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Hartzburger Front-Nachrichten: Keiner soll
hungern, ohne zu frieren! Bezirk Pankow bereitet sich mit ur-deutscher
Gründlichkeit auf ersten deutschen Hartz-Winter vor. Abgabe von
kostenlosem Gemüse an Arme von Geundheitsamt des Pankower Bezirks deshalb
kurzerhand verboten! Immer mehr verarmen durch Hartz IV. Dafür gib´t
aber vom Bezirk jede Menge 1 €-Jobs.
Hartz IV lässt große Teile der
Bevölkerung verarmen. Aber: Keiner soll hungern ohne zu
frieren! Das dachte sich wohl das Bezirksamt Pankow und begann jetzt mit
der Schließung von Abgabestellen für kostenlose Nahrung.
Auch so kann man den Druck auf die Arbeitslosen
erhöhen. Die mit allen Mitteln dazu getrieben werden sollen, jede
erdenkliche Arbeit anzunehmen. Da durch Hartz IV viele Arbeitslose weniger Geld
erhalten, oder überhaupt ganz aus dem Leistungsbezug fallen, freuen sie
sich, wenn sie wenigstens beim Essen sparen können. So kann man manchen
Euro für andere lebensnotwendige oder für liebe Dinge sparen. Denn
dieser Winter wird Hartz!
Daher konnte man in den letzten Wochen beobachten, wie immer
mehr Arbeiterfamilien sich kostenloses Obst und Gemüse an Abgabestellen im
Bezirk abholten. Anscheinend begreifen immer mehr, dass schwere Zeiten auf sie
zukommen. Das Gemüse wird von großen und kleinen Geschäften
abgeben, damit die es nicht wegwerfen müssen. Bis auf ein paar
Schönheitsfehler, - die Kunden beanstanden könnten, die jetzt noch
das Geld haben um auf Schönheit zu achten, ist das Gemüse und Obst
mehr als top! Diejenigen, die diese Verteilung der Lebensmittel organisieren,
leisten eine unschätzbar wichtige Aufgabe.
Es ist damit zu rechnen, dass sich ab Januar, dann wenn
Hartz IV endgültig durch ist, die Zahl derer, die
kostenlose Nahrung benötigen, stark erhöhen wird. Autos kaufen
keine Autos, sagte Oskar. Und wer überhaupt nichts mehr hat, kauft
so wenig wie möglich. In Folge klagen viele Geschäfte über die
zurückgehende Kaufkraft. Kein Problem, dachte sich das Bezirksamt Pankow
und sein Gesundheitsamt schloss kurzerhand die erste Abgabestelle. Die Menschen
könnten ja von dem Gemüse krank werden, und das Wohl der Menschen,
besonders der von Hartz IV Betroffen liegt dem Bezirk sehr am Herzen.
Der Bezirk Pankow bereitet sich also mit typisch doitscher
Gründlichkeit auf den errrsten Harrrrtz-Winterrr in Deutschland vor.
Und das bedeutet nicht, dass das Bezirksamt kostenlose
Suppenküchen für die Bevölkerung einrichtet. Wer nicht arbeitet,
soll auch nicht essen! Wenn Hartz, dann aber so richtig, so dass wichtige
Synergieeffekte entstehen und so weiter. Mit anderen Worten, die
Verarmung der Bevölkerung muss Verwertungsinteressen bedienen. Jemand muss
Hartz IV professionell im Bezirk organisieren und davon profitieren. Und
dann darf es nichts umsonst gegen.
Daher beschloss der Bezirk Pankow die Kooperation mit dem
Arbeitsamt Nord und drei freien Trägern im Bezirk, zur Organisierung
von kommunalen Beschäftigungsgelegenheiten zum Wohle des Gemeinwesen und
der Arbeitslosen. Davon verträgt sich ein Träger, wie man
hört, gut mit SPD/Grüne, die beiden anderen mit der PDS. Hartz
IV ist Armut per Gesetz, schloss diese Partei messerscharf. Also, wenn
arm, dann aber richtig! Die PDS ist auch weiterhin gegen Hartz IV - aber zu
Umsetzung, dazu sind sie leider gezwungen. Wat mut, dat mut wusste
schon in den 70er Jahren die SPD, als sie mit dem Kürzen anfing. Deswegen
organisieren die Kooperationspartner im Bezirk bereits jetzt die Vergabe von
Ein-Euro-Jobs. Damit können die freien Träger einen guten
Profit machen, denn sie erhalten pro Arbeitslosen, den sie für einen Euro
oder für ein paar Dollar mehr angeblich für den
ersten Arbeitsmarkt fit machen, bis zu € 500. Wenn es denn auf dem
1. Arbeitsmarkt Stellen gäbe. Die werden nämlich
abgebaut, weil 1 €-Kräfte sind viel billiger!
Das Arbeitsamt tut auch die Arbeitlosen über diese
Stellen informieren. Dies ist eine Einladung nach § 309 SBGB
III. Wir wollen sie über die öffentlich geförderten
Beschäftigungsprogramme und zum Arbeitslosengeld II informieren. Und
den ausgefüllten kompletten Antrag für das ALG II soll man doch bitte
praktischerweise gleich ausgefüllt mitbringen, einfach nur so. Diejenigen,
die nicht zu diesem Termin erschienen, wurden übrigens die Leistungen des
Arbeitsamtes gesperrt.
Wer den Schaden hat, kann sich kein Gemüse mehr
besorgen.
Ps. Wie geht es den Hausmeistern der Wohnungsbaugesellschaft
Prenzlauer Berg? Die Firma Birnbaum, die im Auftrag der WiP die Hausmeister
beschäftigt, wollte ab Januar 2004 Langzeitarbeitslose für € 1
bis 3.50 EUR einstellen und daher die 48 Hausmeister zum 31. Dezember
entlassen. Wie man hört, überlegt sich die WiP jetzt tabula rasa zu
machen. Eine komplett neue Firma wird mit der Hausmeisterei beauftragt.
Natürlich mit neuen Hartz-Meistern.
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ERGÆNZUNGEN Grund? z.a.o. 25.11.2004 19:33
was war eigentlich der grund der schließung?
wie ist das gelaufen?
da war vom Gesundheitsamt die Rede... ...aber..
wie genau? Schließung aus Böswilligkeit mittels Gesundheitsamt,
oder einfach nur typisch deutsches Paragrafenreiter-Gesundheitsamt?
Und was ist mit den vielen vielen Tafel-Ausgabestellen in
ganz Deutschlanfd?
Nachschlag c4 26.11.2004 12:16
wie ist die "Schließung" gelaufen? Nun, da muss sich
derdie InformatorIn etwas bedeckt halten. Die Lebensmittelspenden waren aber
auf keinen Fall verdorben! Jedenfalls hat die für die "Volksgesundheit"
zuständige Stelle beim Bezirksamt so einen Druck gemacht, dass das Projekt
Schiss bekam. Bis auf weiteres gibt´s keine Abgabe von Essensspenden
mehr. Angeblich soll das bei anderen Projekten auch drohen.
Die Mitarbeiterinnen (sind meist so
Reichskontroll-Stasi-Tanten) vom Gesunheitsamt schnüfflen gerne rum,
kucken um dei Ecke ob da nicht Essenspenden stehen. Ihre bevorzugten Opfer von
Schließungen sind Essenstände von Migranten (z. B: beim letzten
Pankefest) oder eben soziale Projekte.
Es wäre gut wenn jemand recherchieren könnte, wo
es in Berlin alternative Möglichkeiten gibt an Nahrungsspenden zu kommen,
und das dann hier als Ergänzung veröffentlichen könnte.
Von Nahrungsspenden zu leben, bietet eine Möglichkeit
Widerstand gegen Repression durch Hartz IV und Arbeitszwang zu leisten und dem
kapitalistischen Komsum so weit wie möglich auszuweichen. Wer auf Fleisch
verzichten kann, könnte theoretscih völlig "aussteigen" und jahrelang
von Essenspenden leben. Vorrausgesetzt es gibt sie.
Vielleicht gibt es auch in Berlin Leute, die es orgtechnisch
leisten könnten zumindest am Tag des "Agenturschluß" am 3. 1. 04
Suppenküchen aus Spenden vor den Arbeitsämtern zu organisieren. Gut
wäre es wenigstens einmal im Monat eine öffentliche kostenlose
Suppenküche als Aktion gegen Sozialabbau anzubieten.
feedback tomjong 26.11.2004 16:10
das blöde an solchen zeitungsausschnitten wie den da
oben ist die tatsache, dass die schreiber oft ganz simpel derart einseitig
informieren und analysieren, dass es irgendwo zwischen fahrlässig und
verdummung einzuordnen ist. das ist genauso ekelhaft wie die tatsache, dass es
dieser küchen bedarf.
in d wird erfroren und gehungert, aber nicht aus den
gründen heraus, die da oben so genüsslich präsentiert werden.
die bildzeitung hat nicht das monopol auf fehlendes niveau.
@feedback tomjong: Du bist von gestern! pr4r
29.11.2004 13:26
Neues Armutszeugnis
Bericht der Bundesregierung zu »Lebenslagen in
Deutschland«: Soziale Unterschiede in den letzten sechs Jahren gewachsen.
Kinder besonders betroffen
Daniel Behruzi
»Die Angst vor gewaltsamen Ausschreitungen gegen
Arbeitsagenturen wächst«, heißt es im aktuellen
»Spiegel«. Wen wundert es? Die Reichen werden reicher, die Armen
ärmer. Diese vernichtende Bilanz der sechsjährigen
SPD-Grünen-Regentschaft zieht der am Wochenende bekannt gewordene
Armutsbericht der Bundesregierung. Ursprünglich sollte der Report zu den
»Lebenslagen in Deutschland« erst Mitte nächsten Jahres
vorgelegt werden. Nun berichtete der Spiegel jedoch am Sonntag bereits
über die wichtigsten Ergebnisse. Und diese sind, wie von
Anti-Hartz-Demonstranten und sozialen Initiativen erwartet, verheerend
...weiter in heutiger Ausgabe jw
BEITRÆGE DIE KEINE INHALTLICHE ERGÆNZUNG
DARSTELLEN Man kriegt das Kotzen Lohnsklave 25.11.2004 19:31
Ich denke mal immer mehr Menschen wird wohl aufgehen,das man
mit den Herren aus Wirtschaft ,Politik und der ganzen Bedienstetenschar
aus Beamten und was weiß ich was für Speichelleckern ,langsam in
anderer Tonart sprechen muß. Wenn die Verwertungsinteressen des
Kapitals über dem Recht auf Menschenwürdigem Dasein,dem Recht auf
Leben stehen (und das standen die schon seit es
Kapitalismus/Klassengesellschaften giebt) müssen diese eben abgeschafft
werden.
Kapitalismus abschaffen! Politiker,Beamte in die
Produktion! Verwaltungen ordentlich ausdünnen! Es giebt jede
Menge gesellschaftlich Notwendige Arbeit für die Herren/Damen. Es
wird Zeit für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel,der Sozialfonds
und der Abschaffung von jedwiger Art Staat,Machtausübung und Bevormundung
von Hirntoten Möchtegern Hitlern,die schon wieder von Endlösungen
träumen und damit auch das Heer der Arbeitslosen am liebsten Biologisch
abbauen würden.Wenn es sein muß eben mit dem Zwang zum
verhungern.Willfährige Helfer sitzen in den Amtsstuben genug und satt
herum,Mitleid mit denen heißt einen an der Waffel haben. Warum
sollte die PDS anders sein als andere Machtbündnisse? Die sind eher Wolf
im Schafspelz.
HausmeisterIn ist ein Traumjob N.N. 26.11.2004 10:26
Andere müssen in der Bibliotheken Etiketten kleben für einen Euro,den
ganzen Tag Etiketten kleben,und neulich wurde in Kreuzberg eine Hausmeisterin
entlassen,weil der neue Vermieter die Lösung der "Übergangs-
gesellscahft " nicht gut fand:die Frau war arbeitslos und
studiert.Übrigens wurde drei Sozialschwachen und einem Türken
gekündigt. Bon Appetit !
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