Ha-Harzit Street 6
ISRAEL 42842 Bat Hefer
Telefon: 00972-9-8782476
Fax: 00972-9-8782476
Um
Märchen zu erzählen muß man viel wissen und erblicken was
für andere verschleiert bleibt - dazu muß man lange gelebt haben und
deshalb sind alte Menschen die besten Märchenerzähler.
Die
Kinder lieben es so sehr Märchen zu hören, denn nur sie haben genug
Phantasie sich alles plastisch auszumalen und den verborgenen Kern der
Geschichten intuitiv zu erfassen, denn Kinder wissen, daß Phantasie
Wahrheit ist.
Im
ältesten Märchenbuch der Welt steht geschrieben....
Es
war einmal ein großer Zauberer und er lebte in seinem Zauberreich voller
Licht, es war vollkommen, unbegrenzt und erfüllte das gesamte Universum.
Der Zauberer war groß, er war schön, er war die Herrlichkeit selbst
und sein Herz war offen und voller Liebe aber er lebte alleine in seinem
großen Reich. Es gab dort niemanden mit dem er über Weisheit
sprechen und seine Liebe teilen konnte, es gab niemanden der ihn wahrnahm,
niemanden dem er seine Zauberkunststücke vorführen und dem er mit
seinen Schöpfungen Freude bereiten konnte er war traurig so alleine
zu sein!
Er
grübelte....was wäre wenn ich einen Stein erschüfe, vielleicht
genügte das ich könnte ihn berühren, ihn fühlen
da wäre etwas das in meiner Nähe ist er war einfach
traurig alleine zu sein er nahm seinen Zauberstab und tak-tak es
entstand ein Stein, genauso ein Stein wie er ihn sich vorgestellt hatte, glatt
und schön geformt, funkelnd und strahlend über alle Maßen
er streichelte den Stein und liebkoste ihn, doch dieser blieb kühl,
glatt und stumm, vibrierte nur leicht in der Schwingung des Meisters nun
probierte er noch mehr Steine zu erschaffen verschiedene andere Steine,
Felsen und Berge, Landschaften, Planeten ganze Welten, die er mit
unzähligen kristallenen Sternen füllte und alles trug die Energie des
Zauberers, aber sie blieben ebenso stumm wie der erste Stein, sie existierten,
aber nicht mehr und der Zauberer fühlte wieder wie traurig es ist alleine
zu sein.
Nun
dachte der Meister vielleicht erschaffe ich eine Pflanze, ein Blume die
mich mit Schönheit und Farbe erfreut, ich wässere und nähre sie
täglich, verwöhne sie mit frischer Luft und viel Licht ich
werde mich um die Blume sorgen und sie wird mir Freude und Glück schenken,
denn es ist so traurig alleine zu sein. Er winkte mit dem Zauberstab tak-tak
und schon erschien eine wunderschöne Blume vor ihm, sie funkelte und
strahlte in allen Farbschattierungen und glitzerte wie tausend Diamanten -
genauso wie er sie sich gewünscht hatte. Der Zauberer fing nun an vor der
Blume zu tanzen, aber diese drehte sich nicht mit ihm, sie konnte ihn zwar
spüren, ihm aber nicht ihre Freude zeigen und sich mit ihm drehen. Er fing
an noch mehr Pflanzen zu erschaffen, große und kleine, Gärten und
Wälder, Haine und Felder und unzählige Bäume aber sie alle waren
wie eine einzige Pflanze. Sie waren schön und farbenprächtig
anzusehen aber entsprachen definitiv dem Bewußtsein ihres Schöpfers,
auch sie gaben ihm keine Antwort und reagierten fast nicht auf ihn, denn sie
waren er selbst oh wie traurig war es alleine zu sein.
Der
Zauberer dachte lange nach, was wäre wenn ich ein Tier erschaffe ja
einen Hund, einen zärtlichen, kleinen, lustigen Hund mit dem ich spielen
kann er wird hinter mir herlaufen und ich bin nicht mehr alleine
er winkte mit dem Zauberstab und tak-tak erschien ein kleines geflecktes
Hündchen, genauso wie er es sich vorgestellt hatte. Er fing an das
Hündchen zu versorgen, gab ihm Futter und Wasser, streichelte und
verwöhnte es, er wusch es und ging mit ihm spazieren er machte
alles für den kleinen Hund. Dieser war ihm treu ergeben und sein ganzer
Wunsch war es ganz nahe bei seinem Herrchen zu sein, ihm auf Schritt und Tritt
zu folgen, aber die Energie des Hündchens entsprach in allem der des
Zauberers, widersetzte sich nie seinem Willen es war demütig und
gehorsam und schon bald erfüllte ihn diese Freude nicht mehr. Der Zauberer
fing an weiters Leben zu erschaffen Fische, Echsen, Vögel und
unzählige andere Lebewesen, in allen Größen, Formen und
Schattierungen aber alle Tiere waren er selbst und konnte ihm nicht
Freund und Partner sein ach wie war es traurig so alleine zu
sein.
Lange
dachte der Meister nach und dann wußte er es ein richtiger Freund
kann nur jemand sein der genau nach meinem Ebenbild erschaffen ist, aber einen
freien eigenen Willen hat, der ihm dazu verhelfen würde mir gegenüber
zu stehen. Zuerst würde er mich brauchen, meine Geschenke und Liebe
freudig entgegennehmen - ich könnte ihn alles lehren was ich weiß,
wir könnten zusammen in meinem Schloß wohnen und irgendwann
würde ich ihn loslassen um sich selbst zu finden denn nur wenn er
sich seiner Selbst, außerhalb von mir wahrnimmt, kann er so werden wie
ich, erschaffen wie ich, leben wie ich und lieben wie ich nur dann
wüsste er mich zu verstehen, ach es ist so traurig alleine zu
sein.
Wer
könnte mein Ebenbild werden? Wer könnte meine Gaben wirklich
schätzen und mir Gleiches schenken? Ja, ich könnte einen Menschen
erschaffen, genau nach meinem Ebenbild und wir werden glücklich zusammen
sein. Er nahm seinen Zauberstab und erschuf ein Lichtwesen genau nach seinem
Ebenbild. Dieser Mensch genoß die vielen Geschenken und Gaben die ihm der
Zauberer schenkte, er unterhielt sich mit ihm und leistete ihm Gesellschaft
aber er ahnte nichts vom wahren Wesen des Zauberers und seiner
großen Liebe zu ihm, denn der Mensch lebte, aber war sich seiner selbst
noch nicht bewußt. Er erfreute sich zwar der Gaben des Meisters,
wußte sie aber nicht zu schätzen - irgendwann begann er sich zu
langweilen und versuchte bis an die Grenzen des Reiches zu stoßen, immer
auf der Suche nach neuen Erfahrungen.
Während
dieser Entdeckungsreisen entfernte er sich mehr und mehr vom Zuhause und eines
Tages stieß er auf eine große Feuerwand, die ihm große Angst
einjagte und ihn magisch anzog. Er begann sich dagegen zu wehren wurde aber
einfach in sie hineingezogen und überschritt die Grenze die ihn vom
Zauberreich abtrennte. Der Zauberer verstand: Um das Glück zu zweit
wirklich genießen zu können, muß der Mensch Erfahrungen
sammeln die im Reich der Einheit nicht gemacht werden können. Er muß
mich erst fortgehen um die Freude des Wiederfindens wahrhaft erleben zu
können, er muß lernen zu fühlen wie verlassen er ohne mich ist
und wie einsam ich ohne ihn wäre ach wie traurig ist es doch
alleine zu sein.
Diese
Abtrennung vom Zauberreich war für den Menschen sehr traumatisch. Zum
ersten Mal spürte er Unsicherheit in seinem Wesen und Misstrauen und
begann die Kontrolle zu verlieren. Er fühlte immer mehr wie der Kern aller
Dinge zu zerbröckeln begann sein eigenes inneres Wesen wurde in
unzählige Teile zerrissen und der Mensch verlor sich selbst. Er fand sich
an einem Ort wo es dunkel und kalt war und konnte den Weg zurück nicht
mehr finden - ach wie traurig ist es doch so alleine zu sein, dachte der Mensch
und überlegte was er tun könne um seine Lage zu verbessern. Er traf
an diesem Ort andere Wesen seiner Art aber die fühlten sich tief im Herzen
genauso einsam wie er selbst, genauso ängstlich, schutzlos, verzweifelt
und mit große Schuld beladen. Als erstes begannen sie sich ein trockenes
und sicheres Zuhause zu schaffen um sich irgendwie vor der rauhen Umwelt zu
schützen erinnerten sich dunkel ihrer einstigen Fähigkeiten
und begannen sich ihre Welt neu zu erschaffen.
Als
kleine verstreute Hologramme des Abbilds des großen Zauberers legten sie
den Grundstein einer neuen Schöpfung und erschufen einen zweiten
Schöpfungskreis. Sie schufen immer mehr irgendwann dachte ein
Mensch an einen Stein einen glatten blanken Stein um nicht mehr alleine
zu sein, er nahm seinen Zauberstab und tak-tak schon war der Stein da, aber mit
rauhen Kanten, schwer und fest, er erinnerte nur im Entferntesten dem
schönen Energiegebilde des Zauberers. Sie erschufen gemeinsam ihre eigene
Welt - sie erschufen Kontinente, Länder, Städte, Dörfer,
Höhlen, Häuser, Gärten, Wälder, Autos und schließlich
Fernsehapparate, Computer, Telefone und Fußball am Wochenende
alles nur um nicht mehr so traurig alleine zu sein sie erschufen immer
neue Dinge, immer als Versuch darin das wunderbare Zauberreich wiederzufinden
und die Geheimnisse des Lebens zu lösen.
Der
Mensch erschuf immer mehr und das ermüdete ihn sehr, irgendwann schlief er
ein und vergaß, daß er der Schöpfer seiner Welt war und seine
Angst wurde immer größer, er fühlte sich immer einsamer und
hilfloser, bis er nur noch wie ein Blatt im Wind dahintrieb und seine ganze
Macht und Verantwortung an seine
Schöpfungen abgab. In Sehnsucht nach dem großen liebevollen Zauberer
erschuf er sich Scheinzauberer und Trickkünstler, denen er die ganze Macht
und Kontrolle übergab, sie kontrollierten nun die spirituellen Lehren,
konnten aber nur mehr ein schwaches Echo in seinem Inneren hervorrufen. Die
einst schöne und lichtvolle Welt versank immer mehr in Dunkelheit, Angst
und Bewußtlosigkeit.
Eines
Tages begann ein Mensch sich zu strecken, zu gähnen und sich den
äonenlangen Schlaf aus den Augen zu reiben. Langsam erwachte er aus seinem
Tiefschlaf, denn er hörte eine leise Stimme im Inneren die fragte:
War da nicht einmal mehr, erinnere Dich wer Du bist und woher Du kommst?
Und ganz sanft regte sich ein unbeschreibliches Sehnen in seinem Herzen und der
Drang sich wieder auf Reisen zu begeben um den Weg nach Hause zu suchen
aber wo beginnt dieser Weg und was ist zu tun? Er konnte nicht mehr ruhig
schlafen, nicht mehr wie früher essen und alles um ihn herum begann sich
zu verändern ganz langsam kehren seine Erinnerungen wieder, zuerst
als Ahnungen und Intuition, dann stiegen bekannte Bilder aus der Zauberwelt aus
seinem Inneren auf die Sehnsucht nach der Nähe und Liebe des
Zauberers wurde immer stärker. Er fand das alte verborgene Zauberbuch und
den Zauberstab wieder und macht sich an die Arbeit viele neue
Zauberschriften tauchen wie aus dem Nichts auf um den suchenden Menschen auf
seinem Weg zurück zu begleiten. Der Mensch fühlte es ist noch
so viel zu erlernen, so viel zu erfahren, so viel zu begreifen und so viel zu
tun die Arbeit in den Zauberschriften muß der Mensch ganz alleine
entschlüsseln und jeder seine eigene Zauberformel finden.
Steil, steinig, mühsam und dornig ist der Weg heim ins
Zauberreich. Unzählige Stolpersteine warten auf diesem Pfad um vom
Menschen in Meilensteinen umgewandelt zu werden. Unzählig Schlangen warten
im Gebüsch darauf ihn zu ängstigen, aufzuhalten und vom Weg
abzubringen. Kurz vor dem Ziel erwarten ihn immer
größere Herausforderungen, denn die Mauern ums Zauberreich sind
unendlich hoch und verriegelt das Tor. Doch der Mensch läßt sich
nicht entmutigen und geht tapfer vorwärts mit jeder
Enttäuschung wächst auch der Wunsch heimzukehren und aus der Tiefe
des Schmerzes wachsen wahre Liebe und Mitgefühl. Die Menschen beginnen zu
verstehen, daß die gesamte Menschheit EINS ist und sie nur als GANZES
zurückkehren kann. So halten immer mehr Menschen auf ihrem Weg ein um auf
die Nachkommenden zu warten, diese zu stützen und ihnen nach einem Sturz
wieder aufzuhelfen - immer mehr schließen sich dem Zug an und nun ist es
schon viel weniger traurig alleine zu sein.
Irgendwann
beginnt der Mensch tief in seinem Inneren zu fühlen etwas
völlig Neues, Ungewohntes schlägt in altbekanntem Rhytmus - tak-tak -
und langsam beginnen Körper und Geist in diesem Takt mitzuschwingen und
ein Licht aus seiner Mitte erhellte die Dunkelheit rundherum und plötzlich
weiß er mit Gewißheit der Zauberer war immer an seiner Seite
gewesen, denn ein Teil von ihm war unbemerkt auf seine Reise mitgegangen, hat
ihn sanft geführt wenn er Hilfe brauchte und er hat ihm einst sein
Zauberbuch überreicht, um ihn an das Zauberreichs zu erinneren
niemals war jemand wirklich alleine und die Einsamkeit war nur
Illusion.
Und
als der Mensch sich dieser Wahrheit bewußt wurde, spürte der
Zauberer was er sich von Anfang an gewünscht hatte der Mensch ist
nun zu seinem wirklichen Partner herangewachsen. Indem er den langen Weg durch
die phyische Dichte gegangen ist und eingetaucht in alle potentiellen
menschlichen Erfahrungen, her die Geheimnisse wahrer Liebe gefnden und ist
dabei zum Ebenbild des Meisters geworden. Er ist nun selbst in der Lage zu
zaubern und zu erschaffen und dafür auch die Verantwortung zu
übernehmen - jetzt ist es gar nicht mehr notwendig ins Zauberschloß
im Zauberreich heimzukehren, denn gemeinsam schufen sie ein neues Reich und
bauen ein völlig neues, noch nie dagewesenes Zauberschloß der
Weg ist jetzt geöffnet und die Energie des Zauberreichs kann jetzt bis
hierher strahlen um das neue Reich zu erleuchten.
Kannst
Du auch in Deinem Herzen den sanften Schlag des Zauberstabes fühlen:
Tak-Tak?