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April 2005   Info von:  
Gefängnisse in den USA
Diesen ausführlichen Gast-Kommentar möchte Ihnen/Euch

ARGUS nicht vorenthalten, auch wenn es viel Stärke erfordert,

den Tatsachen in die Augen zu schauen...

Dazu Bemerkungen von Thyl Steinemann (Heptagon-Forum.de):

Schon Steward Swerdlow hat uns in

seinen Vorträgen in der Schweiz,

in Deutschland und Norwegen noch vor dem Kosovo-Krieg auf die laufende Erstellung von amerikanischen KZs aufmerksam gemacht, und zwar in nördlichen, unbevölkerten, abgelegenen Gebieten.

Es seien auch Tausende von Lastwagen im Bau, in denen je 100 Gefangene (Unbequeme, die nicht mit der Regierung kooperieren) eingepfercht und dort hin abtransportiert werden können.

In den USA gelte unter der (bisherigen) Regierung das Prinzip:

cooperate – liberate - eliminate

Wer nicht kooperiert, wird von allem „befreit“ (Freiheit, Geld, Angehörige, Besitz). Nach minimal 2jähriger Haft wird ihm nochmals die Gelegenheit gegeben zu kooperieren. Wenn er (trotz Folter usw.) nicht will, wird er „eliminiert“.

Näheres Angaben unter:

www.heptagon-forum.org/u-s-a.htm

nachfolgend ein Auszug:

Publiziert am 28. Juli 2003

Rekordzahl von über 2,1 Millionen Gefangenen in den USA

WASHINGTON - Die Zahl der Gefangenen in den USA ist im vergangenen Jahr 2002 auf die Rekordmarke von mehr als 2,1 Millionen gestiegen. Jede Woche kamen rund 700 Verurteilte neu hinter Gitter.

Im Vergleich zu 2001 wuchs die Häftlingszahl mit 2,6 Prozent um mehr als das Doppelte, wie aus einem am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht der US-Regierung hervorgeht. In Staatsgefängnissen sassen demnach im Jahr 2002 mehr als 1,2 Millionen verurteilte Krimi-nelle ein.

Rund 150’000 waren in Bundes- und mehr als 650’000 weitere in kommunalen Anstalten inhaf-tiert. Zudem waren mehr als 110’000 jugendliche Straftäter im Gefängnis.

Damit bleiben die Vereinigten Staaten weltweit der unangefochtene Spitzenreiter bei der Zahl der Inhaftierten. In China, mit 1,3 Milliarden Bewohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt, sitzen nach britischen Regierungsangaben rund 1,4 Millionen Menschen im Gefängnis. In Russland sind es nach derselben Quelle 920’000.

Für den deutlichen Anstieg der Gefangenenzahl gab das US-Justizministerium keine Erklärung. Eine liberale Denkfabrik, das Justice Policy Institute, warf der Regierung dagegen vor, immer weniger Geld für Präventionsprogramme bereitzustellen.

In den USA gibt es mehr Gefangene als in jedem anderen Land der Welt, China einbegriffen. (© PHI 23 1.2004)

Wenn von der US-amerikanischen Justiz die Rede ist, kommt man hierzulande schnell auf die Todesstrafe zu sprechen. Weniger bekannt ist die enorme Grösse des amerikanischen Gefängnissystems, die manche schon von einem Staat im Staate sprechen lässt. Die Zahlen sind bestürzend. Jeder 20. US-Amerikaner hat bereits einmal im Gefängnis gesessen. Von den schwarzen US-Amerikanern hat bereits jeder 6. im Gefängnis gesessen. Um auf dasselbe Verhältnis von Strafgefangenen zur Gesamtbevölkerung zu kommen, müssten in Deutschland 570’000 Menschen einsitzen, tatsächlich sind es nur etwa ein Achtel (71'765). Zudem weisen in den USA die Trends deutlich nach oben. Zwischen 1995 und 2002 betrug die jährliche Steigerungsrate durchschnittlich 3,8 Prozent, verglichen mit 1990 gab es im Verhältnis der Gefangenen- zur Gesamtpopulation einen Anstieg um 40 % (!).

Warum aber gibt es in den USA mehr Gefangene als in jedem anderen Land der Welt?

Warum, wenn dort die Anzahl gewalttätiger Verbrechen seit 1991 um 20% gefallen ist?

Resozialisierung erfolgt in den US-Gefängnissen nicht und 2 von 3 Gefangenen sitzen bereits 3 Monate nach ihrer Entlassung wieder in einem Gefängnis.

Eine Ursache liegt vermutlich in der Tatsache, dass mit und in Gefängnissen viel Geld zu verdienen ist. Nicht nur stellen Gefangene in Gefängnissen zu Minimallöhnen und bei oft miserablen Arbeitsbedingungen Waren für fast alle Sektoren der Wirtschaft her; auch privatwirtschaftlich betriebene Gefängnisse, die per se Profit erwirtschaften müssen, also abhängig davon sind, wie viele Menschen sie wie lange gefangen halten, sind schon länger in den USA gut im Geschäft. Firmen wie die Wackenhut Corporation oder die Corrections Corporation of America deren Websites gespenstisch der (fiktiven) von "Precrime" ähneln, jener fehlerhaften Kriminalitätsbekämpfungs-Strategie aus Minority Report, verdienen sich mit ihren Diensten an der Allgemeinheit eine goldene Nase.

Wen das alles schockiert, der sollte sich nicht darauf verlassen, dass in Deutschland alles so bleibt, wie es ist. Auch hier steigen die Gefangenenzahlen stetig an, über die Privatisierung von Gefängnissen wird bereits laut nachgedacht, und erste Modellprojekte sind schon in Erprobung.

Bemerkungen tst:
Wenn man bedenkt, dass die USA 282 Millionen Einwohner zählen, so befindet sich heute jeder 134. Einwohner in US-Gefängnissen (rund 11mal mehr pro Einwohner als in der Schweiz) und viele davon in Todeszellen.

Zum Vergleich:

- In China z.B. befindet sich 1 Gefangener von 930 Einwohnern in einem Gefängnis.

- In Deutschland (80 Mio Einw.) befanden sich anfangs 2004 etwa 71’765 Straf-gefangene in Gefängnissen, was 1 Gefangenen auf rund 1'115 Einwohner entspricht.

- In der Schweiz (7,3 Mio Einw.) befanden sich am 4.Sept. 2002 4'987 Strafgefangene
(davon 71% Ausländer) in einem Gefängnis, also 1 Gefangener auf 1'464 Einwohner.

... und ausserdem: Es ist bekannt, dass in den USA missliebige Leute auf zwei Jahre eingesperrt werden können, ohne dass sie sich dagegen wehren können. Darunter sind viele Menschen, die absolut keine Kriminellen sind, sondern einfach Pech hatten oder eine Wahrheit am falschen Ort aussprachen.

Fast jeder 100. Amerikaner sitzt im Gefängnis

WASHINGTON - Die amerikanischen Gefängnisse sind so voll wie nie zuvor. Ende vergangenen Jahres waren 2,2 Millionen Menschen in Haft. Dies sind 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Justizministerium in Washington berichtete.

Das Ministerium stellte in seiner Statistik aber eine niedrigere Zahl in den Vordergrund: 1,5 Millio-nen Insassen, was jedoch weder Gefängnisse für Jugendliche, Militärangehörige, Ausländer, die gegen Einwanderungsbestimmungen verstossen haben, noch Bezirksgefängnisse berücksichtigt. Die Zahl stieg demnach um 2,1 Prozent.

Im Vergleich zu 1995 sind 29 Prozent mehr Männer inhaftiert und 48 Prozent mehr Frauen. Ende 2003 waren 93 Prozent der Insassen Männer. Damit war jeder 109. Amerikaner im Gefängnis. Bei den Frauen war das Verhältnis 1:1613.

Seit dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush ist die Zahl der Inhaftierten in privat geführten Gefängnissen um 40 Prozent auf 95’000 gestiegen. (!)

Vor allem die Bundesgefängnisse waren überfüllt: Im Durchschnitt waren darin 39 Prozent mehr Gefangene untergebracht als bei ihrer Grösse vorgesehen.

Quelle: 20min. Publiziert am: 07. November 2004

PS All dies soll nun definitiv ein Ende haben, wie wir aus kompetenter Quelle erfahren – siehe:

www.7stern.info

 



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