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~~~ 2. GURTPFLICHT FUeR
ERLEUCHTETE?
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Letztens war Anton
Korduan hoechstpersoenlich bei mir zu
Besuch. Bekannt und
beruehmt wurde diese schillernde
Persoenlichkeit durch
seinen unermuedlichen Einsatz und
unvergleichliche,
regelmaessig(!) erscheinende Newsletter bei
http://www.sinnsprueche.de
oder gleich das volle
Programm bei
http://www.korduan.de
Wo war ich, aja, wir
diskutierten wieder einmal ein Thema,
auf das wir wohl nie
eine klare Antwort bekommen werden,
aber dazu ist es ja
auch nicht da.
Und das geht
so:
"Jede Schneeflocke
faellt auf den richtigen Platz".
Meine treuen Leser
wissen Bescheid: Das Leben ist kein
undurchdringbares
Dickicht von Gut und Boese, gerecht und
ungerecht, sondern ein
Gebilde von unvorstellbarer Harmonie,
in dem sogar jede
einzelne Schneeflocke ihren richtigen
Platz hat.
Der "Zufall" existiert
nicht, auch wenn es unseren
beschraenkten Hirnen
oft nicht moeglich ist, das grosse Ganze
auch nur ansatzweise
zu begreifen.
"Soweit so gut", magst
du als Leser nun zustimmend nicken.
Also stellt sich die
Frage:
Muessen wir uns im
Auto anschnallen?
Brauchen wir eine
Krankenversicherung?
Denn eines ist
klar:
"Unfaelle" im
herkoemmlichen Sinn existieren nicht. Unfaelle
sind selbst
erschaffene Veraenderungen, durch die wir zum
Lernen gezwungen
werden. Auf eigenen Wunsch, zu unserem
Allerbesten, auch wenn
der "Betroffene" davon bewusst gar
nichts
weiss.
Wenn es also keine
Unfaelle gibt - warum sich dann davor
schuetzen wollen in
Form von Gurten im Auto und einer
Krankenversicherung,
die uns vor den finanziellen Folgen
einer medizinischen
Behandlung bewahrt?
Was es nicht gibt, vor
dem kann man sich auch nicht
schuetzen. Braucht man
ja auch gar nicht...
*verwirrtamkopfkratz*
Oder sind wir so naiv zu glauben,
wir koennten das Leben, den
Zufall und damit uns
selbst heimlich ueberlisten?
Was ich im Leben
lernen soll, das lerne ich.
Und wenn ich einfach
nicht stillhalten kann, dies aber
wichtig waere, dann
breche ich mir ein Bein, zum Beispiel.
Dann bin ich zum
stillhalten gezwungen.
Wer nicht hoeren will,
muss eben fuehlen.
Da aendert es nichts,
wenn ich mich im Auto anschnalle oder
sogar ueberhaupt
keinen Fuss mehr vor die Tuere setze - das
Leben wird mir meine
Lektion so oder so erteilen, denn ich
bettle ja
danach.
So gehen diese
Diskussionen hin und her, mit tausenden
"abers" und "ja, und
wenn es dann anders ist...".
Prinzipiell sind wir
uns einig, doch so recht begreifen kann
es niemand.
Und dort liegt dann
auch der Fehler:
Es begreifen
wollen.
Wir wissen, dass wir
nicht alles verstehen koennen.
Dennoch versuchen wir
verzweifelt, alles zu erklaeren und zu
verstehen.
Das Thema endet dann
immer mit der Frage: "Was tun?"
Wir
sind nicht die einzigen, die derart Gedanken haben.
Schon die alten Araber wussten vor tausenden Jahren:
"Vertraue auf Allah - und binde dein Kamel an."
So bezahle also auch ich jeden Monat in
eine
Krankenversicherung
und schnalle mich im Auto an.
Ich habe es mir
ausgesucht, in dieser materiellen Welt zu
leben, dann tu ich das
auch. Immer mit dem Bewusstsein im
Hinterkopf, dass was
wir sehen nur ein Bruchteil von Allem
ist. Doch Alles kann
meine materielle Existenz niemals
begreifen. Das hat
seinen Sinn - hier beginnt der Glaube
oder besser gesagt:
Das Vertrauen.
Ein grosser Spass fuer
mich ist es dann jedoch schon, im
bescheidenen Masse den
Vorhang der materiellen Welt zu lueften
und in unbekannte und
doch so bekannte Gefilde zu spaehen und
fuer den Bruchteil
einer Sekunde das Wissen aller Welten in
meinem Herzen zu
spueren, es nicht festhalten zu koennen und
es gleichzeitig auch
niemals zu verlieren.
Ich glaube, ich
brauche noch eine Kapitallebensversicherung,
bevor die
Steuerfreiheit aufgehoben wird...