in sich selbst leuchtendes Licht.

Nach einer Ewigkeit wurde langsam aus dem Licht wieder die normale Wahrnehmung von Karl und der Welt. Alles schien wie vor diesem Erlebnis, doch die Wahrnehmung hatte sich absolut gel?st von dem, was wahrgenommen wurde. Totale Distanz und Fremde zur Welt waren da.

"Dies ist nicht mein Zuhause," war der einzige Gedanke. Das MEIN verlor sich in der Ichlosigkeit.

Mit diesem Erwachen des kosmischen Bewusstseins hatte der Prozess der Aufl?sung des Konzeptes "Karl" begonnen. In diesem Gewahrsein der Falschheit der Erfahrungen und ihrer Traumhaftigkeit war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die pers?nliche Geschichte und damit die Geschichte des gesamten Universums in diesem Feuer des Gewahrseins verbrannten.

Dieser Prozess vom "Individuellen zum Kosmischen Bewusstsein", vom Pers?nlichen zum Unpers?nlichen Bewusstsein, der als Erleuchtung bezeichnet wird, ist immer einmalig, kann weder wiederholt noch nachgeahmt werden. So wie es nur ein absolutes Sein gibt, so ist jede Erfahrung absolut einmalig.

Lange Zeit war dieses unpers?nliche Bewusstsein mein Zuhause, aus einem KO (Koma) war OK (Amok) geworden. Ich war ein wandelndes NICHTS. Absolut identifiziert mit diesem NICHTS.

Der Besitzer vom NICHTS. Das kleine Ich war sehr gro? geworden, ein ?berdimensionales NICHTS. Wie der Hintergrund, der den Vordergrund als Illusion betrachtete. Eine Illusion betrachtete eine andere Illusion. Der sogenannte ZEUGE, die Weisheit, die sagt: ich bin NICHTS.

Es gab scheinbar etwas, das dieses "nicht sein" als Vorteil ansah, und somit war da auch eine unterschwellige Angst, diesen Vorteil der Klarheit zu verlieren. Bis Mitte der 90er Jahre, von jetzt auf jetzt, das absolute Erkennen geschah, die einfache Erkenntnis, wie ein kleines Aha: Ich bin das, was ist. Ich bin das, was nie etwas anderes sein kann oder war als das "Selbst". Das Selbst ist und nichts als das Selbst ist. In der Selbsterkenntnis oder der Realisation des "SELBST" ist absolute "Akzeptanz".

Das Absolute "IST" in der pers?nlichen wie in der unpers?nlichen Erfahrung, es ist immer das Absolute Selbst, und es gab nie die Notwendigkeit von Erleuchtung. Das Selbst ist ewig realisiert und das was in der Realisation (Verwirklichung der Wirklichkeit)

als Bewusstsein erscheint, wird sich nie realisieren. In diesem Sinne gab es nie einen Unerleuchteten und somit auch keine Notwendigkeit von Erleuchtung.

Hat sich irgendetwas in deinem Leben ver?ndert seit der Entdeckung der Wahrheit?

Seit der Todeserfahrung ende der 70er, hat sich das Bewusstsein grundlegend ver?ndert. Der gesamte Energiek?rper ,jede Zelle ,war einem teilweise sehr schmerzhaftem Prozess unterworfen. Seit dem Tod des Besitzers ,ist jede Zelle in sich selbst erwacht. Doch was erwachen kann, kann auch wieder einschlafen ,nichts bleibt wie es ist. Also weder Vor- noch Nachteil. Sensationen in der Zeit.

Die grundlegende Erkenntnis war, dass es kein MEIN oder DEIN Leben gibt oder je gegeben hat,

dass das was wahrhaftig ist, weder lebt noch nicht lebt. Das was wir Leben nennen, ver?ndert sich st?ndig. Der Traum und seine traumhaften Zust?nde sind scheinbar einem st?ndigen Wandel unterworfen, also ver?ndert sich auch der im Traum erscheinende ? K?rper und die ganz Welt.

Doch das, was ist, war schon immer und wird immer sein, in unendlichen Variationen, einer ewigen Realisation des "Realen". Ungest?rter Frieden des Seins. Und ich bin das.

Hattest Du einen Lehrer? Ist es wichtig einen Lehrer /Guru zu haben?

Was ist die Beziehung zwischen Lehrer und Sch?ler? Hast Du Sch?ler?

Nein, ich hatte nie einen pers?nlichen Lehrer. Damit das, was nicht in der Zeit ist, sich seiner selbst gewahr wird, ist nichts notwendig, das in der Zeit ist. Erwachen ist immer spontan, ohne Notwendigkeit. Man nennt es auch den g?ttlichen Unfall. Es erkennt sich nicht wegen, sondern trotz allem was kommt und gehen kann. Die Frage nach wichtig oder unwichtig er?brigt sich damit.

Das Selbst ist der einzige Meister, den ich kenne. Es realisiert sich sowohl im Verlieren als auch im Finden. Es ist gleichzeitig Lehrer und Sch?ler und gibt sich selbst immer absolute Lektionen.

Das Selbst zeigt sich selbst dem Selbst in seiner Allgegenw?rtigkeit, im ewigen Jetzt.

Sch?ler und Lehrer bedingen sich gegenseitig, so wie auch Frage und Antwort. Aus der Wunschlosigkeit heraus erhebt sich in der Zeit ein Wunsch, und in seiner Erf?llung erl?st er sich selbst, so wie jede Frage durch eine Antwort Erl?sung findet. Das ist das karmische Gesetz des Bewusstseins. Daher kein Lehrer und keine Sch?ler, nur Fragen und Antworten.

Ist so etwas wie "innere Arbeit/Entwicklung" n?tig (z.B. mit den dunklen Seiten,

Programmen, Glaubenss?tzen)? Manche Lehrer sagen, nein, denn wir sind schon frei, es gibt nichts zu tun. Was bedeutet das?

Um das zu sein, was du wirklich bist, braucht es keine Arbeit oder Entwicklung. Alle Konzepte von

Weg, Entwicklung und sogar Erkenntnis tauchen mit dem ersten Ich-Gedanken auf. Diese erste Idee kreiert die Zeit, den Raum und somit das gesamte Universum. Und solange dieser Ich-Gedanke real erscheint, was Trennung bedeutet (Zweiheit, Leiden), ist auch der Wunsch nach Einheit da und somit das Verlangen nach einem Ausweg, einem Ende des Leidens. Also bedingt diese erste ?falsche' Idee des Ich alles Falsche, was danach folgt. Nur die Absolute Erkenntnis, vor dem Ich-Gedanken zu sein, das Falsche als falsch zu erkennen und damit die Wurzel aller Probleme zu entfernen, bedeutet das zu sein, was du bist. In dem du bist was du bist, oder besser wie du bist, absolut, vor allem und nichts, das ist die Zerst?rung aller Konzepte.

Kannst du etwas ?ber die Beziehung zwischen Mann und Frau sagen? Sie scheint so vielversprechend, beinhaltet aber soviel Schmerz. Gibt es irgendeine M?glichkeit

der wahrhaften Befreiung durch Beziehungen?

Die eigentliche Frage ist, ob es ?berhaupt jemanden gibt, der eine Beziehung hat und f?r den Befreiung notwendig ist. Jeder Wunsch nach Vereinigung (Einheit) entsteht aus der Idee von Trennung. Kann also etwas, das aus einer L?ge entstanden ist, zur Wahrheit f?hren? Kann das, was abh?ngig ist, von Natur aus tot, der Zeit unterworfen, dich zu dem machen, was du bist? Wo die Idee von Einheit auftaucht, gibt es Zweiheit, mit dem verbinden, wird getrennt, und alles kommt und geht mit etwas falschem, dem Ich. Also zur?ck zur Wurzel, der Frage, wem oder in was erscheint dieses Ich?

Hast du eine Lehre und wenn ja, welche?

Erkenne alles als L?ge, besonders den der alles als L?ge erkennt.

Warum f?hrst du diese Gespr?che?

Sie sind Teil oder Aspekt des Seins. Keiner spricht und keiner h?rt zu. Ohne Sinn und ohne Grund.

Auf die Frage nach dem Warum gibt es immer nur eine Antwort: "Warum nicht?"

Wie k?nnen wir die Lehre in unser t?gliches Leben integrieren?

Das was ist bedarf keiner Integration, und das was nicht ist, wird nie integriert sein. Erkenne die vollkommene Verwirklichung der Wirklichkeit und sei, was du bist. Alles ist genau so wie es ist, weil das Sein sich so und nicht anders manifestiert hat.

Kannst du ?ber den Tod reden, manche sagen "stirb bevor du stirbst"?

Der einzig m?gliche Tod ist der Tod des Ego (die Idee der Trennung). Die Frage ist: wie kann etwas sterben, das nicht existiert? Wie kann das, was Erscheinung ist und sich nur in der Wahrnehmung, als Sensation zeigt, sterben? Durch was kann die L?ge des Getrenntseins verschwinden? F?r Wen oder Was muss das gehen, was nicht ist? Nur in der absoluten Selbsterkenntnis, das zu sein was ist , untrennbar , die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, das Selbst und nichts als das Selbst.

Die Wahrheit sich in der Wahrnehmung nur selbst wahrnimmt ,wo einzig das ist was du bist, der Traum und der Tr?umer eins sind im Absolutem.

F?r das Absolute muss nichts gehen, denn das Absolute ist die einzige Realit?t. Indem das Ego als fl?chtiger Schatten im ewigen Jetzt erkannt wird, hat es keine Realit?t mehr



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