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Stellen wir uns vor, dass es in einem Staat drei politische
Hauptströmungen gibt, die jeweils eine eigene Anhängerschar besitzen
- und dass eine von ihnen die uneingeschränkte, politische Macht besitzt.
Aber wie hält sich nun diese eine politische Kraft an der Macht, wenn sie
sich gegen die anderen beiden durchsetzen muss?
Natürlich wird sie die anderen beiden Kräfte
gegeneinander aufhetzen, ihnen einreden, dass sie sich hassen und
bekämpfen müssen, ihnen die Worte im Mund verdrehen und endlosen Hass
schüren! Und diese beiden Gruppen sind wirklich so verbohrt, dass sie auch
noch darauf eingehen, obwohl sie in ihren Meinungen nicht weit auseinander
liegen!
Ich löse auf: Die beiden unterdrückten und
aufgehetzten Strömungen sind die Linke und die Rechte!
Die Herrschenden sind die Imperialisten den
CDU/SPD/FDP/Grünen, hinter denen die eigentlich regierende Hochfinanz
steht. Und diese Imperialisten zerstören uns und unser Land, säen
Zwietracht und Uneinigkeit unter das Volk und schaffen es tatsächlich, uns
alle gegeneinander aufzuhetzen, zu spalten, zu unterwandern zum Wohle der
Reichen! [...]
Doch eigentlich sind sie eine verschwindend geringe
Minderheit, die gegen den geballten Volkswillen eigentlich keine Chance
hätten, wenn sie nicht einen Keil treiben würden zwischen jung und
alt, zwischen Arbeiter und Arbeitslose, zwischen Mann und Frau, zwischen Links
und Rechts.
Das Machiavelli-Prinzip von "Teile und herrsche" wird von
niemandem so perfekt umgesetzt, wie von den Machthabern dieser Welt.
Die Demokraten (welche Lüge liegt allein schon in
diesem Wort) halten sich nur mit Betrug an der Macht. Sie erwecken den
Anschein, freie Wahlen zuzulassen und damit den Willen des Volkes zu
repräsentieren - aber sie beeinflussen unsere Entscheidungen in den
Medien, in dem sie jede freie Meinungsäußerung bekämpfen; sie
diffamieren Alternativen, sie verbieten die Opposition oder nehmen ihnen die
Öffentlichkeit.
Die großen vier Parteien, die uns seit Jahr und Tag
unterdrücken, stimmen in allen wichtigen Punkten perfekt überein, und
erwecken nur deshalb den Eindruck einer Rivalität, um uns eine
Meinungsvielfalt vorzulügen!
Wahre Opposition gibt es nicht hierzulande, es darf sie
nicht geben. Der große Machtblock an unserer Spitze handelt niemals im
Interesse des Volkes, sondern immer nur im Interesse der Wirtschaft, sie fragen
uns nicht einmal (sonst wäre es nie zu Kriegen und zum Euro gekommen), die
Möglichkeit einer Volksabstimmung ist in Deutschland ja nicht einmal
vorgesehen!
Was ist denn nun mit der wahren Opposition, die für den
Arbeiter eintritt, für das Soziale, für das Volk - was ist denn
Rechts und Links?
Rechte Gruppierungen werden durch eingeschleuste Männer
in die gerade benötigte Richtung gelenkt, Parteien aus dem nationalen
Sektor von der Regierung gesteuert. Gleiches gilt auch für die Linke -
aber für keinen Punkt wird soviel Aufmerksamkeit verwandt, wie für
den Keil zwischen uns. Das wird verleumdet (Verunglimpfung lästiger
Gegner), Hass gesät (Propaganda über Gräueltaten beider Seiten),
Lügen gestreut und dann lehnt sich die Verräterregierung zurück
und genießt, wie ihre Saat aufgeht, wie sich ihre Gegner erbittert
bekämpfen und sich gegenseitig aufreiben. Wie Links und Rechts
Demonstrationen und Gegendemonstrationen organisieren, sich gegenseitig
verprügeln und der Staat sich dann auch noch als schlichtende Kraft
einmischt, um die bösen Randalierer zu trennen und zu schützen, die
sie doch selbst aufeinander gehetzt haben. Doch das ist noch lange nicht
alles an "Keilen" der Machthaber.
* Sie reden vom "Generationskonflikt" und wollen, dass sich
die Jungen und die Alten hassen.
* Sie bezahlen Frauen schlechter als Männer und
benachteiligen sie, stärken aber gleichzeitig die Emanzipation und treiben
damit einen Keil zwischen die Geschlechter.
* Sie leben den Familienvätern eine
Spießergesellschaft vor und hetzen die Jugend gleichzeitig zur Rebellion
dagegen und treiben damit einen Keil zwischen Eltern und Kinder.
* Sie idealisieren unser Konsumverhalten und das
"Markenbewusstsein", erwecken dadurch Geltungssucht und Neid und treiben einen
Keil zwischen Freunden und Nachbarn, zwischen arm und reich.
* Sie zahlen Bürgern in der ehemaligen DDR weniger Lohn
und schimpfen die Westdeutschen arrogant - ungedreht machen sie den
Westdeutschen weiß, die Einheit und somit die Ostdeutschen seien schuldig
am Dilemma und treiben damit einen Keil mitten ins deutsche Herz.
Sie kontrollieren die Medien und gestalten Programme, in
denen Diskussionsrunden und Meinungsmache und einfach alles Negative des
Alltags zentrales Thema sind und schüren damit Rivalität zwischen
allen.
Sie reden von skrupellosen Arbeitgebern und von faulen
Angestellten, sie berichten von Rivalitäten zwischen Anhängern
verschiedener Fußball-Mannschaften und schüren diese mit provokanten
Interviews, sie senden Tausende Talk-Shows mit allen möglichen und
unmöglichen Themen und hetzen die Diskussionspartner dabei aufeinander,
sie zeigen Gewalt auf linken Demos und Gewalt durch rechte Übergriffe ohne
auf die Gründe einzugehen und beeinflussen damit deine Meinung wie sie
wollen und sie spalten Parteien, spalten Gruppierungen, spalten Familien,
spalten das gesamte Volk in handliche, beherrschbare Grüppchen, die sich
alle gegenseitig hassen und die sich wunderbar regieren lassen!
"Rechts" ist ein Modebegriff geworden, es anderes Wort
für "Feind". Egal, ob man antisemitische oder revisionistische
Äußerungen verbreitet, ob man eine Hakenkreuzfahne über dem
Bett hat, ob man NPD-Mitglied ist, ob man stolz auf sein Land ist, ob man
einfach nur etwas patriotisches sagt, ob man Sharon kritisiert, ob man gegen
Zuwanderung ist, ob man in irgendeiner Form jemanden kritisiert, der nicht aus
Deutschland kommt - man ist immer sofort "Rechts"!
Welch ein universales Zauberwort, um unbequeme Meinungen zu
verbieten!
Und so ganz nebenbei werden damit alle über einen Kamm
geschert, d.h., wenn in den Medien ein Zuwanderungsgegner und ein
Hitler-Anhänger beide mit dem selbem Begriff "Rechts" tituliert werden,
wird der Bevölkerung suggeriert, das alle, die gegen Zuwanderung sind,
auch gleichzeitig Hitler-Anhänger sind! Und so genügt es schon bei
der geringsten Äußerung "Rechts" zu schreien, um jede Diskussion
ohne weitere Argumente zu gewinnen.
Auf der anderen Seite funktioniert die Diffamierung aber
auch super, nur das ein gegenteiliges Prinzip angewandt wird. Während ja
die "Rechten" möglichst gleichgemacht werden, um sie alle gemeinsam dem
Hass des Volkes preiszugeben, sind die "Linken" zu zahlreich, zu stark für
diese Taktik. Es würde eine nicht einzuschätzende Gefahr für die
Regierung geben, wenn sie alle Linken in die Ecke treiben und ihnen damit das
Zusammengehörigkeitsgefühl stärken würden! Und so
funktioniert wieder Divide Et Impera, wie immer bei schwer kontrollierbaren
Volksmassen. Und wie gefährlich erst wäre das gesamte Volk, wenn es
einig wäre. [...]
Es ist eine Narretei, der Regierung zu glauben, dass die
extreme Linke des neuen Jahrtausends eine ernsthafte Gefährdung für
unseren derzeitigen Staat darstellt. Sie sind keine Bedrohung für
Deutschland, sondern nur für die Machthaber! Und es ist eine ebenso
große Narretei zu glauben, dass durch die Handvoll radikaler
Nationalisten die Gefahr einer Machtübernahme wie 1933 ausginge! Denn auch
sie bedrohen nicht unser Land, sondern nur die Herrschenden!
Es ist auch ein Trugschluss zu glauben, dass die Rechte
zwangsläufig die Wiedererrichtung des 3. Reichs oder die Führung
eines Angriffskrieges verkörpert! Und genauso ist es ein Trugschluss, dass
die Linke zwangsläufig die Mauer mit Selbstschussanlagen oder einen
stalinistischen Überwachungsstaat haben und das Land ins Chaos
stürzen will. Beides ist kompletter Blödsinn!
Wir leben im Deutschland des Jahres 2004, wir stehen vor der
Errichtung einer globalisierten Einheitswelt unter eiserner Faust der USA, die
einen Krieg nach dem anderen entfachen. Wir stehen vor einer nie da gewesenen,
hoch technisierten Gesellschaft von Unterdrückung, Ausbeutung und
Überwachung, in der Menschen nichts mehr zählen! Und da bedarf es
keinem Nachhaschen hinter künstlich eingeimpften Feindbildern.
Es gibt keine Tscheka mehr und auch keine SA, es gibt keine
Gulags und keine Konzentrationslager mehr, wir sollten aufhören mit den
Schuldzuweisungen, den wir haben keine Schuld, wir sollten aufhören mit
den gegenseitigen Anfeindungen, denn wir haben nur einen einzigen Feind.
Wir schauen nicht mehr nach links und wir schauen nicht mehr
nach rechts - wir schauen nur noch nach oben! Wir müssen uns nicht
fürchten vor einem linken Überwachungsstaat - den
Überwachungsstaat haben wir doch längst schon von den Demokraten!
Wir müssen uns auch nicht fürchten vor einem
Faschismus von rechts - den Faschismus tragen die Amerikaner doch schon
längst in alle Welt. Es wird Zeit zu der Erkenntnis, welche die
imperialistischen Machthaber fürchten wie der Teufel das Weihwasser, die
sie bekämpfen wie nichts andere: die Erkenntnis, dass es kein Links und
kein Rechts gibt, sondern nur ein Oben und ein Unten! [...]
Der Weg zur Macht ist für sie (die Kommunisten Anm. d.
V.) schwieriger denn je, weil das gescheiterte Modell der Sowjetunion weltweite
Auswirkungen auf die Kommunisten hatte. Sie haben dadurch keine
Unterstützung, kein Vorbild, keine Ideale mehr und heute existiert nur
noch ein Bruchteil einstiger Stärke und sinniert über neuen Ideen.
Trotzdem sollte man den Kommunismus an dieser Stelle verteidigen und nicht
aufgeben, denn er ist aus der Not der Unterdrückten geboren und er
scheiterte definitiv nicht an seinen theoretischen Grundlagen, sondern an
seiner mangelhaften Umsetzung. Die Verwirklichung solch hoher Aufgaben
erfordert einen solchen selbstlosen Idealismus, eine solch menschliche Reife,
wie ich sie in 10 000 Jahren nicht sehe. Der Wunschtraum des modernen Utopia
ist faszinierend, aber derzeit unrealistisch.
So sehr der Kommunismus die geeinte Welt herbeisehnt, so
wenig will er sie als Resultat einer imperialistischen Globalisierung, wie sie
als heutiges Schreckensszenario bevorzustehen scheint. Deshalb sind sowohl der
linke Arbeiter und als auch der kommunistische Intellektuelle keine
unversöhnlichen Feinde Deutschlands, sondern die wichtigsten, die
treuesten Verbündeten, die man sich nur wüschen kann. Denn wir alle
haben ein gemeinsames Ziel, die Beseitigung des Systems!
Die Kommunisten sind weltanschaulich und idealistisch neben
dem intellektuellen Nationalisten die einzig ernst zu nehmende Alternative zum
Imperialismus - und es ist eine Lüge, dass sich Arbeiter und
Intellektuelle aus einem unterdrücktem Volk, aus einer Familie, aus einem
Stadtviertel, so unversöhnlich gegenüberstehen, dass sie lieber
untereinander kämpfen, als den wahren Feind zu stürzen und einander
Kompromisse zuzugestehen!
Denn können nicht zwei, die sich in der Armut, im
Status, im Kampf ähneln wie zwei Brüder, eher zu einer Einigung
kommen, als ein jeder von ihnen mit dem großen Feind, der die Armut, die
Unterdrückung, den Kampf, überhaupt erst verschuldet? [...]
Es existiert auch keine unüberwindbare Diskrepanz zur
Frage der Enteignung! Die Parasiten der Banken und Spekulanten müssen
enteignet werden, da gehe jeder mit. Dieses Zinswuchersystem, diese widerliche
Ausbeutung muss verschwinden, wir brauchen keine wilden Spekulanten, wir
brauchen Ordnung im Geld! Das darf nicht in private Hand, das ist zu wichtig.
Dieser Kompromiss ist nötig in der Enteignung der
Großunternehmer! Die Frage nach dem Kleinunternehmer stellt sich nicht,
das sind nicht die Unterdrücker! Der kleine Mittelstand ist nicht
vermögender als der Industriearbeiter, der gehört zu uns. Der ist
genauso verbittert und wird genauso ausgebeutet und allein gelassen. Unser
Feind sitzt höher, in der Großindustrie, in den Vorständen, in
Firmen, die Milliardenumsätze machen und trotzdem Löhne kürzen
und Arbeiter auf die Straße werfen, dort gehen wir hin.
Der Nationalsozialismus hatte ursprünglich diese
Konzerne enteignen wollen, ist aber der Korruption erlegen und hat letztendlich
mit den Imperialisten gemeinsame Sache gemacht und seine Pläne und Ideale
verraten.
Der Kommunismus (der nie wahrer Kommunismus war) dagegen
enteignete rigoros alles und jeden und hatte dadurch einen entscheidenden
Nachteil, der ihm schließlich die Existenz kostete:
Der Kommunismus war nie wirklich innovativ, weil der Gewinn
nicht den Arbeitern zu Gute kam, sondern der Allgemeinheit - und weil der
Verlust nicht dem Verursacher zum Nachteil wurde, sondern ebenfalls der
Allgemeinheit! Das bremste die Arbeitmoral, das bremste den Erfindergeist, das
bremste den Fleiß!
Deshalb der Kompromiss:
Wir lassen die Unternehmer sein, aber nehmen ihnen die
Macht. Es gibt keine soziale Marktwirtschaft, dieses Modell ist eine Lüge.
Es funktioniert nicht, denn so lange der Markt das Leben regelt, gibt es nichts
Soziales, sondern nur Gewinnmaximierung. Deswegen reißen wir ihnen das
Steuer aus der Hand!
Ihr Höchstverdienst wird staatlich festgelegt, denn
welcher Mensch hat es ehrlich verdient, wenn er mehrere 100 000 oder sogar
Millionen Euro im Jahr verdient, wie will er das rechtfertigen? Dort wird eine
Höchstgrenze gesetzt! Alle Betriebe kommen unter staatliche Aufsicht und
werden anhand ihrer Gewinne verpflichtet, Arbeiter zu beschäftigen. Denn
wie ist es heute: Sie entlassen die Menschen und pressen uns allen damit durch
nichts zu rechtfertigende Milliardengewinne ab - andererseits schaden sie dem
Staat, der zusätzlich auch noch diese Armen ernähren muss. Das wird
es dann nicht mehr geben!
Wer Milliarden einnimmt, darf nur soviel behalten, um
wirtschaften zu können, aber für alles darüber hinaus muss er
den Menschen in Lohn und Brot nehmen. So lohnt sich Innovation immer noch, aber
die Macht ist ihnen entrissen. Wer nicht gehorcht von ihnen, wird enteignet.
[...]
"Ich habe einen Traum! Ich träumte, die Welt
bestünde aus freien Nationalstaaten, die alle befreundet sind, die sich
achten und unterstützen und wo jeder mit ganzer Kraft schafft! Von denen
sich niemand über den anderen erhebt, von denen niemand begehrlich auf
Land und Bodenschätze des anderen sieht, unter denen niemals mehr Krieg
ausbrechen wird, weil der Imperialismus überwunden ist. Die Bewegung
erfasste zunächst eine Nation im Herzen Europas und griff dann über
wie eine Brandfackel, entfachte Nation um Nation und die, welche sich befreit
hatten, waren Vorbild denen, die sich befreien wollten. Und ich sah, wie eine
neue Welt, eine friedliche Welt, aus dem alten Imperialismus aufstieg."
Dieser Kompromiss umfasst den linken Internationalismus wie
den rechten Nationalismus - es lässt nur keinen Raum mehr für die
alten Verbrecher. Und wenn sich jemand hinstellt und ruft: "diese Idee ist
ein Relikt aus kommunistischer Zeit", dann ruft er in Wirklichkeit: "Es soll
alles so bleiben wie es ist!".
Und wenn sich einer hinstellt und ruft: "dieser Vorschlag
ist rechtsradikal", dann ruft er ebenfalls: "Es soll alles so bleiben wie es
ist!". Es gibt kein Links, denn Links sein heißt unten sein! Es gibt
kein Rechts, denn Rechts sein heißt gleichfalls unten sein! Und wenn wir,
die wir unten sind, uns das Recht nehmen, nach oben zu gehen, dann endlich wird
es kein Oben und kein Unten mehr geben! |