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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
08.2004   Info von:   Sonnenseite
Car-sharing
+ 15.04.2001 + Hohe Benzinpreise: mehr Carsharing

Durch die Erhöhung der Benzinpreise ist der Benzinverbrauch in Deutschland leicht zurückgegangen. Die Mitgliederzahlen der Carsharing- Organisationen sind gestiegen. Der Kundenzuwachs in den letzten sechs Monaten beträgt 50 Prozent. Das berichten z.b. "Stadtmobil" in Dortmund oder der Haagener Verein "Stadt Teil Auto".

Für Menschen, die nicht täglich ein Auto brauchen oder benutzen ist das mit Anderen geteilte Auto im Carsharing preislich entschieden günstiger und bequemer. "Stadtmobil" bietet seine Dienste in 18 Städten des Ruhrgebiets an; "Stadt Teil Auto" in fünf.

Die Benutzer können Autos Tag und Nacht ohne Berechnung der Benzinkosten zu einem festgelegten Preis buchen, haben reservierte Parkplätze und brauchen sich nicht um Versicherungen, TÜV oder Reparaturkosten kümmern. Nebenbei wird die Umwelt geschont, weil es durch Carsharing weniger Autos gibt.

Carsharing-Teilnehmer nutzen mehr öffentliche Verkehrsmittel als Autobesitzer. Wer in einigen Städten eine Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel besitzt, kann Autos im Carsharing günstiger benutzen. Immer mehr Carsharing-Klubs vernetzen sich.


+ 16.12.01 + Bahn: Carsharing für Bahncard-Kunden

Die Deutsche Bahn hat für ihre drei Millionen Bahncard-Kunden künftig auch Autos im Angebot. Bis Mitte kommenden Jahres soll in allen Ballungsgebieten das Umsteigen vom Zug in den bei der Bahn angemieteten Wagen möglich sein. Den Auftakt machte Berlin und Frankfurt am Main.

Die Bahn arbeitet dazu mit regionalen Carsharing-Unternehmen zusammen. Zur Anmietung reicht ein elektronischer Schlüssel, der von Bahncard- Inhabern je nach Kartenklasse für 20 Euro (39,12 Mark) bis 40 Euro erworben werden kann.
Angemietet werden die Autos über eine telefonische Buchungszentrale oder im Internet. Mit dem Schlüssel sei dann kein Anstellen in einem Mietwagenbüro mehr nötig. In Berlin stehen rund 200 Mietwagen zur Verfügung.

Im Laufe der nächsten Monate soll das Angebot dann auf Städte wie Hamburg, Hannover, Dortmund oder Dresden erweitert werden. Bundesweit sollen bis Ende kommenden Jahres 1500 Mietwagen zur Verfügung stehen. Mittelfristig strebt die Bahn 400 000 Carsharing-Kunden an.

Die Autos können stunden-, aber auch tages- und wochenweise angemietet werden. Dabei besteht die Wahl zwischen drei Fahrzeugklassen. Die billigste Klasse kostet vier Euro (7,82 Mark) pro Stunde, die teuerste sechs Euro. Hinzu kommen die Spritkosten.


Das Leben ohne Auto im Freiburger Stadtteil Vauban hat sich bewährt

+ 14.11.2003 + Wie bewährt sich das Verkehrsprojekt im Freiburger Stadtteil Vauban in der Praxis? Was funktioniert schon sehr gut, wo müssen noch Schwachstellen behoben werden? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie, die sich das Leben ohne Auto in dem Freiburger Stadtteil angesehen hat und die jetzt veröffentlicht wird.

Fazit der Studie: Der Erfolg des Verkehrskonzepts ist deutlich zu spüren und durch die Ergebnisse im Rahmen der vorliegenden Studie auch wissenschaftlich belegt. Im Freiburger Stadtteil Vauban wurde ein lebenswertes und familienfreundliches Wohnumfeld geschaffen.

Das Forum Vauban hat die praktische Arbeit vor Ort vom Juli 2001 bis zum Juli 2003 vorgenommen. Zudem haben das Öko-Institut e.V. in Freiburg und das Berliner Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mitgearbeitet. Das Projekt wurde finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit rund 52 000 Euro gefördert.

Der Hintergrund der Untersuchung: "Die Entscheidung im Freiburger Gemeinderat für ein Konzept, das den Autoverkehr im Stadtteil Vauban reduziert, fiel sehr knapp aus", erinnert Jörg Lange vom Forum Vauban. "Bis heute werden grundsätzliche Bedenken gegen das Verkehrskonzept laut ", sagt auch Willi Loose, Leiter des Arbeitsfelds Verkehr im Öko-Institut. Die Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass das Konzept funktioniert.


  • Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört:
  • Das Straßenbild in den Wohnstraßen des Vauban ist geprägt von spielenden Kindern. Dies konnte nur erreicht werden, weil der Motorisierungsgrad nach Berechnungen des DLR bei lediglich 150 Pkw pro 1000 Einwohnern liegt. Zum Stichtag im Frühjahr 2003 lebten 3300 Einwohner in dem Stadtteil. In ganz Freiburg liegt die Motorisierungsquote bei 446 Pkw pro 1000 Einwohner (Stand: Januar 2000).
  • Bei den meisten BewohnerInnen des Stadtteils hat mit beziehungsweise kurz vor dem Einzug in Vauban eine einschneidende Änderung ihres Mobilitätsverhaltens stattgefunden. Denn es handelt sich bei den BewohnerInnen in Vauban nicht etwa überwiegend um Familien, die schon seit langem kein Auto mehr besitzen. Bei einer im Mai 2002 vom DLR vorgenommenen Befragung gaben 57 Prozent der Haushalte ohne Auto an, dass sie ihr Auto erst mit dem Einzug in Vauban abgeschafft haben. Weitere 16 Prozent sagten, dass sie in einer Zeitspanne von bis zu fünf Jahren vor dem Einzug das Auto abgeschafft haben. Der Ansatz, autofreie Haushalte bewusst zu fördern, in dem unter anderem finanzielle Entlastungsanreize gegeben werden, hat sich damit bewährt.
  • Das Car-Sharing-Angebot wird überdurchschnittlich gut angenommen: In 39 Prozent der vom DLR befragten Haushalte sind eine oder mehrere Personen Nutzer dieses Angebots. Für rund 350 bis 400 Haushalte im Vauban stehen heute zwölf gut ausgelastete Car-Sharing-Autos zur Verfügung.
  • 81 Prozent der befragten 208 Personen in autofreien Haushalte geben auf einer fünfstufigen Skala an, dass ihnen die Organisation des Alltags ohne eigenen Pkw sehr leicht oder leicht fällt.

    Die Schwierigkeiten liegen eher im Detail:
  • Es gibt bisher noch keine geeignete Lenkung für Besucher, die mit dem Auto anreisen. Die vergleichsweise wenigen öffentlichen Stellplätze sind in den Zeiten, in denen sie nicht bewirtschaftet werden (beispielsweise nachts), oft von Bewohnern belegt.
  • Probleme bereitet das Verkehrskonzept vor allem den Bewohnern mit einem Pkw. So geben nur zwölf Prozent der Autobesitzer an, gar keine Schwierigkeiten zu haben.
  • Größtes Problem für die Autobesitzer ist der weite Weg zu den Parkgaragen am Eingang des Stadtteils. Hier liegen nach Einschätzung der Wissenschaftler auch deutliche Verbesserungspotentiale für zukünftige Projekte. Es sollten kleinere, näher gelegene automatische Parkgaragen gebaut werden, so die Empfehlung.
Der ausführliche Projektbericht sowie zahlreiche Informationen rund um das Vauban hat das Forum Vauban e.V. jetzt auf einer CD-Rom zusammengestellt. Die auf der CD vorliegende Dokumentation möchte inspirieren und zum Nachahmen sowie zu eigenen Experimenten anregen. Am Verkehrsthema interessierte BürgerInnen sowie Verkehrsinitiativen, MitarbeiterInnen öffentlicher Verwaltungen, Stadt- und Verkehrsplaner sowie politische Mandatsträger finden eine Vielzahl von Hinweisen auf Beispiele und Ideen. Sie stehen alle unter dem Motto: Wie sich Mobilität vor Ort anders organisieren lässt und gleichzeitig zu mehr Lebensqualität führen kann. Dabei wird auf zahlreiche Dokumente im pdf-Format verwiesen, die sich, wie der Schlussbericht ebenfalls auf der CD-Rom befinden. Eine aufgezeichnete Radiosendung "Länderzeit" vom 4. Juni 2003 über den Stadtteil Vauban im mp3-format rundet das Informationsangebot auf der CD ab.

Die CD kann ab sofort gegen Rechnung für 15 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden beim:
Forum Vauban e.V. »
Alfred-Döblin-Platz 1, D-79100 Freiburg
Fax: 0761/45 68 71-39
E-Mail: mailto:post@forum-vauban.de

Der Forum Vauban e.V. » ist ein gemeinnütziger Verein mit derzeit rund 300 Mitgliedern und als Träger der erweiterten Bürgerbeteiligung für das Vaubangelände von der Stadt Freiburg anerkannt. Mit seinen Projekten trägt der Verein entscheidend dazu bei, dass sich die BewohnerInnen im Quartier wohlfühlen und Vauban als "Nachhaltiger Modellstadtteil" im In- und Ausland auf große Resonanz stößt.

Das Öko-Institut e.V. » ist das führende Umweltforschungsinstitut im Bereich der angewandten Ökologie. Es erstellt wissenschaftliche Gutachten und berät PolitikerInnen, Umweltverbände, Institutionen und Unternehmen. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.


Prima Klima auf dem Gabentisch

+ 12.12.2003 + Sind Sie auch auf der Suche nach "dem anderen Weihnachtsgeschenk"? Wie wär es denn mal mit einem Spritsparkurs, einem ÖPNV-Ticket oder einer Carsharing-Mitgliedschaft? Die Möglichkeiten klimafreundliche Mobilität zu verschenken sind zahlreich und machen nachhaltig Freude, dem Klima und dem Portemonnaie des Beschenkten.

Wer spritsparend und klimaschonend Auto fährt, kann den Spritverbrauch seines Autos bis zu 25% senken. Das spart Geld und verringert die klimaschädlichen CO2-Emissionen, die beim Autofahren entstehen. Spritsparkurse für einen neuen Fahrstil gibt es bereits ab 90 Euro beim ADAC » oder bei Umweltverbänden wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) »

Auch Carsharing liegt im Trend: In über 250 Städten bieten Unternehmen kostengünstige Teilzeitautos zur regelmäßigen Nutzung an. Eine Carsharing-Mitgliedschaft entlastet von den Fixkosten eines eigenen PKWs und garantiert bequeme Mobilität nach Bedarf und zu jeder Tageszeit. Laut des Bundesverbandes CarSharing e.V. kann man, bei einer jährlich zurückgelegten Kilometerzahl zwischen 2.000 und 12.000 km, durchschnittlich bis zu 2.000 Euro in zwölf Monaten sparen.

Wie viel Freude eine ÖPNV-Monats- oder Jahresnetzkarte bereiten kann, weiß der Beschenkte spätestens, wenn der tägliche Frust im Verkehrsstau ausbleibt. Auch ein Schönes-Wochenende-Ticket der Deutschen Bahn bereichert den Gabentisch. Ab dem 14.12.03 kommen fünf Menschen für 30 Euro klimafreundlich ans Wunschziel und einander näher. Noch günstiger gibt es das Angebot für nur 28 Euro im Internet unter http:///www.bahn.de/fahrkartenoder am DB-Fahrkartenautomaten. Wer sich lieber an der frischen Luft bewegt, freut sich über ein Fahrrad und nützliches Zubehör. Egal wofür man sich entscheidet, klimafreundliche Geschenke machen mobil und entlasten das Portemonnaie.

Und das Geschenk der Aktion Klimaschutz an die Verbraucher: Rechtzeitig zur Weihnachtsreisezeit können die 27 kostensparenden Tipps zur klimafreundlichen Mobilität zusammen mit nützlichen Linkhinweise im Internet unter http://www.aktion-klimaschutz.de/ abgerufen werden.

Die einfachen Tipps sind in die Themenbereiche Arbeitsweg, Freizeit und Urlaub unterteilt und geben z.B. Anregungen zum richtigen Schalten beim Autofahren oder zur sinnvollen Kombination der verschiedenen Verkehrsmittel.


Die Aktion Klimaschutz wird in einer Public-Private-Partnership von der Deutschen Energie-Agentur mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Deutschen Bahn AG durchgeführt. Sie informiert umfassend über Wege zum aktiven Klimaschutz und motiviert mit Broschüren und Aktionen, sich am Klimaschutz zu beteiligen.

Einen zusätzlichen Service bietet die kostenlose dena-Energie-Hotline (0800-0736 734), bei der Experten Fragen rund ums Thema Energiesparen beantworten. Zusätzliche Informationen zum Thema Klimaschutz gibt es unter: http://www.aktion-klimaschutz.de/


Attraktives Carsharing

+ 05.08.2004 + Bis zu mehreren Tausend Euro im Jahr kann sparen, wer sich kein eigenes Auto kaufen, aber dennoch ein Auto nutzen möchte. Man kann sogar viele Autos nutzen, ohne eines zu besitzen. Carsharing heißt das Zauberwort.

Die Zeitschrift „Test“ » hat - veröffentlicht in ihrer Juli-Ausgabe - herausgefunden, dass die größte Angst vor dem Carsharing, nämlich kein Auto zu bekommen, wenn man es braucht, unbegründet ist. „Test“ schreibt: Fast immer bekamen „die Tester ihr Wunschautos zum Wunschtermin“. Besonders positiv schneidet die „Deutsche Bahn“ ab: Sie biete einheitliche Tarife und erhebe keine Monatsbeiträge, was andere Anbieter tun.

Das Autoteilen lohnt sich besonders für Wenigfahrer, die unter 10.000 Kilometer im Jahr mit dem Pkw unterwegs sind. Die Nähe zum Stellplatz ist ein weiterer Vorteil.

70 deutsche Anbieter sind bisher im Bundesverband Carsharing organisiert. 70.000 Menschen nutzen 2.500 Autos in 250 Ortgen gemeinsam. Diese 2.500 Autos ersetzen circa 15.000 bis 20.000 privat genutzte Pkws. Carsharing ist ein Beitrag zum Klimaschutz und reduziert hauptsächlich den Flächenverbrauch.





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