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In den ELEKTRONISCHEN INFORMATIONSLIEFERUNGEN Nr.4/2005 vom
29.1.2005 und auch im PHI=AUSLANDSDIENST vom 31.1.2005 hatten wir auf das
Schicksal des seinerzeit in Kanada lebenden Deutschen Ernst Zündel
hingewiesen. Bitte nochmals lesen. Zündel wurde in den USA unter dem
Vorwand der Verletzung von Einwanderungsbestimmungen verhaftet und nach Kanada
abgeschoben, wo er zuletzt unter dem Vorwand der Gefährdung des Staates
Kanada in Haft gehalten wurde, wofür es keine Anhaltspunkte gab und
wofür ihm auch keine Anhaltspunkte genannt wurden. Am Dienstag, den
1.März 2005 wurde Ernst Zündel nun mit einer Sondermaschine von
Kanada in die Bundesrepublik Deutschland verbracht, wo gegen ihn ein Haftbefehl
wegen eines Pressedelikts vorliegt. PHI hat von Anfang an geschrieben,
daß dieser Herr Zündel nur wegen seiner den Mächtigen
unbequemen Tätigkeit als Schriftsteller und Verleger aus dem Verkehr
gezogen wurde, also zwecks Unterdrückung seiner Meinung. Als Pressedienst,
für den der Kampf für die Presse- und Meinungsfreiheit ein besonders
Anliegen ist, geht uns das Schicksal Zündels besonders nahe. Er wurde in
die Haftanstalt Mannheim verbracht.. In der erwähnten PHI-Ausgabe hatten
wir unsere Leser gebeten, Zündel durch Briefe Mut zuzusprechen. Jetzt also
entsprechende Briefe an die neue Adresse senden.
Ernst Zündel, Justizvollzuganstalt Mannheim,
Herzogenriedstr. 111, D- 68169 Mannheim Vielleicht haben ihn die Briefe unserer
Leser, die nach Kanada gingen, auch nicht mehr erreicht. Jeder, der aus
Deutschland an Herrn Zündel schreibt muß sich natürlich
bewußt sein, daß seine Post vom Verfassungsschutz mitgelesen wird
und, daß sein Name im Computer des BKA und in Brüssel landet. Wer
also Angestellter oder Beamter einer Behörde ist oder als Unternehmer
Behörden beliefert oder sonstwie für Behörden Aufträge
ausführt, der sollte auch bei größtem Mitgefühl mit Herrn
Zündel von Zuschriften Abstand nehmen. Wenn die Gegner der
Meinungsfreiheit sich schon freuen, daß sie Herrn Zündel hinter
Gitter gebracht haben, so sollte man ihnen nicht noch die Freude machen, noch
weitere Menschen beruflich geschädigt zu haben. |