| + 15.04.2001 + Hohe
Benzinpreise: mehr Carsharing
Durch die Erhöhung der
Benzinpreise ist der Benzinverbrauch in Deutschland leicht zurückgegangen.
Die Mitgliederzahlen der Carsharing- Organisationen sind gestiegen. Der
Kundenzuwachs in den letzten sechs Monaten beträgt 50 Prozent. Das
berichten z.b. "Stadtmobil" in Dortmund oder der Haagener Verein "Stadt
Teil Auto".
Für Menschen, die nicht täglich ein Auto brauchen
oder benutzen ist das mit Anderen geteilte Auto im Carsharing preislich
entschieden günstiger und bequemer. "Stadtmobil" bietet seine Dienste in
18 Städten des Ruhrgebiets an; "Stadt Teil
Auto" in fünf.
Die Benutzer können Autos
Tag und Nacht ohne Berechnung der Benzinkosten zu einem festgelegten Preis
buchen, haben reservierte Parkplätze und brauchen sich nicht um
Versicherungen, TÜV oder Reparaturkosten kümmern. Nebenbei wird die
Umwelt geschont, weil es durch Carsharing weniger Autos
gibt.
Carsharing-Teilnehmer nutzen mehr öffentliche Verkehrsmittel
als Autobesitzer. Wer in einigen Städten eine Monatskarte für
öffentliche Verkehrsmittel besitzt, kann Autos im Carsharing
günstiger benutzen. Immer mehr Carsharing-Klubs vernetzen sich.
+ 16.12.01 + Bahn:
Carsharing für Bahncard-Kunden
Die
Deutsche Bahn hat für
ihre drei Millionen Bahncard-Kunden künftig auch Autos im Angebot. Bis
Mitte kommenden Jahres soll in allen Ballungsgebieten das Umsteigen vom Zug in
den bei der Bahn angemieteten Wagen möglich sein. Den Auftakt machte
Berlin und Frankfurt am Main.
Die Bahn arbeitet dazu mit regionalen
Carsharing-Unternehmen zusammen. Zur Anmietung reicht ein elektronischer
Schlüssel, der von Bahncard- Inhabern je nach Kartenklasse für 20
Euro (39,12 Mark) bis 40 Euro erworben werden kann. Angemietet werden die
Autos über eine telefonische Buchungszentrale oder im Internet. Mit dem
Schlüssel sei dann kein Anstellen in einem Mietwagenbüro mehr
nötig. In Berlin stehen rund 200 Mietwagen zur Verfügung.
Im
Laufe der nächsten Monate soll das Angebot dann auf Städte wie
Hamburg, Hannover, Dortmund oder Dresden erweitert werden. Bundesweit sollen
bis Ende kommenden Jahres 1500 Mietwagen zur Verfügung stehen.
Mittelfristig strebt die
Bahn 400 000 Carsharing-Kunden an.
Die Autos
können stunden-, aber auch tages- und wochenweise angemietet werden. Dabei
besteht die Wahl zwischen drei Fahrzeugklassen. Die billigste Klasse kostet
vier Euro (7,82 Mark) pro Stunde, die teuerste sechs Euro. Hinzu kommen die
Spritkosten.
Das Leben ohne Auto
im Freiburger Stadtteil Vauban hat sich bewährt
+ 14.11.2003 + Wie
bewährt sich das Verkehrsprojekt im Freiburger Stadtteil Vauban in der
Praxis? Was funktioniert schon sehr gut, wo müssen noch Schwachstellen
behoben werden? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie, die sich das
Leben ohne Auto in dem Freiburger Stadtteil angesehen hat und die jetzt
veröffentlicht wird.
Fazit der Studie: Der Erfolg des
Verkehrskonzepts ist deutlich zu spüren und durch die Ergebnisse im Rahmen
der vorliegenden Studie auch wissenschaftlich belegt. Im Freiburger Stadtteil
Vauban wurde ein lebenswertes und familienfreundliches Wohnumfeld geschaffen.
Das Forum Vauban hat die praktische Arbeit vor Ort vom Juli 2001 bis
zum Juli 2003 vorgenommen. Zudem haben das Öko-Institut e.V. in Freiburg
und das Berliner Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums
für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mitgearbeitet. Das Projekt wurde
finanziell von der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt mit rund 52 000 Euro gefördert.
Der
Hintergrund der Untersuchung: "Die Entscheidung im Freiburger Gemeinderat
für ein Konzept, das den Autoverkehr im Stadtteil Vauban reduziert, fiel
sehr knapp aus", erinnert Jörg Lange vom Forum Vauban. "Bis heute werden
grundsätzliche Bedenken gegen das Verkehrskonzept laut ", sagt auch Willi
Loose, Leiter des Arbeitsfelds
Verkehr im Öko-Institut. Die Untersuchungen haben
jedoch gezeigt, dass das Konzept funktioniert.
- Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört:
- Das Straßenbild in den Wohnstraßen des Vauban
ist geprägt von spielenden Kindern. Dies konnte nur erreicht werden, weil
der Motorisierungsgrad nach Berechnungen des DLR bei lediglich 150 Pkw pro 1000
Einwohnern liegt. Zum Stichtag im Frühjahr 2003 lebten 3300 Einwohner in
dem Stadtteil. In ganz Freiburg liegt die Motorisierungsquote bei 446 Pkw pro
1000 Einwohner (Stand: Januar 2000).
- Bei den meisten BewohnerInnen des Stadtteils hat mit
beziehungsweise kurz vor dem Einzug in Vauban eine einschneidende Änderung
ihres Mobilitätsverhaltens stattgefunden. Denn es handelt sich bei den
BewohnerInnen in Vauban nicht etwa überwiegend um Familien, die schon seit
langem kein Auto mehr besitzen. Bei einer im Mai 2002 vom DLR vorgenommenen
Befragung gaben 57 Prozent der Haushalte ohne Auto an, dass sie ihr Auto erst
mit dem Einzug in Vauban abgeschafft haben. Weitere 16 Prozent sagten, dass sie
in einer Zeitspanne von bis zu fünf Jahren vor dem Einzug das Auto
abgeschafft haben. Der Ansatz, autofreie Haushalte bewusst zu fördern, in
dem unter anderem finanzielle Entlastungsanreize gegeben werden, hat sich damit
bewährt.
- Das
Car-Sharing-Angebot wird überdurchschnittlich gut
angenommen: In 39 Prozent der vom DLR befragten Haushalte sind eine oder
mehrere Personen Nutzer dieses Angebots. Für rund 350 bis 400 Haushalte im
Vauban stehen heute zwölf gut ausgelastete Car-Sharing-Autos zur
Verfügung.
- 81 Prozent der befragten 208 Personen in autofreien
Haushalte geben auf einer fünfstufigen Skala an, dass ihnen die
Organisation des Alltags ohne eigenen Pkw sehr leicht oder leicht fällt.
Die Schwierigkeiten liegen eher im Detail:
- Es gibt bisher noch keine geeignete Lenkung für
Besucher, die mit dem
Auto anreisen. Die vergleichsweise wenigen
öffentlichen Stellplätze sind in den Zeiten, in denen sie nicht
bewirtschaftet werden (beispielsweise nachts), oft von Bewohnern belegt.
- Probleme bereitet das Verkehrskonzept vor allem den
Bewohnern mit einem Pkw. So geben nur zwölf Prozent der Autobesitzer an,
gar keine Schwierigkeiten zu haben.
- Größtes Problem für die Autobesitzer ist
der weite Weg zu den Parkgaragen am Eingang des Stadtteils. Hier liegen nach
Einschätzung der Wissenschaftler auch deutliche Verbesserungspotentiale
für zukünftige Projekte. Es sollten kleinere, näher gelegene
automatische Parkgaragen gebaut werden, so die Empfehlung.
Der ausführliche Projektbericht sowie zahlreiche
Informationen rund um das Vauban hat das Forum Vauban e.V. jetzt auf einer
CD-Rom zusammengestellt. Die auf der CD vorliegende Dokumentation möchte
inspirieren und zum Nachahmen sowie zu eigenen Experimenten anregen. Am
Verkehrsthema interessierte BürgerInnen sowie Verkehrsinitiativen,
MitarbeiterInnen öffentlicher Verwaltungen, Stadt- und Verkehrsplaner
sowie politische Mandatsträger finden eine Vielzahl von Hinweisen auf
Beispiele und Ideen. Sie stehen alle unter dem Motto: Wie sich
Mobilität vor Ort anders organisieren lässt und
gleichzeitig zu mehr Lebensqualität führen kann. Dabei wird auf
zahlreiche Dokumente im pdf-Format verwiesen, die sich, wie der Schlussbericht
ebenfalls auf der CD-Rom befinden. Eine aufgezeichnete Radiosendung
"Länderzeit" vom 4. Juni 2003 über den Stadtteil Vauban im mp3-format
rundet das Informationsangebot auf der CD ab.
Die CD kann ab sofort
gegen Rechnung für 15 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden
beim: Forum Vauban
e.V. » Alfred-Döblin-Platz 1, D-79100 Freiburg Fax:
0761/45 68 71-39 E-Mail: mailto:post@forum-vauban.de
Der
Forum Vauban e.V. »
ist ein gemeinnütziger Verein mit derzeit rund 300 Mitgliedern und als
Träger der erweiterten
Bürgerbeteiligung für das Vaubangelände von
der Stadt Freiburg anerkannt. Mit seinen Projekten trägt der Verein
entscheidend dazu bei, dass sich die BewohnerInnen im Quartier wohlfühlen
und Vauban als "Nachhaltiger Modellstadtteil" im In- und Ausland auf
große Resonanz stößt.
Das
Öko-Institut e.V. »
ist das führende Umweltforschungsinstitut im Bereich der angewandten
Ökologie. Es erstellt wissenschaftliche Gutachten und berät
PolitikerInnen,
Umweltverbände, Institutionen und Unternehmen. Das
Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.
Prima Klima auf dem
Gabentisch
+ 12.12.2003 + Sind Sie
auch auf der Suche nach "dem anderen Weihnachtsgeschenk"? Wie wär es denn
mal mit einem Spritsparkurs, einem ÖPNV-Ticket oder einer
Carsharing-Mitgliedschaft? Die Möglichkeiten klimafreundliche
Mobilität zu verschenken sind zahlreich und machen
nachhaltig Freude, dem
Klima und dem Portemonnaie des Beschenkten.
Wer
spritsparend und klimaschonend
Auto fährt, kann den Spritverbrauch seines Autos bis
zu 25% senken. Das spart Geld und verringert die klimaschädlichen
CO2-Emissionen, die beim Autofahren entstehen. Spritsparkurse für einen
neuen Fahrstil gibt es bereits ab 90 Euro beim
ADAC » oder bei
Umweltverbänden wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) »
Auch
Carsharing liegt im Trend: In über 250 Städten bieten Unternehmen
kostengünstige Teilzeitautos zur regelmäßigen Nutzung an. Eine
Carsharing-Mitgliedschaft entlastet von den Fixkosten eines eigenen PKWs und
garantiert bequeme
Mobilität nach Bedarf und zu jeder Tageszeit. Laut des
Bundesverbandes CarSharing e.V. kann man, bei einer jährlich
zurückgelegten Kilometerzahl zwischen 2.000 und 12.000 km,
durchschnittlich bis zu 2.000 Euro in zwölf Monaten sparen.
Wie
viel Freude eine ÖPNV-Monats- oder Jahresnetzkarte bereiten kann,
weiß der Beschenkte spätestens, wenn der tägliche Frust im
Verkehrsstau ausbleibt. Auch ein Schönes-Wochenende-Ticket der Deutschen
Bahn bereichert den Gabentisch. Ab dem 14.12.03 kommen
fünf Menschen für 30 Euro klimafreundlich ans Wunschziel und einander
näher. Noch günstiger gibt es das Angebot für nur 28 Euro im
Internet unter http:///www.bahn.de/fahrkartenoder am
DB-Fahrkartenautomaten. Wer sich lieber an der frischen Luft bewegt, freut sich
über ein Fahrrad und nützliches Zubehör. Egal wofür man
sich entscheidet, klimafreundliche Geschenke machen mobil und entlasten das
Portemonnaie.
Und das Geschenk der Aktion Klimaschutz an die
Verbraucher: Rechtzeitig zur Weihnachtsreisezeit können die 27
kostensparenden Tipps zur klimafreundlichen
Mobilität zusammen mit nützlichen Linkhinweise im
Internet unter http://www.aktion-klimaschutz.de/ abgerufen
werden.
Die einfachen Tipps sind in die Themenbereiche Arbeitsweg,
Freizeit und Urlaub unterteilt und geben z.B. Anregungen zum richtigen Schalten
beim Autofahren oder zur sinnvollen Kombination der verschiedenen
Verkehrsmittel.
Die Aktion Klimaschutz wird in einer
Public-Private-Partnership von der Deutschen
Energie-Agentur mit freundlicher Unterstützung des
Bundesministeriums für
Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Deutschen
Bahn AG durchgeführt. Sie informiert umfassend
über Wege zum aktiven Klimaschutz und motiviert mit Broschüren und
Aktionen, sich am Klimaschutz zu beteiligen.
Einen zusätzlichen
Service bietet die kostenlose dena-Energie-Hotline (0800-0736 734), bei der
Experten Fragen rund ums Thema Energiesparen beantworten. Zusätzliche
Informationen zum Thema Klimaschutz gibt es unter:
http://www.aktion-klimaschutz.de/
Attraktives
Carsharing
+ 05.08.2004 + Bis zu
mehreren Tausend Euro im Jahr kann sparen, wer sich kein eigenes
Auto kaufen, aber dennoch ein
Auto nutzen möchte. Man kann sogar viele Autos nutzen,
ohne eines zu besitzen. Carsharing heißt das Zauberwort. Die
Zeitschrift Test
» hat - veröffentlicht in ihrer Juli-Ausgabe - herausgefunden,
dass die größte Angst vor dem Carsharing, nämlich kein
Auto zu bekommen, wenn man es braucht, unbegründet
ist. Test schreibt: Fast immer bekamen die Tester ihr
Wunschautos zum Wunschtermin. Besonders positiv schneidet die
Deutsche Bahn ab: Sie biete einheitliche Tarife und erhebe keine
Monatsbeiträge, was andere Anbieter tun.
Das Autoteilen lohnt sich
besonders für Wenigfahrer, die unter 10.000 Kilometer im Jahr mit dem Pkw
unterwegs sind. Die Nähe zum Stellplatz ist ein weiterer
Vorteil.
70 deutsche Anbieter sind bisher im Bundesverband Carsharing
organisiert. 70.000 Menschen nutzen 2.500 Autos in 250 Ortgen gemeinsam. Diese
2.500 Autos ersetzen circa 15.000 bis 20.000 privat genutzte Pkws. Carsharing
ist ein Beitrag zum Klimaschutz und reduziert hauptsächlich den
Flächenverbrauch.
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