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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
01.2005 Brigitte Jost
sternenwelten@brigitte-jost.de
Info von:  www.brigitte-jost.de
»Die interdimensionale Flutwelle des Mitgefühls«

Eine außerkörperliche Reise in das ‚feinstoffliche’

 Katastrophengebiet der Sumatra-Flutwelle

Bitte lest diesen Reisebericht mit Eurem Herzen. Die schöpferischen, mitfühlenden Gedanken- und Gefühlskräfte, die Ihr somit beim Lesen und Mitfühlen erzeugt, bilden Heilenergien, welche sich energetisch mit gleichschwingenden Kräften rund um die Erde vereinen. Denn es ist eine weitere, aber feinstoffliche und sehr heilende Flutwelle entstanden: Die interdimensionale Flutwelle des Mitgefühls!

Längst haben sich in der astralen Dimension lichtvolle Welten gebildet, in denen es bereits beginnt ‚himmlisch’ (ätherisch) zu werden. Sie sind der fließende Übergang in die fünfte Dimension – unserer nächsten ‚Seelen-Heimat’. Von dort berichte ich. Aus tiefem Herzen heraus möchte ich meine außerkörperlichen Erlebnisse mit euch teilen und drücke somit mutig meine Wahrheit aus. Wahrheiten gibt es viele und alle sind sie kostbar, weil sie alle einen Teil der noch größeren Wahrheit ausdrücken... Die Erlebnisse gebe ich wegen ihres beträchtlichen Umfangs hier in stark gekürzter Form wieder und fasse sie daher in einer einzigen Reise zusammen.

 

Die erschütternde Nachricht zu Weihnachten

In der Zeit der Katastrophe hielt ich mich auf der kanarischen Atlantik-Insel La Palma bei Johannes Holey auf und hatte mir einen Berg Arbeit mitgenommen. Weihnachten feierten wir dort mit meinen erwachsenen Kindern. Nachrichten erreichten uns kaum. Kein Fernsehen, kein Radio, kein Luxus. Das einsam stehende, ganz einfache, gemietete Häuschen, in dem Johannes lebt, liegt etwa 500 Meter weit vom Meer entfernt. Der Boden bebt manchmal, wenn in einer Schlechtwetter-Periode die Atlantikwellen ans Ufer donnern.

Wie eine donnernde Atlantikwelle überrollte uns eine Nachricht am Weihnachtsfeiertag: Die Sumatra-Flutwelle! Wir waren erschüttert und betroffen, ja bestürzt! Wir telefonierten. Wir meditierten. Wir beteten. Jeden Tag, manchmal mehrmals am Tag. Ich lief nicht selten neben mir her oder mir war einfach schlecht. Ich wusste noch nicht sofort, warum mich dieses Unglück so berührt hatte, denn es passiert doch so viel. Erst nach und nach sollte es mir klar werden. Hier am Atlantik fiel es uns natürlich leichter, mitzufühlen, was in uns Menschen innerlich ablaufen kann, wenn da plötzlich, wie aus dem Nichts, eine riesige Wand aus wild schäumenden Wassermassen auf uns zu kommt...

 

Rückkehr aus der astralen Welt in meinen irdischen Körper

Zwei Wochen nach der Flut-Katastrophe lag ich ergriffen nachts gegen drei Uhr im Bett. Ich lag lange ganz still da und zitterte, denn was ich erlebt hatte, war zutiefst berührend. An das meiste konnte ich mich erinnern, weil ich bei vollem Bewusstsein gereist war. Soeben kam ich von einer meiner außerkörperlichen Reisen aus der astralen vierten Dimension zurück. Ebenso erlebte ich vollständig bewusst, wie ich mit meinem feinstofflichen Körper wieder in meinen irdischen hineingesogen wurde. Noch lange klang die liebevolle Stimme des mich begleitenden Geistwesens in mir nach. Es hatte mich beruhigt, als ich in die unangenehme dunkle Enge meines Erdenkörpers gezogen wurde und dann mit einem Ruck in ihn ‚einrastete’. Ich kam aus einer anderen Dimension zurück.

 

Das geschieht bei uns allen jede Nacht

Soeben hatte ich bewusst das getan, was wir alle unbewusst jede Nacht tun: Wir verlassen den irdischen Körper und wechseln in unseren feinstofflichen, auf der Erde ‚Astralkörper’ genannt, über. Wir durchwandern mit unseren geistigen Begleitern die Ebenen der astralen Dimension. Manchmal wechseln wir auch in einen noch feineren Lichtkörper über. Oft werden wir auch abgeholt und in bestimmte Gefilde gebracht, um zum Beispiel etwas zu lernen oder anderen zu helfen. Da wir uns an diese Erlebnisse in der Regel nicht erinnern wenn wir aufwachen, meinen wir, jede Nacht lediglich in den Traumebenen zu verweilen.

Alle Menschen, welche die irdische Ebene ‚sterbend’ verlassen, finden sich zunächst in dieser vierten Dimension ein. Es ist dann unsere nächste Existenzebene. Sie ist für uns genauso real, wie die Erdenwelt, ist aber nur eine Art Übergangsebene, die wir durchqueren, um einzusammeln, was wir auf der Erde ‚verstreut’ haben an Gedanken- und Gefühlsschöpfungen positiver und negativer Art. Ich glaube, dass diese Dimension mit ‚Jenseits’ bezeichnet wird und die höchstschwingenden Bereiche dort schon sehr himmlisch (ätherisch) sind. Dadurch scheinen sie mit der nächsten feinstofflichen Energieebene zu verschmelzen: der fünften Dimension, in die wir als Menschenkollektiv hineinwachsen und in der unzählige Sternengeschwister leben. Vielleicht ist sie sogar die Heimat unseres Schutzengels, mit dem wir eins werden, wenn wir dort „ankommen“? Vielen ist das alles bereits bekannt und daher führe ich es in diesem Bericht nicht weiter aus. Eines scheint mir allerdings noch wichtig: Wenn wir jedoch mit dem sogenannten ‚Jenseits’ ängstliche Gefühle verbinden mögen, weil es den vielleicht noch unbekanntesten Lebensbereich von uns allen berührt, muss ich dem entgegen treten, denn es geht dort viel schöner, liebevoller und heiterer zu, als landläufig angenommen. Wir scheinen in der vierten Dimension lebendiger zu sein als je zuvor. Ich finde, das sind schöne Aussichten...

 

Tausende von uns sind nachts in ihren Astralkörpern in liebevollem Einsatz

Ich schreibe dies alles, weil ich weiß, dass wir alle nächtliche Weltenbummler sind. Ich weiß jetzt auch, dass viele von uns während und nach der Sumatra-Flutkatastrophe nachts außerkörperlich wertvolle Hilfe leisten in den astralen Gebieten der Katastrophe. Viele waren und sind immer noch HelferInnen in den astralen Gegenstücken der überschwemmten Katastrophen-Gebiete. Wir halfen und helfen dort immer noch den geschockten Menschenseelen in mitfühlender Liebe, um ihr seelisches Leid zu mildern, welches durch die große Flutwelle entstanden ist. Wir waren und sind viele – ja, Tausende! Feinstoffliche Menschen, deren Körper in irgendeinem Bett in irgendeinem Land schlafen, während sie freiwillig für einen gemeinsamen Liebes-Dienst feinstofflich unterwegs sind. 

 

Eskalationsstufen für die verunglückten Menschenseelen

In den astralen Gefilden kamen Massen von menschlichen Seelen an, die durch die unbeschreibliche Todesangst und den plötzlichen Übergang in einem schockartigen Dämmerzustand schwebten und teilweise noch schweben. Sie erleben die Angst, die sie in den letzten Momenten ihres irdischen Lebens hatten, immer wieder und das, obwohl sie schon längst ‚gestorben’ sind. In ihrem Angstzustand können sie einfach nicht erkennen, dass sie eigentlich schon befreit sind. Viele können daher den Ort des Geschehens nicht gleich verlassen und in lichtere Dimensionen aufsteigen. Dadurch hat sich über dem Katastrophengebiet eine nebelartige astrale Wolke gebildet. Ein Gebiet in der Astralen Welt, in welchem zig Engelwesen und andere Helfer tätig sind. Die traurigste Eskalationsstufe ist Folgende: Es sind so viele weinende, völlig verängstigte Kinderseelen, die umherirren und immer wieder panisch nach ihren Müttern rufen... So viele Frauenseelen, die fast verrückt sind durch den Schmerz, ihre Kinder und Familienangehörigen verloren zu haben... So viele Männerseelen, die immer wieder und wieder über ihre Kräfte hinaus verzweifelt versuchen, zu retten, was zu retten ist und dann in sich zusammensinken... So viele Menschenseelen, die nicht wissen, was geschehen ist, nur fühlen, dass die große Wolke des Schmerzes über allem liegt, was sie vorfinden...

Doch sie alle sind nicht alleine! Und es sind nicht nur lichte Engelwesen und andere interdimensionale Helfer-Teams und die abertausend HelferInnen, die in feinstofflichem Körper bei ihnen sind. Es fließt auch eine heilende Flutwelle des Mitgefühls von Millionen Erdengeschwistern zu ihnen.

Auf einer außerkörperlichen Reise in die lichtarmen, astralen Bereiche dieser traurigsten Eskalationsstufe bin ich nur kurz in ein derartiges Gebiete geführt worden oder meine Erinnerung an das gesamte Erlebnis wurde weitgehend von geistigen Begleitern oder Engeln gelöscht. Vielleicht wäre es zu belastend. Hingegen erlebte ich auf den anderen Reisen eine mildere Eskalationsstufe. Eine davon möchte ich im Folgenden beschreiben. Jeder kann sich dann selbst vorstellen, wie es in den traurigeren Gefilden zugehen mag, welche hingebungsvolle Hilfe dort nötig ist und wie hell für diese Menschenseelen dort das Licht eines Gebetes aus mitfühlender Liebe heraus leuchtet...

 

Die gute Zusammenarbeit weitet sich aus

Diesen Abschnitt schreibe ich, weil ich weiß, dass viele Menschen Ähnliches erleben; dass derzeit viele – wie ich selbst – spüren, dass da etwas Außerordentliches vor sich geht; dass sich die ersten Schritte in eine neue Zeit ankündigen und wir Menschen ‚im Herzen’ erwachen. Ich weiß, dass die geistige Welt unzählige, noch auf der Erdebene lebende Menschen nachts für Vorkehrungen einsetzen konnte, schon lange bevor das Ereignis auf der Erde eintrat (ich selbst nahm es etwa seit letzten Herbst wahr). Ich weiß, dass durch diesen liebevollen Einsatz vieles gemildert werden konnte. Denn immer mehr geistigen Wesen aus anderen Dimensionen wird es möglich, mit uns ‚seelisch reifer’ werdenden Menschen zusammenzuarbeiten. Sie kommen sich schwingungsmäßig entgegen. Nicht nur die Kommunikation wird einfacher, auch können sie uns in kürzeren Abständen nachts abholen und auch in höhere Gefilde mitnehmen. Da werden nachts allerlei Beschlüsse gefasst und Schulungen mit uns vorgenommen, die es den geistigen Führern erleichtern, ihre  Unterstützungsprogramme anzuwenden.

 

Nächtliches Abholen

Mitten in der Nacht wachte ich auf. Ich hatte Herzklopfen. Das ganze Zimmer war in bläulich schimmernden Nebel eingetaucht. Der bläuliche Nebel wurde immer heller. Ich spürte eine mächtige Präsenz. Es war ein ‚Abholer’ aus der geistigen Welt, von dem eine stark beruhigende Kraft ausging. Wogen des Wohlbefindens und der Leichtigkeit durchfluteten mich. Dann wurde ich sanft in eine wirbelnde Kraft hineingezogen. Es wurde dunkel um mich. Wahrscheinlich war es soweit, die Schwingungsebene von der irdisch-körperlichen in die feinstofflich-astrale zu wechseln. Ich weiß nicht, wie so etwas genau geschieht. Ich sah nichts mehr, ich fühlte nur noch. Ich fühlte warme, mich umschlingende Dunkelheit und eine Art kurze ‚Ohnmacht’, bis es plötzlich wieder heller wurde, ja – sehr hell!

 

Erwachen im feinstofflichen Körper – die Reise beginnt

Ich erwachte „drüben“. Ich war wieder bei vollem Bewusstsein und fand mich stehend wieder. Noch war alles verschwommen um mich, doch dann wurde es immer klarer (so, als ob man ein Fernsehgerät scharf stellt). Meine Stimmung war freudige Gelassenheit. Ich konnte die Präsenz meiner Engel deutlich spüren, aber sehen konnte ich sie nicht.

 

Eine Helfergruppe von vielen

Ich stand in einer Gruppe von sehr freundlichen Menschen in feinstofflichen Körpern. Es waren Frauen und Männer mit wunderschönen, harmonischen Gesichtern. Die meisten Frauen trugen lange und lockere, fließende und einfache Gewänder, die Männer und ein paar Frauen lange Hosen mit einem weiten knielangen Oberteil darüber. Die Stoffe waren teilweise ähnlich wie Seide oder auch wie dünner Baumwollstoff. Ich selbst war mit einem sehr schlichten, locker fallenden, langen Kleid aus baumwollähnlichem Material bekleidet. Wir erschienen allesamt in hellen Pastellfarben, die sehr dezent, weich und wohltuend wirkten. Auch war alles schlicht und fast einheitlich. Die Schuhe waren kaum zu sehen, denn sie waren wie zarte, dünne Socken, dennoch waren es eindeutig Schuhe. Mir fiel auf, dass mein Kopf leicht mit einem Tuch bedeckt war, das locker an mir herunterfiel. Das Tuch hatte eine leicht einhüllende Ausstrahlung und außer mir waren noch ein paar Frauen auch in solche Tücher gehüllt.

Wir alle fühlten jetzt deutlich unsichtbare sehr mächtige Präsenzen bei uns. Es waren Engel (auch Lichtwesen genannt), die uns begleiteten und die wir hier in der vierten, viel feiner schwingenden Dimension stärker wahrnehmen konnten. Alle nahmen wir sie wahr und wir empfanden sie nicht getrennt von uns. Gerade so, als wären sie in uns und ragten aus uns heraus. Es war ein unbeschreiblich angenehmes Hochgefühl.

Unsere Gruppe bestand aus zweiundvierzig Erdenmenschen in ihren astralen Körpern. Wir ‚Schläfer’ (diese Bezeichnung gefällt mir) wurden von einem hochentwickelten männlichen Bewohner einer höheren Dimension durch diese Welt geführt. Intuitiv wusste ich, dass es hier viele solcher Gruppen und wohl auch Gruppenführer gab. Unser Gruppenführer war ein Bewohner aus einer Dimension, von der aus diese hochentwickelten Seelen zum Zweck liebevoller Unterstützung wieder in die dichteren Astralebenen zurückkommen können. Seine Ausstrahlung war unbeschreiblich kraft- und liebevoll und auf seiner Haut lag ein eigenartiger Schimmer. Seine Augen leuchteten wie zwei funkelnde, klare Edelsteine und er lächelte die ganze Zeit über. Er strahlte enorme Ruhe und Autorität aus und unendlichen Frieden. Ich fühlte mich in sein Strahlungsfeld hineingezogen und darin vollständig geborgen.

 

Innere Kommunikation

Wir waren alle auf Gefühlsebene miteinander verbunden. Unser Gruppenführer konnte außerdem telepatisch mit jedem einzelnen von uns kommunizieren. Er fing alle unsere Gefühle, Gedanken und Fragen auf, um sie geduldig und stets verständnisvoll zu beantworten. Dabei bewegte er manchmal nicht einmal die Lippen. Wir konnten seine Stimme und die Stimmen der anderen in unserem Inneren hören. Und mehr noch, wir konnten sie fühlen. Durch den Klang der Stimme und die damit verbundenen Empfindungen konnten wir hier jeden Menschen auf seiner Seelenebene erkennen. Wir fühlten uns daher sehr verbunden miteinander und konnten auch nichts voreinander verbergen. Für den Gruppenführer waren die Wahrnehmungen alle gleichzeitig, wir aber mussten uns speziell darauf konzentrieren.

Seelisch hochentwickelte menschliche Wesen, wie er es war, konnten gleichzeitig in jeder Situation gegenwärtig sein, innerlich alles wahrnehmen und sogar auch noch kommunizieren. Dies auf erstaunlich große räumliche Distanzen hinweg (im Gegensatz zu unserer irdischen Dimension gibt es in der vierten noch ein räumliches Empfinden, aber kein zeitliches mehr).

Der Name unseres Gruppenführers war »Hiam«. Nun schaute ich einem freundlich lächelnden Mann neben mir in die Augen und spürte, wie ein Lichtfunken aus seinen Augen in meine sprang. Ihm ging es genauso. Wir hatten für einen Momentlang das Gefühl tiefer Verbundenheit. Es war wie ein innerer ‚Gefühlsfilm’, der durch den Blickkontakt ausgelöst wurde. Wir nahmen den anderen als ‚unsterbliche Seele’ wahr. So erging es mir mit allen Gruppenmitgliedern. Kein Wunder sagt man auf der Erdebene, „...dass die Augen die Fenster der Seele“ sind. Wie wahr!“

 

Eine Tempelanlage als eines der Ankunftszentren für die Verunglückten der Flutkatastrophe

Unsere Gruppe befand sich inmitten einer farbenfrohen, astralen Tempelanlage mit gepflegten Gärten, die mich an Palastgärten erinnerten. Die eher schlichten Gebäude waren herrlich verziert und goldene Ornamente glänzten im Licht. Ich empfand die Anlage in der Größe einer Kleinstadt. Eine eigenartig helle, zarte, heilsame und andächtige Atmosphäre schwebte in der Luft. Es roch so, als ob Räucherwerk abbrannte und gleichzeitig auch wie in einem Kräutergarten. Zarte Glockenklänge durchzogen die Luft. Obwohl ich mich mit der Menschengruppe inmitten der ätherischen Tempelstadt befand, konnte ich auch gleichzeitig per Vogelperspektive innerlich alles in seiner Gesamtheit sehen und fühlen. Es war ein anderes ‚Sehen’ (vielleicht träfe das Wort ‚Herzaugen’ zu). Ich konnte mit meinen ‚Herzaugen’ sehen, dass das wunderschön gestaltete Ankunftszentrum auf einem großen Hügel lag und außen herum kleine terrassenförmige Plätze mit kleinen verzierten Pagoden eingerichtet waren. Von ihnen aus konnten die Menschenseelen in die Ferne sehen, was viele hier sehr genossen. Alles war wie ein großer Palastgarten angelegt. Prächtige Blumen und Pflanzenbeete säumten die Ränder der zierlichen Wege. Blühende Büsche, Palmen und Bäume mit großen Früchten schmückten grüne Flächen. Ähnlich eines Schlossgartens auf der Erdebene plätscherten hier und da kleine Seen und Teiche, die umringt waren von den herrlichsten Blumen und an deren Ufer Menschenseelen saßen (die Bewohner höherer Dimensionen haben scheinbar eine große Vorliebe für Gärten, Seen und Blumen). Überall standen auch edle, kunstvoll bemalte Figuren von ‚verehrten Göttern’, Heiligen und geschmückte kleine Altäre, auf denen Räucherstäbchen abbrannten und einen erhebenden Duft verströmten. An allen Plätzen standen farbenfrohe, mit Blumen geschmückte Bänke aus Steinen, auf denen sich Menschenseelen ausruhten. Auf den Wiesen konnte ich solche erkennen, die auf Teppichen mit geschlossenen Augen saßen. Sie schienen zu meditieren und zu beten. Ein Netzwerk zierlicher Wege durchzog das große Gelände, auf denen es viele Spaziergänger gab. Mir fiel auf, dass niemand alleine ging, immer waren sie zu zweit oder zu mehreren.

 

Wichtige Einblicke

Dann erklang die harmonische Stimme von Hiam, der uns mitteilte, dass in diesem Zentrum nur noch teilweise die gewohnte Umgebung der Ankömmlinge nachgestaltet wurde, dass es aber auch andere gäbe, welche die irdische Heimat der Ankömmlinge exakt wiedergab. Dies hinge von dem Bewusstseinszustand der Menschenseelen ab und davon, was für ihre Entwicklung wichtig wäre. Schon kamen Fragen in der Gruppe auf. Hiam erklärte, dass die Zentren von hochentwickelten Spezialisten gestaltet würden. Sie würden dafür die Schöpferkräfte ihrer Gedankenkonzentration und der mitfühlenden Empfindungen gebrauchen. Sie würden auch die Natur nach dem Bedürfnis der Neuankömmlinge gestalten. Es bestünde alles aus feinstofflicher, ätherischer Substanz und würde so lange bestehen bleiben, bis sie es wieder umformen würden. Jedoch wäre dies in dieser Dimension noch nicht beliebig möglich. Daher gäbe es statt vieler Umformungen mehrere verschiedene Anlagen, die schwerpunktmäßig den verschiedenen Bedürfnissen angepasst werden. Mit ruhiger Stimme sprach er weiter. Er sagte, dass dieses Zentrum, in dem wir uns befänden, speziell für dieses Flutereignis geschaffen worden war, was uns natürlich sehr betroffen machte. Bei Massenübergängen wäre dies von Vorteil, da man somit die Betroffenen in ihrer Gemeinsamkeit zunächst gemeinsam auffangen könnte. Dies geschähe aber in der Regel nur bei großen Katastrophen oder auch in Kriegen. Es wären dann sogenannte Notprogramme und Sondereinsätze nötig. Diese Vorbereitungen würden natürlich (nach Erdenzeit) schon einige Zeit vor dem Ereignis getroffen. Bei den Vorbereitungen wären auch verkörperte Menschen beteiligt und diese hätten dann in ihrer Welt meistens gewisse Vorahnungen. Beim Eintreffen der Katastrophe wären sie unruhig in ihrem irdischen Parallelleben. (Wir litten tatsächlich alle mehr oder weniger an starken Schwindelanfällen, Schmerzen, Übelkeit, unerklärlichen Angstanfällen und Verwirrungszuständen). Weiter meinte Hiam, dass es viele solcher Gruppen gäbe und wir ein Ausbildungsprogramm durchlaufen hätten für die Hilfsdienste, die wir leisten würden.

 

Die ‚Halle des Erwachens’ ist wie ein riesiger Krankenhaussaal

Nun bewegten wir uns leichtfüßig auf ein großes Gebäude mit weißen Säulen und einem mit Blumen geschmückten Torbogen zu. Aus dieser Halle kam uns eine Stimmung der Freude entgegen. Wir waren hier in dieser Welt viel sensibler und empfänglicher für Stimmungen und Ausstrahlungen, da unsere Wahrnehmungsfähigkeit im feinstofflichen Körper um vieles feiner war. Wir betraten die Halle, in der Menschenseelen, die durch Verletzungen nach der Flutkatastrophe gestorben waren, in ihrem feinstofflichen Körper erwachten und sich erholen konnten. Die Seelen hier hatten alle einen eher leichten Übergang und wurden von ihren Familienmitgliedern, die schon länger die Erdebene verlassen hatten, in Empfang genommen.

 

 

 

Jede Menschenseele wird „Drüben“ liebevoll gepflegt und begleitet

Hiam erklärte, dass dies eine Halle von vielen ist und dass jede Halle in einem anderen Gebiet mit einer anderen Schwingung liegt. Hier würden jene menschlichen Seelen hergebracht, welche durch Verletzungen während der Flutkatastrophe gestorben waren. Es war folglich einer ihrer letzten Gedanken und Wünsche gewesen, eine Kranken-Behandlung zu bekommen. So stellten sie sich ihre Rettung vor. Daher wurde es hier auch ähnlich eingerichtet, damit sie sich gerettet und in Sicherheit fühlen konnten – bis sie bereit waren, ihren irdischen Tod zu akzeptieren. Immer wieder würden die Angehörigen versuchen, ihnen klar zu machen, dass sie nicht mehr auf der Erdebene lebten. Doch es wären auch Menschenseelen darunter, die zwischendurch wüssten, dass sie gestorben waren, aber dann immer wieder in Dämmerzustände zurückfielen.

Die vielen HelferInnen, die sich ausgesprochen liebevoll um die Neuankömmlinge kümmerten, hatten die besondere Fähigkeit, feinfühlig deren tiefsten persönlichen Bedürfnisse zu erspüren. Dafür durchliefen sie fast alle eine Zeit des ‚Lernens und Reifens’. So wie die irdischen Krankenschwestern, versorgten, ermunterten und pflegten sie die gerade Verstorbenen fürsorglich und ‚lasen ihnen alle Wünsche von den Augen’ ab. Durch ihr starkes Mitgefühl konnten sie die Bedürfnisse ihrer Schützlinge in sich selbst als innere Abbilder auffangen. Durch gedankliches Fokussieren konnten sie auch gewünschte Gegenstände materialisieren, wenn diese dem Wohlbefinden dienten. Diese feinstoffliche Substanz, aus der jene Gegenstände waren, war ihre Liebe.

Übrigens erfüllte es uns nebenbei alle mit großer Heiterkeit, uns vorzustellen, wie die Materialisationen aussehen könnten, die wir ohne eine solche Lehrzeit hervorbrächten. Selbst der Gruppenleiter wiegte sich in Heiterkeit.

Die gigantisch große ‚Halle’ erschien mir ähnlich einem Krankenhaus, nur sehr viel schöner und freundlicher. Sie war gefüllt mit unzähligen Betten. Die Betten standen alle in individuell geschmückten Nischen. In manchen Nischen standen auch zwei oder mehrere. Jede war wie eine kleine eigene Welt. Dabei war hier nichts wirklich voneinander abgetrennt.

 

Das Schicksal einer liebenden Großmutter

Vorsichtig ging ich auf eine Nische zu, um sie mir näher zu betrachten. Diese war ärmlich und etwas heruntergekommen. Die dortige Frau kam aus einer Gegend der Flutkatastrophe, in der es nur ärmliche Krankenhäuser gab (scheinbar nahm sie mich nicht wahr). Ihre Nische entsprach genau ihrer Erinnerung. Sie war erst kurz hier angekommen. Im Laufe der Zeit würde ihre kleine Welt schöner werden, tröstete mich der Gruppenführer telepathisch. Die Frau hatte einen Kopfverband und beide Arme verbunden. Auf der Erdebene wurde sie nach der Flutwelle in Trümmern mit starken Blutungen einer tiefen Kopfverletzung gefunden. Sie hielt noch schützend ihre kleine Enkelin im Arm, welche aber schon tot war. Sie selbst starb unter Schock kurz nach ihrer Rettung.

Als ich bei der Nische war, veränderte sich mein Gesichtfeld so, als wäre ich in einem kleinen Zimmer. Die Frau konnte mich jetzt sehen und schaute mich erstaunt an, erwiderte aber freundlich meinen Gruß. Schnell trat ich wieder ein Stückchen zurück und ‚stand’ erneut in der Halle. Die Erklärung des Gruppenführers hierfür war, dass hier jede Menschenseele schwingungsmäßig einen eigenen Raum bräuchte und doch auch die Gemeinschaft. Hier wird beides möglich und es kann je nach Bedarf sofort gewechselt werden. Die meisten Menschenseelen konnten uns daher nicht sehen, denn sie befanden sich im Glauben, in einem separaten Krankenzimmer zu sein. Nur wenige beobachteten uns und hielten uns für Besucher.

Da der Gruppenführer mein tiefes Mitgefühl zu dieser Frau natürlich bemerkt hatte, kam er lächelnd auf mich zu und legte seine Hand sanft auf meinen Kopf. In diesem Augenblick durchströmte mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Ich konnte innerlich sehen, wie es der Großmutter bald besser ging. Die mitfühlende Liebe, die sie für ihre kleine verängstigte Enkelin im Augenblick ihres eigenen Übergangs empfand, floss ihr als helfende Kraft wieder zu, sodass sie sehr schnell genesen konnte.

Ich sah ihre Tränen stillen Glücks aus den Augen tropfen, als sie ihre kleine Enkelin zum ersten Mal wieder im feinstofflichem Körper in ihre Arme schließen konnte. Das kleine Mädchen hatte trotz der unvorstellbaren Panik im Arm der geliebten Großmutter starken seelischen Schutz empfunden und hatte trotz Todesangst einen milden Übergang. Sie küsste ihre Großmutter hier so vergnügt, wie das Erdenkinder tun, wenn sie durch und durch glücklich sind. Die HelferInnen, welche hier in der Tempelanlage für beide sorgten, konnten teilhaben an diesem Glück. Welch eine wundervolle Aufgabe! Dann gab es einen Zeitsprung und ich sah, wie sich diese Frau nach längerem Aufenthalt in dieser Dimension verjüngt hatte. Sie sah aus wie ganze fünfundzwanzig Jahre! Begeistert betreute sie Kinder in dieser geistigen Welt und ihre Enkelin entwickelte sich zu einem sehr anmutigen Mädchen.

 

 

 

Mitleiden erschüttert

Der Gruppenführer ermahnte uns immer wieder liebevoll, nicht zu tief in die Schicksale einzutauchen. Denn jede seelische Erschütterung würde uns sofort wieder in die schlafenden Erdenkörper zurückziehen. Dies sei manchmal nicht zu vermeiden und würde auch immer wieder vorkommen. Es träten keine ernsthaften Schäden in unserem Gefühlskörper auf, aber es träte eine unerwünschte Schwächung ein, durch die wir unsere wichtige Aufgabe unterbrechen müssten. Denn wir würden in einem solchen seelischen Zustand in unserem irdischen Körpern erwachen.

Obwohl uns großer Schutz und eine Abschirmung hoher Lichtwesen (Engel) zuteil würde, die durch ihre Konzentration ein kollektives Energiefeld um uns bilden würden, gelänge es unseren persönlichen geistigen Begleitern nicht immer vollständig, die erschütternden Energien auszugleichen. Das hätte zur Folge, dass wir diese Energien mit auf die Erdebene nähmen und dann dort unter den bekannten Symptomen in dieser Phase leiden würden. Trotzdem dürften wir sicher sein, unter der Obhut der geistigen Welt zu stehen. Wir waren beruhigt. Denn jeder von uns war auf etwas aufmerksam geworden. Als Erdenmenschen haben wir Emotionen, die nicht völlig abgestellt werden konnten. Dafür aber strahlten wir unser Menschsein aus, was einigen übergegangene Menschenseelen ausgesprochen gut tat. Einige von unserer Gruppe gehörten zu den aktiven HelferInnen in diesem Ankunftszentrum. Ihre Aufgabe war wie die der HelferInnen, vor allem aber, wenn es darum ging, das Vertrauen der Neuankömmlinge zu gewinnen. Sie waren darin ausgebildet worden bei ihren Reisen in diese Existenzebene. Es ist für uns Erdenmenschen doch so, dass wir dem schneller Vertrauen, das uns ähnlicher ist.

 

Eine Versammlung unter dem blühenden Baum

Hiam führte uns als nächstes an den Rand dieser Tempelanlage. Dort hatten sich auf einem weiten, freien Platz viele Menschenseelen im Halbkreis um einen riesigen blühenden Baum versammelt. Es müssen so an die hundert Menschenseelen gewesen sein. Die meisten saßen auf dem Boden. Ich erinnere mich noch genau an den herrlichen süßen, sehr erhebende Duft, den der blühende Baum verströmte. Unter ihm konnten wir eine Besucherin und einen Besucher aus einer höheren Dimension erkennen. Auf ihrer Haut lag das gleiche Schimmern, wie bei Hiam. Die Frau hatte sehr langes, welliges, dunkles Haar, welches seitlich mit Blüten am Kopf befestigt war und hinten in ganzer Pracht an ihr herunterfiel. Ihr Gesicht war ebenmäßig mit weichen Zügen. Auffallend hell leuchteten ihre großen Augen. Der Mann war ein gutes Stück größer und hatte ein markantes, sehr harmonisches Gesicht. Er trug einen kurzen Vollbart und hatte dunkles, schulterlanges, sehr glänzendes Haar mit ein paar helleren Strähnen. Beide hatten Haut, die aussah, als wäre sie sonnengebräunt. Sie waren sehr edel gekleidet und trugen tiefblaue, schimmernde Gewänder. Ihre liebevolle Ausstrahlung war so stark, dass einige der Menschenseelen deswegen weinten. Es war ein ergreifendes Bild, sie abwechselnd sprechen zu hören, denn es bildete sich ein golden flimmernder Lichtschimmer über ihnen.

 

Die interdimensionale Flutwelle des Mitgefühls

Die wunderschöne Frau sprach gerade darüber, dass sie beide nur kurze Zeit hier verweilen könnten und dass sie aus ihrer Heimat gekommen wären, um den Menschenseelen mitzuteilen, dass diese nicht alleine sind. Ihre Worte waren wie Balsam für die Zuhörer, die sich teilweise im Arm hielten. Es wurde über Liebe gesprochen, über die großen Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Welt und über die Veränderungen auf der Erde.

Sie sagten, dass die Flutkatastrophe auf der Erde eine riesige Welle an Mitgefühl erzeugt und sogar bei den noch verschlossenen Herzen angeklopft habe. Dadurch können unzählige geistige FreundInnen aus anderen Dimensionen ihre mitfühlenden Liebesenergien und Botschaften mit einfließen lassen, sodass es zu einer großen Einweihung in die ‚unantastbare Macht der göttlichen mitfühlenden Liebe’ wird.

Viele von den Anwesenden würden, wenn sie ihre restlichen Erschütterungen ablegen werden, bald verstehen, dass sie der Menschheit mit ihrer Bereitschaft zu diesem mitgefühlerweckenden Übergang sehr gedient hätten. Denn echtes Mitgefühl würde alle Grenzen überwinden und somit mehr bewegen, als jede religiöse Kraft das vermag. In der Tiefe ihrer Seele ahnten sie nun, dass sie einst beschlossen hatten, diese Erfahrungen auf genau diese Weise zu machen.

Ihr unsterbliches Wesen hätte selbst jenen schon vergeben, die diese Flutwelle auf der Erde mitverursacht hatten. Damit mussten die Lehrer wohl etwas in Bewegung gebracht haben, wass die Menge in gewisse Unruhe versetzte. Alle Zuhörer wussten sofort, von was die beiden sprachen und dass ‚Opfer und Täter’ der Erdebene eng miteinander verknüpft  sind. Durch dieses energetische Band erlebt jede ‚Seite’ das Leid des anderen mit, was in dieser Dimension natürlich nicht zu verbergen ist. In dieser Welt wären dies die ersten wichtigen Erkenntnisse. (An dieser Stelle gäbe es noch mehr zu schreiben!)

Die beiden engelhaften Lehrer betonten, dass sich in dieser feinstofflichen Welt die Verschiedenheiten der Religionen auflösen und dadurch die Gemeinsamkeiten hervortreten würden. Durch gegenseitiges Mitgefühl wäre es möglich, hier gegensätzliche Formen in ihrem gemeinsamen Kern zusammenzubringen. In feinstofflichen Welten könnten Menschenseelen etwas Neues erschaffen, was dann als entscheidende Impulse zur Erdebene fließen würde. Viele Veränderungen auf der Erde hätten ihren Ursprung in diesen Welten. Für die Anwesenden wäre es eine wichtige Aufgabe, das ‚Wesentliche’ aus ihren verschiedenen Weltanschauungen herauszufiltern, um es dann als gemeinsames Zentrum zu erleben. Die Menschenseelen hätten hier die nötigen Bedingungen, um solche neue Erkenntniswege zu entfalten. In dieser Tempelanlage könnten sie ihren religiösen Gewohnheiten folgen, wie sie möchten und fänden dafür verschiedenste heilige Plätze vor. Sie sagten, dass sie hier an einem Ort wären, an dem sie zu nichts mehr gezwungen werden und sich endlich so entfalten dürften, wie sie es sich zu Lebzeiten auf der Erde gewünscht haben. Eine Gemeinsamkeit wäre, dass sie für diesen kostbaren Entwicklungsschritt innerlich bereit wären und sich auf wundervolle Zeiten freuen dürften. Sie könnten sogar ihren Lieben, die auf der Erdebene noch in engen Sichtweisen leben, diese neuen wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen, auf die ein oder andere Weise übermitteln. Die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Welten würde sich sehr zu ihrer Zufriedenheit entwickeln. Dann trösteten die beiden Lehrer ihre Zuhörer mit dem Hinweis, dass ihren zurückgebliebenen Lieben auf der Erde in jeder erdenklichen Weise geholfen wird und sich viele ihrer Familien schon von dem Schock erholt hätten. Die Menschenmenge war ergriffen und in befreienden Tränen aufgelöst. Sie rückten in ihren Herzen noch näher zusammen und ich konnte spüren, dass die Menschenseelen hier das leben konnten, was ihnen auf der Erde verwehrt blieb. Unsere Gruppe war auch den Tränen nahe, denn wir konnten die große Erleichterung mitfühlen. Das muss wohl der Grund gewesen sein, warum wir nicht mehr über diese beiden wunderbaren geistigen Lehrer erfuhren, denn in manchen Momenten hat man einfach keine Fragen mehr...

 

Die Kinderseelen

Unser Gruppenführer brachte uns dann in ein Gebiet, in dem eine große Kinderschar auf Wiesen spielte. Sie waren alle noch sehr jung und wurden daher von HelferInnen beaufsichtigt. Man versuchte, viele Begebenheiten der Erde zu imitieren und ähnlich zu gestalten, damit sich die Kleinen geborgen fühlten. Die Stimmung hier war ausgesprochen fröhlich. Diese Kinder waren alle bei der Flutkatastrophe umgekommen und hatten einen relativ schnellen Übergang. Doch kamen sie in einem Schockzustand hier an und waren dadurch noch sehr an die irdische Familie gebunden. Bis ihre Familienangehörigen selbst wieder stabil waren, wurden sie mütterlich von liebevollen HelferInnen versorgt, mit allem, was sie benötigten. Auch erhielten die Kinder so etwas wie einen Unterricht, der sie mit den Gegebenheiten ihrer neuen Daseinsform vertraut machte. Dies geschah, wie auf der Erdebene, meistens in Gruppen. Jene unter ihnen, die seelisch noch sehr angeschlagen waren, hatten hier zusätzlich eine eigene Betreuerin, in einer besonders mütterlichen Ausstrahlung. Sie ersetzten den Kinderseelen die irdische Mutter.

 

Eine schöne Seite

Die astralen Kinder unterschieden sich kaum von den Erdenkindern, was wohl daran liegt, dass Kinder noch in ihrer Ursprünglichkeit sind. Die übergegangenen Kinder konnten sich hier viel schneller eingewöhnen und dem astralen Leben die höchste Freude abgewinnen. Sie sprühten förmlich vor Lebendigkeit und Frohsinn und steckten nicht selten damit die Älteren an. Die Regenerierung eines übergegangenen Erwachsenen in der astralen Welt ist viel langwieriger, als die eines Kindes. Das kindliche Gemüt ist dem astralen Leben viel näher. Mitgefühl, Spontanität, Kreativität, Offenheit, Freude, Leichtigkeit – um nur ein paar Eigenschaften zu nennen – sind Kräfte, die in der astralen Dimension viele stärker ausgeprägt sind. Auch schon deswegen, weil es die Gefühlsdimension ist. Also bildet das Gefühl die Lebensbasis und nicht die Materie, wie das auf der Erdebene gelebt wird.

 

Das astrale Heim für verwaiste Kinder

In der Nähe gab es ein weiteres großes Gebäude, welches eine Art Kinderheim war. Dort waren alle Kinder versammelt, die schon auf der Erde Waisen waren und durch die Katastrophe ihr Leben ließen. Man versucht hier ein Gegenstück zu schaffen, das natürlich unvergleichbar viel schöner ist. Das Gebäude selbst sah ganz entzückend aus. Es erinnerte mich sofort an eine große ‚Villa Kunterbunt’. Es war über und über mit blühenden Ranken bedeckt und glich eigentlich eher einem ‚Riesengartenhaus’, als einem irdischen Waisenhaus. Es war eingebettet in wahre Blumenmeere, niedliche Spielplätzchen und kleine Spielhütten aus Laub und Blüten. Das wenige Spielzeug war fast nur aus Naturmaterialien. Überall an Ästen und Dächern hingen Mobiles mit einer Vielzahl kleiner Glöckchen, die überaus harmonisch erklangen. Ein Kinderparadies.

Unsere Gruppe war hier zunächst sehr aufgelockert, denn alle waren entzückt. Eine frohe Schwingung umfing uns. Ein paar Kinder liefen gleich freudenstrahlend auf uns zu, so als ob wir hierher gehörten. Doch da waren auch ein paar Kinder, die gedankenverloren für sich alleine in kleinen Gartenecken spielten. Sie sahen traurig aus. Hiam teilte uns mit, dass einige Kinder die Schönheit und den Liebreiz des liebevoll gestalteten Heimes noch nicht annehmen könnten. Sie hingen auf irgendeine Weise noch an den widrigen Umständen, die sie während ihres Erdenlebens erfahren hatten. Darunter wären auch besondere ‚Sorgenkinder’, die manchmal separat in schlichten Behausungen untergebracht werden müssen, wie sie es gewöhnt waren. Doch die Gemeinschaft tat ihnen sehr gut und daher versuchten die  HelferInnen unermüdlich, sie mit anderen Kindern zusammenzubringen. Mit viel Geduld und Kreativität gelänge es, diesen Sorgenkindern zu helfen. Außerdem veranstalteten die HelferInnen Kinderfeste, zu denen ältere Menschenseelen eingeladen wurden. Daraus ergäben sich oft wundervolle Begegnungen und Heilungen auf beiden Seiten und auch Freundschaften.

 

Das Kinderfest

Im Innenhof der Gebäude hingen Girlanden aus Blumen und weiterer Schmuck. Immer mehr Menschenseelen kamen aus allen Richtungen, um bei einem Fest der Kinder dabei zu sein. Die Stimmung war sehr heiter und es waren auch Kinder zugegen, die noch durch ihr Leid gekennzeichnet waren. Auch in ihren Augen konnte ich ein kurzes Leuchten erkennen, als sie den schön geschmückten großen Innenhof betraten. Hiam machte uns auf eine Situation aufmerksam: Eine Gruppe Kinder fing an zu singen und im Laufe des wunderschönen Liedes fingen die Kinder an zu leuchten. Über ihnen bildete sich ein durchsichtig schimmernder Regenbogen aus ihren ekstatisch-fröhlichen Gefühlsenergien. Alle Menschenseelen, die ihnen zuhörten und zusahen, wurden von einem angenehmen Schauer ergriffen. Wir konnten erkennen, dass viele ältere Menschenseelen, denen man ein sehr belastetes Erdenleben ansah, begannen zu strahlen. Sie lachten und wiegten sich fröhlich im Rhythmus des Liedes. Ich war sehr ergriffen von der Inbrünstigkeit, mit der die Kinder sangen. Sie schenkten allen tiefe Glücksgefühle. Situationen wie diese gab es viele, doch berichte ich hier nur noch von den wirklich armen Kindern, um den Bericht nicht noch mehr auszudehnen.

 

Vielen Kindern wurde auf der Erde Gewalt angetan

Die verschiedenartige Gewalt, die den Kindern auf der Erde widerfahren war, hinterlies auch hier noch eine zeitlang ihre Spuren. Diese Kinder konnten einfach nicht lachen. Doch dafür versuchten HelferInnen sie Stück für Stück wieder an die Kraft der Freude, die in ihnen verborgen lag, zu erinnern. Solange, bis die Kinder wieder Freude empfinden konnten.

Ein kleines Mädchen hatte ständig Tränen in den Augen, die ihr über ihre kleinen Wangen herunterrollten. Bei allem, was dieses Kind tat, weinte es still vor sich hin. Es hatte viel seelische und körperliche Schmerzen erlitten, bevor es hierher kam. So gesehen, war der plötzliche Tod für dieses Kind – wie auch für viele andere – eine Erlösung. Diesen Eindruck hatte ich ganz besonders, als wir Kinder in einem weiteren Gebäude besuchten, die sexuell missbraucht worden waren. Unser Gruppenleiter erklärte, dass es unter den Verunglückten sehr viele wären, die schweren Fälle jedoch in einer speziellen Halle in einem anderen Ankunftszentrum betreut würden. Einige würden nach spezieller, intensiver, mitfühlender Betreuung in dem dafür speziellen Ankunftszentrum hierher gebracht, weil es für ihre weitere Entwicklung wichtig wäre, ihre Isolation abzulegen und mit andersschwingenden Kinderseelen zusammenzukommen. Diese Integration würde behutsam vorgenommen.

 

Kinder sind der manifestierte Spiegel für Wachstum in jeder Welt

Die ganze Gruppe war an dieser Stelle bedrückt. Das Leid der Kinder berührte uns auf ganz besondere Weise. Doch Hiam beruhigte uns verständnisvoll und erklärte, dass es für alles Tragische einen liebevollen Ausgleich geben würde. Er sagte auch, dass wir unter anderem natürlich spüren würden, wie wertvoll Kinderseelen wären.

Alles, was neu geboren wird, verweilt mehr oder weniger lang in kindlichen Kräften. Ganz egal, welche Ebene oder Situation das betrifft. Dies sei sehr wichtig zu verstehen und zu erfühlen und wir konnten die Dringlichkeit spüren, die von Hiam ausging.

Dem gesamten Menschenkollektiv stünde eine große Erneuerung bevor. In den ersten Stadien dieser neuen Welt läge dann der Geist des Kindes. Die vielen unglücklichen irdischen Kinderschicksale und Kindheiten wären der sichtbare Spiegel für mangelnde Liebe und mangelndes Wachstum in der Erdenwelt. Es wäre vielsagend, wie eine Welt oder Gesellschaft zu Kindern eingestellt wäre und wie die Kinder sich entfalten könnten. Denn Kinder offenbaren, wie etwas ‚Neues’, noch zart und klein in einer Welt wachsen kann. Es braucht die Liebe und den Schutz des schon Bestehenden, des Reifen, Älteren und Großen. Es wäre von größter Wichtigkeit zu verstehen, dass das sogenannte ‚Neue’ stets durch weibliche Kraft geboren und zunächst in kindlichem Prinzip heranwächst. Beides wären leider noch stark unterdrückte Kräfte auf der Erdebene.

Hiam wurde nun wieder sehr heiter, denn er wünschte uns, ab nun unsere kindliche Seite und auch unsere weibliche mehr auszukosten. Er meinte, dass er und andere Geistwesen die Auswüchse dessen dann freudigst mitgenießen würden. Er gluckste fröhlich vor sich hin. Es drängten sich uns lustige innere Bilder auf, die uns einen würzigen Vorgeschmack darauf vermittelten. Wir lachten. Wir müssen wohl sehr anziehend gewirkt haben, denn plötzlich wurden wir von einer lachenden Kinderschar umringt. Wir waren in ihre kindliche Schwingung gekommen und es bildete sich ein herrlicher Regenbogen über uns...

 

Meine Reise war beendet

Wir standen alle wieder zutiefst gerührt da und begannen zu ahnen, welches Ausmaß das alles hatte. Ich wusste übrigens, dass ich in einem astralen Kinderheim Helferin und Ersatzmutter war und mit mir ein paar Frauen aus der Gruppe. Es waren jene Frauen, die ihren Kopf mit einem dünnen, locker fallenden Tuch bedeckt hielten. Es schien für uns als Mutter, wie auch für die Kinder, die wir betreuten, sehr einhüllend zu sein. Das letzte, an was ich mich erinnerte, war das milde, gütige Gesicht von Hiam. Für einen Momentlang kam es mir so überaus vertraut und bekannt vor. Dann wurde es dunkel um mich. Ich erwachte um drei Uhr in der Nacht in meinem irdischen Körper und war voller Liebe in meinem Herzen....

 

Herzliche Einladung: Da mich diese Erlebnisse unbeschreiblich tief berührt haben, entsteht gerade ein Buch, welches im Mai erscheinen wird. Ich lade Euch ganz herzlich ein, mir schriftlich Eure eigenen Erfahrungen, Meditationserlebnisse, Einsichten, Gedanken und Fragen mitzuteilen. Ganz vertraulich oder aber auch freigegeben zum Veröffentlichen im Buch, was ich Euch dann natürlich vorher mitteile. Leider wird es mir sicherlich kaum möglich sein, mit Euch allen sofort in Kontakt zu treten, sondern erst nach und nach. In tiefer Verbundenheit danke ich Euch schon jetzt!


Es ist ausdrücklich erwünscht, dass diese Botschaft weitergereicht wird.

Möge sie viele Menschen im Herzen berühren!



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