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Presseerklärung vom 30. September
2004
US-Umweltverbände schreiben Offenen
Brief an BAYER
Die amerikanischen Umweltverbände
Pesticide Action Network, Natural Resources Defense Council und Physicians for
Social Responsibility haben den BAYER-Konzern in einem Offenen Brief
aufgefordert, das Insektizid Lindan umgehend vom Markt zu nehmen. BAYER hatte
kürzlich die Firma GUSTAFSON übernommen, die Lindan als
Saatgut-Behandlungsmittel für mehrere Getreidesorten anbietet. Anlass des
Briefs ist das heutige Treffen der Regierungen Kanadas, Mexikos und der USA in
Montreal, in dem über ein Verbot des Agrogifts beraten wird.
Das hochgiftige und karzinogene Lindan
schädigt die Leber und das Nervensystem und reichert sich im Fettgewebe
an. Lindan verbreitet sich über die Atmosphäre und die Ozeane
weltweit und findet sich insbesondere in der Arktis - zu den am höchsten
belasteten Personen gehören ausgerechnet Eskimos. In der EU ist das schwer
abbaubare Pestizid, das bereits 1945 auf den Markt kam, seit Mitte 2001 nicht
mehr zugelassen. Lindan gehört zudem zu den Chemikalien, deren
internationaler Handel im Rahmen des Prior Informed Consent (PIC) stark
eingeschränkt wurde.
Insgesamt 58 Organisationen aus ganz
Amerika unterstützen die Forderung nach einem Lindan-Verbot. Kristin
Schafer vom Pesticide Action Network aus San Francisco: "Der Einsatz von Lindan
stellt eindeutig eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt
dar."
Philipp Mimkes von der Coordination gegen
BAYER-Gefahren weist darauf hin, dass BAYER bis zum Verbot von Lindan zu den
weltweit größten Produzenten des Ultragifts gehörte: "Es ist
eine traurige Ironie, dass sich Lindan nun wieder im BAYER-Sortiment befindet.
Jahrzehntelang haben lindanhaltige Holzschutzmittel wie XYLAMON und XYLADECOR
die Gesundheit Tausender Menschen ruiniert. Wider besseren Wissens bezeichnete
BAYER damals die Verwendung von Lindan als ungefährlich - sogar in
Innenräumen." Mimkes fordert einen sofortigen Produktions-Stopp sowie eine
Entschädigung aller Personen, die durch Lindan und PCP vergiftet
wurden.
Gerne senden wir den Offenen Brief im
Wortlaut sowie weitere Informationen zu
Coordination gegen BAYER-Gefahren
CBGnetwork@aol.com
www.CBGnetwork.de
Tel: 0211-333 911
Fax 040 - 3603 741835
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