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Liebe Leserinnen und Leser,
die Außenministerin der VEREINIGTEN STAATEN bereiste
Europa im Sturmschritt und verkündete dabei immer wieder die neue
"Freundschaft" zwischen den USA und Europa.
Das gleiche macht nun G. W. Bush auf seiner Europatour.
Gerade mal 8 Stunden sind für den Deutschlandbesuch angesetzt. Hiervon
abzuziehen ist der Besuch auf der Airbase in Wiesbaden, da bleibt gerade mal
Zeit für einen kurzen Plausch bei einem Essen mit Schröder!
Und nun sollen damit alle schwerwiegenden Probleme der
Vergangenheit abgearbeitet sein? Ich glaube hier wird die
Weltöffentlichkeit mal wieder an der Nase herumgeführt!
Die Europäer bekamen die vorgedachten Strategien
der USA sicherlich nicht erst beim gestrigen Besuchsantritt in Europa von Bush
angetragen.
Deutschland und die Europäer sind schon längst auf
die US-Strategie der angestrebten Weltherrschaft eingeschworen worden!
Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesrepublik mit der
amerikanischen Außenpolitik gleichgezogen!
In der ägyptischen Hauptstadt hat das erste ,,German
Information Centre" (GIC) für arabischsprachige Interessenten die Arbeit
aufgenommen. Die Eröffnung folgt einer andauernden PR-Offensive der
Bundesregierung, mit der die westlichen Umsturzziele in der islamischen
Staatenwelt gefördert werden. Der aktuelle Gesamtetat des deutschen
Programms beträgt rund 15 Millionen Euro. Weitere 10 Millionen Euro werden
für die PR-Arbeit allein in Afghanistan ausgegeben. Auf eigens
installierten Internet-Seiten (,,Qantara") ruft das Auswärtige Amt zu
einem ,,Wertedialog" mit dem Islam auf, der Bestandteil einer orientalischen
,,Zivilgesellschaft" werden soll. Im Fadenkreuz der deutschen Medienoffensive
stehen u.a. die US-,,Schurkenstaaten" Syrien und Iran.
In zahlreichen Artikeln wird über Oppositions- und
Umsturzbewegungen berichtet, die für eine ,,Demokratisierung ihrer
Gesellschaften" kämpfen und in vorbidlicher Weise ,,Korruption" sowie
,,Vetternwirtschaft" anprangern. Dabei kommt es zu Angriffen auf arabische
Regierungen fast jeder Couleur. So heißt es über die saudische
Königsfamilie, sie würde ihr Land ,,nach Mafia-Art regieren". In
einer anderen Veröffentlichung (,,Arabische Regime behindern die
Demokratisierung") wird für einen Regimewechsel mit ,,moderaten
Islamisten" geworben. Besondere Aufmerksamkeit widmen die deutschen
PR-Strategen Syrien und Iran. Der dortige ,,Krisendiskurs" müsse in die
,,Suche nach zivilgesellschaftlichen Modellen" überführt werden, um
die ,,Doktrin der konservativen Mullahs" zu Fall zu bringen.
Die massiven Interventionen in innere Angelegenheiten der
muslimischen Staatenwelt werden von Publizisten und Wissenschaftlern
unterschiedlicher Lager vorgetragen, wobei arabische Kritiker aus dem linken
Spektrum besonders beliebt sind. So ist der pakistanische Mitherausgeber der
,,New Left Review", Tariq Ali (London), ebenso auf der PR-Seite des
Auswärtigen Amtes vertreten wie (über mehrere links) der afghanische
Exilwissenschaftler Matin Baraki. Der ,,Heinrich-Böll-Stiftung" von
,,Bündnis 90/Die Grünen" (Niederlassung Beirut) wird Platz für
einen Medienreport eingeräumt, der sich kritisch mit der Presse im Nahen
und Mittleren Osten auseinandersetzt - ebenfalls von arabischen Zuträgern
verfasst. Die von ihnen betriebene Bespiegelung islamischer Gesellschaften
nutzt die deutsche Außenpolitik, um einen angeblichen
Modernisierungsbedarf zu suggerieren, als dessen Katalysator Berlin auftritt.
Damit ergänzt und verfeinert das AA die westlichen Eroberungsstrategien,
an denen die Bundesrepublik auch militärisch beteiligt ist.
Gleichzeitig versucht die USA über seinen
europäischen Trojaner "POLEN" die Europäer und Russland zu spalten.
C. Rice hat dem Besuch Polens bei ihrer Europa-Blitz-Tour sicherlich nicht
umsonst ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Am 22. Februar 2005 verlautete aus Polen:
"In Polen werden die Ergebnisse der Konferenz von Jalta
angezweifelt und damit auch die Beschlüsse der Anti-Hitler-Koalition auf
Abtretung der Ostgebiete des Deutschen Reiches. Bei ihrem Konferenztreffen in
Jalta auf der Krim hatten die Weltkriegssieger 1945 beschlossen, das polnische
Territorium nach Westen zu verschieben und die Verluste Warszawas an den
östlichen Grenzen mit deutschen Gebieten zu kompensieren. Zugleich
verständigten sich die Alliierten in Jalta über europäische
Einflusssphären, in deren sowjetischen Bereich u.a. Polen geriet. Jalta
sei ,,kein Anfang einer neuen Friedensordnung in Europa, sondern auch der
Anfang einer neuen Versklavung in Mittel- und Osteuropa", heißt es unter
polnischen Abgeordneten im Europa-Parlament. Scharfe Kritik an der
Nachkriegsordnung äußern auch hochrangige Politiker aus den
baltischen Staaten. Die Auseinandersetzungen gipfeln in Streitigkeiten
über die Teilnahme an den Moskauer Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der
Befreiung vom Nationalsozialismus. Die für den 9. Mai geplante Reise der
Staatsoberhäupter in die russsische Hauptstadt müsse unterbleiben, da
sie einer Anerkennnung des angeblichen ,,Unrechts" von Jalta gleichkomme,
argumentieren polnische Außenpolitiker."
Dies hat sich C. Rice geschickt ausgedacht.
Einmal hat sie mit dieser Strategie immer die
stillschweigende Zustimmung aus Berlin,
argumentativ können diese Forderungen geradezu ideal
von Polen vertreten werden
und hiermit werden die Anrainerstaaten aus dem baltischen
Raum immer übereinstimmen!
Und Russland muss hierüber ziemlich verärgert
sein. Das könnte als Angriff auf die russische Souveränität
gewertet werden.
Ein genialer Schachzug!
Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue "Freundschaft"
zwischen den USA und den Europäern entwickeln wird!
Herzliche Grüsse
Dieter Krogmann
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