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06.09.2004   Info von:   PHI
Montagsdemonstrationen
Es gärt im deutschen Volk, insbesondere in Mitteldeutschland. Niemand in Westdeutschland sollte auf die undankbaren „Ossis“ schimpfen, denn Hartz IV betrifft zwar West- und Mitteldeutschland gleichermassen. Allerdings sind die Mitteldeutschen einfach prozentual mehr betroffen, weil es dort mehr Arbeitslose gibt und zweitens sind die Deutschen in Mitteldeutschland offenbar weniger gewillt, den Sozialabbau hinzunehmen. Inzwischen waren auch die Fernsehsender gezwungen zu bestätigen, daß die Montagsdemonstrationen mehrheitlich teils von PDS-Funktionären, teils von stadtbekannten „Rechten“ organisiert wurden. Die Systemparteien bemühen sich nun system-verbundene Personen an die Spitze der Demonstrationen zu lancieren. Demonstrationen hatte das System zwar erwartet und sich durch Polizeiübungen darauf vorbereitet. Man hatte mit solchen Demonstrationen allerdings erst im Januar 2005 gerechnet.

Helfen diese Demonstrationen eine verhängnisvolle Entwicklung abzuwenden?.


Natürlich werden die Regierenden ihren Kopf etwas mehr anstrengen um an der Regierung zu bleiben. Die SPD wird Teile ihrer Wähler an die Gruppe der Nichtwähler verlieren und die CDU-CSU wird ihre Wähler behalten. Die CDU-CSU wird bei den kommenden Wahlen der lachende Dritte sein, obwohl sie natürlich genau auch hinter dem Hartz IV-Konzept steht. Weitere Nutznießer der Montagsdemonstrationen werden PDS und NPD sein, weil diese in vorderster Front gegen Hartz IV stehen. Es bleibt aber die unumstößliche Tatsache, daß PDS und NPD auch leeren Staatskassen vorfinden, aus denen der bisherige Sozialstandard nicht erhalten bleiben kann. Das bedeutet, daß ohne Systemveränderung eine Lösung des Arbeitsmarktproblems und der Erhalt sozialer Standards nicht möglich ist.

Ist denn wirklich eine Systemveränderung notwendig und haben andere Staaten nicht ein kräftigeres Wirtschaftswachstum und geringere Arbeitslosigkeit als Deutschland trotz einer Parteiendemokratie? Nun, alle Staaten, die seit Kriegsende ein geringes Wirtschaftswachstum hatten und geringere Sozialstandards, können diese noch steigern. Die EU soll ja eine Angleichung bewirken und bewirkt sie auch. Die Angleichung erfolgt, in dem in Deutschland das Wirtschaftswachstum gegen null tendiert, die Zahl der Arbeitsplätze unverändert bleiben oder sinken und die Sozialstandards abgebaut werden. In anderen europäischen Staaten kann das Wirtschaftswachstum auch nur so lange beschleunigt und die Sozialstandards können erhöht werden bis schließlich ein einheitliches Niveau zu erreicht wird. Ausserdem übertreffen die Staatsschulden der Bundesrepublik Deutschland, umgerechnet auf den Kopf der Bevölkerung (soweit uns die Zahlen bekannt sind) jedes andere europäische Land. Kurz gesagt: Die EU ist ein System, welches geschaffen wurde damit es den Deutschen trotz allem Fleiß nicht mehr besser geht als anderen Völkern.

Die Frage des Wirtschaftswachstums und des Sozialabbaus ist eng verknüpft mit der Struktur der EU, sowie dem Abbau der Staatsschulden und der Zinsen darauf.

Die Parole müsste deshalb nicht nur einfach lauten Weg mit Hartz IV, sondern Anstatt Hartz IV Sicherung der sozialen Errungenschaften durch Austritt aus NATO und EU, Wiedereinführung einer eigenen Währung, Ende jeglicher Zinszahlungen durch den Staat und ein Ende der Zahlung von Sozialleistungen an Ausländer.. Das versteht jeder und komplizierter sollte man die Parolen nicht machen. In ausführlichen Erläuterungen kann man klarstellen, daß auch eine Europäische Freihandelszone völlig ausreichen würde um die bisherigen Aufträge aus anderen europäischen Staaten zu erhalten. Der Export würde nicht zurückgehen. Die Kosten für den Auslandseinsatz der Bundeswehr sind darzustellen. Eine europäische Verteidigungsgemeinschaft ohne US-Oberkommando wäre zu Sicherheit völlig ausreichend. Die Kosten der EU sind zu verdeutlichen. Es ist zu verdeutlichen, daß rund 30% aller Steuer und Abgaben als Zinsen an die Banken und Besitzer von Staatsanleihen abgeführt werden. Wer der Bundesrepublik Deutschland Geld leiht, der hat genug davon und kann die Zinseinnahmen verschmerzen. Wer meint den in Deutschland lebenden Ausländern helfen zu müssen, kann dies durch Spenden von seinem Lohn oder Arbeitslosengeld an gemeinnützige Stiftungen und Wohlfahrtseinrichtungen tun und muß dies nicht durch Zwangsabgaben an den Staat(Steuern) gezwungen werden Sozialleistungen für Ausländer zu bezahlen. . Der Stopp der Zinszahlungen ist völlig ausreichend um nicht nur Steuererhöhungen zu vermeiden, sondern würde eine erhebliche Steuersenkung möglich machen. Weshalb brauchen wir dann noch eine Systemveränderung? Einfach, weil CDU-CSU-FDP-SPDPolitiker aufgrund ihres globalistischen Denkens und ihrer Erziehung in den Universitäten, vollgestopft mit falschen, leicht widerlegbaren Wirtschaftstheorien, die vorstehenden Ideen als völlig „unmöglich“ und „undurchführbar“ betrachten. Sie sind nicht bereit sich zu erinnern, daß es den Deutschen zur Zeit als es nur eine EWG(Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) und keine EU gab und jeder Staat seine eigene Währung hatte, eben sehr viel besser ging. Ausserdem scheuen die Politiker die Blamage einer Bankrotterklärung Deutschlands. Neben den Rechten wären allenfalls Teile der PDS und der GRÜNEN möglicherweise zum Umdenken bereit. Es muß sofort begonnen werden zu klären, wer sich hinter diesen Minimal-Konsens stellen würde und die Träger dieses Minimalkonsens sollten sich dann nicht gegenseitig behindern und ausgrenzen, sondern sich gegenseitig mit allen Methoden an die Macht verhelfen. Diskussionen und Proklamationen über eine bessere Form der Demokratie, über eine Verfassung, über die völkerrechtliche Lage Deutschlands sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht und finden kein Interesse im Volk. Es gilt den größtmöglichen gemeinsamen Nenner zu finden um erst einmal die größte Not abzuwenden.


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