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Rainer Daehnhardt
Quinta Wimmer
P-2605-213 Belas
Portugal
Tel. : (00351) 214310195
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Aus Restdeutschland kam gerade die freudige
Berichterstattung, daß ein Texaner zu Besuch käme. Damit niemand
diesem Freunde Deutschlands ein Leid zufüge, werden die Kanaldeckel
zugeschweißt, die Privatautos von den Straßen entfernt und die
Anwohner der evtl. benützten Straßen aufgefordert, ihre
Rolläden runterzulassen und auf keinen Fall irgendwelche Fenster zu
öffnen, es bestünde Schußgefahr!
Warum der Texaner kommt, wird vergessen mitgeteilt zu
werden. (Für seinen kommenden Krieg braucht er Kanonenfutter und
zahlreiche Alliierte!!).
Das ganze wird als Freundesbesuch eines
demokratisch gewählten Präsidenten in einem
demokratischen Freundesstaat bezeichnet.
Warum diese Heidenangst vor der Bevölkerung?
War das früher auch so?
Was sagt ein Kaiserdeutscher dazu?
Das sind alles Zeichen von schlechtem
Gewissen!
Justinus Kerner schrieb einmal über den Fürsten
Württembergs:
Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
sprach: Mein Land hat keine Städte,
trägt nicht Berge silberschwer.
Doch ein Kleinod hält´s verborgen:
Daß in Wäldern, noch so groß,
ich mein Haupt kann kühnlich legen
jedem Untertan in den Schoß.
Wie gut geht es doch den Skandinaviern, da man neben einem
Monarchen radfahren darf.
Wie gut geht es doch den Portugiesen, da sie ihren
Staatspräsidenten beim gemütlichen Sonntagsbummel mit seiner Frau in
einem Kaufzentrum oder am Flußufer treffen können!
Wie traurig muß ein Leben sein in welchem man
ständig auf eine Kugel wartet?
Todesangst ist der Preis des
Staatswillkürausübens!
Was sind das für Lügengebäude die solches
hervorbringen?
Alles schon dagewesen sagt der Historiker!
Auf Aktion folgt Reaktion sagt der Physiker!
Macht weckt Gier sagt der Philosoph!
So starb schon das alte Rom!
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