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Februar 2005 Sabine Lichtenfels Info von:  IFG
Meine Schritte gegen den Krieg - Perspektiven schaffen für den Frieden


"Wenn wir die ökologischen und sozialen Krisen, die wir herbeigeführt haben, überleben wollten, wären wir wohl gezwungen, uns auf völlig neue, dramatische Gemeinschaftsunternehmungen einzulassen."
(Lynn Margulis)


Die Erde ist in Aufruhr. Der Tsunami raffte etwa 300 000 Menschenleben hinweg. Die USA planen einen erneuten Krieg. Auch wenn sie derzeit abwiegeln, so wissen wir doch: Das System braucht Kriege, um wirtschaftlich nicht zu kollabieren. Außerdem gehört der Aufbau sogenannter "Freihandelszonen" zur Politik der Globalisierung. Der ganze Mittlere Osten soll in eine Freihandelszone umgewandelt werden, um den bestehenden Weltkonzernen neue Produktionsstätten und Absatzmärkte zu sichern (wodurch die einheimischen Kleinindustrien vernichtet werden). Jetzt planen sie den Krieg gegen den Iran, wie sie vorher den Krieg gegen den Irak geplant hatten, unabhängig davon, ob dort Massenvernichtungswaffen gefunden würden oder nicht. Die Straßen, auf denen heute noch die Kinder spielen, könnten bald schon aussehen wie in Falludscha, der verwüsteten Stadt im Irak. Ich kann bei dieser Nachricht nicht weitermachen wie bisher.

Es gibt derzeit so viele Kriege auf der Erde wie nie zuvor. Wir Deutschen reden immer noch tapfer vom Nachkriegszeitalter. Frieden, seit fast sechzig Jahren. Was haben wir mit dem Leid auf der anderen Seite der Welt zu tun? Wie eng verknüpft ist mein Wohlbefinden mit dem Leid auf der anderen Seite der Welt? Sehr eng! Bin ich verpflichtet, mir darüber Gedanken zu machen? Wissen wir noch, dass der Mensch der Verursacher der Katastrophe ist und deshalb auch die Intelligenz entwickeln könnte, um diese zu beenden? Das Leben selbst wird sich wehren gegen alle Unterdrückungen, das sehen wir am Tsunami und anderen Wetterkatastrophen.

Bevor ich meine geplanten Aktionen beschreibe, möchte ich noch einige Gedanken aufschreiben. Ja, Millionen sollen auf die Straße gehen - aber dieses Mal mit einer positiven Perspektive für den realen Aufbau einer besseren Welt. Gebt der Empörung eine positive Richtung. Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir uns selbst verändern. Äußerer Friede kann nur hergestellt werden, wenn wir auch innerlich zum Frieden fähig sind. Wer gegen den Krieg ist, braucht eine lebbare Vision für den Frieden. Die Globalisierung der Gewalt kann nur durch eine realistische Globalisierung des Friedens überwunden werden. Was die bekannte Biologin Lynn Margulis als Konjunktiv formuliert (daß wir nämlich zu völlig neuen, dramatischen Gemeinschaftsunternehmungen gezwungen wären), ist für uns zu einem Imperativ geworden.
Durch meine langjährige Gemeinschaftserfahrung weiß ich, dass wir soziale Strukturen schaffen müssen, in denen Friede und Vertrauen überhaupt möglich werden. Schafft Systeme des Zusammenlebens und des Vertrauens untereinander, in denen es keinen Krieg mehr gibt. Ein anderes Leben ist möglich. Schon jetzt. In Tamera, dem entstehenden Heilungsbiotop I im südlichen Portugal, wird das Projekt "Monte Cerro" vorbereitet: ca. 170 Menschen werden ab 1. Mai 2006 an dem Aufbau autarker Friedensmodelle arbeiten. Entstehen soll u.a. ein Friedensdorf ("Solar Village"), welches als Modell dienen könnte für ein gewaltfreies Zusammenleben von Mensch und Erde. Das ist unser zentraler Beitrag, den wir leisten können und werden.
Durch meine spirituelle Forschung weiß ich, dass wir auf die Stimme des Lebens und der Natur hören müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Ich denke an den Tsunami. Ich sehe die Tiere vor mir, die überlebt haben. Warum konnten sie sich retten? Oder der Dorfälteste Salaman von dem Urvolk Morgan, das auf einer Insel vor Thailand lebt. Bevor die Flutwelle kam, rettete er instinktiv seine Leute. Zu unserem Friedenskonzept gehört seit langem die gewaltfreie Kommunikation und Kooperation mit Tieren. Als beseelte Frequenz- und Informationsträger sind sie ein Teil des weltweiten Friedenssyndikats, wenn sie auf gute Weise integriert werden.

Ich stelle meine Arbeit in diesem Jahr unter das Motto, alles dafür zu tun, um die Frequenz des Friedens zu finden und zu verbreiten. Ich setze meine Kraft dafür ein, dass der innere und der äußere Krieg auf der Erde beendet wird. Ich möchte deshalb einige konkrete positive Aktionen unternehmen, und andere einladen sich zu beteiligen, um angesichts der erneuten Kriegsandrohung sichtbar für den Frieden zu arbeiten:


Ich beginne Anfang März mit einer kleinen Gruppe eine mehrwöchige Pilgerreise.
Wir laufen den bekannten St. Jakobsweg, beginnend in Nordspanien. Wer sich uns aktiv anschließen möchte, kann am Dienstag, den 15. März, zu uns stoßen. Wir treffen uns um 12.00 Uhr in Leon am Hauptportal der Kathedrale. Wir beginnen dort mit einer Meditation für den Frieden. Der Pilgerweg erreicht am 25. März Santiago da Compostella, wir laden vor Ort ein zu einer Kundgebung und einer Friedensmeditation. Anschließend laden wir alle Mitdenkenden, auch solche, die nicht mit uns gepilgert sind, zu einer beratenden Versammlung ein. Treffpunkt am Karfreitag um 12.00 Uhr vor dem Hauptportal der Kathedrale von Santiago da Compostella. Wir werden auf dieser Pilgerschaft weitere Ideen entwickeln und die nächsten Schritte vereinbaren, dazu gehört auch die Vorbereitung einer größeren Initiative in Israel/Palästina. Ich sehe in diesem Pilgergang auch eine schöne Gelegenheit für neue Begegnungen, für Kooperation und neue Freundschaften.


Als nächstes werden wir vom 15. Mai bis 11. Juni in Tamera mit Mitarbeitern des Heilungsbiotops ein Friedenstreffen durchführen zum Thema:
Den Krieg verhindern durch den Aufbau autarker Friedensprojekte.
Ein "Solarpowervillage" (entwickelt von Jürgen Kleinwächter und seinem Team) als Pilotanlage ist derzeit in Tamera im Aufbau. Es werden soziale, technologische und ökologische Lebensformen modellhaft aufgezeigt, durch die Menschen auch in Armutsländern und Krisengebieten dieser Erde vom Kampf ums Überleben und der Abhängigkeit befreit werden könnten. Eine aktive Friedensgruppe aus Israel/Palästina, mit der wir seit längerem kooperieren, wird mit dabei sein, um weiter an der Vision des geplanten Friedensdorfes (Peace Research Village) im Nahen Osten zu feilen. Alle, die an derartigen Zukunftsprojekten interessiert sind oder gar mitarbeiten wollen, sind herzlich eingeladen.


Vom 25. Juli - 4. August veranstalten wir die jährliche Sommeruniversität in Tamera zu dem Thema "Bewegung für eine freie Erde".
Sie dient der Netzwerkarbeit, die unter den gegebenen Kriegsankündigungen auf neuer Ebene erforderlich ist. Vor allem junge visionäre Friedenskräfte sind als Referenten und Mitdenkende eingeladen. Ein Treffen für engagierte Menschen aus aller Welt.


Die letzte öffentliche Friedensaktion, die ich für dieses Jahr plane, findet voraussichtlich im Oktober/November in Israel/Palästina statt. Wir werden wieder eine größere Pilgerreise machen und an verschiedenen Orten unser bekanntes Theaterstück aufführen. Es trägt den Titel "Wir weigern uns Feinde zu sein." Vielleicht feiern wir bereits, dass der geplante Irankrieg bis jetzt ausblieb? Wir wählen den Nahen Osten, weil hier einer der großen Akupunkturpunke liegt, wo über Krieg oder Frieden auf der Erde entschieden wird. Hier, so unser Plan, sollte so bald wie möglich ein internationales Friedensdorf gebaut werden. Der Friedensmarsch mit einer größeren Schlußkundgebung in Jerusalem enden. Für diese wichtige Veranstaltung wünsche ich mir die Teilnahme aller, die sich entschlossen haben, ihr Bestes zu tun, um das System der Kriege zu beenden. Ich denke an ein internationales Kuratorium für den Frieden, welches sich aus Menschen zusammensetzt, die sich in besonders überzeugender und wirksamer Weise für den Frieden einsetzen oder eingesetzt haben.

Laßt die Soldaten wieder Menschen werden. Sie haben genug gekämpft. Laßt uns mit ihnen zusammen große Friedenscamps veranstalten, wo sie nicht den Krieg, sondern die Liebe lernen. Ich appelliere auch an bekannte Musiker und Künstler: Gebt eure Stimme. Helft mit, daß im Nahen Osten eine neue Perspektive entsteht und die Stimme des Friedens weltweit gehört wird.

Wir werden während unserer Pilgerreise im März ein Tagebuch führen, das man unter http://www.sabine-lichtenfels.de/ lesen kann. Unter mailto:ring-der-kraft@sabine-lichtenfels könnt ihr weitere Informationen erhalten.


Für eine gewaltfreie Erde, für eine Zukunft ohne Krieg.
Im Dienst der Wärme für alles, was Haut und Fell hat,
im Namen aller Kreatur!

Sabine Lichtenfels



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