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08.2004   Info von:  Med-con
GESUNDHEITSÄMTER: BÖCKE ALS GÄRTNER

Wo immer weltweit wegen Bestechung durch Pharmaunternehmen ermittelt wird, das Unternehmen GlaxoSmith ist immer dabei. Als vor einigen Monaten in Deutschland über 4000 Ärzte in den Verdacht kamen, war die Empörung groß und die Ärzteorganisationen sprachen davon ''die Einzelfälle schonungslos aufzuklären''. Soviel Vertrauen in den Rechtsstaat muß schon sein. Wir haben ja ein modernes Heilmittelwerbegesetz und wir haben Gesundheitsämter, die über dieses wachen. Und wenn da mal einer ein Preisausschreiben veranstaltet (Ordnungswidrig nach § 11,1,13 HWG) oder Kinder für die Werbung einspannt (Ordnungswidrig nach § 11,1,12) oder Vorteile annimmt oder verspricht (Ordnungswidrig nach § 7 HWG) oder für verschreibungspflichtige Arzneimittel wirbt (Ordnungswidrig nach § 10 HWG) dann kommen die Gesundheitsämter und unterbinden dies im Interesse der Volksgesundheit. :p>

Wie ist dies aber, wenn sich Gesundheitsämter ordnungswidrig verhalten, wenn sie sich an Preisausschreiben beteiligen, ausgelobte Tausender kassieren, Kinder zu Werbeobjekten machen und bei diesen für verschreibungspflichtige Arzneimittel werben ???:p>

Da gibts kein Disziplinarverfahren, kein Bußgeld, sondern eine Wiederholung der ''erfolgreichen Aktion''. Glauben Sie nicht ? Können Sie ruhig glauben, hier ist der Originaltext der Firma GlaxoSmith über ihre erfolgreiche Aktion und der öffentlichen Bestechnung von Amtsärzten::p>

---- Originalzitat aus Homepage der Firma GlaxoSmith ----:p>

Über 50 Projekte für den Prix ÖGD eingereicht:p>

Gute Ideen zur Impfung von Jugendlichen Mehr als 50 Gesundheitsämter haben sich an dem erstmals von der GlaxoSmithKline-Impfakademie ausgeschriebenen "Prix ÖGD" beteiligt. Unter dem Motto "Impfen schützt" hatten die Gesundheitsämter 12 Monate Zeit, möglichst neue und kreative Projekte zur Verbesserung der Durchimpfungsraten bei Kindern und Jugendlichen durchzuführen und einzureichen. Die drei besten Ideen wurden am 06. Mai auf dem Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD-Kongress) in Marburg prämiert und erhielten jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro. :p>

Die Preisträger: Herr Warwas, Herr Dr. Balthes GA Saarbrücken, Dr. Pallasch GA Stade; Frau Dr. Stark GA Frankfurt am Main; Frau Dr. med Niemer (Referatsleiterin a.D. , Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung.:p>

Der Jury, die sich aus anerkannten Impfexperten zusammensetzte, fiel die Wahl nicht leicht. Besonders gut gefiel ihnen das Projekt des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt am Main: Mit dem "Hep Mobil" klärten die Mitarbeiter des Amtes vor allem Kinder und Jugendliche der 7.-9. Klassen der Frankfurter Haupt- und Realschulen auf. Mit übergroßen Aktionswänden, Rollenspielen, Pantomime-Ratespielen lernten die Schüler in einer interaktiven Unterrichtseinheit spielerisch die Funktionen der Leber, die Auswirkung einer Infektion mit Hepatitisviren, Übertragungswege und Schutzmaßnahmen kennen. Gute Resonanz erzielte auch das Gesundheitsamt in Saarbrücken, das eine Impfaktion und einen damit verbundenen Wettbewerb durchführte. Dabei konkurrierten die einzelnen Schulklassen der Saarbrückener Schulen um ein von der Stadt ausgesetztes Preisgeld. Um zu gewinnen, ist nicht nur der Nachweis eines guten Impfschutzes notwendig, sondern die Schüler mussten auch ein paar Grundkenntnisse zum Thema Impfen unter Beweis stellen. Anhand der Daten konnte das Saarbrückener Gesundheitsamt ein Impfregister aufstellen und somit einen Überblick über den Impfstatus der Jugendlichen erhalten. Ebenfalls über den Gewinn freuen konnte sich das Gesundheitsamt in Stade, das sich auf sozial benachteiligte Gruppen konzentrierte und in eigens eingerichteten Impfstationen dreimal wöchentlich Kombinationsimpfungen gegen Masern, Mumps und Röteln angeboten hat. :p>

Nach Bekanntgabe der Preisträger fiel der Startschuss für den neuen Prix ÖGD für das Jahr 2004. Die Gesundheitsämter haben wieder die Gelegenheit, ihre Projekte bis zum Ende des Jahres 2004 umzusetzen. Im Januar 2005 können diese Projekte dann bei der GSK-Impfakademie eingereicht werden. Die Preisträger werden auf dem Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD-Kongress) vom 14. - 16. April 2005 in Bamberg bekannt gegeben. :p>

------------- Ende Originalzitat der Firma GlaxoSmith ---------:p>

Gut, GlaxoSmith stellt Impfstoffe her und offensichtlich sind Impfungen und Impfstoffe nur noch mit kriminellen oder unlauteren Methoden unters Volk zu bringen. Insofern ist die agressive Werbung des Herstellers verständlich. Völlig unverständlich jedoch, daß die Gesundheitsämter hier vollig gelähmt und willenlos mitspielen. Über 50 sollen sich ja an diesem illegalen Spiel beteiligt haben. Oder sollten sie Ziffer 9 aus § 11 Abs. 1 HWG nicht gekannt haben ''Außerhalb der Fachkreise darf für Arzneimittel, Verfahren, Behandlungen, Gegenstände und andere Mittel nicht geworben werden .... mit Veröffentlichungen, deren Werbezweck mißverständlich oder nicht deutliche erkennbar ist''. Allein das schon ist ordnungswidrig und mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro bedroht. Wieviel Verfahren wird es in unserem Rechtsstaat geben ???:p>



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