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04.2005 Reinhold Schneider Info von:  http://de.dir.groups.yahoo.com/group/himmel-auf-erden
Der Himmel auf Erden

Hallo,

dieses ist die Geschichte einer Gruppe Urlauber, die »unbeabsichtigt« eine Zeitreise erleben. Ich habe sie nach einer Erzählung von Dr. Norbert Schroeder modifiziert, einem Teilnehmer der »Himmel auf Erden Group«. Mein Dank geht an Norbert für diese Anregung.

»Es geschah so um die Jahrtausendwende, als eine bunt durcheinander gewürfelte Gruppe von Touristen wartend am Flughafen zusammentraf. Es gab kleine familiäre Gruppen, Vater, Mutter, Sohn oder Tochter, Freunde und Freundinnen, Geschäftsleute, Globetrotter, Abenteurer, Wellness-Suchende, Sex-Touristen, Abzocker, Studenten, Rentner, also Menschen mit allen möglichen Absichten und Zielen.

Nach einer Weile des Wartens hallte eine Stimme aus dem Lautsprecher und alle stürmten auf die Glastür zu. Obwohl jeder seine Platzreservierungsnummer auf seinem Ticket hatte, gab es ein Drängeln, um in den Airport-Bus zu kommen.

Doch im allgemeinen war die Stimmung relativ gut, da praktisch ein jeder sich auf die paar Tage oder Wochen des Urlaubs freute. Herauszukommen aus dem tönernen Einerlei der stressigen Betriebe, dem überall wie ein Geruch anhaftendem täglichem Mobbing, herauszukommen aus dem Jonglieren mit Arbeitssekunden, dem Lärmpegel und den unbefriedigten, ja depressiven Alltagsgesichtern. Heraus aus dem bienen- und ameisenhaftem Leben, wo nur Innovation und Effizienz zählten, heraus in eine andere Welt, wo, so das angezogene und erwartete Muster, man endlich frei lebt, als persönliches Individuum.

Schließlich strömten alle aus den beiden Airport-Bussen und die Massen quirlten drängend in die Gänge des Fliegers. Man rammte sich, stieß sich an, Gepäckstücke fielen herunter, und so mancher bekam eines davon auch zu spüren. Doch die Wunschatmosphäre des nahenden Urlaubes machte aufkeimende Aggressionen zunichte.

Die sich Kennenden saßen zumeist zusammen, andere, ›rein zufällige‹ Sitznachbarn lernten sich - zuerst rückhaltende Emotionsbarrieren aufbauend, aber nichtsdestotrotz freundlich - kennen.

Die Stewardessen waren emsig wie die Ameisen, immer freundlich, genauso, wie auch die Modedamen in den TV-Anstalten.

Und nun ging es los. Der Airbus hob nach den Sicherheitsanweisungen ab. Oben, in Flughöhe angekommen machte sich ein Gefühl der Erleichterung breit, kurzum man taute auf.

Schließlich, man flog hoch über den Wolken, verteilten die freundlichen Damen und Herren das Menü. Es war noch relative Stille. Man wollte schließlich das Essen hier oben in 10.000 m Höhe genießen. Doch nach dem Aperitif und den diversen Getränken öffneten sich nicht nur die Gemüter, sondern auch die Mäuler. So manch einer nahm auch wegen seines angeblichen Magenleidens, der Migräne, oder der Flugangst einen oder zwei Aperitifs zuviel. Vielleicht waren es auch vier. Einige der jüngeren, wohl Studenten langten sehr kräftig zu. Wahrscheinlich hatten sie - bedingt durch die letzten zu arg trockenen Vorlesungen im Auditorium maximum - ein großes Nachholbedürfnis nach Flüssigem. Ihr Wasserhaushalt wird es ihnen danken.

Doch in dieser kleinen Fluggesellschaft beobachtete doch so mancher auch argwöhnisch das Treiben seiner Nachbarn. Jeder hatte seine Erziehungsmuster, die ihm einbläuten, was Etikette denn so sei.

Dann schrien einige Kleinkinder, und so mancher akademisch verbildete Gast, griesgrämig gereizt von seinen trinkenden Nachbarn, guckte grimmig in die Augen derjenigen Mütter, deren Kinder schrien.

Oder so manche Augenbrauen zuckten leicht, kein Tics, nur so.

Doch die Zeit heilt, sie läßt vergessen im Meer der eigenen Gedanken, oder versunken in einem Buch oder einer Zeitung. Ja, auch so manches Quadratauge, man sieht es den TV-Süchtigen an, glotzte dorthin, dem magischen Ort der Moderne. Unter so manchen jüngeren hingegen, sah man nur, schwer erkennbar, da man diese nicht so leicht ortete, Ohrstöpsel. Doch jeder zivile Mensch des 20.Jahrhunderts konnte den Grund der Ohrstöpsel schon von vornherein analysieren: Und zwar an den zuckenden Gliedern, den Rudimentären und so.

Nach etlichen Stunden begann die wabernde dunkle Nacht. Es wurde stiller im temporären Gefüge dieser Kleingesellschaft.

Dann, ein lautes Alarmschrillen, ein unverständliches Geräusch aus den Lautsprechern des Piloten, gepaart mit einer hurrikanähnlichen Hose am Horizont, die in allen Regenbogen leuchtend irgendwie von innen strahlend sich dem Flugzeug näherte. Es wurde still, die Triebwerke funktionierten nicht, sie schwiegen, man schwamm regelrecht in dieser leuchtenden Hose. Alles ging lautlos voran. Selbst die hier zusammen getroffenen Menschen schwiegen, keiner schrie. Es war alles zuviel des Guten, es war unerklärbar für den sogenannten denkenden Logiker. Alles elektrische im Airbus entsagte sich seiner Bürde, doch das Licht kam von Außen. Keiner wußte es, mag es auch von Innen kommen.

Diese gespenstige Szene, ein Vokabular des 20.Jahrhunderts, denn dieser unerklärbare Vorgang hätte eher den Namen ›mystisch‹ verdient, währte nicht lange, vielleicht eine halbe Stunde, vielleicht einige Sekunden, oder gar Monate, wer weiß es, dieser Vorgang endete jedenfalls so abrupt wie es anfing.

Der Kapitän gab Anweisungen an das Personal für Speisen und Getränke zu sorgen, um die Gemüter zu beruhigen. Er sprach sehr ruhig und informierte die erstaunten Passagiere, daß er alles unter Kontrolle hätte.

Da eigentlich nichts schlimmes passiert war, kein Luftloch, kein Rütteln der Maschine, nichts dergleichen, und nun die Maschinen wieder normal arbeiteten, verdrängte ein jeder das seltsame Erlebnis.

Im Cockpit hatten die Flugleiter allerdings einige Probleme. Ihre Navigatoren zeigten ein völlig anderes Ziel an, und im undeutlichen Funkverkehr verstand man dieses komische Englisch nicht so recht.

Nun gut, einerlei, man konnte sich schließlich irgendwie doch verständigen und wurde an einen Zielflughafen gesteuert.

Gesteuert, im wahrsten Sinne des Begriffes. Denn der Pilot stellte staunend fest, daß sich abermals alle Triebwerke ausstellten, bis auf die Sauerstoff- und Elektrikversorungen für alle Passagiere - und daß sein Flugzeug automatisch auf irgendeinen Airport zuflog. Ohne sein Dazutun.

Die Haare standen ihm zu Berge, was Gott sei Dank kein Passagier sah; denn ohne sein Dazutun fühlte er sich gedemütigt.

Doch der Airbus landete sicher und sehr weich auf einem Flughafen, den weder der Pilot, noch der Co-Pilot, noch jemand anders kannten.

Dann nahte der Moment, eine Gruppe von außen dockte an, begrüßte freundlich die Ankömmlinge, diesmal in reinstem Oxford-Englisch, beruhigte alle, und eskortierte die Crew und die Passagiere zum Flughafengebäude. Keiner der Touristen konnte eigentlich mitbekommen, wie denn der Transport abging, nur der Pilot und sein Techniker ahnten etwas: ein ufo-ähnliches, schwebendes Ding, gleich einem Diskus.

Man wurde hier hervorragend empfangen, es gab keinerlei dummen und überflüssigen behördliche Fragen, und die Menschen hier waren allesamt nicht nur freundlich, sondern irgendwie aufgeschlossen, heiter und fröhlich.

Man setzte sich in einen wunderschönen Saal, mit kleinem Wasserfall, im Hintergrund leise Meditationsbegleitung, mit einem Panorama auf den Airport und den dahinter liegenden Bergen.

Schließlich platzte einem der Mitreisenden der Kragen; es war ein Rechtsanwalt, oder gar Richter, er riß aufgeregt aus seinem Jacket seine Ausweis-Papiere und Dokumente, Passport, Geburts-Urkunde, Ticket und Sonstiges und rammte diesen kleinen Aktenbündel einem der vermeintlich Verantwortlichen in die Abdomen-Decke: ›Hier sind meine Papiere‹, raunzte er ihn an. Und wie ein Redeschwall gleich dahinter, quetsche er zähnefletschend heraus: ›Wo sind denn die Zollbeamten und Sicherheitskräfte?‹ Doch der so Bescholtene blieb cool, im Gegenteil, er forderte sein Gegenüber auf, Platz zu nehmen. Dieser setzte sich völlig genervt, doch der andere ließ ihn nicht zu Wort kommen, und gab ihm zu erkennen, daß solche Papiere hier überflüssig seien. Der Anwalt wollte schon wieder aufranzen, doch sein Gegenüber war schon weg gegangen.

Einer nach dem anderen umringten den Anwalt, und ein riesiges Knäuel von Getratsche schallte dissonant durch die Halle. Derweil aber Bedienstete alle Gäste weiterhin beköstigten. Nach Stunden heftiger kontroverser Debatten einigte man sich, nun den Ort zu verlassen, um ein Rathaus oder eine Polizeistation aufzusuchen. Als man die Rechnungen verlangte, gab es erneut ein Staunen, Raunzen, ja sogar Streitereien, da alles frei, ohne bonitäre Mittel, erhältlich sei. Ja, einige der Klugen aus dieser Gruppe meinten sogar, dieses Verhalten hier käme einer Räuber- oder Abzockerbande gleich. Ihr Mißtrauen war tief in ihrer Brust verankert, sie konnten und durften wegen ihrer Konditionierung nicht an das glauben, was sie sahen.

Die gesamte Gruppe, gebildet in Grüppchen, verließ den wundersamen Ort, diskutierend, entlang der Rollbänder, entlang an anderen wundersamen Orten. Mal trennend, dann wieder zusammen kommend. Einige der Mitreisenden, z.B. der Anwalt, ein Arzt, ein Unternehmer, ein Aktionär, ein Beamter, ein Dozent, ein Studienrat und ein Soldat hatten mittlerweile die Führungsposition übergenommen. Dies war so Sitte im 21. Jahrhundert. Immer der Leitochse führt seine Herde an.

Das Problem der gesamten Gruppe bestand immer noch darin, daß man hier keinen Zoll hatte, keine Paßkontrolle, keine Durchsuchung, und obendrein bisher alles unentgeltlich ablief. Wo, gibt's denn das, alles gratis - wahrscheinlich eine üble Werbefalle.

Da mußte doch was krumm sein, an dieser Sache, so einhellig die Meinung aller Reisenden.

Die gesamte Gruppe entschloß sich, den Airport zu verlassen, um die nächste Polizei-Station aufzusuchen.

Doch was war mit dem Gepäck, zu schwer zu tragen. Man suchte nun nach einem Bediensteten, zwecks Auskunft. Die Gruppe, ca. 250 Reisende hatte sich nun in zehn Wortführer zersplittert. Und es war schwer, einen Bediensteten zu finden. Jetzt erst fiel es auf, keiner der Menschen hier, auch beim Empfang, besaß irgendein Erkennungzeichen oder entsprechende Kleidung. Noch mehr, die Menschen hier waren so unterschiedlich gekleidet, das einem schlecht wurde. Wie kann das nur das Ordnungsamt zulassen, fragte man sich. Da liefen Glatzköpfige herum, welche mit beinahe meterlangen Haaren, oder mit meterhohen Spitzhüten, Textilien in allen Farben oder aus allen Modezeiten der letzten fünftausend Jahre? Endlich wurde man fündig, es war ein ›Straßenkehrer‹, er kontrollierte etliche Roboter, doch er packte auch mal an, was diese übersehen hatten.

›He, können Sie uns helfen, wir brauchen ein Taxi? Und einen Helfer?‹

›Warten Sie einen Augenblick‹, er tippte einige Zahlen in den Wartungsroboter und wenig später standen 25 Roboter da, und alle luden ihr Gepäck auf. Der Mann ging im Laufschritt mit, bis sie zu einem Magnetschienenbus kamen und dann dort alles aufluden.

Der Straßenkehrer tippte auch dort am Fahrautomaten Zahlen ein, und meinte damit wäre alles klar, sie würden direkt an ihrem Zielwunsch gebracht. Er verabschiedete sich freundlich und machte die Bemerkung zu dem Reiseführer, daß er ein antikes Englisch spräche, worauf sich natürlich keiner einen Reim machen konnte. Er rief den Reisenden allerdings zu: ›Vergessen Sie nicht, mein Name ist Erdenwächter.......‹, worauf die meisten nur hämisch grinsten und für so einen komischen Namen nur ein ungläubiges Lachen übrig hatten.

Nach einer Fahrt von einer halben Stunde bei 100km/h stoppte der Bus und sie stiegen aus. Auch wieder ohne einen Cent zu zahlen.

Vor sich hatten sie ein imposantes Gebäude, nicht wegen der Größe, sondern des Baustils, es glich halb einem Theater und halb einem Wellness-Hotel. Mit tollen Grünparks, Anlagen mit Brunnen usw..

Schließlich erreichte man das Hauptportal und fand eine Person, die dort inmitten eines utopischen Saales saß und Fruchtsaft trank.

Einer der Herdenführer, der nun zum Supervisor aufgestiegene Anwalt, erklärte kurz die verzwickte Sache. Der Mann, schaute zuerst etwas verlegen, doch als der Wortführer den Namen des Erdenwächters ausrief, leuchteten seine Augen auf, und er rief nach einem Namen. Er sprach einfach in den Saal, obwohl gerade keiner anwesend war. Doch die Sensoren in den Wänden leiteten das Gespräch weiter. Wenige Minuten später erschien ein etwas älterer Herr, mit Krückstock, Zylinder und Smoking. Verdutzt schaute man daher. Dieser Herr aber sprach gestochen scharf das alte Oxford-Englisch. Man atmete auf.

Er lud mit einer Geste alle Gäste ein. Man wollte sich sogleich setzten, doch er winkte ab. ›Laßt uns doch oben auf das Dachrestaurant gehen, und sogleich auch eine Mahlzeit einnehmen.‹

Ja, alle waren einverstanden, denn man war schon wieder etwas hungrig.

Man bestellte sich die gewünschten Speisen, wollte nun aber nicht unhöflich sein, denn es gab hier nur vegetarisches Essen. Es gab auch keinen Alkohol und keine Zigaretten.

Der Advokat fing aber gleich an mit einer Wortkanonane loszuschießen, er wolle den Polizeipräsidenten oder den leitenden Amtsrichter sofort sprechen, denn er wolle eine Strafanzeige gegen die Bediensteten am Airport stellen.

Der Zylinder-Gentleman lachte Tränen - was den Advokat noch mehr aufregte und er ihn auch gleich anzeigen wollte.

Doch dann mischten sich vier weitere Herren aus der Reisegruppe in das Gespräch. Sie entschuldigten bei dem einheimischen Gentleman, bedankten sich herzlich für alles, was bisher geschehen war, doch der Advokat wurde dadurch wie von der Tarantel gestochen noch hektischer und lauter bis zu einem Gesprächssalat mit hochrotem Kopf. Der Zylindermann und die vier Herren sprachen leise und ruhig einige Sätze, die dann jäh von dem Advokat unterbrochen wurden, mit der Frage:

›Wer seid Ihr denn?‹

Überraschend entpuppten sich diese vier Männer als Geistliche, einer war Priester, ein anderer ein Krishna-Vaisnava, dann ein Buddhist und ein Mukti. Das erzürnte den Advokat noch mehr, bis zum Überlaufen.

Der Zylindermann unterbrach und meinte dann doch energisch zum Advokaten:

›Nehmen Sie sich mal zusammen, Sie arroganter aufgeblasener Hornochse!‹

Alles schwieg, die Luft knisterte.........und dann sagte er etwas leiser:

›Aufhören!‹

Pause.

Und dann:

›Hinhören!‹

Zum Advokaten gerichtet: ›Lernen Sie endlich etwas, lernen Sie hinzuhören, lernen sie in sich zu hören, lernen Sie auf die Natur zu hören, lernen Sie auf die Menschen zu hören................und bevor Sie das lernen wollen, lernen Sie zu schweigen......und eines Tages werden Sie dann auch das meditieren lernen.....und erst dann, in einigen Jahren sind Sie soweit entwickelt hinzuhören.‹

Das war dem Advokat nun doch zuviel, er stand kurz davor zu kollabieren. Doch einer der Mönche half sogleich und gab ihm eine kurze Reiki-Behandlung.

›Sehen Sie‹, meinte der Zylindermann, ›von allen Reisenden, die hier nun im Speisesaal sitzen, gibt es zumindest vier Personen, die Anstand und Verstand und Herz haben‹.

Doch nun wurde das Mahl aufgetischt und trotz des fleischlosen Gerichtes war ein jeder mehr als positiv überrascht über diese Köstlichkeiten, die sie nie zuvor kannten.

Die in der Atmosphäre umherirrenden Aggressionen verloren sich durch Sphärenmusik, die architektonische Bauweise und die duftenden Köstlichkeiten.

Nach diesem köstlichen Dinner in einer Atmosphäre voller Harmonie gab es neben naturgepreßten, biologischen Säften auch reines Wasser, welches direkt aus einem Fluß hier eingeleitet wurde. Noch niemand dieser Reisenden hatte jemals so ein köstliches Wasser getrunken. Diejenigen, die hier die Führungsrolle angenommen hatten, hatten natürlich über alles mögliche ihre Einwände, wie zum Beispiel, das wäre kein Wasser, das wäre bestimmt irgendeine Droge, die man ihnen einflößen wolle.

Und dabei kam auch immer wieder das Thema auf, nun endlich notfalls auch mit Gewalt eine Polizeibehörde, Rathaus und dergleichen aufzusuchen.

Doch da kam dann auch der ältere Zylindermann, der bruchstückhaft Wörter aufgeschnappt hatte.

Er betonte abermals in einem ruhigen ausgeglichen Ton, allerdings auch gepaart mit etwas würzigem Humor: ›Dieses Haus, wo ihr euch nun niedergelassen habt, die Getränke und Speisen zu euch genommen habt, ist das städtische Polizeipräsidium.‹

Und nach einer kurzen Pause:

›Allerdings benutzen wir heutzutage nicht mehr diese alten Zöpfe und Berufsbezeichnungen, da es in diesem Zeitalter weder Polizisten im alten Sinne, noch Gefängnisse noch ähnliches gibt.

Es gibt auf unserem Planeten Erde auch keine Ausweis-Dokumente, noch Berufszertificate, Spione oder sonst derlei Unsinn. Auch wird hier nicht mit obskuren wertlosen Papiergeldern bezahlt. Ich erwähne das auch nur, weil es für euch von so großer Bedeutung ist, weil ihr soviel Energie darauf verschwendet, so daß es in eurer Welt halt noch manifestiert ist. Überlegt doch mal für einen Moment oder besser gesagt für mehrere Momente, wozu dieser ganze Schnickschnack überhaupt zu nütze ist. Bei uns erhält jeder neugeborene Mensch automatisch sein Lebensrecht mit allen normalen ihm zugehörigen Gütern und Nutzungsrechten, von Kleidung bis zur Ernährung, Ausbildung, Transporte, Fahrten, Flüge, Wohnung und Energie, Krankenbehandlungen usw..

Weder Banken noch sonst derlei makabere Einrichtungen existieren hier.

Die Berufe, so wie sie ihr in eurer tiefgesunkenden Zivisilation habt, sind hier Berufungen, die sich ein jeder selbst aussucht oder sogar mehrmals im Leben wechselt. Der Straßenfeger - so hieß doch das in eurem Vokabular damals - nennt sich Erdenwächter, und diese sind ausgesprochene Philosophen mit sehr hohem Wissen. Das Rathaus, wo ihr nun hier seid, gleichzeitig auch Polizeipräsdium, nennt sich Tabernakel für Auskünfte, Hilfe und Beratung. Der alte Berufsstand Bauer, bzw. Landwirt heißt hier Erdenkind, oder im Plural die Erdenkinder. Obwohl wir über Roboter, Automaten und Maschinen etc. verfügen, werden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse zum allergrößten Teil per Hand gemacht. Deswegen sind auch gut 25% der Bevölkerung die Erdenkinder.

Gesetze haben wir 12. Das erste Gesetz lautet:

Alles fließt und strebt zur Harmonie.

Alles ist im Fließen und der Veränderung unterworfen.

Weiter geht es mit:

Gebt mehr, nehmt weniger.

Was bei euch das fünfte Gebot ist, was ja eigentlich ein Verbot ist, heißt bei uns:

Achte und ehre jedes Lebewesen.

Der nächstgrößere Berufungsanteil der Bevölkerung, ungefähr 20 %, besteht aus Musikern, Schriftstellern, Malern, Sängern und viele andere Bezeichnungen mehr.

Danach stehen die Wissenschaftler und Forscher. Sie sind eigentlich Anschauer und Beschauer der Natur, um aus diesem endlosen Buch zu erkennen und zu lernen.

Ganz nebenbei, Ärzte haben wir hier relativ wenig, da es die meisten Menschen gesund sind. Sie nennen sich hier alle Heiler. Für ein Bevölkerungsgebiet von 1 Millionen Menschen benötigen wir gerade mal 100 Heiler plus Personal, d.h. von 1 Million Menschen schwankt die Zahl zwischen 0,05 bis 0,1 Promille Erkrankten pro Jahr. . . ‹«

Diese Geschichte aus der Zukunft wird von Norbert und mir fortgesetzt. Gerne tauschen wir uns hierüber auch aus. Eine mögliche Plattform dazu ist die Himmel auf Erden – Yahoo-Group, die über folgenden Link zu erreichen ist:

http://de.dir.groups.yahoo.com/group/himmel-auf-erden

Auf eine baldige Antwort freue ich mich und sende

Licht und Liebe aus Ungarn

Reinhold Schneider

Initiator von Himmel auf Erden

Mitglied bei Joytopia,

im Goldring und

LETS-Augsburg

Àrpád utca 24

H-9125 Szerecseny

Tel.: 0036-96/739011

Fax: 0036-96/739400

eMail: raimon2004@web.de

Internet: www.himmel-auf-erden.net.tc und www.holistisch-heilen.net.tc



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