Eine außerkörperliche Reise in das
feinstoffliche
Katastrophengebiet der
Sumatra-Flutwelle
Bitte lest diesen Reisebericht mit
Eurem Herzen. Die schöpferischen, mitfühlenden Gedanken- und
Gefühlskräfte, die Ihr somit beim Lesen und Mitfühlen erzeugt,
bilden Heilenergien, welche sich energetisch mit gleichschwingenden
Kräften rund um die Erde vereinen. Denn es ist eine weitere, aber
feinstoffliche und sehr heilende Flutwelle entstanden: Die interdimensionale
Flutwelle des Mitgefühls!
Längst haben sich in der
astralen Dimension lichtvolle Welten gebildet, in denen es bereits beginnt
himmlisch (ätherisch) zu werden. Sie sind der fließende
Übergang in die fünfte Dimension unserer nächsten
Seelen-Heimat. Von dort berichte ich. Aus tiefem Herzen heraus
möchte ich meine außerkörperlichen Erlebnisse mit euch teilen
und drücke somit mutig meine Wahrheit aus. Wahrheiten gibt es viele und
alle sind sie kostbar, weil sie alle einen Teil der noch größeren
Wahrheit ausdrücken... Die Erlebnisse gebe ich wegen ihres
beträchtlichen Umfangs hier in stark gekürzter Form wieder und fasse
sie daher in einer einzigen Reise zusammen.
Die erschütternde
Nachricht zu Weihnachten
In der Zeit der Katastrophe hielt ich mich auf der
kanarischen Atlantik-Insel La Palma bei Johannes Holey auf und hatte mir einen
Berg Arbeit mitgenommen. Weihnachten feierten wir dort mit meinen erwachsenen
Kindern. Nachrichten erreichten uns kaum. Kein Fernsehen, kein Radio, kein
Luxus. Das einsam stehende, ganz einfache, gemietete Häuschen, in dem
Johannes lebt, liegt etwa 500 Meter weit vom Meer entfernt. Der Boden bebt
manchmal, wenn in einer Schlechtwetter-Periode die Atlantikwellen ans Ufer
donnern.
Wie eine donnernde Atlantikwelle überrollte uns eine
Nachricht am Weihnachtsfeiertag: Die Sumatra-Flutwelle! Wir waren
erschüttert und betroffen, ja bestürzt! Wir telefonierten. Wir
meditierten. Wir beteten. Jeden Tag, manchmal mehrmals am Tag. Ich lief nicht
selten neben mir her oder mir war einfach schlecht. Ich wusste noch nicht
sofort, warum mich dieses Unglück so berührt hatte, denn es passiert
doch so viel. Erst nach und nach sollte es mir klar werden. Hier am Atlantik
fiel es uns natürlich leichter, mitzufühlen, was in uns Menschen
innerlich ablaufen kann, wenn da plötzlich, wie aus dem Nichts, eine
riesige Wand aus wild schäumenden Wassermassen auf uns zu
kommt...
Rückkehr aus der
astralen Welt in meinen irdischen Körper
Zwei Wochen nach der Flut-Katastrophe lag ich ergriffen
nachts gegen drei Uhr im Bett. Ich lag lange ganz still da und zitterte, denn
was ich erlebt hatte, war zutiefst berührend. An das meiste konnte ich
mich erinnern, weil ich bei vollem Bewusstsein gereist war. Soeben kam ich von
einer meiner außerkörperlichen Reisen aus der astralen vierten
Dimension zurück. Ebenso erlebte ich vollständig bewusst, wie ich mit
meinem feinstofflichen Körper wieder in meinen irdischen hineingesogen
wurde. Noch lange klang die liebevolle Stimme des mich begleitenden Geistwesens
in mir nach. Es hatte mich beruhigt, als ich in die unangenehme dunkle Enge
meines Erdenkörpers gezogen wurde und dann mit einem Ruck in ihn
einrastete. Ich kam aus einer anderen Dimension zurück.
Das geschieht bei uns allen
jede Nacht
Soeben hatte ich bewusst das
getan, was wir alle unbewusst jede Nacht tun: Wir verlassen den irdischen
Körper und wechseln in unseren feinstofflichen, auf der Erde
Astralkörper genannt, über. Wir durchwandern mit unseren
geistigen Begleitern die Ebenen der astralen Dimension. Manchmal wechseln wir
auch in einen noch feineren Lichtkörper über. Oft werden wir auch
abgeholt und in bestimmte Gefilde gebracht, um zum Beispiel etwas zu lernen
oder anderen zu helfen. Da wir uns an diese Erlebnisse in der Regel nicht
erinnern wenn wir aufwachen, meinen wir, jede Nacht lediglich in den
Traumebenen zu verweilen.
Alle Menschen, welche die irdische
Ebene sterbend verlassen, finden sich zunächst in dieser
vierten Dimension ein. Es ist dann unsere nächste Existenzebene. Sie ist
für uns genauso real, wie die Erdenwelt, ist aber nur eine Art
Übergangsebene, die wir durchqueren, um einzusammeln, was wir auf der Erde
verstreut haben an Gedanken- und Gefühlsschöpfungen
positiver und negativer Art. Ich glaube, dass diese Dimension mit
Jenseits bezeichnet wird und die höchstschwingenden Bereiche
dort schon sehr himmlisch (ätherisch) sind. Dadurch scheinen sie mit der
nächsten feinstofflichen Energieebene zu verschmelzen: der fünften
Dimension, in die wir als Menschenkollektiv hineinwachsen und in der
unzählige Sternengeschwister leben. Vielleicht ist sie sogar die Heimat
unseres Schutzengels, mit dem wir eins werden, wenn wir dort
ankommen? Vielen ist das alles bereits bekannt und daher führe
ich es in diesem Bericht nicht weiter aus. Eines scheint mir allerdings noch
wichtig: Wenn wir jedoch mit dem sogenannten Jenseits
ängstliche Gefühle verbinden mögen, weil es den vielleicht noch
unbekanntesten Lebensbereich von uns allen berührt, muss ich dem entgegen
treten, denn es geht dort viel schöner, liebevoller und heiterer zu, als
landläufig angenommen. Wir scheinen in der vierten Dimension lebendiger zu
sein als je zuvor. Ich finde, das sind schöne Aussichten...
Tausende von uns sind nachts in ihren
Astralkörpern in liebevollem Einsatz
Ich schreibe dies alles, weil ich weiß, dass wir alle
nächtliche Weltenbummler sind. Ich weiß jetzt auch, dass viele von
uns während und nach der Sumatra-Flutkatastrophe nachts
außerkörperlich wertvolle Hilfe leisten in den astralen Gebieten der
Katastrophe. Viele waren und sind immer noch HelferInnen in den astralen
Gegenstücken der überschwemmten Katastrophen-Gebiete. Wir halfen und
helfen dort immer noch den geschockten Menschenseelen in mitfühlender
Liebe, um ihr seelisches Leid zu mildern, welches durch die große
Flutwelle entstanden ist. Wir waren und sind viele ja, Tausende!
Feinstoffliche Menschen, deren Körper in irgendeinem Bett in irgendeinem
Land schlafen, während sie freiwillig für einen gemeinsamen
Liebes-Dienst feinstofflich unterwegs sind.
Eskalationsstufen für die verunglückten
Menschenseelen
In den astralen Gefilden kamen Massen von menschlichen
Seelen an, die durch die unbeschreibliche Todesangst und den plötzlichen
Übergang in einem schockartigen Dämmerzustand schwebten und teilweise
noch schweben. Sie erleben die Angst, die sie in den letzten Momenten ihres
irdischen Lebens hatten, immer wieder und das, obwohl sie schon längst
gestorben sind. In ihrem Angstzustand können sie einfach nicht
erkennen, dass sie eigentlich schon befreit sind. Viele können daher den
Ort des Geschehens nicht gleich verlassen und in lichtere Dimensionen
aufsteigen. Dadurch hat sich über dem Katastrophengebiet eine nebelartige
astrale Wolke gebildet. Ein Gebiet in der Astralen Welt, in welchem zig
Engelwesen und andere Helfer tätig sind. Die traurigste Eskalationsstufe
ist Folgende: Es sind so viele weinende, völlig verängstigte
Kinderseelen, die umherirren und immer wieder panisch nach ihren Müttern
rufen... So viele Frauenseelen, die fast verrückt sind durch den Schmerz,
ihre Kinder und Familienangehörigen verloren zu haben... So viele
Männerseelen, die immer wieder und wieder über ihre Kräfte
hinaus verzweifelt versuchen, zu retten, was zu retten ist und dann in sich
zusammensinken... So viele Menschenseelen, die nicht wissen, was geschehen ist,
nur fühlen, dass die große Wolke des Schmerzes über allem
liegt, was sie vorfinden...
Doch sie alle sind nicht alleine! Und es sind nicht nur
lichte Engelwesen und andere interdimensionale Helfer-Teams und die abertausend
HelferInnen, die in feinstofflichem Körper bei ihnen sind. Es fließt
auch eine heilende Flutwelle des Mitgefühls von Millionen
Erdengeschwistern zu ihnen.
Auf einer außerkörperlichen Reise in die
lichtarmen, astralen Bereiche dieser traurigsten Eskalationsstufe bin ich nur
kurz in ein derartiges Gebiete geführt worden oder meine Erinnerung an das
gesamte Erlebnis wurde weitgehend von geistigen Begleitern oder Engeln
gelöscht. Vielleicht wäre es zu belastend. Hingegen erlebte ich auf
den anderen Reisen eine mildere Eskalationsstufe. Eine davon möchte ich im
Folgenden beschreiben. Jeder kann sich dann selbst vorstellen, wie es in den
traurigeren Gefilden zugehen mag, welche hingebungsvolle Hilfe dort nötig
ist und wie hell für diese Menschenseelen dort das Licht eines Gebetes aus
mitfühlender Liebe heraus leuchtet...
Die gute Zusammenarbeit weitet sich aus
Diesen Abschnitt schreibe ich,
weil ich weiß, dass viele Menschen Ähnliches erleben; dass derzeit
viele wie ich selbst spüren, dass da etwas
Außerordentliches vor sich geht; dass sich die ersten Schritte in eine
neue Zeit ankündigen und wir Menschen im Herzen erwachen. Ich
weiß, dass die geistige Welt unzählige, noch auf der Erdebene
lebende Menschen nachts für Vorkehrungen einsetzen konnte, schon lange
bevor das Ereignis auf der Erde eintrat (ich selbst nahm es etwa seit letzten
Herbst wahr). Ich weiß, dass durch diesen liebevollen Einsatz vieles
gemildert werden konnte. Denn immer mehr geistigen Wesen aus anderen
Dimensionen wird es möglich, mit uns seelisch reifer werdenden
Menschen zusammenzuarbeiten. Sie kommen sich schwingungsmäßig
entgegen. Nicht nur die Kommunikation wird einfacher, auch können sie uns
in kürzeren Abständen nachts abholen und auch in höhere Gefilde
mitnehmen. Da werden nachts allerlei Beschlüsse gefasst und Schulungen mit
uns vorgenommen, die es den geistigen Führern erleichtern, ihre
Unterstützungsprogramme anzuwenden.
Nächtliches
Abholen
Mitten in der Nacht wachte ich
auf. Ich hatte Herzklopfen. Das ganze Zimmer war in bläulich schimmernden
Nebel eingetaucht. Der bläuliche Nebel wurde immer heller. Ich spürte
eine mächtige Präsenz. Es war ein Abholer aus der
geistigen Welt, von dem eine stark beruhigende Kraft ausging. Wogen des
Wohlbefindens und der Leichtigkeit durchfluteten mich. Dann wurde ich sanft in
eine wirbelnde Kraft hineingezogen. Es wurde dunkel um mich. Wahrscheinlich war
es soweit, die Schwingungsebene von der irdisch-körperlichen in die
feinstofflich-astrale zu wechseln. Ich weiß nicht, wie so etwas genau
geschieht. Ich sah nichts mehr, ich fühlte nur noch. Ich fühlte
warme, mich umschlingende Dunkelheit und eine Art kurze Ohnmacht,
bis es plötzlich wieder heller wurde, ja sehr hell!
Erwachen im feinstofflichen
Körper die Reise beginnt
Ich
erwachte drüben. Ich war wieder bei vollem Bewusstsein und
fand mich stehend wieder. Noch war alles verschwommen um mich, doch dann wurde
es immer klarer (so, als ob man ein Fernsehgerät scharf stellt). Meine
Stimmung war freudige Gelassenheit. Ich konnte die Präsenz meiner Engel
deutlich spüren, aber sehen konnte ich sie nicht.
Eine Helfergruppe von
vielen
Ich stand in einer Gruppe von sehr
freundlichen Menschen in feinstofflichen Körpern. Es waren Frauen und
Männer mit wunderschönen, harmonischen Gesichtern. Die meisten Frauen
trugen lange und lockere, fließende und einfache Gewänder, die
Männer und ein paar Frauen lange Hosen mit einem weiten knielangen
Oberteil darüber. Die Stoffe waren teilweise ähnlich wie Seide oder
auch wie dünner Baumwollstoff. Ich selbst war mit einem sehr schlichten,
locker fallenden, langen Kleid aus baumwollähnlichem Material bekleidet.
Wir erschienen allesamt in hellen Pastellfarben, die sehr dezent, weich und
wohltuend wirkten. Auch war alles schlicht und fast einheitlich. Die Schuhe
waren kaum zu sehen, denn sie waren wie zarte, dünne Socken, dennoch waren
es eindeutig Schuhe. Mir fiel auf, dass mein Kopf leicht mit einem Tuch bedeckt
war, das locker an mir herunterfiel. Das Tuch hatte eine leicht
einhüllende Ausstrahlung und außer mir waren noch ein paar Frauen
auch in solche Tücher gehüllt.
Wir alle fühlten jetzt
deutlich unsichtbare sehr mächtige Präsenzen bei uns. Es waren Engel
(auch Lichtwesen genannt), die uns begleiteten und die wir hier in der vierten,
viel feiner schwingenden Dimension stärker wahrnehmen konnten. Alle nahmen
wir sie wahr und wir empfanden sie nicht getrennt von uns. Gerade so, als
wären sie in uns und ragten aus uns heraus. Es war ein unbeschreiblich
angenehmes Hochgefühl.
Unsere Gruppe bestand aus
zweiundvierzig Erdenmenschen in ihren astralen Körpern. Wir
Schläfer (diese Bezeichnung gefällt mir) wurden von einem
hochentwickelten männlichen Bewohner einer höheren Dimension durch
diese Welt geführt. Intuitiv wusste ich, dass es hier viele solcher
Gruppen und wohl auch Gruppenführer gab. Unser Gruppenführer war ein
Bewohner aus einer Dimension, von der aus diese hochentwickelten Seelen zum
Zweck liebevoller Unterstützung wieder in die dichteren Astralebenen
zurückkommen können. Seine Ausstrahlung war unbeschreiblich kraft-
und liebevoll und auf seiner Haut lag ein eigenartiger Schimmer. Seine Augen
leuchteten wie zwei funkelnde, klare Edelsteine und er lächelte die ganze
Zeit über. Er strahlte enorme Ruhe und Autorität aus und unendlichen
Frieden. Ich fühlte mich in sein Strahlungsfeld hineingezogen und darin
vollständig geborgen.
Innere Kommunikation
Wir waren alle auf
Gefühlsebene miteinander verbunden. Unser Gruppenführer konnte
außerdem telepatisch mit jedem einzelnen von uns kommunizieren. Er fing
alle unsere Gefühle, Gedanken und Fragen auf, um sie geduldig und stets
verständnisvoll zu beantworten. Dabei bewegte er manchmal nicht einmal die
Lippen. Wir konnten seine Stimme und die Stimmen der anderen in unserem Inneren
hören. Und mehr noch, wir konnten sie fühlen. Durch den Klang der
Stimme und die damit verbundenen Empfindungen konnten wir hier jeden Menschen
auf seiner Seelenebene erkennen. Wir fühlten uns daher sehr verbunden
miteinander und konnten auch nichts voreinander verbergen. Für den
Gruppenführer waren die Wahrnehmungen alle gleichzeitig, wir aber mussten
uns speziell darauf konzentrieren.
Seelisch hochentwickelte
menschliche Wesen, wie er es war, konnten gleichzeitig in jeder Situation
gegenwärtig sein, innerlich alles wahrnehmen und sogar auch noch
kommunizieren. Dies auf erstaunlich große räumliche Distanzen hinweg
(im Gegensatz zu unserer irdischen Dimension gibt es in der vierten noch ein
räumliches Empfinden, aber kein zeitliches mehr).
Der Name unseres
Gruppenführers war »Hiam«. Nun schaute ich einem freundlich
lächelnden Mann neben mir in die Augen und spürte, wie ein
Lichtfunken aus seinen Augen in meine sprang. Ihm ging es genauso. Wir hatten
für einen Momentlang das Gefühl tiefer Verbundenheit. Es war wie ein
innerer Gefühlsfilm, der durch den Blickkontakt ausgelöst
wurde. Wir nahmen den anderen als unsterbliche Seele wahr. So
erging es mir mit allen Gruppenmitgliedern. Kein Wunder sagt man auf der
Erdebene, ...dass die Augen die Fenster der Seele sind. Wie
wahr!
Eine Tempelanlage als eines der
Ankunftszentren für die Verunglückten der
Flutkatastrophe
Unsere Gruppe befand sich inmitten
einer farbenfrohen, astralen Tempelanlage mit gepflegten Gärten, die mich
an Palastgärten erinnerten. Die eher schlichten Gebäude waren
herrlich verziert und goldene Ornamente glänzten im Licht. Ich empfand die
Anlage in der Größe einer Kleinstadt. Eine eigenartig helle, zarte,
heilsame und andächtige Atmosphäre schwebte in der Luft. Es roch so,
als ob Räucherwerk abbrannte und gleichzeitig auch wie in einem
Kräutergarten. Zarte Glockenklänge durchzogen die Luft. Obwohl ich
mich mit der Menschengruppe inmitten der ätherischen Tempelstadt befand,
konnte ich auch gleichzeitig per Vogelperspektive innerlich alles in seiner
Gesamtheit sehen und fühlen. Es war ein anderes Sehen
(vielleicht träfe das Wort Herzaugen zu). Ich konnte mit
meinen Herzaugen sehen, dass das wunderschön gestaltete
Ankunftszentrum auf einem großen Hügel lag und außen herum
kleine terrassenförmige Plätze mit kleinen verzierten Pagoden
eingerichtet waren. Von ihnen aus konnten die Menschenseelen in die Ferne
sehen, was viele hier sehr genossen. Alles war wie ein großer
Palastgarten angelegt. Prächtige Blumen und Pflanzenbeete säumten die
Ränder der zierlichen Wege. Blühende Büsche, Palmen und
Bäume mit großen Früchten schmückten grüne
Flächen. Ähnlich eines Schlossgartens auf der Erdebene
plätscherten hier und da kleine Seen und Teiche, die umringt waren von den
herrlichsten Blumen und an deren Ufer Menschenseelen saßen (die Bewohner
höherer Dimensionen haben scheinbar eine große Vorliebe für
Gärten, Seen und Blumen). Überall standen auch edle, kunstvoll
bemalte Figuren von verehrten Göttern, Heiligen und
geschmückte kleine Altäre, auf denen Räucherstäbchen
abbrannten und einen erhebenden Duft verströmten. An allen Plätzen
standen farbenfrohe, mit Blumen geschmückte Bänke aus Steinen, auf
denen sich Menschenseelen ausruhten. Auf den Wiesen konnte ich solche erkennen,
die auf Teppichen mit geschlossenen Augen saßen. Sie schienen zu
meditieren und zu beten. Ein Netzwerk zierlicher Wege durchzog das große
Gelände, auf denen es viele Spaziergänger gab. Mir fiel auf, dass
niemand alleine ging, immer waren sie zu zweit oder zu mehreren.
Wichtige Einblicke
Dann erklang die harmonische
Stimme von Hiam, der uns mitteilte, dass in diesem Zentrum nur noch teilweise
die gewohnte Umgebung der Ankömmlinge nachgestaltet wurde, dass es aber
auch andere gäbe, welche die irdische Heimat der Ankömmlinge exakt
wiedergab. Dies hinge von dem Bewusstseinszustand der Menschenseelen ab und
davon, was für ihre Entwicklung wichtig wäre. Schon kamen Fragen in
der Gruppe auf. Hiam erklärte, dass die Zentren von hochentwickelten
Spezialisten gestaltet würden. Sie würden dafür die
Schöpferkräfte ihrer Gedankenkonzentration und der mitfühlenden
Empfindungen gebrauchen. Sie würden auch die Natur nach dem Bedürfnis
der Neuankömmlinge gestalten. Es bestünde alles aus feinstofflicher,
ätherischer Substanz und würde so lange bestehen bleiben, bis sie es
wieder umformen würden. Jedoch wäre dies in dieser Dimension noch
nicht beliebig möglich. Daher gäbe es statt vieler Umformungen
mehrere verschiedene Anlagen, die schwerpunktmäßig den verschiedenen
Bedürfnissen angepasst werden. Mit ruhiger Stimme sprach er weiter. Er
sagte, dass dieses Zentrum, in dem wir uns befänden, speziell für
dieses Flutereignis geschaffen worden war, was uns natürlich sehr
betroffen machte. Bei Massenübergängen wäre dies von Vorteil, da
man somit die Betroffenen in ihrer Gemeinsamkeit zunächst gemeinsam
auffangen könnte. Dies geschähe aber in der Regel nur bei
großen Katastrophen oder auch in Kriegen. Es wären dann sogenannte
Notprogramme und Sondereinsätze nötig. Diese Vorbereitungen
würden natürlich (nach Erdenzeit) schon einige Zeit vor dem Ereignis
getroffen. Bei den Vorbereitungen wären auch verkörperte Menschen
beteiligt und diese hätten dann in ihrer Welt meistens gewisse
Vorahnungen. Beim Eintreffen der Katastrophe wären sie unruhig in ihrem
irdischen Parallelleben. (Wir litten tatsächlich alle mehr oder weniger an
starken Schwindelanfällen, Schmerzen, Übelkeit, unerklärlichen
Angstanfällen und Verwirrungszuständen). Weiter meinte Hiam, dass es
viele solcher Gruppen gäbe und wir ein Ausbildungsprogramm durchlaufen
hätten für die Hilfsdienste, die wir leisten würden.
Die Halle des
Erwachens ist wie ein riesiger Krankenhaussaal
Nun bewegten wir uns
leichtfüßig auf ein großes Gebäude mit weißen
Säulen und einem mit Blumen geschmückten Torbogen zu. Aus dieser
Halle kam uns eine Stimmung der Freude entgegen. Wir waren hier in dieser Welt
viel sensibler und empfänglicher für Stimmungen und Ausstrahlungen,
da unsere Wahrnehmungsfähigkeit im feinstofflichen Körper um vieles
feiner war. Wir betraten die Halle, in der Menschenseelen, die durch
Verletzungen nach der Flutkatastrophe gestorben waren, in ihrem feinstofflichen
Körper erwachten und sich erholen konnten. Die Seelen hier hatten alle
einen eher leichten Übergang und wurden von ihren Familienmitgliedern, die
schon länger die Erdebene verlassen hatten, in Empfang genommen.
Jede Menschenseele wird
Drüben liebevoll gepflegt und begleitet
Hiam erklärte, dass dies eine
Halle von vielen ist und dass jede Halle in einem anderen Gebiet mit einer
anderen Schwingung liegt. Hier würden jene menschlichen Seelen
hergebracht, welche durch Verletzungen während der Flutkatastrophe
gestorben waren. Es war folglich einer ihrer letzten Gedanken und Wünsche
gewesen, eine Kranken-Behandlung zu bekommen. So stellten sie sich ihre Rettung
vor. Daher wurde es hier auch ähnlich eingerichtet, damit sie sich
gerettet und in Sicherheit fühlen konnten bis sie bereit waren,
ihren irdischen Tod zu akzeptieren. Immer wieder würden die
Angehörigen versuchen, ihnen klar zu machen, dass sie nicht mehr auf der
Erdebene lebten. Doch es wären auch Menschenseelen darunter, die
zwischendurch wüssten, dass sie gestorben waren, aber dann immer wieder in
Dämmerzustände zurückfielen.
Die vielen HelferInnen, die sich
ausgesprochen liebevoll um die Neuankömmlinge kümmerten, hatten die
besondere Fähigkeit, feinfühlig deren tiefsten persönlichen
Bedürfnisse zu erspüren. Dafür durchliefen sie fast alle eine
Zeit des Lernens und Reifens. So wie die irdischen
Krankenschwestern, versorgten, ermunterten und pflegten sie die gerade
Verstorbenen fürsorglich und lasen ihnen alle Wünsche von den
Augen ab. Durch ihr starkes Mitgefühl konnten sie die
Bedürfnisse ihrer Schützlinge in sich selbst als innere Abbilder
auffangen. Durch gedankliches Fokussieren konnten sie auch gewünschte
Gegenstände materialisieren, wenn diese dem Wohlbefinden dienten. Diese
feinstoffliche Substanz, aus der jene Gegenstände waren, war ihre Liebe.
Übrigens erfüllte es uns
nebenbei alle mit großer Heiterkeit, uns vorzustellen, wie die
Materialisationen aussehen könnten, die wir ohne eine solche Lehrzeit
hervorbrächten. Selbst der Gruppenleiter wiegte sich in Heiterkeit.
Die gigantisch große
Halle erschien mir ähnlich einem Krankenhaus, nur sehr viel
schöner und freundlicher. Sie war gefüllt mit unzähligen Betten.
Die Betten standen alle in individuell geschmückten Nischen. In manchen
Nischen standen auch zwei oder mehrere. Jede war wie eine kleine eigene Welt.
Dabei war hier nichts wirklich voneinander abgetrennt.
Das Schicksal einer liebenden
Großmutter
Vorsichtig ging ich auf eine
Nische zu, um sie mir näher zu betrachten. Diese war ärmlich und
etwas heruntergekommen. Die dortige Frau kam aus einer Gegend der
Flutkatastrophe, in der es nur ärmliche Krankenhäuser gab (scheinbar
nahm sie mich nicht wahr). Ihre Nische entsprach genau ihrer Erinnerung. Sie
war erst kurz hier angekommen. Im Laufe der Zeit würde ihre kleine Welt
schöner werden, tröstete mich der Gruppenführer telepathisch.
Die Frau hatte einen Kopfverband und beide Arme verbunden. Auf der Erdebene
wurde sie nach der Flutwelle in Trümmern mit starken Blutungen einer
tiefen Kopfverletzung gefunden. Sie hielt noch schützend ihre kleine
Enkelin im Arm, welche aber schon tot war. Sie selbst starb unter Schock kurz
nach ihrer Rettung.
Als ich bei der Nische war,
veränderte sich mein Gesichtfeld so, als wäre ich in einem kleinen
Zimmer. Die Frau konnte mich jetzt sehen und schaute mich erstaunt an,
erwiderte aber freundlich meinen Gruß. Schnell trat ich wieder ein
Stückchen zurück und stand erneut in der Halle. Die
Erklärung des Gruppenführers hierfür war, dass hier jede
Menschenseele schwingungsmäßig einen eigenen Raum bräuchte und
doch auch die Gemeinschaft. Hier wird beides möglich und es kann je nach
Bedarf sofort gewechselt werden. Die meisten Menschenseelen konnten uns daher
nicht sehen, denn sie befanden sich im Glauben, in einem separaten
Krankenzimmer zu sein. Nur wenige beobachteten uns und hielten uns für
Besucher.
Da der Gruppenführer mein
tiefes Mitgefühl zu dieser Frau natürlich bemerkt hatte, kam er
lächelnd auf mich zu und legte seine Hand sanft auf meinen Kopf. In diesem
Augenblick durchströmte mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Ich konnte innerlich sehen, wie es der Großmutter bald besser ging. Die
mitfühlende Liebe, die sie für ihre kleine verängstigte Enkelin
im Augenblick ihres eigenen Übergangs empfand, floss ihr als helfende
Kraft wieder zu, sodass sie sehr schnell genesen konnte.
Ich sah ihre Tränen stillen
Glücks aus den Augen tropfen, als sie ihre kleine Enkelin zum ersten Mal
wieder im feinstofflichem Körper in ihre Arme schließen konnte. Das
kleine Mädchen hatte trotz der unvorstellbaren Panik im Arm der geliebten
Großmutter starken seelischen Schutz empfunden und hatte trotz Todesangst
einen milden Übergang. Sie küsste ihre Großmutter hier so
vergnügt, wie das Erdenkinder tun, wenn sie durch und durch glücklich
sind. Die HelferInnen, welche hier in der Tempelanlage für beide sorgten,
konnten teilhaben an diesem Glück. Welch eine wundervolle Aufgabe! Dann
gab es einen Zeitsprung und ich sah, wie sich diese Frau nach längerem
Aufenthalt in dieser Dimension verjüngt hatte. Sie sah aus wie ganze
fünfundzwanzig Jahre! Begeistert betreute sie Kinder in dieser geistigen
Welt und ihre Enkelin entwickelte sich zu einem sehr anmutigen
Mädchen.
Mitleiden
erschüttert
Der Gruppenführer ermahnte
uns immer wieder liebevoll, nicht zu tief in die Schicksale einzutauchen. Denn
jede seelische Erschütterung würde uns sofort wieder in die
schlafenden Erdenkörper zurückziehen. Dies sei manchmal nicht zu
vermeiden und würde auch immer wieder vorkommen. Es träten keine
ernsthaften Schäden in unserem Gefühlskörper auf, aber es
träte eine unerwünschte Schwächung ein, durch die wir unsere
wichtige Aufgabe unterbrechen müssten. Denn wir würden in einem
solchen seelischen Zustand in unserem irdischen Körpern
erwachen.
Obwohl uns großer Schutz und
eine Abschirmung hoher Lichtwesen (Engel) zuteil würde, die durch ihre
Konzentration ein kollektives Energiefeld um uns bilden würden,
gelänge es unseren persönlichen geistigen Begleitern nicht immer
vollständig, die erschütternden Energien auszugleichen. Das
hätte zur Folge, dass wir diese Energien mit auf die Erdebene nähmen
und dann dort unter den bekannten Symptomen in dieser Phase leiden würden.
Trotzdem dürften wir sicher sein, unter der Obhut der geistigen Welt zu
stehen. Wir waren beruhigt. Denn jeder von uns war auf etwas aufmerksam
geworden. Als Erdenmenschen haben wir Emotionen, die nicht völlig
abgestellt werden konnten. Dafür aber strahlten wir unser Menschsein aus,
was einigen übergegangene Menschenseelen ausgesprochen gut tat. Einige von
unserer Gruppe gehörten zu den aktiven HelferInnen in diesem
Ankunftszentrum. Ihre Aufgabe war wie die der HelferInnen, vor allem aber, wenn
es darum ging, das Vertrauen der Neuankömmlinge zu gewinnen. Sie waren
darin ausgebildet worden bei ihren Reisen in diese Existenzebene. Es ist
für uns Erdenmenschen doch so, dass wir dem schneller Vertrauen, das uns
ähnlicher ist.
Eine Versammlung unter dem
blühenden Baum
Hiam führte uns als
nächstes an den Rand dieser Tempelanlage. Dort hatten sich auf einem
weiten, freien Platz viele Menschenseelen im Halbkreis um einen riesigen
blühenden Baum versammelt. Es müssen so an die hundert Menschenseelen
gewesen sein. Die meisten saßen auf dem Boden. Ich erinnere mich noch
genau an den herrlichen süßen, sehr erhebende Duft, den der
blühende Baum verströmte. Unter ihm konnten wir eine Besucherin und
einen Besucher aus einer höheren Dimension erkennen. Auf ihrer Haut lag
das gleiche Schimmern, wie bei Hiam. Die Frau hatte sehr langes, welliges,
dunkles Haar, welches seitlich mit Blüten am Kopf befestigt war und hinten
in ganzer Pracht an ihr herunterfiel. Ihr Gesicht war ebenmäßig mit
weichen Zügen. Auffallend hell leuchteten ihre großen Augen. Der
Mann war ein gutes Stück größer und hatte ein markantes, sehr
harmonisches Gesicht. Er trug einen kurzen Vollbart und hatte dunkles,
schulterlanges, sehr glänzendes Haar mit ein paar helleren Strähnen.
Beide hatten Haut, die aussah, als wäre sie sonnengebräunt. Sie waren
sehr edel gekleidet und trugen tiefblaue, schimmernde Gewänder. Ihre
liebevolle Ausstrahlung war so stark, dass einige der Menschenseelen deswegen
weinten. Es war ein ergreifendes Bild, sie abwechselnd sprechen zu hören,
denn es bildete sich ein golden flimmernder Lichtschimmer über ihnen.
Die interdimensionale Flutwelle
des Mitgefühls
Die wunderschöne Frau sprach
gerade darüber, dass sie beide nur kurze Zeit hier verweilen könnten
und dass sie aus ihrer Heimat gekommen wären, um den Menschenseelen
mitzuteilen, dass diese nicht alleine sind. Ihre Worte waren wie Balsam
für die Zuhörer, die sich teilweise im Arm hielten. Es wurde
über Liebe gesprochen, über die großen
Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Welt und über die
Veränderungen auf der Erde.
Sie sagten, dass die
Flutkatastrophe auf der Erde eine riesige Welle an Mitgefühl erzeugt und
sogar bei den noch verschlossenen Herzen angeklopft habe. Dadurch können
unzählige geistige FreundInnen aus anderen Dimensionen ihre
mitfühlenden Liebesenergien und Botschaften mit einfließen lassen,
sodass es zu einer großen Einweihung in die unantastbare Macht der
göttlichen mitfühlenden Liebe wird.
Viele von den Anwesenden
würden, wenn sie ihre restlichen Erschütterungen ablegen werden, bald
verstehen, dass sie der Menschheit mit ihrer Bereitschaft zu diesem
mitgefühlerweckenden Übergang sehr gedient hätten. Denn echtes
Mitgefühl würde alle Grenzen überwinden und somit mehr bewegen,
als jede religiöse Kraft das vermag. In der Tiefe ihrer Seele ahnten sie
nun, dass sie einst beschlossen hatten, diese Erfahrungen auf genau diese Weise
zu machen.
Ihr unsterbliches Wesen hätte
selbst jenen schon vergeben, die diese Flutwelle auf der Erde mitverursacht
hatten. Damit mussten die Lehrer wohl etwas in Bewegung gebracht haben, wass
die Menge in gewisse Unruhe versetzte. Alle Zuhörer wussten sofort, von
was die beiden sprachen und dass Opfer und Täter der Erdebene
eng miteinander verknüpft
sind. Durch dieses energetische Band erlebt jede Seite das
Leid des anderen mit, was in dieser Dimension natürlich nicht zu verbergen
ist. In dieser Welt wären dies die ersten wichtigen Erkenntnisse. (An
dieser Stelle gäbe es noch mehr zu schreiben!)
Die beiden engelhaften Lehrer
betonten, dass sich in dieser feinstofflichen Welt die Verschiedenheiten der
Religionen auflösen und dadurch die Gemeinsamkeiten hervortreten
würden. Durch gegenseitiges Mitgefühl wäre es möglich, hier
gegensätzliche Formen in ihrem gemeinsamen Kern zusammenzubringen. In
feinstofflichen Welten könnten Menschenseelen etwas Neues erschaffen, was
dann als entscheidende Impulse zur Erdebene fließen würde. Viele
Veränderungen auf der Erde hätten ihren Ursprung in diesen Welten.
Für die Anwesenden wäre es eine wichtige Aufgabe, das
Wesentliche aus ihren verschiedenen Weltanschauungen
herauszufiltern, um es dann als gemeinsames Zentrum zu erleben. Die
Menschenseelen hätten hier die nötigen Bedingungen, um solche neue
Erkenntniswege zu entfalten. In dieser Tempelanlage könnten sie ihren
religiösen Gewohnheiten folgen, wie sie möchten und fänden
dafür verschiedenste heilige Plätze vor. Sie sagten, dass sie hier an
einem Ort wären, an dem sie zu nichts mehr gezwungen werden und sich
endlich so entfalten dürften, wie sie es sich zu Lebzeiten auf der Erde
gewünscht haben. Eine Gemeinsamkeit wäre, dass sie für diesen
kostbaren Entwicklungsschritt innerlich bereit wären und sich auf
wundervolle Zeiten freuen dürften. Sie könnten sogar ihren Lieben,
die auf der Erdebene noch in engen Sichtweisen leben, diese neuen wertvollen
Erkenntnisse und Erfahrungen, auf die ein oder andere Weise übermitteln.
Die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Welten würde sich
sehr zu ihrer Zufriedenheit entwickeln. Dann trösteten die beiden Lehrer
ihre Zuhörer mit dem Hinweis, dass ihren zurückgebliebenen Lieben auf
der Erde in jeder erdenklichen Weise geholfen wird und sich viele ihrer
Familien schon von dem Schock erholt hätten. Die Menschenmenge war
ergriffen und in befreienden Tränen aufgelöst. Sie rückten in
ihren Herzen noch näher zusammen und ich konnte spüren, dass die
Menschenseelen hier das leben konnten, was ihnen auf der Erde verwehrt blieb.
Unsere Gruppe war auch den Tränen nahe, denn wir konnten die große
Erleichterung mitfühlen. Das muss wohl der Grund gewesen sein, warum wir
nicht mehr über diese beiden wunderbaren geistigen Lehrer erfuhren, denn
in manchen Momenten hat man einfach keine Fragen mehr...
Die Kinderseelen
Unser Gruppenführer brachte
uns dann in ein Gebiet, in dem eine große Kinderschar auf Wiesen spielte.
Sie waren alle noch sehr jung und wurden daher von HelferInnen beaufsichtigt.
Man versuchte, viele Begebenheiten der Erde zu imitieren und ähnlich zu
gestalten, damit sich die Kleinen geborgen fühlten. Die Stimmung hier war
ausgesprochen fröhlich. Diese Kinder waren alle bei der Flutkatastrophe
umgekommen und hatten einen relativ schnellen Übergang. Doch kamen sie in
einem Schockzustand hier an und waren dadurch noch sehr an die irdische Familie
gebunden. Bis ihre Familienangehörigen selbst wieder stabil waren, wurden
sie mütterlich von liebevollen HelferInnen versorgt, mit allem, was sie
benötigten. Auch erhielten die Kinder so etwas wie einen Unterricht, der
sie mit den Gegebenheiten ihrer neuen Daseinsform vertraut machte. Dies
geschah, wie auf der Erdebene, meistens in Gruppen. Jene unter ihnen, die
seelisch noch sehr angeschlagen waren, hatten hier zusätzlich eine eigene
Betreuerin, in einer besonders mütterlichen Ausstrahlung. Sie ersetzten
den Kinderseelen die irdische Mutter.
Eine schöne
Seite
Die astralen Kinder unterschieden
sich kaum von den Erdenkindern, was wohl daran liegt, dass Kinder noch in ihrer
Ursprünglichkeit sind. Die übergegangenen Kinder konnten sich hier
viel schneller eingewöhnen und dem astralen Leben die höchste Freude
abgewinnen. Sie sprühten förmlich vor Lebendigkeit und Frohsinn und
steckten nicht selten damit die Älteren an. Die Regenerierung eines
übergegangenen Erwachsenen in der astralen Welt ist viel langwieriger, als
die eines Kindes. Das kindliche Gemüt ist dem astralen Leben viel
näher. Mitgefühl, Spontanität, Kreativität, Offenheit,
Freude, Leichtigkeit um nur ein paar Eigenschaften zu nennen sind
Kräfte, die in der astralen Dimension viele stärker ausgeprägt
sind. Auch schon deswegen, weil es die Gefühlsdimension ist. Also bildet
das Gefühl die Lebensbasis und nicht die Materie, wie das auf der Erdebene
gelebt wird.
Das astrale Heim für
verwaiste Kinder
In der Nähe gab es ein
weiteres großes Gebäude, welches eine Art Kinderheim war. Dort waren
alle Kinder versammelt, die schon auf der Erde Waisen waren und durch die
Katastrophe ihr Leben ließen. Man versucht hier ein Gegenstück zu
schaffen, das natürlich unvergleichbar viel schöner ist. Das
Gebäude selbst sah ganz entzückend aus. Es erinnerte mich sofort an
eine große Villa Kunterbunt. Es war über und über
mit blühenden Ranken bedeckt und glich eigentlich eher einem
Riesengartenhaus, als einem irdischen Waisenhaus. Es war
eingebettet in wahre Blumenmeere, niedliche Spielplätzchen und kleine
Spielhütten aus Laub und Blüten. Das wenige Spielzeug war fast nur
aus Naturmaterialien. Überall an Ästen und Dächern hingen
Mobiles mit einer Vielzahl kleiner Glöckchen, die überaus harmonisch
erklangen. Ein Kinderparadies.
Unsere Gruppe war hier
zunächst sehr aufgelockert, denn alle waren entzückt. Eine frohe
Schwingung umfing uns. Ein paar Kinder liefen gleich freudenstrahlend auf uns
zu, so als ob wir hierher gehörten. Doch da waren auch ein paar Kinder,
die gedankenverloren für sich alleine in kleinen Gartenecken spielten. Sie
sahen traurig aus. Hiam teilte uns mit, dass einige Kinder die Schönheit
und den Liebreiz des liebevoll gestalteten Heimes noch nicht annehmen
könnten. Sie hingen auf irgendeine Weise noch an den widrigen
Umständen, die sie während ihres Erdenlebens erfahren hatten.
Darunter wären auch besondere Sorgenkinder, die manchmal
separat in schlichten Behausungen untergebracht werden müssen, wie sie es
gewöhnt waren. Doch die Gemeinschaft tat ihnen sehr gut und daher
versuchten die HelferInnen
unermüdlich, sie mit anderen Kindern zusammenzubringen. Mit viel Geduld
und Kreativität gelänge es, diesen Sorgenkindern zu helfen.
Außerdem veranstalteten die HelferInnen Kinderfeste, zu denen ältere
Menschenseelen eingeladen wurden. Daraus ergäben sich oft wundervolle
Begegnungen und Heilungen auf beiden Seiten und auch Freundschaften.
Das Kinderfest
Im Innenhof der Gebäude
hingen Girlanden aus Blumen und weiterer Schmuck. Immer mehr Menschenseelen
kamen aus allen Richtungen, um bei einem Fest der Kinder dabei zu sein. Die
Stimmung war sehr heiter und es waren auch Kinder zugegen, die noch durch ihr
Leid gekennzeichnet waren. Auch in ihren Augen konnte ich ein kurzes Leuchten
erkennen, als sie den schön geschmückten großen Innenhof
betraten. Hiam machte uns auf eine Situation aufmerksam: Eine Gruppe Kinder
fing an zu singen und im Laufe des wunderschönen Liedes fingen die Kinder
an zu leuchten. Über ihnen bildete sich ein durchsichtig schimmernder
Regenbogen aus ihren ekstatisch-fröhlichen Gefühlsenergien. Alle
Menschenseelen, die ihnen zuhörten und zusahen, wurden von einem
angenehmen Schauer ergriffen. Wir konnten erkennen, dass viele ältere
Menschenseelen, denen man ein sehr belastetes Erdenleben ansah, begannen zu
strahlen. Sie lachten und wiegten sich fröhlich im Rhythmus des Liedes.
Ich war sehr ergriffen von der Inbrünstigkeit, mit der die Kinder sangen.
Sie schenkten allen tiefe Glücksgefühle. Situationen wie diese gab es
viele, doch berichte ich hier nur noch von den wirklich armen Kindern, um den
Bericht nicht noch mehr auszudehnen.
Vielen Kindern wurde auf der Erde
Gewalt angetan
Die verschiedenartige Gewalt, die
den Kindern auf der Erde widerfahren war, hinterlies auch hier noch eine
zeitlang ihre Spuren. Diese Kinder konnten einfach nicht lachen. Doch
dafür versuchten HelferInnen sie Stück für Stück wieder an
die Kraft der Freude, die in ihnen verborgen lag, zu erinnern. Solange, bis die
Kinder wieder Freude empfinden konnten.
Ein kleines Mädchen hatte
ständig Tränen in den Augen, die ihr über ihre kleinen Wangen
herunterrollten. Bei allem, was dieses Kind tat, weinte es still vor sich hin.
Es hatte viel seelische und körperliche Schmerzen erlitten, bevor es
hierher kam. So gesehen, war der plötzliche Tod für dieses Kind
wie auch für viele andere eine Erlösung. Diesen
Eindruck hatte ich ganz besonders, als wir Kinder in einem weiteren
Gebäude besuchten, die sexuell missbraucht worden waren. Unser
Gruppenleiter erklärte, dass es unter den Verunglückten sehr viele
wären, die schweren Fälle jedoch in einer speziellen Halle in einem
anderen Ankunftszentrum betreut würden. Einige würden nach
spezieller, intensiver, mitfühlender Betreuung in dem dafür
speziellen Ankunftszentrum hierher gebracht, weil es für ihre weitere
Entwicklung wichtig wäre, ihre Isolation abzulegen und mit
andersschwingenden Kinderseelen zusammenzukommen. Diese Integration würde
behutsam vorgenommen.
Kinder sind der manifestierte
Spiegel für Wachstum in jeder Welt
Die ganze Gruppe war an dieser
Stelle bedrückt. Das Leid der Kinder berührte uns auf ganz besondere
Weise. Doch Hiam beruhigte uns verständnisvoll und erklärte, dass es
für alles Tragische einen liebevollen Ausgleich geben würde. Er sagte
auch, dass wir unter anderem natürlich spüren würden, wie
wertvoll Kinderseelen wären.
Alles, was neu geboren wird,
verweilt mehr oder weniger lang in kindlichen Kräften. Ganz egal, welche
Ebene oder Situation das betrifft. Dies sei sehr wichtig zu verstehen und zu
erfühlen und wir konnten die Dringlichkeit spüren, die von Hiam
ausging.
Dem gesamten Menschenkollektiv
stünde eine große Erneuerung bevor. In den ersten Stadien dieser
neuen Welt läge dann der Geist des Kindes. Die vielen unglücklichen
irdischen Kinderschicksale und Kindheiten wären der sichtbare Spiegel
für mangelnde Liebe und mangelndes Wachstum in der Erdenwelt. Es wäre
vielsagend, wie eine Welt oder Gesellschaft zu Kindern eingestellt wäre
und wie die Kinder sich entfalten könnten. Denn Kinder offenbaren, wie
etwas Neues, noch zart und klein in einer Welt wachsen kann. Es
braucht die Liebe und den Schutz des schon Bestehenden, des Reifen,
Älteren und Großen. Es wäre von größter Wichtigkeit
zu verstehen, dass das sogenannte Neue stets durch weibliche Kraft
geboren und zunächst in kindlichem Prinzip heranwächst. Beides
wären leider noch stark unterdrückte Kräfte auf der Erdebene.
Hiam wurde nun wieder sehr heiter,
denn er wünschte uns, ab nun unsere kindliche Seite und auch unsere
weibliche mehr auszukosten. Er meinte, dass er und andere Geistwesen die
Auswüchse dessen dann freudigst mitgenießen würden. Er gluckste
fröhlich vor sich hin. Es drängten sich uns lustige innere Bilder
auf, die uns einen würzigen Vorgeschmack darauf vermittelten. Wir lachten.
Wir müssen wohl sehr anziehend gewirkt haben, denn plötzlich wurden
wir von einer lachenden Kinderschar umringt. Wir waren in ihre kindliche
Schwingung gekommen und es bildete sich ein herrlicher Regenbogen über
uns...
Meine Reise war
beendet
Wir standen alle wieder zutiefst
gerührt da und begannen zu ahnen, welches Ausmaß das alles hatte.
Ich wusste übrigens, dass ich in einem astralen Kinderheim Helferin und
Ersatzmutter war und mit mir ein paar Frauen aus der Gruppe. Es waren jene
Frauen, die ihren Kopf mit einem dünnen, locker fallenden Tuch bedeckt
hielten. Es schien für uns als Mutter, wie auch für die Kinder, die
wir betreuten, sehr einhüllend zu sein. Das letzte, an was ich mich
erinnerte, war das milde, gütige Gesicht von Hiam. Für einen
Momentlang kam es mir so überaus vertraut und bekannt vor. Dann wurde es
dunkel um mich. Ich erwachte um drei Uhr in der Nacht in meinem irdischen
Körper und war voller Liebe in meinem Herzen....
Herzliche
Einladung: Da mich
diese Erlebnisse unbeschreiblich tief berührt haben, entsteht gerade ein
Buch, welches im Mai erscheinen wird. Ich lade Euch ganz herzlich ein, mir
schriftlich Eure eigenen Erfahrungen, Meditationserlebnisse, Einsichten,
Gedanken und Fragen mitzuteilen. Ganz vertraulich oder aber auch freigegeben
zum Veröffentlichen im Buch, was ich Euch dann natürlich vorher
mitteile. Leider wird es mir sicherlich kaum möglich sein, mit Euch allen
sofort in Kontakt zu treten, sondern erst nach und nach. In tiefer
Verbundenheit danke ich Euch schon jetzt!
Es ist
ausdrücklich erwünscht, dass diese Botschaft weitergereicht wird.
Möge
sie viele Menschen im Herzen berühren!