Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006282

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
15.09.2004 Till Meyer Info von:   junge Welt
Probleme mit dem Zählen
Erneut Tausende gegen »Hartz IV« auf der Straße. Polizei mit Teilnehmerschätzung überfordert
Am Montag gingen erneut Tausende Menschen gegen die sogenannte Arbeitsmarktreform »Hartz IV« auf die Straße. In Leipzig formierten sich nach Polizeiangaben 6000 Menschen nach dem traditionellen Friedensgebet in der Nikolaikirche zu einem Protestmarsch. In Chemnitz demonstrierten nach Angaben des DGB rund 3500 Menschen, die Polizei zählte nur 1500. In Dresden kamen der Polizei zufolge rund 2000 Menschen.

In Magdeburg und Dessau zählte die Polizei jeweils 2000 Teilnehmer, in Halle sprach der DGB von 1500 Demonstranten. Auch in zahlreichen anderen Städten gingen Menschen gegen «Hartz IV» auf die Straße. In Gera zählte die Polizei 1000 Demonstranten, in Schwerin 500. Hier zogen Teilnehmer vor die Staatskanzlei und forderten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD), sich stärker für die Schwachen der Gesellschaft zu engagieren.

Insgesamt waren bundesweit in rund 230 Städten Montagsdemonstrationen angemeldet. Die bürgerlichen Medien registrierten in ihrer Berichterstattung ein Abflauen der Teilnehmerzahlen, wobei sie sich auf die Polizeiangaben stützen. Die zählte offenbar weniger als jeden zweiten Demonstrationsteilnehmer.

In Berlin folgten wieder über 10000 Bürger (nach Polizeiangaben nur 4000) dem Aufruf zur Montagsdemonstration gegen »Hartz IV«. Zwar waren viele Gewerkschaftsfahnen zu sehen, dennoch griffen die Redner den DGB an. Er versuche, die Anti-Hartz-Bewegung zu spalten. »Wir fordern den DGB auf, zur Demonstration am 2. Oktober zu mobilisieren,« verlangte eine Betriebsrätin aus Kassel. Gewerkschafter und Erwerbslose riefen für den morgigen Donnerstag um 15.30 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem DGB-Haus am S-Bahnhof Hackeschen Markt in Berlin auf. »Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie unsere Gewerkschaften von ihrer eigenen Führung zerstört werden«, heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Witzig, aber auch giftig waren wieder die vielen selbstgemachten Plakate. Da konnte man lesen: »Schröder feuern - Oskar heuern« oder »Von Arbeit muß ein Mensch leben – ohne Arbeit auch« und »Schröder und Stoiber – das sind die gleichen Räuber.«

Zahlreiche Betroffene schilderten über das offene Mikrophon ihre soziale Misere und ihre Angst vor »Hartz IV«. »Wir lassen uns doch nicht für dumm verkaufen« sagte eine alleinerziehende Mutter. »Es ist eine Lüge, wenn Wirtschaftsminsiter Clement sagt, uns gehe es mit Hartz IV besser.«

Ziel der Demonstration an diesem Montag in der Hauptstadt: Die Zentrale des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in Berlin-Mitte. Das Objekt war von der Polizei mit Gittern weiträumig abgesperrt und mit scharfen Hunden gesichert. »Es ist unglaublich, welche Angst die Regierung vor ihren Bürgern hat« kommentierte eine ältere Frau den martialischen Polizeiaufmarsch vor dem Protzgebäude des BDI. Auf der Abschlußkundgebung wurde von allen Rednern noch einmal klargemacht, daß man Kosmetik an »Hartz IV« nicht akzeptieren werde.


Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...



Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht

Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.