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11.2004   Info von:  
Neue Formen des Zusammenlebens finden
Sehr geehrter Herr Dr. Götz,
 
Danke für das schöne Gedicht, es enthält fast alles, worum es geht. Wenn Sie die Geschichte um Ihre alte Heimat "Russland" verstehen wollen, dann lassen Sie doch die ganze Polemik. Nehmen Sie Ihren Schmerz zusammen und gestalten etwas Schönes. Die Mächte, die uns seit Gestern überfallen, müssen in ihrem eigenen Dreck weiterleben. Wenn sie das heute noch nicht verstehen, dann werden die es morgen persönlich erfahren.
Woraufhin zielt man hin? Betrachten Sie die entwicklung der Pädagogik der letzten 100 Jahre , die in Ihrem ehrenwertesten Land angewandt wurde und die sich wie folgt ausdrückt : "A wie Apfel, B wie Birne". Es findet eine Abkehr vom Logos statt und eine Zukehrung zu den sinnlichen Dingen. Das ist prinzipiell nichts verwerfliches, ja sogar Gutes, wenn es nicht übertrieben wird. Aber genau das wird es unter dem Slogan PISA. Dieses Wort beinhaltet die Gefügigmachung des " Kindertums" , also schon der Ansatz für Kindesmíßhandlung, Kindersoldatentum etc. etc. Man hat Angst vor der wirkenden Kraft in den Worten, vor dem reell Übersinnlichen, dem im Logos Lebenden, was bei den Kindern noch am Ausgeprägtesten ist.  Man versucht in der Pädagogik ab frühestem Alter möglichst viel Sinnliches an die Kinder heran zu bringen- Unsere ganze Kultur geht verlustig des " Im Urbeginne war das Wort". Wissen wird ab einen frühen Alter Totes Wissen und Nicht Lebendiges Wissen. Kindere werden zur Ware und Alte Menschen zu Schrottplatzbewohnern.
 
Ihre Heimat ist benutzt worden für soziale  Experimente des Westens , und noch heute streiten wir uns darüber, dass die Juden es schuld waren. Das macht aber keinen Sinn. Wir müssen die Beteiligten versuchsweise bei ihren Namen nennen, und ihre Beeinflussungsstrukturen aufzeichnen. Das ist nicht einfach, ja gerade zu unmöglich, aber das ist unsere Aufgabe, das Unmögliche möglich zu denken. Nehmen Sie das Beispiel des Schweden " Sven Hedin"  . Er hatte maßgeblich Anteil an der Vorbereitung des bolschewistischen Umsturzes in Russland, und zur gleichen Zeit taucht sein Name in den Annalen der Geschichte der Machtergeifung durch die Nationalsozialisten auf. Sven Hedin scheint so eine reichsdeutsche -" Hure" des Kaiser Wilhelems gewesen zu sein, diesem England hörigen Nibelungen, der sein ganzes Volk verraten hatte.  Alle waren damals selbstverliebte nibelungenische  Huren( Hindenburg und Ludendorff, der letztere ist  ja dafür verantwortlich, dass Lenin im plombierten Wagen durch Deutschland nach Russland fahren konnte), und haben sich von englischen Interessen völlig unnötig über den Tisch ziehen lassen. Dass dabei jüdische Finanzverbrecher mitgwirkt haben , ist nicht zu bestreiten, aber eben nicht die Juden als solche, die genau so geopfert wurden. Wir müssen möglichst alle Beteiligten erkennen und aktenkundig machen, eben auch die römischen Jesuiten, deren Rolle bis heute völlig unterschätzt wird. Heute steht in der Zeitung, dass für 28.000 Dollar ein Käse Sandwich mit dem angeblichen Antlitz der Jungfrau Maria im Internet versteigert wurde.  Die angebissene Käsebrotscheibe war von der 52 jährigen Diana Duyser aus Hollywood seit 1994 aufgehoben worden, da sie glaubte darauf das Bild der Jungfrau Maria  zu erkennen. Der neue Besitzer wird  das Sandwich jetzt auf Weltreise schicken.
 
So sind wir alle schon und werden weiter manipuliert von den jesuitischen Hintergrundkräften.  Es geht nicht um die Juden oder Jesuiten, wir werden von beiden Mächten in die Zange genommen und müssen uns nach beiden Seiten hin bewusstseinsmässig wehren.
 
Ihr poetischer Freund hat recht. Die Kenntnis der Vergangenheit hat bloß unser Wissen zu bereichern und nicht die Motive unseres Handelns zu beeinflussen. Das Nachdenken über das, was gestern mit mir vorgegangen ist, wird mir zum Hemmschuh , wenn es mir heute die Unbefangenheit der Entschlüsse raubt. Wenn ich mich heute nicht nach den Verhältnissen richte, die mir entgegentreten, sondern darnach, was ich gestern getan habe, so bin ich auf einem Holzweg. Wenn ich handeln will, soll ich nicht in mein Tagebuch schauen, sondern in die Wirklichkeit. Die Gegenwart läßt sich aus dem Gesichtspunkte der Vergangenheit wohl ersehen, sie läßt sich aber daraus nicht beherrschen. Friedrich Nietzsche hat in seiner interssanten Schrift " Unzeitgemässe Betrachtung" über " Nutzen und Schaden der Historie für das Leben" , beleuchtet, was für Schäden eintreten , wenn die Gegenwart durch die Vergangenheit gemeistert werden soll.
 
Das bedeutet aber eben nicht, alle Kulturdenkmäler zu zerstören, sondern sie für jeden Einzelnen als Lernprogramm stehen zu lassen, es bedeutet aber für uns Deutsche,  jetzt eben nicht ein Vergangenes Reich zu beleben, sondern neue Formen des Zusammenlebens zu finden, jenseits der Orientierung an einen  formal-juristischen Schatten.
 
mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Schumacher




Danke für Ihre aufrichtige Worte, Seelenarchitekt!  Bereits seit meiner frühesten Kindheit versuchte man meine Gefühle und meine Meinung mit "natürlichen" Worten "Schämst du dich denn nicht?" zu unterdrücken und zu diskriminieren. Ohne nachhaltigen Erfolg.  Und wenn ich auf einer belebten Straße pinkle, so schäme ich mich nicht dafür oder ich laß es sein - weil ich zu dem, was ich tue, stehe.  Ihre Frage eignet sich hervorragend, um Men-schen unauffälig zu manipulieren und bei diesen Schuldgefühle hervorzurufen.  Heute werde ich nicht für mich, sondern nur noch für aderen rot...  Ich zähle nicht zu jenen Menschen, für die nur zwei Meinungen gibt: ihre und falsche. Meine Kulturrichtung ist klar und einfach de-finiert: Was den Kindern schadet, schadet allen. Über die Methode einer Vermittlung ließ es sich unterhalten, jedoch nicht über den Inhalt - natürlich spreche ich nur für mich selbst.
Als ich noch Student war, versuchte ich meine zögernde Schritte in der Literatur mit den Aphorismen zu machen. Hier sind zwei davon:
1. Kinder schauen auf uns Erwachsene von unten herab
2. Natürlichkeit ohne Kultur ist Kulturlosigkeit
Und wenn wir schon bei den Kultur und somit Weltanschauung angelangt sind, berufe ich mich auf einen meiner Lehrer, Chalil Dschibran (wird öfters anders geschrieben)
Euer Kinder sind nicht euer Besitz.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
Des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Ihr könnt ihren Körper ein Zuhause geben,
Aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen
Wohnen in dem Haus von morgen, daß ihr nicht
Besuchen könnt, nicht einmal im Traum.
Wenn ihr wollt, könnt ihr euch bemühen zu
Werden wie sie, aber ihr dürft sie nicht dahin
Bringen wollen, zu werden wie ihr, denn das
Leben geht nicht rückwärts
Und hält sich nicht auf beim Gestern...
PS.: In Sibirien, wo ich ja bis zum 22. Lebensjahr lebte, habe ich mit Ach und Krach 8. Klas-sen "absolviert" - dank der Dompteure, die sich Pädagogen nennen. Nachdem ich mich von meinem Opfersein befreit habe - es waren für mich immer d i e anderen Schuld, z. B. die schlechten Lehrer, habe ich zuerst Philosophie- und danach Psychologiestudium zustande gebracht und auch noch promoviert. So ergeht es jedem, der sich nicht schämt und zu dem steht, was er macht.
Alles Gute und schämen Sie sich ja nicht für Ihren Brief!
Mit erfolgslosen und schwachsinnigen Grüßen
Wanja


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