Katholischer Sozialdienst plant bundesweite
Agenturen, um mehr Menschen in Niedriglohnsektor zu drängen Die
Caritas macht sich zum direkten Handlanger der Sozialkahlschläger.
Bundesweit will der katholische Sozialdienst helfen, neue und mehr
Möglichkeiten für Ein-Euro-Jobs zu erschließen
»vor allem im Gesundheitswesen«.
»Um die Vermittlung von
Arbeitslosengeld-II-Empfängern in Ein-Euro-Jobs effizienter zu gestalten
und neue Beschäftigungsfelder für Langzeitarbeitslose zu
finden«, will die Caritas in Kooperation mit dem
Bundeswirtschaftsministerium 15 »Agenturen für Gesundheits- und
Sozialwirtschaft« einrichten. Das kündigte die Vorsitzende der zur
Caritas gehörenden Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Integration
durch Arbeit (IDA), Sabine Schumacher, im Tagesspiegel (Freitagsausgabe)
an.
»Die Agenturen sollen in den jeweiligen Regionen
untersuchen, wo weitere Ein-Euro-Jobs geschaffen werden können«,
sagte Schumacher gegenüber dem Blatt. Und sie sollen als
Arbeitgeberberatung für die Betriebe vor Ort fungieren. »Wir wollen
ermitteln, wo es vor allem im Gesundheitswesen, aber auch in Industriebetrieben
Einfachsttätigkeiten gibt, die von Ein-Euro-Jobbern übernommen werden
können«, so Schumacher weiter.
Die Caritas-Agenturen sollen mit ihrer Arbeit am 1. Juli
beginnen, als Standorte sind Berlin, der Raum Stuttgart, Norddeutschland,
Nordrhein-Westfalen sowie die neuen Bundesländer vorgesehen. Abgedeckt
werden sollen sowohl der städtische als auch der ländliche Bereich.
So sollen laut Schumacher die unterschiedlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten
in den einzelnen Regionen berücksichtigt werden. Finanziert werde das
Projekt, das bis Ende 2007 laufen soll, mit Fördergeldern der
Europäischen Union.
(ots/jW) |