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22.09.2003 Andreas Krüger Info von:  http://www.andreaskruegerberlin.de
Homöopathie nach Andreas Krüger

Oder: Wie helfe ich einer Sepia-Frau aus dem Mantel? oder Warum evangelische Pfarrer Engelsichtigezum Psychiater schicken oder wie dem deutschen Volk mindestens 20 Gärtner mit Zwergenunterstützungerhalten blieben oder wie unter den verstorbenen Vätern eine Freude im Himmel ausbrach

Sensitivität im Gespräch

Harald Knauss im Gespräch mit dem sensitiven Homöopathen Andreas Krüger, Berlin

Der Internet-Abdruck dieses Interview erfolgt mit freundlicher Genehmigung von AndreasKrüger.

Das Interview erschien ursprünglich in der Zeitschrift Mediale Welten 1/2002 von Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss.

Die Zeitschrift Mediale Welten für Sensitiviät,Medialität und Geistiges Heilen ist erhältlich beim
Organisationsbüro,
Besenstiel 54,
D-77876 Kappelrodeck,
Tel: 07842-995641 bzw. Fax: 07842-995637 Email

Kurzportrait: Andreas Krüger gehört zu einer neuen Generation von Homöopathen, die zwarden klassischen Weg der Homöopathie erlernt haben und auch damit arbeiten, aber aucheinen ganz eigenen, beeindruckend ganzheitlichen Arbeitsstil entwickelt haben. Er nennt das" Prozessorientierte Homöopathie ". Für Andreas Krüger gehört eine ständige Arbeit an sichselbst (vor allem Schattenarbeit), eine Supervision durch andere, zur Selbstverständlichkeitaufdem Lebensweg des Heilers und.Therapeuten. Schon diese Einstellung hebt ihn von vielenanderen ab. In Andreas Krüger kommen Fachkompetenz, Menschlichkeit, Spiritualität,Kreativität und Sensitivität zusammen. Seine Ausstrahlung hat die Samuel Hahnemann Schulein Berlin, die er gegründet hat und auch leitet, zu einer derführenden, wenn nicht sogar zuderführenden, zukünftigen Heilpraktikerschule in Deutschland gemacht.Anläßlich seines Besuches bei uns in Oberhaslach habe ich ihm einige Fragen betreffsSensitivität und Medialität in seiner Arbeit gestellt. Das geschriebene Wort kann leider nurunvollständig die Farbkraft und Energie seiner Sprache und Darstellung wiedergeben. Ichhabe versucht seine Sprache auch im Geschriebenem so zu belassen, wie es aufkassette istund habe seinen Berliner Dialekt, soweit möglich übernommen, Sätze auch nichtgrammatikalisch korrigiert. Ich denke, so kann seine Lebendigkeit am besten rüberkommen.Wenn man ihn sprechen hört, weiß man was powervolles " Inspiriertes Reden " bedeutet.Übrigens schreibt er selbst überhaupt nicht, sondern redet stets live und lässt, wie einstGoethe, alles von Sekretären abtippen.
Für mich selbst war die Begegnung mit diesem herrlich kreativen, unverbauten Menschenüberaus beeindruckend, eine wahre Seelenbegegnung und ein großes Geschenk. Wir habenuns versprochen, unsere fruchtbaren Oberhaslacher Gespräche baldigst fortzusetzen. Hier also ein kleiner Einblick in sein Denken und sein Arbeiten.

H.K. Andreas, wenn ein Klient zum ersten Mal zu dir kommt, wie ist da dein Vorgehen? Hastdu einen ganzheitlichen, sensitiven Eindruck von diesem Menschen oder repertorisierst duganz "klassisch", indem du seine Symptome und Modalitäten abträgst?

A.K. Natürlich arbeite ich auch ganz klassisch, aber nicht nur. Der Patient kommt in diePraxis und es ist etwas, was ich nicht bewusst tue, aber ich erlebe es durch die Feedbacksmeiner Famulanten, die bei mir sitzen. Auch ohne es bewusst tun zu wollen, passiert etwasAuffälliges. Ich veränder' mich in Anwesenheit des Patienten. Also Beispiel: Patient klingelt.Ich öffne die Tür und der Famulant sieht, und ich, in der Rolle des objektiven Beobachtersaus mir herausgetreten sehe auch, dass ich den Patienten z.B. anders begrüße, als denvorherigen. Es würde mir z.B. nie passieren, einer Sepia - Frau, ohne ein Zurückgehen,anzubieten, aus dem Mantel zu helfen. Bei einer Pulsatilla-Frau fällt mir der Mantel förmlichin die Hände. Bei einer Arsen-Frau stehe ich stramm, biet ihr die Hand zum Gruß an und helfihr dann etwas steif aus dem Mantel. Bei einer Medorrhinum-Frau muß ich zwar nichtaufpassen, dass ich ihr aus mehr als dem Mantel helfe, aber die Bewegung ist einfach etwasnehmender. Und dieses mich adaptieren an den Klienten geht über das den Platzanbieten bishin zum Halten des Anamnesebrettes - ich mache meine Anamnese auf einem Brett- undBeispiel: bei einem Phosphorpatienten beuge ich mich vor; ich bewege mich auf ihn hin undmein Brett rutscht fast nach unten, so dass er sehen kann, was auf meinem Brett drauf ist. Beieinem Lycopodium Patienten halte ich das Brett sehr schräg, denn ich möchte nicht, dass ermeine Rechtschreibfehler sieht und ich will überhaupt nicht, dass er sieht, was ichaufschreibe. Also der Therapeut, der geschult ist oder durch Doppelkrebsigkeit (Andreas istastrologisch ein doppelter Krebs) die Gnade der Beeindruckbarkeit geschenkt bekommen hat,wie dies ja in meinem Leben eine große Gnade war, wird zu einer Knetmasse, zu einer leerenSchüssel, in der der Patient sein Bild abdrückt oder, um beim Bild der Schüssel zu bleiben,der Patient mit seiner Thematik hineinfließen kann. D.h. die Beeindruckbarkeit desTherapeuten ist in der prozessorientierten Homöopathie nicht nur geduldet, sondem sie istgewollt. Wir werden immer wenn wir unsere Schüler fragen, erstens fragen "Wie ging es dir?Was hast du erlebt? Was hast du empfunden, als dass wir von unseren Schülem in derSupervision die Symptome erzählen lassen. Weil Symptome repertorisieren und vergleichenkann jeder. Unsere Stärke der Arbeit aber ist, uns unbewusst oder bewusst zum Ähnlichen desPatienten werden zu lassen. Also ich merke, dass ich z.B. mit einem Medorrhinum Patientenetwas tue, was ich mit einem Sepia Patienten nie tun würde, spontan nach einer halben Stundeden ersten Witz zu erzählen, meist einen schmutzigen, und wir werden lachen, beide, mitanschließenden Grunzen .....

H.K. Du wirst also sozusagen selbst zum Simile des Klienten?

A.K. Ich werde, so weit ich teilpersönlichkeitsaspektiert ihm ähnlich bin, mit derTeilpersönlichkeit meiner Tafelrunde antworten, die er mir gegenüber anspricht. Darum gehtnatürlich diese Art der Arzneimittelerkenntnis nur auf dem Hintergrund der individuellenÄhnlichkeit. Darum ist es wichtig für einen Homöopath, der im Hintergrund mit diesem"Beeindruckt-Werden" arbeiten will, dass er nicht nur Symptome erlernt hat, weil über dasErlernen von Symptomen funktioniert nicht das Prinzip der Arzneierkennung durchResonanzwahrnehmung, mit erlernten Symptomen kann man Computer bedienen oderRepertorien sehr fruchtbar benutzen, aber ich kann nur die Melodie meines Gegenübershören, mich von ihr beeindrucken lassen, wenn ich diese Melodie auch selbst in mir einmalhabe erklingen lassen. Dies ist der Hauptpunkt, weswegen die prozessorientierteHomöopathie nicht nur auch Wert legt auf gute homöopathische Fundamente, auf guteserlerntes klassisches Arzneimittelwissen, sondern die Therapie des Therapeuten, dasÄhnlichwerden des Therapeuten, das Sichselbstkennenlemen, die Arbeit an der eigenen"Tafelrunde" mindestens genauso hoch wertet, wie die klassisch homöopathische Ausbildung,die ohne Frage unverzichtbar, aber nur die Hälfte der Rente ist. Also ein Homöopath, derviele eigene Teilpersönlichkeiten durch Schattenarbeit, durch Verreibung, durchArzneimittelprüfung, durch eigene Therapie des Therapeuten in sich wahrgenommen hat,erweitert mit dem Kennenlernen und Annehmen jeder eigenen inneren Person sein Spektrumals Resonanzkörper. Jede eigene, aus ihrer Unterdrückung erlöste Teilpersönlichkeit, jedeeigene angenommene Struktur aus meinem Seelenganzen macht meinen Resonanzkörpergrößer und resonanzfähiger. Dies ist ein Kernelement unserer Arbeit und Schulung.Immermann schreibt in seinem Roman Merlin: " nur die Hand, die vor Leiden zuckt, kannLeiden heilen". D.h. ich kann als Homöopath primär nur intuitiv oder resonanzmäßigwahrnehmen, was ich in mir selbst entdeckt und wenn möglich geheilt habe. Ich kann zwarjedem jedes Mittel geben, wenn ich es wie auch immer gefunden habe, aber ich kannbesonders gut dem Patienten helfen, die Teilpersönlichkeiten anzunehmen, die ich auch selbstangenonunen habe oder wo ich im Prozess der Annahme bin. Eines meiner wirkungsvollstentherapeutischen Medien ist eine bestimmte Körperbewegung, nämlich das Nicken. Es hat fürden Patienten etwas Befreiendes, wenn er kommt und mir eine furchtbare Geschichte erzählt,vielleicht von Vorstellungen wildester Perversionen, und ich erkenne es als einen Teil vonmir, von meinen Prozessen und ich nicke und der Patient sagt: "Wieso nicken Sie denn jetzt?"Und ich sag: "Ja, kenn ich gut!" und dann geht ein tiefes Durchatmen durch den Klienten" Ein Glück, der kennt mich, der ist mir ähnlich. Der verurteilt mich nicht. Bei dem darf ichsein. Von dem laß ich mich führen. Der hat die Kraft dieses Problem wie auch immer zuüberwinden, der wird auch mir helfen, dieses Problem zu lösen' " Das geht so weit, dass wennich als Homöopath in meinem Prozess ein Problem angehe, annehme, löse und verwandleoder ein Arzneimittel verreibe, in Resonanz mit ihm trete, dass ich mit hoher Sicherheit davonausgehen kann, dass mir in den nächsten Wochen und Monaten Patienten begegnen werden,die genau mit diesem Problem zu mir kommen, weil sie durch das Einklinken in daskollektive Feld herausbekommen haben, mit diesem Problem geht gerade Heilpraktiker"Sowieso, Sowieso" in seinem Prozess um und jetzt kann ich mich an den wenden, weil derkann mich verstehen, denn er ist mir ähnlich. "Ähnliches heilt Ähnliches" trifft also nicht nurauf das Heilmittel zu, sondern auch auf die Therapeut-Patient Beziehung und ist vielleicht vielwichtiger, als wir uns vorstellen können.
Gutes Beispiel: Ich mache eine Merkur Prüfung auf Anweisung meines hochverehrtenLehrers Jürgen Becker, um beim Boller Homöopathie Seminar anschließend einen Vortragdarüber zu halten und ich begegne Anteilen von mir, die mir früher, vor dieser Prüfungzuwider waren, mit denen ich nichts zu tun haben wollte, die ich auch gar nicht haben wollteoder gar nicht wusste, dass ich sie habe. Ich nenn es mal eine Mischung aus inneremMongolen, Kannibalen und RAF, also vielleicht einen RAF-Terroristen mit Verlangen nachMenschenfleisch, so ungefähr. Das wäre, in etwas übertriebenem Maße, eine relativ typischeMekurteilpersönlichkeit. Und ich erlebe es, dass Patienten, nachdem ich dieses Thema in mirbearbeitet und angenommen habe in die Praxis kommen und ich sie schon eineinhalb Jahreerfolglos behandele, sie aber trotzdem immer weiter zu mir kommen, - manchmal hat derPatient viel Geduld mit seinem Therapeuten, gibt ihm viel Zeit so zu werden, dass er seinemPatienten auch helfen kann -, und er wird mir dann sagen: "Herr Krüger, ich weiß nichtwarum, aber ich habe das Gefühl, heute kann ich Ihnen diesen Impuls erzählen. Wissen Sie,immer beim Liebesspiel mit meiner Frau kommt der Impuls -Messer nehmen, Kehledurchschneiden!" Ich sage: "Das ist interessant. Leitsymptom von Merkur. Warum haben Siemir das nicht schon die letzten anderthalb Jahre erzählt?" "Tja, ich hatte das Gefühl, dafürwerden Sie mich verurteilen und ich hatte das Geftihl, davor hätten Sie Angst gehabt und ichweiß nicht warum, aber heute bin ich gekommen, hab Sie angeguckt und heute nachanderthalb Jahren kann ich Ihnen diesen Traum erzählen." - Was ist passiert. Das muß jetztgar nicht "das Verlangen Halsdurchschneiden bei Koitus',' sein, was in mir selbst angeklungenist, aber es ist etwas angeklungen durch die Beschäftigung mit dem Merkur, was in mir etwasbefreit hat, was ich den "inneren Kannibalen mit RAF Thematik" nenne, hat sich zeigenlassen mithilfe des Merkurs und ich habe gesagt: "Ja ich nehme dich an, wie du bist. Ganzund gar. Ich gebe dir meine Liebe und Ehre, selbst wenn ich dich erst mal nicht ganz versteheaber ich sage, du bist Ok, du darfst sein." Im Moment, wo ich zu diesem Anteil in mir sage"Du darfst sein", spürt der Patient "Er darf sein". Wir erleben immer wieder, dassTherapeuten anhand ihres eigenen engen verklemmten Weltbildes, Teile von Patientenpathologisieren, ausgrenzen und damit nicht heilen können, selbst mit dem richtigen Mittel, wenn sie diesen Teil selbst in sich ausgegrenzt haben.
Anderes Beispiel, was jetzt vielleicht gut zu euren Themen, eurer Arbeit passt.Der zweite Patient kommt zu mir in die Praxis, der über Wahrnehmungsbesonderheitenberichtet, wo er das Gefühl gehabt. hat lange Zeit, "das kann er sowieso keinem erzählen".Beispiel - Junge Frau kommt, Malerin, begabt, abstrakte Malerei, Meisterschülerin,Kunsthochschule, große Karriere vor sich; der Professor hat gesagt: "Sie werden's werden.machen Sie noch bei mir Ihr Meisterschülerinstudium, dann ab in die Karriere".Sie kommt zu mir, druckst herum, wirkt sehr verstört, nahm seit einiger Zeit Psychopharmakahat die Einweisung in eine Psychiatrie in der Tasche. Ich frage sie: "Welchenhomöopathischen Dienst kann ich Ihnen leisten?" und sie sagt: "Herr Krüger, ich habe eingroßes Problem, ich glaube, ich bin verrückt." Sag ich ihr: "Nicht so schlimm. Ich auch. Washat sich denn verrückt?" "Ach so", sagt sie "Sie finden das nicht schrecklich?" Ich sage:"Wissen Sie, ich habe mal einen Satz gelesen: Nur Verrückte werden überleben! Also, ichliebe Verrückte." Und sofort war 50% der Angst bei diesem Menschen weg. Und dann erzähltdiese Frau mir eine furchtbare Geschichte, die sich in Deutschland wahrscheinlich tagtäglichoft wiederholt und die dazu fährt, dass wir in Deutschland so wenig Heilige haben und die inIndien so viele. Ich glaube nicht, dass in Deutschland das Göttliche weniger einstrahlt. Ichglaube nur, dass jemand, der sich auf der Straße wälzt und den Vorbeigehenden erzählt, dassihm gerade Shiva beiwohnt, der kriegt in Indien zwei Swamis als Lehrer und nach 5 Jahreneinen Tempel gebaut. In Deutschland kommt er sofort auf die Erste Hilfe, bekommt Valiumgespritzt und verschwindet für 5 Jahre in der Psychiatrie, wird mit Psychopharmakavollgestopft und danach ist's nichts mehr mit Shiva; danach is'mit überhaupt nichts mehr was. Unsere Heiligen leben in Psychiatrien und kriegen leider keine Tempel.
Diese Frau also hatte ein ganz einfaches Erlebnis. Eines Morgens kommt sie in ihrWohnzimmer und dort stand, nach eigenem Identifizieren, der Erzengel Michael. Er sprach:"Und ich sage dir, in deiner Kunst sollst du die Herrlichkeit Gottes preisen!" Danach war erweg. Sie hat sich lange Gedanken gemacht, wie Sie diese Herrlichkeit preisen kann. Zunächstnoch abstrakt, dann immer klassischer bis hin schließlich zur Ikonographie. Sie ging zu ihremProfessor und sagte: "Herr Professor, ich habe meinen Stil umgestellt. Kucken Sie doch mal."Der sprach von esoterischem Mist und ob sie später einmal bei Esotera Plakate malen wolle.Er fragte, wie sie dazu gekommen sei. "Ich hatte da so ein Erlebnis." "War'n Se schon malbeim Arzt?" "Nee, warum denn?"" Wollen Sie Ihre Karriere auf´s Spiel stellen?" DerProfessor nimmt Kontakt mit den Eltern auf. Die Eltern zerren ihre Tochter erst mal zumArzt. Der sagt: "Vegetative Dystonie. Adumbran. Wird schon wieder besser!" Sie nimmt dasMittel, ist damit überhaupt nicht glücklich und denkt, "an wen wende ich mich da?" 'Sie gehtzu einem evangelischen Pfarrer, das war wahrscheinlich der halbwegs falscheste Gang, densie tun konnte. Es gibt eine Untersuchung, die darauf basiert, dass man 50 Personen zuverschiedenen evangelischen Pfarrern geschickt hat. Die erzählten jenen "Ich hab'nen Engelim Zimmer'. 60% der Pfarrer haben diese Leute gleich zum Psychiater weitergeleitet. Ist dasnicht irre? Das Problem ist, ich behandle mehrere evangelische Pfarrer, deren Problem ist,ihren Gehalt von ganzem Herzen nehmen zu können, obwohl sie schon seit Jahren nicht mehran den lieben Gott glauben. Sie sehen sich als Sozialarbeiter, als Seelsorger, aber überhauptnicht als Priester, haben aber nicht die Kraft ihren Job aufzugeben. Also, die junge Künstleringing auch zu einem evangelischen Pfarrer, der sie gleich zu einem Kollegen schickte, "dersich mit so etwas auskennt". Das war ein Psychiater. Und später erfuhr sie, dass der Pfarrersie dem Psychiater angekündigt hatte mit den Worten "Ich schick dir jemand mit 'nerreligiösen Psychose". Die hat nichts weiter gesehen, wie einen Engel. Bei den vielen Engeln,die ich schon gesehen habe, müsste ich kraniotomiert geworden sein, Sonden insZentralgehirn quirlen, damit man keine Engel mehr sieht. Dieser Psychiater gab ihr nunendgültig Haldol und nun malte sie überhaupt nichts mehr. Und dann passierte es ihr, dass sieirgendjemanden von ihrem Engel erzählte und dieser ihr sagte: "Da kenn ich jemand, der siehtauch welche". Und dann kam die Patientin zu mir, erzählte mir ihre Engelgeschichte. IhreEngelgeschichte und das, was der Engel in ihr bewirkt hat, löst in mir ein völliges Faszinosumaus und ich war begeistert. Völlig fassungslos fragte sie mich, ob ich ihr denn das allesglaube? "Ja", sagte ich. "Ich möchte auch einmal einen sehen". Ich hatte ja schon Engel in mirgesehen, aber noch nicht leibhaftig im Wohnzimmer stehend. Und ich denke, dass dieses "Ja,ich glaube Ihnen!" der wichtigste therapeutische Schritt war in den letzten drei Jahren ihrer"Erkrankung". Und vielleicht hätte ich ihr nichts weiter geben müssen, denn im besten vanGogh'schen Sinne bin ich so lange nicht verrückt, wie noch einer das sieht, was ich sehe.Das Schlimme ist, und das trifft für fast alle Krankheiten zu, dass zur Resonanz unfähigeTherapeuten Dinge, die sie nicht selbst erleben, pathologisieren und damit den Patienten indie Isolation treiben, in der er dann furchtbar wahnsinnig wird. Ich gab der PatientinPhosphorus, das hilft die Dimension der Engel in einem selbst und real einfach anzunehmen.Engelsichtigkeit im Bereich der medialen Wahrnehmung ist etwas, was überhaupt nichtkrankhaft ist. Phosphor hilft dem Patienten seine Fähigkeit mit engelhaften Hierarchien inKontakt zu treten, zu ehren und zu nähren.

H.K. Weckt eine Gabe Phosphor also die Engelssichtigkeit?

A.K. Nein, natürlich sieht nicht jeder Engel, der Phosphor ninunt. Aber fast jeder, der Engelsieht und verrückt gemacht wird, weil er - und da sind die Homöopathen ja auch nicht besser,denn es heißtja (im Repertorium) immer noch "Wahnidee: sieht Engel". Der Begriff ist ansich schon entehrend. Die Rubrik müsste eigentlich heißen: "Kann nicht ehren oder hat dieSchwierigkeit seine Fähigkeit anzunehmen" oder müsste heißen "Hilfe um die Ressourcen desEngelkontaktes zu entwickeln", Lösungs- und Ressourcen - und nicht Problemorientiertausgedruckt. Und da hilft Phosphor-. Ich gab der Patientin Phosphor und die Empfehlung,sich an eine Schwesternschaft in Berlin zu wenden - Karmeliterinnen, sehr spirituell,meditativ sehr aktiv - . Die Patientin ist für ein Vierteljahr zu denen gezogen. Die habengesagt: "Was, Sie sehen Engel? Wunderbar, erzählen Sie uns von Ihnen. Sie sollen lkonenmalen. Hier haben'se Holz, malen Se." Diese Frau ist heute eine nicht unbekannteIkonographin und hat erst neulich von einer orthodoxen Gemeinde in Norddeutschland dengroßen Auftrag erhalten, deren Kirche zu bemalen.
Ich bin jetzt mal ganz egomanisch und behaupte, dass mein Nicken den zentralen Schritt indiese neue künstlerische, engelinspirierte Tätigkeit geleistet hat. Das heißt, wenn ich nicht inmeinem Prozess meine Engeldimension, wie auch immer, erst einmal angenonunen hätte,wenn ich nicht gesagt hätte, dank Phosphor, dank Calcium - unter Calcium ein erster großerTraum, große starke Engel mit Wollsocken und Birkenstocklatschen. Also wenn der EngelWollsocken trägt und Birkenstocklatschen, dann ist er kein Phosphorengel, denn es gibt mehrere Engelmittel ..........

H.K. Calcium ist also der"Öko-Engel"?

A.K.(lacht) Ja, es gibt auch Öko-Engel. Wenn ich unter Calcium nicht die Realität vonEngelhierarchien erlebt hätte, hätte ich nicht so nicken können. Also, prozessorientierteHomöopathie heißt eigentlich nur, dass ein Therapeut in einem eigenen Prozess ist und dannwird er, ob er will oder nicht, je nach eigener Tafelrunde und Ressourcenveranlagung, sichentwickeln müssen. Prozess ist Entwicklung. Der Homöopath, der bereit ist in seinem Prozessvoranzuschreiten, wird Resonanzräume bilden, in die seine Patienten hineinsingen können.

Ich könnte hier noch vieles ausfahren. Was mich immer wieder besonders traurig macht ist,der Umgang von Erziehungsinstitutionen mit kindlicher Medialität, wo ich glücklich bin, dasswir in der Walddorfschule (Andreas Kinder sind auf einer solchen), bei allen Dingen, dievielleicht auch schwierig sind, den Kindern einen Raum bieten, in dem ElementarwesenRealität sein dürfen.
Wichtige, bewährte homöopathische Indikation: Kinder kommen, werden meistens von denEltern gebracht, "der ist so ulkig, ist immer im Garten und sagt: Mamma, darf ich noch dreiezum Mittagsessen mitbringen?". Soll ich nun zum Kinderpsychologen? Braucht mein KindMedikamente? Wie sehen Sie denn das, Herr Krüger? Und ich sage: "Bringen se doch malIhren Sohn mit!" Und der Sohn sitzt bei mir uf dem Sofa und ich frage: " Soll Mama lieberrausgehen?" Er: "Is mir lieber!". Mutter geht raus und ich frage ihn, was los ist. Er sagt: "Mirgeht's nicht gut, weil Mama verbietet mir, dass die Zwerge mit ins Haus kommen." Ich: "Waserzählen dir die denn?" Er: "Was, kennste auch welche?" Ich: "Ganz viele sogar.", und holeein Bild von meinen Zwergen und zeige ihm dieses. Frage ihn, wann das mit den Zwergenanfing. Er: " Es fing vor zwei Jahren an, da war ich sechs. Ich hab im Garten gespielt, dakamen hinterm Baum zweie vor. Sie sagten, sie kommen vom Park drüben, aber der wirdgerade verbaut und ob sie zu uns in, den Garten ziehen dürfen? Ich sage, das geht in Ordnung.Ihr müsst nur kucken, Mittwoch Mittag mäht Mama den Rasen." Sie haben ihm gesagt, er sollzunächst Mama nichts davon erzählen, die würde das nicht verstehen. Aber jetzt im Winter istmir von denen viel lieber erklären, wie´s denn im Garten vorgeht. Und siehaben mir erklärt, welcher Pilz gut wozu ist, welche Kräuter man für den Husten nimmt etc.Aber ich habe gar keine Lust mehr in der Schule Mathematik zu lernen." Ich spreche mit derMutter: "Hören Se mal zu. Es gibt viele Wirklichkeiten und es gibt nichts schlimmeres für einKind als das Gefühl zu kriegen, verrückt zu sein. Und ich könnte mir vorstellen, dass ihr Sohnvielleicht einmal ein genialer Stadtschamane oder Gärtner wird. Welcher Gärtner arbeitetschon mal mit Elementarwesen und ein solcher Gärtner, das wissen wir seit Findhorn, hatfünfmal so große Kartoffeln. Einen guten Zwerg als Sub-Gärtner zu haben, erhöht die Größeder Kartoffeln um ein vielfaches." Sie: "Meinen Se denn wirklich Herr Krüger?"

H.K. Die Mutter würde ihren Sohn halt lieber als Bankdirektor sehen denn als Gärtner.

A.K. Genau! Also das Kind kriegt von mir Agaricus C30 (homöopathisch: Fliegenpilz) undder Mutter gebe ich gleich Agaricus C200, damit sie die Sprache der Zwerge lemt und dankAgaricus lernt nicht nur das Kind seinen Glauben an seine Zwergensicht anzunehmen,sondern es wird auch in der Schule gleich um einige Zensuren besser, da zum Mittelbild desAgaricus "Abneigung gegen wissenschaftliche Arbeit" gehört. Und ich denke, mit solchenAgaricus Gaben habe ich unserem deutschen Volk mindestens zwanzig Gärtner mitZwergenunterstützung erhalten, die vielleicht sonst zu irgendwelchen kiffenden Neuro-Freaksgeworden wären, weil die Welt, die sie sehen, nicht sein durfte. Oder sie wären vielleicht zuirgendwelchen halbperversen Foltermonstern geworden, weil "Gutes, was nicht geehrt wird,verkehrt sich in Böses!". Das heißt also, dass ein Therapeut auch in diesen Bereichen derBegleitung von medialen Menschen, nur so weit begleiten kann, wo er selbst Realität, selbstwenn er sie nicht wahrnimmt, so doch als wahmehmungsfähige Realität akzeptiert. Ich geheso weit, und das lehre ich auch meinen Schülem, dass ich erst einmal überhaupt nie zu einemPatienten sage, seine Wahrnehmung ist falsch. Sondern selbst, wenn der Patient eine völlig abgefahrene Wahrnehmung hat, sage ich: "Ich seh' das nicht und ich kann mir das auch nichtvorstellen. Aber wir schauen einmal. Und wir werden gemeinsam herausfinden, was es mitIhrer Wahrnehmung auf sich hat".
Es gibt Wahrnehmungen, die nicht gesund sind. Beispiel aus meiner Praxis: ungewollteHellsichtigkeit. Ich erlebe immer wieder auf dieser Psycho- und Esoszene, dass irgendjemandzu "Michael Bombadil" Tantra Jet "Wir öffnen das Dritte Auge Workshop" geht und dieserBombadil, als energetisch hochbegabter Meister, öffnet 300 Leuten à 780 DM in zwei Tagendas Dritte Auge. Dies ist nicht schwierig. Wenn ich energetisch begabt bin, kann ich deinDrittes Auge in 5 Minuten öffnen. Viele halbwegs geerdete, abends Wein trinkendeMenschen, verkraften dies wieder, aber es gibt eben auch medial hochbegabte Menschen, diegehen zu einem Menschen, der macht ihnen das Dritte Auge, und am nächsten Tag ruft michdie Mutter dieses Menschen an und sagt: "Herr Krüger, ich hab gehört, Sie kennen sich mit sowas aus. Meine Tochter kann nicht mehr aus dem Haus gehen, weil sie sieht bei allenMenschen nur noch Tierköpfe." Sag ich: "Wenn sie die dann sehen würde, wenn sie sie auchsehen will, dann wär sie eine große Schamanin. Wenn sie die aber sieht, selbst wenn sie dienicht sehen will, ist sie ein äußerst gefährdeter Mensch."
Rudolf Steiner hat in seinem Buch "Wie erlange ich Erkenntnis höherer Welten" einenSchulungsweg vorgezeichnet, mit dem primären Ziel der Devotion, der Entwicklung vonDemut, bis Menschen anfangen medial wahrzunehmen. Und er hat einen Punkt auf diesemWeg beschrieben, an dem wir einer Wesenheit begegnen, dem sogenannten Ersten Hüter derSchwelle, der die Summe unserer nichtgelebten, unterdrückten und "schattenhaften" Anteileist. Wir müssen diesem Wesen begegnen, um weitergehen zu können. Wir müssen aber durchSchulung vorbereitet sein. Weil wir wissen, wenn wir ihm begegnen, wer er ist und wirwissen dann, dass er nur wir sind. Je mehr Schattenarbeit wir machen, umso wenigerfurchteinflößend wird er sein. Und wenn wir viel Schattenarbeit machen, wird er einfröhlicher Kumpan sein, der uns in den Arm nimmt und sagt : "Und nun vorwärts zumBoddhisattva". Wenn wir aber unvorbereitet, z.B. durch Einnehmen von Drogen oder dasspontane Öffnen des Dritten Auges, diesem "Widersacher" in die Augen schauen, dannwerden wir, wenn wir Pech haben, die nächsten 15 Jahre in der Psychiatrie sitzen und immerin die Ecke schauen und immer sein Gesicht sehen. Frei nach Rudolf Steiner: Er sagt, vieleLeute, die in Psychiatrien sitzen, und angstvoll in irgendwelche Ecken kucken, kucken nichtsanderes an, als ihren Ersten Hüter der Schwelle, dem sie ohne Vorbereitung begegnet sind.Dies ist die Gefahr von "Jet-Erleuchtungsseminaren". In solchen Seminaren werden oftmalsden Leuten Mantren gegeben, die früher ein Schüler von seinem Swami bekommen hat,nachdem er ihm zehn Jahre lang die Latrinen geschrubbt hat - Latrinen schrubben ist totalerdend- . Der große deutsche Weise Karlfried Graf Dürckheim hat einmal gesagt: "Wermeditiert ohne seinen Schatten zu bearbeiten, den holt der Schwarze Mann von hinten". Es istüberhaupt nicht schwer, hellsichtig zu werden, behaupte ich jetzt einmal so. Ich behaupte alleTiere sind's, alle Kinder sind's und wenn wir's nicht vergessen, das ist wie mit unseremBuddha - Wesen, dann sind wir's alle. Aber es ist ganz schwer, es zu sein, wenn ich nichtdarauf vorbereitet bin. Und wenn ich die Wahnidee habe, Hellsichtigkeit heißt, ich seh'nurEngelchen - Nein! - Ich seh' auch meine Kannibalen, meine Ungeheuer, meinen schlimmstenFeind usw. Und darum bedarf es für solche Menschen Therapeuten, die durch ihren eigenenProzess, durch ihr eigenes Arbeiten an früheren Inkarnationen etc. etc., in Verbindung miteinem effektiven Handwerkszeug - und das ist die Homöopathie - in der Lage sind, die bösenFolgen des zu frühen Erwachens - wieder ein Mittel: der Phosphor, in dem Fall primär dersog. Rote Phosphor, der erst mal diese Hellsichtigkeiten total abbremst - anzugehen. Unddann, da fühle ich mich überfordert und dies ist auch nicht mein Job, verweise ich denPatienten dann weiter an profunde Lehrer. Ich mach ja erst mal ihre Chakren mit dem Mittelwieder zu. Die brauchen Erdung. "Dreimal am Tag Sex ist der beste Weg, alleHellsichtigkeiten erst mal aus dem Zimmer zu kriegen". Das ist tatsächlich so. Das sind jameistens auch so phosphorisch esoterische Menschen, die haben vor ihrem energetischenHeilseminar vier Tage gefastet, essen seit Wochen nur noch Luft und machen danach noch neMayer-Kur, weil es so schön ist, leicht zu sein. Solche Leute hat Dürckheim nur Holzhacken geschickt. Meditationsverbot - Holzhacken. "Und such' dir mal ne Freundin oder Freund".Wenn solche Leute in unsere Praxis kommen, machen wir zuerst diese falsche Hellsichtigkeitwieder weg. Wir wissen aber um ihre hohe Begabung, um ihr hohes Potential, daherversuchen wir sie an gute Lehrer dann zu vermitteln.
Weiteres Beispiel. Ich selbst bin in der schamanistischen Arbeit zwar noch absoluterAnfänger, aber Krafttiere und innere Lehrer hab auch ich schon entdeckt. Vor zwei Wochenkamen zwei Patienten mit dem folgenden gleichen Phänomen zu mir: Sie hatten das Gefühl,sie haben jemand neben ihnen. Das homöopathische Mittel war schnell klar: Thuja -Wahnidee, "hat jemanden neben sich". Es gibt noch Medorrhinum - Wahnidee, "hatjemanden hinter sich" oder Lachesis - Wahnidee, "es sitzt jemand im Kopf" oder Anacardium- Wahnidee" eine Seite Teufel, eine Seite Engel oder Teufel sitzt im Nacken". BeidenPatienten gab ich Thuja. Aber ich machte mit beiden noch zusätzlich eine schamanistische Sitzung, also eine Trancereise, die sehr hilfreich war.

(Andreas schildert hier ausführlich diese Trance, die ich aber aus Platzgründen weglasse)

Letztes Beispiel: Bad Boll. Homöopathie-Seminar. Es meldet sich ein Mann zur ,Großgruppenanamnese, die dort öfters schon durchgeführt wurde von meinem hochverehrtenLehrer Jürgen Becker, und der berichtet, dass er Rheuma hat und es geht ihm nicht gut. Under hat eigenartige Phänomene. Seine geliebte Frau starb sehr plötzlich bei einem Autounfall.Aber-ein paar Tage später und seither ständig und jede Nacht-erscheint ihm seine Frau imTraum. Übrigens auch der Tochter. Morgens treffen sich beide beim Frühstück: "War Mamabei dir wieder da?" "Ja, sie hat mir meine Abituraufgaben gegeben." Der Mann fragt, ob erverrückt sei. Mein Lehrer Jürgen Becker sagt: "Nein, das ist eine große Gnade". WirTherapeuten diskutieren. Ich will dem Mann Causticum geben, mein hochverehrter Lehrergibt ihm aber Calcium. Er hatte Recht. Aber was passiert nun. Die Frau kommt nicht wieder.Der Patient ist sehr traurig, hält aber stets Mittagsschlaf. Seitdem Frau nicht mehr kommt, hater einen Ball vor dem Kopp. Der schwebt vor ihm. Er denkt, er braucht ´ne Brille. Geht zumOptiker, aber ist alles Ok. Beim nächsten Mittagsschlaf passiert es ihm, dass er aus demKörper tritt und sich selbst liegen sieht. Er sieht den Ball, geht hinein in diesen. Plötzlichkommt etwas Helles auf ihn zu und spricht ihn an. "Wie kommst du denn hier her?" Er: "Ichweiß auch nicht. Ich bin in so nen Ball reingegangen." Das Licht: "Wie heißte denn?" Er: "Sound so." Das Licht: "Ich geh mal fragen." Licht ist weg. Plötzlich kommt sein verstorbenerVater: "Junge, wie kommst du denn hierher?" Er: "Ich weiß auch nicht. Ich habe vor ein paarTagen so ein rundes Kügelchen bekommen und da.... Und du weißt ja, meine Frau ist auchda ...... Seitdem geht dieser Mann täglich nach "Drüben". Dank Calcium Carbonicum.Andererseits hat er gedacht, jetzt ist er endgültig verrückt geworden. In Bad Boll saß erwieder vor uns, sein Therapeuten-Team um ihn herum, und erzählte uns seine Geschichte. Ichdachte nur "Segne mich! Gebt mir auch von dem Mittel!" Unser Lehrer sagte: "Medialität istzwar erlernbar, aber die großen Medialen, die er erlebt hat, sind durch schweres Schicksal, andem sie nicht zerbrochen sind, in diese Medialität geworfen worden. Ich habe in Berlin eineamerikanische Heilerin kennengelernt, die dreimal Brustkrebs hatte, und ihre Medialität hatsich mit jedem überstandenen Brustkrebs quadratiert. Dies nebenbei. Der junge Mann hat vonuns dann weiter Calcium bekommen und ist mit der Zeit sogar so eine Art Lehrer für unsgeworden. Und jetzt konunt das Irrste! Irgendwann hat er dann begonnen Drüben - er sprachimmer ganz einfach von Drüben und Hier - eine Ausbildung zu machen. Er wusste nicht, zuwas man ihn ausbildet, er wusste nur, man wird dort ausgebildet. Und Drüben gibt es nachseiner Aussage verschiedene Typen. Es gibt solche, die wirklich Drüben sind, aber auchsolche, die immer wieder von Hier nach Drüben kommen. Von denen gibt es zwei Sorten. Dieeinen sind sich bewusst, dass sie nach Drüben reisen, die anderen wissen bewusst nichtsdavon. Die sind so ne Art "Traumgeher". Drüben denkt man etwas, und es ist Wirklichkeit. Erdenkt z.B. an New York, dann ist er New York. Die Welt Drüben sei im Prinzip nicht andersals die im Hier. (Unsere Lehrerin Margret Pearson sagte uns immer: "Wenn ihr sterbt,hinübergeht, dann geht ihr nirgendwo hin. Ihr bleibt da, wo ihr seid. Ihr geht nur in eineandere Dimension.) Also der Mann sitzt Drüben in der Schule, begreift zunächst gar nicht,was die ihm erzählen (Calcium braucht da manchmal etwas länger) und da hat er einengetroffen, auch von Hier. Der sagte, er wisse auch, wenn er Hier ist, dass er Drüben zurSchule geht. Und dann hat er gedacht, jetzt wird's ernst. Und dann hat er sich mit demanderen, der Drüben zur Schule geht, aber auch von Hier kommt und weiß, dass er von Hierkommt, in der Schule verabredet, dass sie sich im Hier treffen. Sie verabreden sich: Am24.Mai in München, an dem und dem Platz, in dem und dem Cafe. Und er wusste, er fährt dahin und wenn der andere nicht kommt, dann braucht er wieder viel Mittel und viel Zuspruch.Und dann saß er in diesem Cafe und der andere kam. Und der andere hatte gesagt: "Ich hatteAngst, dass Sie nicht da sind, denn wenn, dann hätte alles eine Wahnidee sein können." Calcium Carbonicum.
Ich würde mal sagen, durch die Homöopathie ist hier ein Mensch in eine Form derWeltsichtigkeit versetzt worden, wie ich persönlich nicht so viele kenne und der uns das imGrunde zehnmal zurückgezahlt hat mit dem, was er uns aus der geistigen Welt berichtet hat.Durch ihn hatte ich auch eines meiner schönsten Erlebnisse mit der geistigen Welt. Wir habenin Bad Boll über Väter gearbeitet und Probleme mit Vätern, lange vor Hellinger, und allewaren nur am schimpfen auf ihre Väter. Da sagte ich: " Also Kinder jetz hier ma Sabbath. Sojeht's nicht weiter. Wir nehmen jetzt mal een Zettel. Auf die eine Seite schreiben wir, was wirunseren Vätern vorwerfen und dann drehen wir den Zettel um und dann schreiben wir auf dieRückseite unseren Segen für die Väter auf Dann gehn wer alle runter in Garten und singenalle "Donna nobis pacem". Dann fackeln wer mal diese Zettel ab und dann ist da mal Ruhe."Der mediale Freund, Schüler, Lehrer war da auch mit bei. 14 Tage später treff ich den wieder,der war inzwischen natürlich viele Male Drüben, und sagt mir, er muß mir was erzählen. Ersagte: " Nach diesem Ritual geh ich rüber, kommt mir mein Vater entgegen und sagt zu mir:Junge, sag dem Krüger, eine Freude war in dem Himmel, eine Freude. Die haben sich sogefreut, diese Väter, dass da jetzt endlich einmal Ruhe war und dass diese Vorwürfe malverbrannt worden sind. Und die haben sich so über den Segen ihrer Kinder gefreut. Und sieseien dem Krüger sehr dankbar, für dieses Ritual." Das war mein schönstes Feedback aus der geistigen Welt.
Heute, in der fainiliensystemischen Arbeit mach ich das ja ständig. Und ich habe von meinemSystemlehrer gelernt, dass Arbeit an Familiensystemen primär auch Arbeit mit den Toten ist.Und wir arbeiten für die Toten und mit den Toten. Denn die Toten sind unsere primäreRessource. Wie das schöne Lied der Fantastischen Vier so schön beschreibt: MillionenLegionen stehn hinter Dir! Und wenn man einmal eine Aufstellung erlebt hat, wie Mann oderFrau Linien in unendlicher Abfolge, bis zum Anbeginn der Zeiten, hinter sich spürt, der weißauch, was Kraft bedeutet.Ja! Calcium Carbonicum, Phosphor, Lachesis, Thuja, auch für böse Folgen von SchwarzerMagie. Noch manche Geschichte, die ich da aus meiner Praxis erzählen könnte. Lassen wer'sfür heute gut sein.

H.K. Lieber Andreas, herzlichen Dank für den faszinierenden Einblick in deine Arbeit, derwieder einmal zeigt, wie individuell die Wege zu Spiritualität und Sensitivität sein könnenund wie sie manchmal, in Phasen des Übergangs und Zweifelns, auch begleitet sein müssen. Herzlichen Dank.

Wer mehr Geschichten über das Heilen und die Erfahrungen beim Heilen lesen möchte, der sei auf das Buch Die Kunst zu heilen verwiesen,welches von Andreas Krüger, Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss geschrieben und erzählt wurde. Kleine Gedichte, tiefsinnige Gedanken, Erfahrungen und Empfehlungen für die Heilkunst werden dorterzählt. Ausschnitte und Beispiele aus dem Buch finden sich auch hier
Infos zu den Kursen, u. a. auch über den Kurs "Die Kunst des Heilens" mitAndreas Krüger, Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss auf den unten angegebenen Internetseiten:

Bücher von Andreas Krüger und Freunden und Kollegen

Von Andreas Krüger und anderen Freunden und Kollegen sind verschiedene Bücher erschienen. (Zur Bestellung bitte auf Titel oder Autoren klicken)

Die Kunst zu heilen (Bestellen)

Andreas Krüger, Rosina Sonnenschmidt, Harald Knauss, 1. Auflage, 2003

ISBN 3-937095-01-2, Preis 29,- €

Fallbeispiele und erlebte Heilungs-Geschichten untermauern die These, dass künstlerische Qualitäten wie Inspiration, Wahrnehmung und Einfühlung wesentliche Anteile von Heilkunst sind und durch gezielte Übungen und Vorgehensweisen geschult werden können. Ein Lese-, Nachdenk- und Geschichtenbuch, welches die eigene Praxis inspirieren kann. Mit Inspirationsbildern des Autors und Malers Harald Knauss, einer 24-teiligen Serie von Symbolbildern, die mit homöopathischen Mitteln in Verbindung gebracht werden

Reisen in die Länder der Seele (Bestellen)

Andreas Krüger, 1. Auflage, 2000

Überarbeitete Paperback-Neuausgabe von "Homöopathische Seelenreisen", dem ersten Trance-Buch von Andreas Krüger

ISBN 3-9804662-6-4, Preis 22,- €

28 Trancen und Meditationen zu grundlegenden archetypischen Figuren der menschlichen Seele, ausgehend von großen homöopathischen Arzneimitteln.

Die Tafelrunde der Seele (Bestellen)

Andreas Krüger, 2. Auflage, 2001

ISBN 3-9804662-7-2, Preis 22,- €

Das zweite Trancebuch von Andreas Krüger mit 26 Trancen und Meditationen zu homöopathischen Arzneimitteln, die als Reisen zu den Archetypen der Seele Begegnungen mit eigenen Teilpersönlichkeiten ermöglichen.

Symbolische Materia Medica (Bestellen)

Martin Bomhardt, 3. erweit. u. neu gestalt. Auflage 1999

ISBN 3-9804662-3-X, Preis 74,- €

Die umfassende Arzneimittellehre mit Hinweisen zur Symbolik und seelischen Struktur zu 140 homöopathischen Arzneien.

Die Materia Medica ist nach Arzneimitteln geordnet und beschreibt die für das Mittel charakteristischen Symptome und Phänomene. Ihr Gegenstück ist das Symbolische Repertorium.

Symbolisches Repertorium (Bestellen)

Martin Bomhardt, 3. erweit. u. neu gestalt. Auflage 2000

ISBN 3-9804662-5-6, Preis 64,- €

Das Repertorium zur Sammlung von symbolischen und charakterlichen Aspekten von über 220 Arzneien, im Stil klassischer Rubriken aufgebaut.

Das Repertorium ist nach Rubriken geordnet und führt die in der Rubrik enthaltenen Arzneimittel auf. Sein Gegenstück ist die Symbolische Materia Medica.

Kommen Sie doch, wann Sie wollen... (Bestellen)

Die homöopathisch-lösungsorientierte Behandlung von Erektionsstörungen und Impotenz

Maria Schäfgen, 1. Auflage, 2001

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Die Behandlung von sexuellen Problemen bei Männern in einer praxisbewährten Synthese aus Homöopathie und lösungsorientierter Psychotherapie.

Exkarnation - Der grosse Wandel (Bestellen)

Sterben und Tod im Lichte der Medialität, Homöopathie, Farben- und Baumenergien

Dr. Rosina Sonnenschmidt, 1. Auflage, 2002

ISBN 3-9804662-9-9, Preis 34,- €

Humane Sterbebegleitung mit homöopathischen und anderen Mitteln.

Prozessorientierte Krebstherapie (Bestellen)

mit Homöopathie, Orthomolekularmedizin und mentalen Heilweisen

Rosina Sonnenschmidt / Christa Uricher

1. Auflage, 2003

ISBN 3-937095-00-4, Preis 34,- €

Theorie und Praxis der integrativen Krebstherapie.

Internetlinks


Homepage Andreas Krüger

Zeitschrift Mediale Welten von Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss
Die Samuel-Hahnemannschule (Heilpraktikerschule) von Andreas Krüger
Zeitschrift Homöopathische Einblicke von H.-J.Achtzehn
Berliner Homöopathietage an der Samuel-Hahnemannschule (2x jährlich)
Homöopathische Sonntage an der Samuel-Hahnemannschule (1x monatlich)
Informationen zur Boller Schule nach Jürgen Becker, Gerhardus Lang, Andreas Krüger und Hans-Jürgen Achtzehn



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