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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
23.02.2005 Dieter Krogmann Info von:  Denkfabrik
Der Bush-Besuch in Europa


Liebe Leserinnen und Leser,

die Außenministerin der VEREINIGTEN STAATEN bereiste Europa im Sturmschritt und verkündete dabei immer wieder die neue "Freundschaft" zwischen den USA und Europa.

Das gleiche macht nun G. W. Bush auf seiner Europatour. Gerade mal 8 Stunden sind für den Deutschlandbesuch angesetzt. Hiervon abzuziehen ist der Besuch auf der Airbase in Wiesbaden, da bleibt gerade mal Zeit für einen kurzen Plausch bei einem Essen mit Schröder!

Und nun sollen damit alle schwerwiegenden Probleme der Vergangenheit abgearbeitet sein? Ich glaube hier wird die Weltöffentlichkeit mal wieder an der Nase herumgeführt!


Die Europäer bekamen die vorgedachten Strategien der USA sicherlich nicht erst beim gestrigen Besuchsantritt in Europa von Bush angetragen.

Deutschland und die Europäer sind schon längst auf die US-Strategie der angestrebten Weltherrschaft eingeschworen worden! Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesrepublik mit der amerikanischen Außenpolitik gleichgezogen!

In der ägyptischen Hauptstadt hat das erste ,,German Information Centre" (GIC) für arabischsprachige Interessenten die Arbeit aufgenommen. Die Eröffnung folgt einer andauernden PR-Offensive der Bundesregierung, mit der die westlichen Umsturzziele in der islamischen Staatenwelt gefördert werden. Der aktuelle Gesamtetat des deutschen Programms beträgt rund 15 Millionen Euro. Weitere 10 Millionen Euro werden für die PR-Arbeit allein in Afghanistan ausgegeben. Auf eigens installierten Internet-Seiten (,,Qantara") ruft das Auswärtige Amt zu einem ,,Wertedialog" mit dem Islam auf, der Bestandteil einer orientalischen ,,Zivilgesellschaft" werden soll. Im Fadenkreuz der deutschen Medienoffensive stehen u.a. die US-,,Schurkenstaaten" Syrien und Iran.

In zahlreichen Artikeln wird über Oppositions- und Umsturzbewegungen berichtet, die für eine ,,Demokratisierung ihrer Gesellschaften" kämpfen und in vorbidlicher Weise ,,Korruption" sowie ,,Vetternwirtschaft" anprangern. Dabei kommt es zu Angriffen auf arabische Regierungen fast jeder Couleur. So heißt es über die saudische Königsfamilie, sie würde ihr Land ,,nach Mafia-Art regieren". In einer anderen Veröffentlichung (,,Arabische Regime behindern die Demokratisierung") wird für einen Regimewechsel mit ,,moderaten Islamisten" geworben. Besondere Aufmerksamkeit widmen die deutschen PR-Strategen Syrien und Iran. Der dortige ,,Krisendiskurs" müsse in die ,,Suche nach zivilgesellschaftlichen Modellen" überführt werden, um die ,,Doktrin der konservativen Mullahs" zu Fall zu bringen.

Die massiven Interventionen in innere Angelegenheiten der muslimischen Staatenwelt werden von Publizisten und Wissenschaftlern unterschiedlicher Lager vorgetragen, wobei arabische Kritiker aus dem linken Spektrum besonders beliebt sind. So ist der pakistanische Mitherausgeber der ,,New Left Review", Tariq Ali (London), ebenso auf der PR-Seite des Auswärtigen Amtes vertreten wie (über mehrere links) der afghanische Exilwissenschaftler Matin Baraki. Der ,,Heinrich-Böll-Stiftung" von ,,Bündnis 90/Die Grünen" (Niederlassung Beirut) wird Platz für einen Medienreport eingeräumt, der sich kritisch mit der Presse im Nahen und Mittleren Osten auseinandersetzt - ebenfalls von arabischen Zuträgern verfasst. Die von ihnen betriebene Bespiegelung islamischer Gesellschaften nutzt die deutsche Außenpolitik, um einen angeblichen Modernisierungsbedarf zu suggerieren, als dessen Katalysator Berlin auftritt. Damit ergänzt und verfeinert das AA die westlichen Eroberungsstrategien, an denen die Bundesrepublik auch militärisch beteiligt ist.

Gleichzeitig versucht die USA über seinen europäischen Trojaner "POLEN" die Europäer und Russland zu spalten. C. Rice hat dem Besuch Polens bei ihrer Europa-Blitz-Tour sicherlich nicht umsonst ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Am 22. Februar 2005 verlautete aus Polen:

"In Polen werden die Ergebnisse der Konferenz von Jalta angezweifelt und damit auch die Beschlüsse der Anti-Hitler-Koalition auf Abtretung der Ostgebiete des Deutschen Reiches. Bei ihrem Konferenztreffen in Jalta auf der Krim hatten die Weltkriegssieger 1945 beschlossen, das polnische Territorium nach Westen zu verschieben und die Verluste Warszawas an den östlichen Grenzen mit deutschen Gebieten zu kompensieren. Zugleich verständigten sich die Alliierten in Jalta über europäische Einflusssphären, in deren sowjetischen Bereich u.a. Polen geriet. Jalta sei ,,kein Anfang einer neuen Friedensordnung in Europa, sondern auch der Anfang einer neuen Versklavung in Mittel- und Osteuropa", heißt es unter polnischen Abgeordneten im Europa-Parlament. Scharfe Kritik an der Nachkriegsordnung äußern auch hochrangige Politiker aus den baltischen Staaten. Die Auseinandersetzungen gipfeln in Streitigkeiten über die Teilnahme an den Moskauer Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Die für den 9. Mai geplante Reise der Staatsoberhäupter in die russsische Hauptstadt müsse unterbleiben, da sie einer Anerkennnung des angeblichen ,,Unrechts" von Jalta gleichkomme, argumentieren polnische Außenpolitiker."

Dies hat sich C. Rice geschickt ausgedacht.

Einmal hat sie mit dieser Strategie immer die stillschweigende Zustimmung aus Berlin,

argumentativ können diese Forderungen geradezu ideal von Polen vertreten werden

und hiermit werden die Anrainerstaaten aus dem baltischen
Raum immer übereinstimmen!

Und Russland muss hierüber ziemlich verärgert sein. Das könnte als Angriff auf die russische Souveränität gewertet werden.

Ein genialer Schachzug!

Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue "Freundschaft" zwischen den USA und den Europäern entwickeln wird!

Herzliche Grüsse

Dieter Krogmann



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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.