| ~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~~
~~~
~~~ 2. DIE WELT RETTEN?
~~~
~~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~°°°~~~~
Letzte Woche beging ich einen Fehler, und davon erzaehle
ich
heute - auf dass ihr ihn nicht staendig wiederholt.
Ich dachte nach.
Das allein ist nicht verwerflich, das Problem dabei
ist:
Ich suchte nach einer allgemeingueltigen Loesung fuer
das
Problem: "Wie soll man leben."
Ja, jetzt im Nachhinein wirkt das ziemlich doof.
Doch man kennt das ja: Wenn du davor stehst, scheint
alles
sehr logisch.
Die Frage war:
Wenn du ueber Wissen und Erkenntnisse verfuegst, die
fuer
andere Menschen von Wert und Interesse waeren - darfst du
das
dann fuer dich behalten?
Oder ist es nicht eher gar deine Pflicht, deine
geliebten
Mitmenschen darueber zu informieren?
Ich spreche hier nicht von missionieren - ich spreche
von
informieren. Wenn der andere es nicht annehmen moechte,
sein
Problem, wenigstens hatte er die Chance.
Ist es nicht gemein anderen gegenueber, sein
persoenliches
Licht versteckt zu halten, denn es koennte den in der
Dunkelheit lebenden blenden, woraufhin er sich
fuerchterlich
bei dir beschweren wuerde?
So ist es: Erzaehle die Wahrheit, wenigen Menschen bist
du
dann ein Licht auf ihrem Weg, den meisten bist du eine
stoerende Blendgranate. Blendgranaten moegen wir nicht,
die
werden buchstaeblich gekreuzigt (da gibts doch eine
Geschichte zum Thema...?).
Waere dies nicht der Weg, den wir gehen sollten?
Doch ich weigere mich, habe keine Lust, mich mit dem
Poebel
anzulegen und deren Dummheit zu ertragen.
Da fiel mir die Geschichte von "Schindlers Liste" ein.
Kurzversion: Schindler ist offiziell ein guter Kumpel
der
Nazis im Dritten Reich. Als Grossindustrieller bekommt
er
ordentlich Auftraege von seinen Freunden und es scheint,
als
ob er das System liebt, denn er lebt darin wie der Koenig
von
Frankreich.
Doch in Wahrheit verachtet er den Faschismus. Anstatt
nun
das Land zu verlassen, macht er gute Miene zum boesen
Spiel,
denn nur so hat er die Moeglichkeit, viele seiner
Zwangsarbeiter vor dem Tod zu retten.
Haette Schindler sich offen gegen das Regime gestellt,
waere
das zwar heldenhaft gewesen - aber sinnlos. Er waere
beseitigt worden und ein anderer haette seine Arbeit
uebernommen. Jemand, der tatsaechlich ein Freund des
Systems
war statt nur so zu tun.
Ist es klueger, ein Leben wie dieser Schindler zu
fuehren?
Offiziell braver Staatsbuerger und lenkbarer Verbraucher
und
in Wirklichkeit sein eigenes Ding durchziehen?
Seine Kraft nicht im aussichtslosen Kampf mit dem
System
verschwenden, sondern unerkannt darin sein Unwesen
treiben?
Diese Gedanken hatte ich - und dann traf mich der
Blitz:
"Ach Tom, jetzt bist du so alt geworden und willst es
nicht begreifen: Nicht dein Gehirn entscheidet, was ein
richtiges Leben fuer dich ist - sondern du.
Und zum sechzigtausendsiebenhundertvierundneunzigsten
Mal erzaehle ich dir heute, dass du dich schon lange
entschieden hast, jetzt musst du dich nur noch
erinnern."
Ups.
Ertappt.
Es gibt tatsaechlich Menschen, die muessen der Welt die
Wahrheit berichten und kaempfen offen gegen das
Verdummungssystem - mit vollem "Risiko" und allen
Konsequenzen.
Und dann gibt es solche, die wirken eher im Untergrund.
Beides hat seinen Sinn und so lange du deiner Berufung
folgst, wird beides auf seine Art von Erfolg gekroent
sein.
So, jetzt mal nachdenken, welches nun meine Berufung
ist...
"T O O O O O O O O O M !!!!!"
Jaja, is ja recht, war doch bloss ein Spaessli.
Tom
mailto:tomdirekt@lebenswert.de
_____IMPRESSUM___________________________________________________
Aus diesem Newsletter darf mit Quellenangabe ohne zu
fragen
zitiert und kopiert werden, ich bitte sogar darum.
Er darf, soll, ja MUSS auch an andere weiterverschickt
werden. |