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Sonderdruck aus
WOHNUNG+GESUNDHEIT, Heft 79, 1996 und Heft 86, 1998: DECT-Homehandys im Test
Im Gespräch: Schnurlose
Telefone
'Schnurlose' nennt man jene
funkenden Haustelefone, die im Bereich von etwa 50 bis 200 Metern ohne Kabel
auskommen und deren kleine Basisstationen (zumeist gleichzeitig die
Ladestationen der Akkus) in den eigenen vier Wänden auf Schreib- oder
Nachttischen stehen. Nimmt man den drahtlosen Hörer zur Hand und
wählt, dann sorgt ein elektromagnetisches Feld für die Verbindung vom
Handapparat zum Basisteil. Beendet man das Gespräch und hängt ein,
dann ist Stille, auch Funkstille. So sollte es sein, so war es bisher bei den
Schnurlosen aller Hersteller. Eine neue Technik macht's möglich: Die
fürs Telefonat benötigte elektromagnetische Strahlung hört nach
dem Einhängen eben nicht auf. Die Basisstation sendet ohne Unterlaß
weiter, nonstop, 50 bis 200 Meter weit. DECT heißt das Zauberwort. DECT
ist ein Standard, nach dem seit 1994 schnurlose Telefone gebaut werden. Neu
dank DECT ist auch der Abschied von der analogen Technik, mit der bisher
gesendet wurde. Statt dessen kommt nun die digitale Technik, und diese ist
zudem gepulst, das heißt, die elektromagnetische Strahlung wird
rhythmisch "zerhackt", getaktet. Diese Art zu Senden kennt man schon vom Radar
und Mobilfunk, den D- und E-Netzen. Bei der ungepulsten analogen Technik
konnten in all den Jahren keine biologischen Risiken festgestellt werden. Bei
der gepulsten digitalen Technik gibt es dagegen ständig neue Warnungen
seitens der Wissenschaftler, sie fanden zahlreiche biologische Effekte im
Einfluß dieser Strahlung. Trotzdem werden gepulst funkende Telefone
weiter millionenfach verkauft. Dank DECT-Technik muß jetzt auch mit
höheren Strahlungsstärken gerechnet werden, denn statt 10 Milliwatt
wie bisher werden nun 250 Milliwatt in die Umgebung (und auf den Menschen)
geschickt, 25mal mehr. So findet man heute drei verschiedene technische
Standards, nach denen die Hersteller produzieren: Schnurlose Telefone nach
CT1-Standard gibt es seit zwei Jahrzehnten auf dem internationalen Markt. Die
Technik wurde überarbeitet und heißt ab 1998 CT1-Plus. CT2 kam vor
einigen Jahren aus den USA (CT steht für Cordless Telephone), und DECT
(Digital Enhanced Cordless Telecommunications) drängt aktuell in die
Verkaufsregale. Alle Anbieter wie Bosch, Grundig, Hagenuk, Panasonic, Philips,
Quelle, Samsung, Siemens, Sony, Telekom... produzieren ihre drahtlosen Telefone
nach diesen drei Standards. CT1-Plus-Schnurlose senden relativ schwache und
nicht gepulste analoge Wellen aus, und das nur, wenn telefoniert wird.
CT2-Schnurlose senden ebenfalls relativ schwache, aber gepulste digitale
Wellen aus, und das auch nur dann, wenn telefoniert wird. DECT-Schnurlose
senden dagegen relativ starke und gepulste digitale Wellen, und (das ist
besonders wichtig) die Basisstationen senden mit voller Leistung nonstop, Tag
und Nacht, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Gepulster Elektrosmog zu Hause
und darüber hinaus, ohne Pause. GAP (Generic Access Profile)
erweiterte 1997 diesen DECT-Standard. GAP gewährleistet, daß die
DECT-Telefonsysteme verschiedener Hersteller miteinander optimal kommunizieren.
Wenn Sie hier oder in den technischen Unterlagen der Schnurlosen GAP lesen,
dann wissen Sie, GAP und DECT meinen das gleiche. Deshalb, wenn Sie keine
gepulste Strahlung und keine Dauerstrahlung über das geführte
Telefonat hinaus wollen: Vorsicht in der Nähe dieser Telefone nach DECT-
bzw. GAP-Standard, egal welcher Hersteller sie baut. Ich habe bei
Fachhändlern und in den Telefonläden meiner Umgebung nachgefragt.
Kaum einer kannte den Unterschied der Standards, wußte ob gepulst oder
ungepulst gesendet wird, kaum einer konnte die besorgte und berechtigte
Kundenfrage beantworten, ob die Geräte dauernd funken oder nur beim
Telefonieren. Fragen Sie hartnäckig, lesen Sie in den Anleitungen und
technischen Daten der Telefone nach, da steht's, zumindest meistens.
Schnurlose im Öko-Test
Der Öko-Test veröffentlichte im März 1996
den Testbericht über 'Schnurlose Telefone'. Hier einige Auszüge aus
dem Artikel von Öko-Test-Redakteurin Eva Roth: In die Kritik geraten
sind Handys und Mobilfunksendeanlagen. Die D- und E-Netze strahlen
elektromagnetische Wellen ab, die man bisher nur vom Radar kannte und die als
besonders schädlich gelten: gepulste Wellen. Es häufen sich die
Berichte von Menschen, sogar von Kindern, die z.B. über
Schlafstörungen klagen, seit ein Mobilfunksender in der Nachbarschaft den
Betrieb aufgenommen hat. Wissenschaftler warnen vor den Risiken gepulster
Strahlung. Trotz aller Bedenken forciert die Industrie gepulst sendende
Telefone. Dabei geht es nicht nur ums Handy oder Autotelefon. Ein weiteres
funkendes Telefon wird zum Massenartikel: das Schnurlose für zu Hause.
Heute stehen bereits vier Millionen Telefone ohne Kabel in deutschen Wohnungen.
Irgendwo in der Wohnung ist die Basisstation, eine unauffällige
Mini-Sendeanlage, die auch Ladeteil für die Akkus ist. Das Gespräch
wird per Funk vom Handgerät zu dieser Basisstation gesendet. Hier werden
die Informationen verarbeitet und in das öffentliche Telefonnetz
eingespeist. Wir wollten wissen, ob die kleinen schnurlosen Telefone
für zu Hause ähnliche Risiken bergen wie die großen Brüder
für unterwegs, die echten Mobilfunkhandys. Wolfgang Maes, freier
Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik, und sein Kollege
Helmut Merkel, DiplomIngenieur für Elektrotechnik, haben für uns
sieben Schnurlose auf elektromagnetische Felder untersucht. Das Ergebnis: Vier
der sieben Apparate sind nicht empfehlenswert. Sie funktionieren nach
DECT-Standard, senden stärker als die anderen und zudem gepulst. Deren
Basisstationen strahlen -noch ein Negativpunkt- immer, egal ob man nun
telefoniert oder nicht. Für Maes sind diese Nonstop-Sender eine
"zusätzliche kritische und unnötige Elektrosmogbelastung", die kaum
ein Konsument einzuschätzen vermag, weil kaum einer weiß, daß
es hier um einen Dauerfeldverursacher geht. Mit der Basisstation dieser
Schnurlosen hole man sich den D- oder E-Netz-Sendemast quasi direkt ins
heimische Wohn-, Arbeits- oder sogar Schlafzimmer. Zwar sei die
Feldstärke der kleinen Schnurlos-Basisstation deutlich schwächer als
ein großer MobilfunkSendemast, doch mache die geringere Entfernung zum
Körper den Feldstärkeunterschied wieder wett. Die Basis- und
Ladestationen der Schnurlosen findet man im Alltag körpernah auf
Nachttischen, Schreibtischen, in Wohnraumregalen oder auf der Fensterbank. Je
nach Nähe zum Körper können die ganz Kleinen auf dem
Nachtschränkchen sogar feldstärker sein als die ganz Großen auf
den Türmen und Dächern der Städte, Dörfer und an den
Autobahnrändern. Nach den Messungen von Maes und Merkel senden die
Handtelefonapparate eine ähnlich starke Strahlung wie die
dazugehörige Basisstation. Allerdings senden die Handgeräte nur, wenn
telefoniert wird, und sind deshalb nicht so problematisch wie ihre permanent
funkenden Basisteile. Drei der getesteten Geräte senden nicht nonstop,
sondern nur beim Telefonieren, und übertragen zudem ungepulst, können
also durchaus empfohlen werden. Aus technischer und gesundheitlicher Sicht
ist wichtig zu verstehen, wie die Sprachübertragung bei den Schnurlosen
funktioniert. Grob unterschieden wird zwischen analoger (ungepulster) und
digitaler (gepulster) Technik. Bei analoger Übertragung sendet die
Antenne des Handgerätes hochfrequente elektromagnetische Wellen zur
Basisstation. Auf diese Wellen wird die Sprachinformation aufmoduliert und
drahtlos durch die Luft transportiert. Der digitale Funk 'verpackt' die
Sprache in winzige Teile, und diese Einzelinformationen werden über die
elektromagnetische Welle zum Empfänger geschickt. Bei dieser Technik wird
die hochfrequente Welle zudem niederfrequent zerhackt, periodisch getaktet: bei
den Schnurlosen 100 mal (DECT) oder 500 mal (CT2) in der Sekunde, beim D- und
E-Netz 217 mal. Der technische Vorteil: Man kann so mehr Information
transportieren. Der Großteil der Branche setzt bei den schnurlosen
Telefonen immer mehr auf die gepulste Technik nach DECT-Standard. Für die
Industrie ist diese Technik eine feine Sache, für die Gesundheit jedoch
problematisch. "Die gepulste Strahlung", so Prof. Günter Käs von der
Bundeswehruniversität Neubiberg, "ist sehr aggressiv." Bei unseren
Tests wurden die Strahlungsstärken der Basisstationen in Nanowatt pro
Quadratzentimeter (nW/cm²;) gemessen. Die ständig funkenden
DECT-Telefone von Hagenuk, Siemens und Telekom schafften in 50 cm Entfernung
bis 16.000 nW/cm²;, in 30 cm Abstand sogar bis 44.400 nW/cm²;. Dr.
Lebrecht von Klitzing, Medizin-Physiker der Universität Lübeck, fand
bei Laborversuchen Hirnstromveränderungen bereits bei 100 nW/cm²;.
Dr. von Klitzing und Prof. Käs halten die von uns ermittelten Werte
für kritisch. Empfindliche Menschen könnten bei diesen Belastungen
schon mit Symptomen wie z.B. Unwohlsein, Schmerzen, Schwindel und
Schlafstörungen rechnen. Inzwischen weisen, so die beiden
Wissenschaftler, mehrere Studien darauf hin, daß neben der
Feldstärke der immer gleichbleibende -also periodische- Puls und die Dauer
der Strahlenbelastung, besonders in der Schlafphase, entscheidend sind, ob
biologische Effekte auftreten oder nicht. Beide Risikofaktoren, Puls und Dauer,
gelten für vier Geräte des Tests und übertragen für alle,
die nach DECT-Standard gebaut werden. Alle Telefone wurden dem Alltag
entsprechend gemessen: in einem 30 m²; großen Altbauwohnzimmer mit
Rauhfaserwänden, sparsamer Möblierung und wenig reflektierenden
Flächen. Maes hat die unscheinbare Basisstation des Siemens Gigaset hinter
eine 42 cm dicke massive Ziegelsteinwand in ein Nebenzimmer gestellt und
gemessen, wieviel gepulste Strahlung durch die Wand geht. Es waren 1.000
nW/cm², eine Belastung, die zehnmal höher ist als jene, bei der man
im EEG nachweisen konnte, daß sie unsere Hirnströme
durcheinanderbringt. Die im Kellergeschoß aufgestellte
Hagenuk-Basisstation verursachte im Schlafzimmer des Erdgeschosses darüber
immer noch Strahlungsstärken der EEG-auffälligen Höhe von 100
nW/cm²;, eine im Nachbarhaus am Fenster positionierte ebenfalls. Alle
DECT-Schnurlosen im Test schafften innerhalb eines Raumes noch im Umkreis von 3
bis 5 Metern diese kritische 100 nW/cm²-Marke, die zu besorgniserregenden
biologischen Effekten führt. Die DECT-Ingenieure erklären, warum
denn die Basisstationen der gepulsten Schnurlosen Dauersender sein müssen:
Man kann an eine Basisstation zahlreiche Handgeräte anschließen, die
wiederum untereinander kommunizieren können. Deshalb müsse die
Basisstation ständig mit den Handgeräten in Kontakt bleiben. Es
geht auch anders. So funkt das digitale Sony-Gerät DCT 200 nur beim
Telefonieren, also nicht nonstop. Erst wenn man den Hörer hochhebt und
sprechen will, wird eine Verbindung hergestellt. Außerdem hat die
Basisstation des Sony ein eingebautes normales Telefon, was nach altem Brauch
über Kabel läuft. Man hat hier also die Wahl: Funk oder Kabel. Das
Sony funktioniert nach dem weltweit verbreiteten digitalen CT2-Standard. An
andere analoge Telefone kann man auch bis zu vier Hörer anschließen
und erspart sich den Dauersender. Siemens ist überzeugt, daß
sich die neue DECT-Technik durchsetzt: "In ein paar Jahren werden 90 % aller
Schnurlosen DECT's sein." Das Bundesamt für Strahlenschutz hält, im
Widerspruch zu vielen internationalen Wissenschaftlern, die gepulsten Telefone
für unriskant und gibt somit grünes Licht für die Industrie.
Demnächst sollen ganze Stadtteile übersät sein mit hunderten
dieser DECT-Sender oder ähnlicher Systeme. Wenn 1998 das Telefon-Monopol
fällt, dann werden weitere private Firmen Telefonverbindungen anbieten.
Sie wollen eigene flächendeckende Telefonnetze aufbauen. Straßen
aufreißen und neue Kabel verlegen ist viel zu teuer. Bleibt der Funk.
Soweit das Magazin Öko-Test. Was tun? Möglichst normale Kabeltelefone benutzen. Drahtlose
Telefone nur als Zweitapparat anschaffen und nur gezielt einsetzen, z.B. beim
Arbeiten im Garten oder im Keller. Möglichst kurz schnurlos telefonieren.
Analog funkende Telefone (ohne Puls) sind, nach allem was man bisher weiß
(und das ist wahrhaft noch nicht viel!), biologisch unkritischer als digital
(mit Puls) sendende. Analog sendende CT1-Plus-Telefone bewähren sich seit
vielen Jahren auf dem Markt. Es gibt sie weiterhin in den Geschäften, auch
wenn die DECT-Dauerstrahler seit wenigen Jahren immer mehr zum Marktführer
aufsteigen. Erinnern wir uns:
CT1-Plus-Standard, das bedeutet schwache und analoge
Strahlung, nicht gepulst und nicht dauersendend. Nach dem Einhängen ist
Funkstille, es gibt dann keinen Elektrosmog mehr, hier gibt's also kein
nennenswertes Problem.
CT2-Standard heißt schwache digitale Strahlung,
gepulst und somit beim Telefonieren eventuell biologisch kritischer, aber
wenigstens auch nicht dauersendend.
Vorsicht: DECT- und GAP-Standard bedeuten stärkere
digitale Strahlung, gepulst und nonstop volle Leistung sendend, auch wenn nicht
telefoniert wird. Es gibt im Umfeld der Basisstation gepulsten
Dauerelektrosmog. Wenn ein DECT-Telefon in einem Haus steht, dann messe ich
seine unverwechselbaren Signale im gesamten umgebenden Wohngebiet, auf der
Straße, im Garten, beim Nachbarn, je näher an der Feldquelle -der
Basisstation-, um so stärker, selbst durch Mauern hindurch, bis zu 50
Meter weit und manchmal noch mehr. CT1-Plus-Schnurlose senden mit 10 mW
(Milliwatt) Leistung im hochfrequenten Bereich von 885 bis 930 MHz (Megahertz).
CT2-Geräte senden auch mit 10 mW, hier im Bereich von 864 bis 868 MHz,
gepulst mit 500 Hz. DECT- bzw. GAP-Telefone senden mit 250 mW bei 1880 bis
1900 MHz, gepulst mit 100 Hz, 25mal so stark wie CT1-Plus und CT2 und schon im
Bereich von D- und E-Netz-Mobilfunkhandys. EEG-Effekte und andere
biologische Probleme wie Stoffwechsel-, Immun- und
Zellkommunikationsstörungen, Hormon-, Schlaf- und
Durchblutungsstörungen, vegetative und neurale Auffälligkeiten,
Schmerzen und Förderung des Krebszellenwachstums... fanden Wissenschaftler
nur bei gepulster Strahlung, bei ungepulster nicht. Siemens: "Umtauschen..." Ein Kunde
sprach Siemens an und wollte seinen gepulsten Dauersender wieder loswerden, aus
Vorsorge. Siemens, der Hersteller des DECT-Telefons Gigaset, reagierte im
August 1996: "Der Gebrauch solcher schnurlosen Telefone gilt als gesundheitlich
unbedenklich. Gemäß der Strahlenschutzkommission ist ein
Sicherheitsabstand des Kopfes zur Antenne nicht erforderlich. Ihr Gigaset
funktioniert einwandfrei. Wir wünschen eine immer gute Verbindung mit
Ihrem Gigaset." Geht es statt um biologische um technische Störungen,
dann empfiehlt Siemens auf Anfrage der Zeitschrift 'Test' (siehe auch im
folgenden Absatz), ein DECT-Telefon gegen ein analoges umzutauschen, denn "die
Telefone können die Technik der Umgebung stören", darauf sei in der
Gebrauchsanleitung hingewiesen. Stiftung Warentest: "Tobak..."
Die Stiftung Warentest schreibt in 'Test' (Heft 7/1997):
"DECT-Telefone vertragen sich nicht mit elektronischen Geräten, z.B. mit
Satellitenempfängern, trotz CE-Zeichen und Erfüllung der
EU-Richtlinien. Es gibt in der Umgebung eingeschalteter DECT-Telefone
häßliche Streifen im Fernsehbild. Dabei muß die Basisstation
nicht einmal im selben Raum stehen. In einem Fall betrug die Entfernung zehn
Meter, und zwischen Satellitenreceiver und Basisstation war eine Decke und eine
Wand. Auch für Hörgeräte, andere Telefone und Stereoanlagen ist
die gepulste Mikrowellenfrequenz der schnurlosen DECT-Telefone starker Tobak.
Gestörte Geräte fiepen, brummen und versagen ganz. Mit analogen
Telefonen gibt es keine Probleme." 'Test' fragt: Sind DECT-Telefone
elektrische Umweltverschmutzer? 'Test'-Antwort: "Alle überprüften
DECT-Telefone machten Störungen." 'Test'-Tip: "Vereinbaren Sie ein
Umtauschrecht, und schreiben Sie bei Problemen an die Hersteller. Je mehr
reklamieren, um so größer der Druck." 'Test' zur Qualität:
"Digitale Telefone schneiden in Gebäuden schlechter ab als analoge."
Und der
Mensch? Satellitenreceiver,
Fernsehapparate, Hörgeräte und andere elektronische Geräte
lassen sich also durch gepulste DECT-Signale stören, und das noch in zehn
Metern Entfernung hinter Wänden. Für Hirne und Nerven sehen amtliche
Strahlenschützer und die Hersteller keine Notwendigkeit für einen
Sicherheitsabstand, nach deren Meinung könnten Sie sich Ihren
DECT-Dauerbrenner direkt unters Kopfkissen legen... Einem Menschen mutet man
Millionen mal mehr Feldstärke zu als ein technisches Gerät
aushält. Gegen Mobilfunktürme gibt es einige hundert
Bürgerinitiativen und gegen DECT-Telefone keine. Die Menschen sind
schlecht informiert, geht es hier doch um eine vergleichbare Strahlung. In
vielen Fällen ist das DECT-Telefon im Raum oder nebenan feldintensiver als
die auf dem Dach des Hauses installierte riesige D- oder E-Netz-Sendeanlage.
Fallbeispiele
Wir von der Baubiologie Maes und die Ärzte, mit
denen wir zusammenarbeiten, erleben in den letzten Jahren zunehmend, daß
Menschen auf die gepulste Strahlung solcher Telefone reagieren. Die Klagen
werden lauter, daß körperliche und seelische Symptome wie z.B.
Kopfschmerzen, Schwindel, ständige Müdigkeit, Ohrenrauschen,
Schlafprobleme, Konzentrations- und Sehstörungen, Allergien, Gereiztheit,
Nervosität, Ängste oder allgemeines Unwohlsein auftraten, nachdem man
in der Nähe Mobilfunksender installierte oder DECT-Haustelefone Einzug
hielten. Die Erfolge nach Abschirmung von mobilfunkbestrahlten Räumen,
nach Verlegung von Bettplätzen oder Entfernung der Verursacher sind
deutlich. Hier eine Auswahl von inzwischen reichlich vorliegenden
Fallbeispielen: Sabine Willems aus Krefeld ließ ihr neues Haus vor
dem Umzug baubiologisch untersuchen und richtete sich entsprechend ein. Sie
fühlte sich hier wohl und schlief gut, so auch ihr Mann und ihr kleiner
Sohn. Nach drei Jahren ging es mit ihrer Schlafqualität zunehmend bergab,
jede Nacht Beschwerden, jeden Morgen wie verkatert, Kopfschmerzen, schlechte
Laune. Ehemann Christoph und Sohn Daniel hatten keine Probleme. Die
35jährige konsultierte fünf Ärzte, nahm Medikamente, versuchte
es mit Bettverstellungen, schlief auch in anderen Räumen, experimentierte
auf verschiedensten Ebenen, sechs Monate lang, keine Besserung. Dann eine
erneute baubiologische Untersuchung. Die zeigte starke DECT-Signale. Die
Signale kamen vom Nachbarn, das Telefon stand in Sichtkontakt auf seiner
Wohnzimmerfensterbank, etwa acht Meter von Frau Willems Bett entfernt. Der
Nachbar tauschte dieses digitale gegen ein analoges Schnurloses nach
altbewährtem CT1-Plus-Standard aus. Nun ist ein Jahr vergangen. Sabine
Willems hat seitdem keine Beschwerden mehr. Helga Gollers aus Schwalmtal
ist MS-krank, behindert und pflegebedürftig. Plötzlich ging es ihr
rapide schlechter, sie hat in einem Jahr 30 Kilo abgenommen, konnte kein Essen
mehr bei sich halten, nicht einmal mehr Sprudel, ihr war ständig
übel, die Kopfschmerzen wurden immer unerträglicher. Sie führte
das auf ihre schwere Krankheit zurück und befürchtete schon das
Allerschlimmste, wunderte sich aber, daß es ihrem Mann auch schlechter
ging und er in dem gleichen Zeitraum von einem Jahr plötzlich jede Nacht
Kopfschmerztabletten brauchte. Die 50jährige: "Wir waren verzweifelt,
wußten nicht weiter. Da kam mein Arzt bei einem seiner Hausbesuche auf
die Idee, das neue DECT-Telefon aus der Steckdose zu ziehen. Wir hatten das ein
Jahr zuvor gekauft, die einzige Veränderung im Schlafraum. Es stand auf
dem Nachttisch zwischen den Betten, nah am Kopf. Das war's!! Danach ging es uns
täglich besser, es war wie ein Wunder. Zwei Wochen später hatte mein
Mann keine Schmerzen mehr, und meine schreckliche Übelkeit war wie
weggeblasen. Wir fühlten uns wie neugeboren! Seitdem warnen wir jeden vor
diesen Geräten." Helga Gollers hat im letzten Jahr wieder 10 Kilo
zugenommen. Der 8jährige Marcel aus Düsseldorf kratze sich ein
halbes Jahr lang immer wieder die Haut blutig, besonders nachts im Schlaf. Vor
diesem halben Jahr kam das DECT-Telefon in das Nebenzimmer, nur durch eine
dünne Gipswand von seinem Körper getrennt. Die Eltern wollten es
nicht glauben: Kurz nachdem sie den Netzstecker der Basisstation zogen,
hörte das Hautjucken des Jungen für immer auf. Bei der kleinen
Susan aus Dortmund war es nach dem Neukauf eines DECT-Telefones aus mit dem
Schlaf. Das Gerät stand im Wohnzimmerregal. Auf der anderen Seite der Wand
lag die 5jährige in ihrem Bettchen und klagte über Ängste,
Schwindel, Alpträume, Schweiß..., Symptome, die es vorher nie gab.
Sie machte wieder ins Bett. Seit der Abschaffung des Telefons ist Susan wie
vorher, schläft durch, ist trocken, hat keine Angst mehr. Auch der
38jährige Notar aus Neuss konnte kaum noch schlafen, klagte über
Kopfschmerzen und andere diffuse Beschwerden. "Ich hatte das Gefühl,
ich werde ganz plötzlich ganz alt, bekam erstmals leichten Bluthochdruck,
wurde immer vergeßlicher, zunehmend nervöser, hatte Herzrasen. Die
Blutdruckwerte lagen im Mittel bei 150 zu 110, obwohl ich zu niedrigem
Blutdruck neige." Er bekam Betablocker. Bei der baubiologischen Untersuchung
fielen die DECT-Signale aus der Wohnung des Nachbarn auf. Der kaufte einsichtig
ein anderes Schnurloses nach CT1-Plus-Standard. Der Notar: "Das war
verblüffend, mein Befinden hellte in wenigen Tagen auf, nach nur einer
Woche habe ich die Betablocker abgesetzt. Warum wird man nicht besser
informiert? Wer weiß schon, daß hier ein Gerät ständig
sendet? Die meisten wollen ein Schnurloses, um nicht ständig übers
Kabel zu stolpern, nicht um acht Hörer anschließen zu können.
Dafür braucht man keinen Dauersender. Ich glaube, wenn es die Leute
wüßten, wären sie viel vorsichtiger." Mir liegen inzwischen
viele provozierende Fallbeispiele vor, sie ähneln den oben geschilderten.
Erwachsene und Kinder reagierten gleichermaßen, nicht immer, aber oft. In
den meisten Fällen waren die feldverursachenden Telefonbesitzer dankbar
für die Aufklärung und haben die Dauersender umgetauscht bzw. ein
anderes gekauft. Oder sie zogen die Telefone zumindestens nachts aus der
Steckdose. In einigen Fällen haben die Betroffenen ihren Nachbarn ein
neues Telefon bezahlt. In vier Fällen wollten die Kunden, nachdem sie
meine Messungen erlebten und die nervenden DECT-Signale aus den Lautsprechern
der Meßgeräte hörten, daß ich ihr Telefon gleich
mitnehme.
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