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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
08.2004 Andreas Diemer Info von:  Andreas Diemer
Zulassungsverfahren für Impfstoffe auch für Ärzte ein Rätsel
Paul Ehrlich Institut hüllt sich in Schweigen

Wie seit einigen Jahren immer mehr Eltern erfahren müssen,
sind selbst die höchsten deutschen Gesundheitsbehörden nicht in der
Lage, Fragen nach konkreten wissenschaftlichen Beweisen und Studien
über die Wirksamkeit und Unschädlichkeit von Impfungen konkret zu
beantworten. Stets wird entweder gar nicht oder ausweichend geant-
wortet, in der Regel auf die "umfangreiche Fachliteratur" verwie-
sen, auf jeden Fall ohne sich auf bestimmte Publikationen festzule-
gen.

Daß es den Eltern und Laien so geht, wäre angesichts der vorgegebe-
nen Be- und Überlastung der Behörden evt. sogar noch nachvollzieh-
bar. Doch inzwischen sind auch praktizierende Ärzte, also diejeni-
gen, die die offizielle Impfpolitik nach außen vertreten und umset-
zen sollen, von der offiziellen Sprachlosigkeit betroffen.

Dies bekam kürzlich auch Andreas Diemer(1), Arzt für Allgemeinmedi-
zin und Naturheilverfahren aus Gaggenau, zu spüren, als er sich in
dieser Angelegenheit an das Paul Ehrlich Institut wandte.

Das PEI ist die zuständige Behörde für die Zulassung von Impfstof-
fen. Impfstoffe müssen nach einem genau vorgegebenen Verfahren auf
Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft werden. Nachdem das PEI
auf seiner Website http://www.pei.de/ kundtut, es sei der "Transparenz,
Unparteilichkeit, Redlichkeit und Sicherheit" verpflichtet und
außerdem seine "kurzen Bearbeitungszeiten" anpreist, sollte es
eigentlich kein Problem sein, einige zentrale Informationen zum
Zulassungsverfahren von Impfstoffen zu erhalten.

Deshalb wandte sich der Arzt am 24. 9. 03 mit folgendem Schreiben
an das PEI:
 
"Sehr geehrte Damen und Herren,
das Thema Impfen findet in der Ärzteschaft und bei Patienten nicht
nur Zustimmung, sondern stößt auch auf Skepsis. Im Gespräch mit
meinen Patienten werde ich deshalb immer wieder gefragt, wie ver-
lässlich die Daten über Wirksamkeit und Nebenwirkungsarmut von
Impfungen sind. In diesem Zusammenhang spielt natürlich die Arbeit
Ihres Instituts als Zulassungsbehörde eine besondere Rolle.
Zur Arbeitsweise Ihres Instituts bzw. zu den Kriterien, nach denen
Impfstoffe geprüft und zugelassen werden, möchte ich gerne mehr in
Erfahrung bringen. Es wäre für mich deshalb sehr hilfreich, wenn
Sie mir zusätzlich zu den Ausführungen auf Ihrer Web-Site die nach-
folgenden Fragen beantworten würden.
Für Ihre Mühe im voraus herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen"
 
"Fragen zur Zulassungspraxis von Impfstoffen
1. Welche Nachweise zur Wirksamkeit des zur Zulassung stehenden
   Impfstoffs werden verlangt?
2. Wird als Nachweis der Wirksamkeit das Vorhandensein von
   Antikörpern (sog. Serokonversion) oder das tatsächliche Nichter-
   kranken gesehen?
3. Über welchen Zeitraum müssen solche Studien durchgeführt worden
   sein?
4. Müssen die vorgelegten Studien doppeltblind und randomisiert(2)
   durchgeführt worden sein?
5. Werden neben den Angaben der Hersteller weitere, nicht vom
   Hersteller in Auftrag gegebene, beeinflusste oder finanzierte
   Studien verlangt?
6. Welche Nachweise zur Unschädlichkeit und Nebenwirkungsarmut
   werden verlangt?
7. Welche Risiken und Nebenwirkungen im Einzelnen müssen untersucht
   worden sein?
8. Welche statistische Häufigkeit von Nebenwirkungen werden im
   Einzelnen als tolerabel erachtet (z.B. hypotone, hyporesponsive
   Episoden, Guillain-Barrée-Syndrom, schrilles Schreien, Aller-
   gien)?
9. Über welchen Zeitraum müssen sich Beobachtungsstudien zu Risiken
   und Nebenwirkungen erstrecken?
10. Wie groß müssen die Fallzahlen bei derartigen Studien sein?
11. Inwieweit ist gewährleistet, dass Erkenntnisse der Hersteller/
    Antragsteller, die die Zulassung und damit die Vermarktung
    eines Impfstoffs in Frage stellen könnten, dem PEI zur Kenntnis
    gelangen?
12. Welche Datenerhebungen werden nach erfolgter Zulassung eines
    Impfstoffs verlangt, um mögliche bisher nicht bekannte
    Eigenschaften des Impfstoffs zu erfassen, die die Zulassung
    nachträglich in Frage stellen könnten?"
 
Die Beantwortung genau dieser Fragen könnte entscheidend Auskunft
geben über die zu erwartenden Eigenschaften eines zugelassenen
Impfstoffs, da die Fragen sich gezielt auf die Seriosität, Glaub-
würdigkeit und Aussagekraft solcher Studien beziehen. Die Beantwor-
tung müsste für eine Behörde, die sich tagtäglich genau mit diesem
Thema befasst, eine Kleinigkeit sein und in ca. 15 min zu erledigen
sein - zumal sich in den letzten Jahren solche Anfragen häufen.
 
Im Antwortschreiben des PEI Anfang Oktober 03 wurde der Arzt
freundlich um etwas Geduld gebeten. Das Institut hätte ja haupt-
sächlich andere Aufgaben, als Anfragen aus der Bevölkerung zu be-
antworten.
 
Nach vier Monaten(!) wagte der Arzt einen neuen Vorstoß, indem er
am 17.1.04 an seine unbeantworteten Fragen erinnerte:
 
"Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom 24. Sept. 2003 hatte ich Sie gebeten, zum Zulas-
sungsverfahren von Impfstoffen mir einige Fragen zu beantworten.
Außer Ihrer Nachricht, dass mein Brief bei Ihnen eingegangen sei,
habe ich bis heute noch keine Antwort erhalten.
Mittlerweile sind vier Monate vergangen und ich darf Sie noch ein-
mal bitten, meine Fragen zu beantworten, da meine künftige Arbeits-
weise entscheidend von Ihren Antworten abhängen kann.
Für Ihre Mühe herzlichen Dank."
 
Auf diesen Brief erhielt er diesmal gar keine Antwort. Schließlich
raffte er sich am 26. 3. 04 ein weiteres mal auf, nachdem inzwi-
schen ein halbes Jahr (!) verstrichen war:
 
"Sehr geehrte Damen und Herren,
leider habe ich auf meine Anfrage vom 24. Sept. 03 und auf meine
Erinnerung vom 17. 1. 04 zum Zulassungsverfahren von Impfstoffen
von Ihnen bis heute keine Antwort erhalten, außer Ihrer Eingangs-
bestätigung, in der Sie mich um etwas Geduld baten. Diese Geduld
habe ich mittlerweile reichlich aufgebracht. Seit meiner Anfrage
ist inzwischen mehr als ein halbes Jahr vergangen.
Sie werden verstehen, dass ich mich mittlerweile frage, warum Sie
auf mein Schreiben und die darin gestellten Fragen nicht antworten.
Zugegeben, diese Fragen sind vielleicht etwas unbequem und nicht in
zwei Minuten zu beantworten. Allerdings haben Sie als Zulassungsbe-
hörde für Impfstoffe wohl den direktesten Zugang zu den erforderli-
chen Daten.
Auf Ihrer Website betonen Sie, dass Sie sich der Transparenz ver-
pflichtet fühlen. Ich darf Sie deshalb jetzt noch einmal bitten,
auch tatsächlich Transparenz zu zeigen und meine Fragen umgehend zu
beantworten.
Für Ihre Mühe herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen"
 
Auch dieses Schreiben blieb, wie jetzt schon beinahe zu erwarten
war, bis heute unbeantwortet.

Wo ist die ganze Redlichkeit, Transparenz, Unparteilichkeit, wo
sind die kurzen Bearbeitungszeiten geblieben, Qualitäten, mit denen
das PEI sich öffentlich schmückt?

Muss gerade so ein Verhalten nicht den Verdacht erzeugen, dass die
Datenlage zur Zulassung von Impfstoffen so erbärmlich dürftig, von
den Herstellern manipuliert und wissenschaftlich unhaltbar ist,
dass das Verschweigen der Zulassungspraxis weniger peinlich ist als
das Offenlegen?
 
(1)
Andreas Diemer
Arzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren
Landstr. 4 76571 Gaggenau (07224) 67890


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