Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 14.07.2006263

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
01.02.2002 Klaus Hartmann/Rainer Raussendorff Junge Welt
»Tribunal« auf Schlingerkurs
Haager Anklage gegen Slobodan Milosevic steht auf tönernen Füßen
 
Am Mittwoch führte das Haager »Tribunal« eine »Berufungsverhandlung« durch – die »Chefanklägerin« Carla Del Ponte war unzufrieden mit der Entscheidung, am 12. Februar 2002 mit einem gesonderten »Kosovo-Prozeß« starten zu müssen. Bereits im November letzten Jahres hatte sie beantragt, ihre Anklagen gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic wegen »Kriegsverbrechen« und »Verbrechen gegen die Menschheit« in Kosovo, in Kroatien und in Bosnien in einem Prozeß zusammenzuführen und gemeinsam zu verhandeln. In der Anhörung vom vergangenen Dezember, der vierten Vorverhandlung, akzeptierten die »Richter« die Zusammenfassung der Kroatien- und Bosnien-Anklage, bestanden aber auf einem gesonderten Prozeß zum Kosovo.

Was sich wie ein belangloses Gezerre um trockene Verfahrensfragen anhört, birgt bei genauerer Betrachtung erheblichen Sprengstoff. Slobodan Milosevic analysierte am 10.12.01 messerscharf: »Die Gründe für den Versuch der ›Klagenhäufung‹ sind ganz und gar pragmatisch und darauf abgestellt, jene zu decken, die Verbrechen gegen mein Land begangen haben, und keineswegs, wie man behauptet, im Interesse eines zügigen Verfahrens.« Denn: »Diese beiden ›Anklagen‹ wegen Kroatien und Bosnien wurden ausdrücklich nur aus einem einzigen Grund erhoben, nämlich, um die ›Anklage‹ wegen Kosovo in der Versenkung verschwinden zu lassen, weil über Kosovo zu reden die ganze Frage des Terrorismus aufwerfen würde, konkret die Zusammenarbeit der Clinton-Administration mit den Terroristen im Kosovo, einschließlich der Organisation bin Ladens.«

Aus diesem Grund konnte Del Ponte es bei der Ablehnung der Prozeßbündelung auch nicht bewenden lassen und hatte dagegen Berufung eingelegt. Begründung: Nur in einem umfassenden Verfahren gegen Milosevic könne »die Gesamtheit seines kriminellen Verhaltens« ausreichend dargestellt werden. Konkret heißt dies wohl, die Kosovo-»Anklage« ist nicht ausreichend.

Frau Del Ponte versucht mit ihrer Berufung nicht weniger, als ihre eigene Anklage zu retten und dem Tribunal seine größte Blamage zu ersparen. In der ihm eigenen Art kommentierte Slobodan Milosevic diesen Versuch am Mittwoch mit den Worten: »Wenn man drei Lügen zusammenzählt, wird noch keine Wahrheit daraus.« Ob Haag seine Anklägerin in letzter Minute vor dem Gesichtsverlust in Sachen Kosovo- »Anklage« bewahren will, ist jedoch noch offen.

Daß die Anklage auf tönernen Füßen steht, belegen sich in den letzten Tagen häufende Indizien. Der in London erscheinenden Independent meldete am kürzlich, der »Milosevic-Prozeß steht vor dem Zusammenbruch«. Aufgrund des Durcheinanders seien Ermittler der »Anklage« nach Belgrad gereist, aber mit leeren Händen zurückgekommen. Der »fundamentale Schwachpunkt« der Anklage sei, daß sie sich ausschließlich auf Zeugenaussagen westlicher Offizieller und ethnischer Albaner stütze. »Die Glaubwürdigkeit einiger Zeugen ist zweifelhaft, da sie von (westlichen) Geheimdienst-Mitarbeitern gesammelt wurden und nicht durch tribunaleigenes Untersuchungspersonal.«

Auch der Spiegel beklagt »wacklige Zeugen«. Danach will das Gericht etwa 20 Personen vorführen, ehemals enge Milosevic-Mitarbeiter, die ihren Chef belasten sollten. Doch »für sie hat in ihrer Heimat ein Spießrutenlaufen begonnen, weil viele Unbelehrbare ihnen Verrat vorwerfen. Grund genug für viele Aussagewillige, ihre Reise nach Den Haag zu überdenken.«

Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 

Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht


Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.