Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006279

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
20.6.2005 von Jens Loewe, Stuttgarter Wasserforum Info von:  
Wasser-Revolten in Bolivien

Die verheerenden Auswirkungen der GATS-Vertraege (Global Agreement on Trade and Services) kommen am Beispiel Boliviens eklatant zum Ausdruck.
Bolivien ist jedoch ueberall!
Ist es nicht geradezu Pflicht von uns Aelteren, uns selbst ueber GATS zu informieren und dann unsere Kinder, die vor allem die Leidtragenden in der Zukunft sein werden, darueber aufzuklaeren, damit diese schaendlichen Vertraege wieder ausser Kraft gesetzt werden?

http://www.zeit-fragen.ch/

Artikel 5: Zeit-Fragen Nr.25 vom 20.6.2005


Nachdem im Jahr 2000 die Wasserkriege im bolivianischen Cochabamba zu trauriger Berühmtheit gelangt waren, gibt es neue Auseinandersetzungen wegen der Wasserversorgung in El Alto und La Paz. Die nachfolgende Beschreibung ist der Versuch, die Geschehnisse in einen chronologischen Zusammenhang zu stellen.

Bolivien wurde von verschiedenen Kulturen besiedelt, die wichtigste war die Zivilisation der Tiahuanaco, und im 15. Jahrhundert wurde es Teil des Inka-Reiches. Im 16. Jahrhundert eroberten die Spanier das Land und plünderten die Silbervorkommen so gut sie konnten. Der Kampf um die Unabhängigkeit begann 1809. Simon Bolivar befreite Bolivien 1825 und wurde dadurch zum Namensgeber für das Land. Durch die Salpeter-Kriege gegen Chile (1879-1884) verlor Bolivien grosse Teile seines Staatsgebiets, die Gebiete mit Salpeter-Vorkommen (Nitrat) und vor allem seinen Zugang zum Pazifik. Nach diesem Krieg besass Chile die Salpeter-Vorkommen, die im wesentlichen von britischen und deutschen Unternehmen abgebaut wurden, und konnte mit den Erlösen seine Waffenlieferungen aus Europa bezahlen. Salpeter war ein sehr wichtiger Rohstoff für Dünger und Schiesspulver.

Weg zur neoliberalen Marktwirtschaft
1985 erliess Präsident Victor Paz Estenssoro ein Dekret (Decreto Supremo 21060), welches den Weg zu einer neoliberalen Marktwirtschaft ebnete. Es folgte der Zusammenbruch der jungen inländischen Industrie, die der Konkurrenz der Importprodukte nicht gewachsen war. Bolivien ist das zweitärmste Land in Lateinamerika, hat 8 Millionen Einwohner und 5,5 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden, zu deren Tilgung 30 Prozent des Bruttoinlandprodukts aufgewendet werden müssen. In den 90er Jahren wurden die Bodenschätze, besonders Erdöl und Gas, sowie Infrastrukturdienstleistungen privatisiert. Dabei ist zu erwähnen, dass Bolivien hinter Venezuela die wichtigsten Erdgasvorkommen in Südamerika besitzt. Mächtige Energiekonzerne sitzen heute bereits in den Startlöchern mit ihren Plänen für Anlagen und Pipelines und warten darauf, dass die poli-tische Situation ihnen stabil genug erscheint, um sich risikolos zu betätigen.

1997 wurde die bis dahin öffentliche Wasserversorgung (SAMAPA) von El Alto und La Paz privatisiert zugunsten des Konsortiums Aguas de Illimani unter der Führung des weltweit grössten Wasserkonzerns Suez in Frankreich. Die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) ist mit 8 Prozent an diesem Konsortium beteiligt, wodurch deutlich wird, dass die Weltbank auch wirtschaftliche Eigeninteressen vertritt und nicht nur aus altruistischen Gründen ihre Strukturanpassungsprogramme den Ländern des Südens aufzwingt. Die übrigen Anteilseigner sind Bolivia Investment Corporation (Investment-Eliten halten 22%), Inversora en Servicios S.A. (9%), CONNAL S.A. (5%) und schliess-lich Arbeiter des Konsortiums, sie halten lediglich 1 Prozent.

Im Jahr 2000 kam es zu den bereits erwähnten Wasserkriegen in Cochabamba, bei denen die Coordinadora del Agua de Cochabamba (ein Zusammenschluss von Bauern, Arbeitern und Studenten) den Bechtel-Konzern, USA (Konsortium Agua del Tunari), nach drastischen Wasserpreiserhöhungen in die Knie zwang. Die Regierung rief das Kriegsrecht aus, einige Demonstranten wurden getötet, andere verletzt. In gewisser Weise war dieser «Krieg» ein Novum, weil es gelungen war, einen Konzern nur mit den Kräften der Bürgerschaft vor die Tür zu setzen. 2002 erringen die sozialen Bewegungen Movimento al Socialismo (MAS) und Movimento Indigena Pachacuti (MIP) einen Teilerfolg gegenüber den Eliten insofern, als in den Parlamentsdebatten nun auch die indigenen Sprachen (Aymara, Quechua und Guarani) gesprochen werden können. Im Oktober 2003 kam es erneut zu blutigen Auseinandersetzungen auf der Strasse, nachdem der damalige Präsident Gonzalo Sanchez de Lozada sich anschickte, die bolivianischen Bodenschätze zu verschleudern und grosse Mengen Erdgas ausgerechnet über Chile in die USA verkaufen wollte, zu äusserst «günstigen» Konditionen. Sanchez de Lozada versuchte die Proteste gewaltsam zu unterdrücken, scheiterte aber, nachdem es durch seinen Befehl über 60 Tote gab, so dass er per Hubschrauber im Oktober 2003 in die USA fliehen musste. Sein Nachfolger, Präsident Carlos Mesa, seit Oktober 2003 im Amt, vermied zunächst, die Proteste gewaltsam zu unterdrücken, und die Lage entspannte sich. Die «Ruhe» hielt aber nur kurze Zeit an. Auch Präsident Mesa änderte seinen Kurs nach kurzer Zeit und schwenkte gemeinsam mit den Eliten des Landes auf einen neoliberalen Kurs um. Weitere Verträge über Privatisierungen sollten folgen.

200000 Bewohner ohne Wasseranschluss
Im Januar 2005 kommt es erneut zu Revolten, weil es der Wasserkonzern Suez seit Jahren unterlassen hat, besonders die ärmeren und ärmsten Distrikte in El Alto mit einer Infrastruktur zu erschliessen, wodurch die Bewohner vollständig von der Versorgung mit Leitungswasser und Abwasser ausgeschlossen sind. In den Verträgen hatte es Suez geschickt verstanden, sich für solche «Service Areas» zuständig zu erklären, in denen die Bewohner geringfügig mehr Geld haben, während die ärmeren Distrikte schlicht ausgeklammert wurden. Es kommt erneut zu Revolten, weil Suez die Gebühren für einen Leitungs- und Abwasser-Anschluss auf 445 US-Dollar erhöht hat, was angesichts der bitteren Armut - viele Leben von weniger als einem Dollar pro Tag - den Bewohnern viele Monatslöhne abverlangt hätte. Es kommt erneut zu Revolten, weil bedingt durch diese Umstände mehr als 200000 Bewohner ohne Wasseranschluss sind. Die Wassergebühren für Haushalte wurden seit der Übernahme durch Suez um 57,7 Prozent erhöht; dem Konsortium wurde eine 12-Prozent-Rendite-Garantie zugesichert, und die Verträge unterliegen - wie bei Privatisierungen üblich - der Geheimhaltung, wodurch den Bewohnern die Möglichkeit genommen wird, sich gegen Missstände bei der Wasserversorgung überhaupt adäquat wehren zu können.

Gemäss Artikel 38 des Gesetzes 2066 ist das Eingreifen in den Vertrag erlaubt, wenn ein Betreiber seiner Versorgungspflicht nicht nachkommt. Vor diesem Hintergrund hatte Präsident Mesa den Protestierenden zugesichert, den Vertrag mit Suez zu kündigen. Die Bürgerproteste wurden von vielen verschiedenen Organisationen getragen: FEJUVE, Federacion de Juntas Vecinales (Nachbarschaftskommitees); COB, Central Obrera Boliviana (Dachverband der Gewerkschaften, Jaime Solares u.a.); Movimento al Socialismo (sozialistische Bewegung, Evo Morales u.a.); Coalition for Defense of the Water and Life (Koalition für die Verteidigung von Wasser und Leben, Marcela Olivera, Oscar Olivera u.a.); Aymaras (Bewegung der Indigenen Gruppen, Felipe Quispe u.a.) und weiteren.

Die Kernforderungen der Proteste lauten in verkürzter Form:
Die sofortige Beendigung des Vertrages mit dem Konzern Suez/Aguas del Illimani und das Betreiben der Wasserversorgung durch eine öffentliche, sozial ausgerichtete Gesellschaft.
Artikel 8 Nr. 1 (4) des Gesetzes 2028 gebietet die Beteiligung von nicht profitorientierten Körperschaften an der Basis-Versorgung.
Die Einrichtung einer verfassungsgebenden Versammlung mit dem Ziel, eine Poli-tikform zu etablieren, bei der die Bevölkerung auf Dauer in der Lage ist, ihre Geschicke mitzubestimmen (stark verkürzt wiedergegeben).
Die Gasreserven des Landes sollen wieder öffentliches Eigentum werden, um Mitsprache und Teilhabe der Bevölkerung zu sichern und um den wirtschaftlichen Nutzen für die indigene Mehrheit im Land zu erhöhen anstelle Profiten für transnationale Konzerne. Beim Export von Gas werden derzeit 18 Prozent der Erträge an die öffentliche Hand abgeführt, wohingegen die sozialen Bewegungen eine Art Hebesatz von 50 Prozent durchsetzen wollen, um dadurch mehr am Reichtum der eigenen Bodenschätze partizipieren zu können. Präsident Mesa hält dagegen, dass man ausländische Konzerne mit dieser Forderung «verärgern» und Investoren abschrecken würde.
Die Erhöhung der Diesel- und Benzinpreise soll rückgängig gemacht werden, da die Bewohner nicht in der Lage sind, die erhöhten Preise zu bezahlen.
Die Eröffnung eines Verfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Sanchez de Loza-da sei anzustrengen, weil dieser auf unbewaffnete Demonstranten schiessen liess.
Vertrag auflösen
Im März 2005 überstürzten sich die Ereignisse: Präsident Carlos Mesa trat unter dem Druck der Proteste zurück, musste aber seinen Rücktritt zurücknehmen, nachdem der Kongress seinen Rücktritt abgelehnt hatte. Bezüglich der Wasserversorgung hatte Mesa zunächst zugesagt, den Vertrag mit dem Konzern Suez aufzulösen. Wegen massiven Drucks der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ), der Interamerikanischen Entwicklungsbank und der Weltbank hat Präsident Mesa seine Zusage revidiert mit der Begründung, man müsse sich den internationalen Finanzinstitutionen beugen, da die Staatskasse leer sei und sonst niemand die Gehälter zahlen könne. Und weiter: Wenn er den Vertrag mit Suez/Agua del Illimani auflösen wolle, müsse der Staat direkt an die Weltbank 17 Millionen US-Dollar zahlen, und man müsse mit einem Gerichtsverfahren gegen den Staat und mit Forderungen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar rechnen. Deshalb sei es besser, sich «einvernehmlich» zu einigen ...

Mitte März 2005 legten die drei genannten Institutionen die Daumenschrauben an und führten aus, wie sie sich die zukünftige Wasserversorgung vorstellen. Der alte Vertrag könne gelöst werden, es müsse aber ein neuer Vertrag geschlossen werden, eine «SAM» Sociedad Anonima Mixta (so etwas wie ein Public-Private-Partnership-Vertrag), also eine gemischte Rechtsform, bei der wieder der Global Player Suez mit jetzt 35 Prozent beteiligt sein soll. Also genau der Konzern, von dem sich die Bolivianer durch massive Proteste befreien wollen. Es scheint für die drei Institutionen völlig normal zu sein, dass sie massiv in die Souveränität des Landes eingreifen. Auch die deutsche Botschaft in La Paz schaltet sich mit einer Presseerklärung ein. Gekürzt zusammengefasst: Es solle eine einvernehmliche Lösung (mit Suez) gefunden werden, um so Entschädigungszahlungen zu vermeiden; es solle eine Betreibergesellschaft gegründet werden, die Effektivität und Nachhaltigkeit im Service garantiert; ein Minimum an regulatorischen Strukturen sei einzuhalten, um die Nachhaltigkeit von Service und Investitionen abzusichern.

Die GTZ ist auch anderweitig in Bolivien aktiv und führt diverse Projekte durch, wie zum Beispiel ein Programm namens PROAPAC (www.proapac.org), mit dem die Wasserversorgung verbessert und die Bevölkerungsbeteiligung gestärkt werden soll. Laufzeit bis 2013. So die Projektbeschreibung. In der Realität wurde jedoch wiederholt die aktive Beteiligung der Bürger an ihrer eigenen Wasserversorgung durch Militär oder Polizei massiv unterdrückt. Über den daraus resultierenden Widerspruch ist auf den Webseiten von GTZ und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nichts zu finden. Der Tenor auf der BMZ-Webseite lautet: «[...] dem Land soziale Gerechtigkeit bringen [...].» Andere Projekte wiederum führte die GTZ mit deutschen Konzernen durch. So wurde zum Beispiel in den Städten Oruro und Potosi die Wasserversorgung «nachhaltig optimiert», mit dem Konzern MVV AG aus Mannheim als ausführendem Organ (www.mvv-business.de/de/pub/consulting/internationaleswassermanageme/bolivia.cfm).

Einschätzung der Wassersituation durch die Staatssekretärin
Im BMZ ist Staatssekretärin Uschi Eid, Bündnis 90/Grüne, Entwicklungsexpertin, Gouverneurin der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB) und mitunter Dienstherrin über die GTZ. In einem Artikel aus dem Jahr 2003 schrieb sie über die Wasserversorgung in Bolivien (verkürzt wiedergegeben): In Cochabamba sei die Wasserprivatisierung schiefgegangen, wegen mangelnder Flexibilität und Transparenz und weil am Verbraucher vorbei geplant worden sei. La Paz hingegen sei ein Positivbeispiel. Die Wasserpreise seien mit die niedrigsten im Land; die Preise seien zu Beginn für 5 Jahre eingefroren worden. Dass die Wasserversorgung durch Privatunternehmen gelingen kann, zeige sich nicht nur in La Paz. International wolle sie einen Dialog zwischen Politik, Experten und Interessensvertretern organisieren.

Einschätzung der Wassersituation durch Vertreter der Bürgerproteste
Oscar Oliveira von der Koalition für die Verteidigung von Wasser und Leben und Omar Fernandez sagen über die Rolle der deutschen GTZ (auszugsweise): Nach dem Wasserkrieg im Jahr 2000 habe man den Wasserausschuss CONIAG gegründet mit dem Ziel, zukünftige Konflikte verhindern zu wollen durch öffentliche Dialog- und Verhandlungsforen. Die GTZ unterminierte dieses Verfahren, indem sie versuchte, die Kontrolle dieser Foren an sich zu reissen. Später habe sie versucht, über ein Parallelverfahren die Änderung der Rechtsvorschriften so zu beeinflussen, dass die Wasserprivatisierung möglichst nicht behindert werde. Auf Grund dieser und anderer Vorkommnisse müsse man die GTZ bei der internationalen Gemeinschaft anprangern wegen ihrer Absicht, unsere Wasserressourcen zu privatisieren, und wegen ihrer verderblichen Arbeit, mit der in Bolivien Angst, Konflikte und Unterdrückung erzeugt worden seien.

Die Initiatoren der Wasser-Revolten 2005 in El Alto und La Paz sagen (auszugsweise): Durch Kampagnen, durch Beeinflussung der Regierungsstellen und durch Missinformation habe die GTZ die Konflikte verschärft. Mit Finanzressourcen der deutschen KFW-Bank habe die GTZ Stadtverwaltungen mit Geldbeträgen geködert, die auch für den Wahlkampf eingesetzt werden können; dies sei mit dem Ziel geschehen, die Privatisierung von Dienstleistungen zu fördern. Die GTZ habe mitgeholfen, Konzessionsmodelle einzuführen, bei denen man den Privaten 12-13 Prozent Gewinngarantien gegeben habe, diese hätten über die Tarife der Bewohner bezahlt werden müssen. Proteste in verschiedenen Städten, wie zum Beispiel in Colcapiruha und Tiquipaya, seien von Polizei und Armee brutal unterdrückt worden. Vieles von den Auswirkungen der Unterdrückung gehe auf die GTZ zurück. Diese müsse zur Verantwortung gezogen werden; sie müsse den betroffenen bolivianischen Gemeinden und der internationalen Gemeinschaft Rede und Antwort stehen.

Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Lage in Bolivien noch erheblich verschärfen kann, wenn die Bestrebungen von Suez, GTZ, Weltbank und Interamerikanischer Entwicklungsbank zur Wasserprivatisierung fortgesetzt werden.

Es ist nicht zu erkennen, warum ausgerechnet eine Wasserprivatisierungspolitik in El Alto und La Paz zum Erfolg führen soll, die nicht nur in Cochabamba, sondern auch in zig anderen Städten in der Welt den Bürgern geschadet und den Konzernen genutzt hat.

In einem Interview in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» sagte RWE-Chef Roel kürzlich, dass er eine Konzernrendite von 18 Prozent anstrebe. Mit ähnlichen Bestrebungen ist auch bei anderen Wasserkonzernen zu rechnen. Daraus ergibt sich, dass weitere Krisen und

gewalttätige Konflikte vorprogrammiert sind, wenn es nicht aus einer Bürgerbewegung heraus gelingt, diese Entwicklungen zu stoppen.

Es mutet geradezu aberwitzig an, wenn der Reichtum Boliviens, die Bodenschätze wie Gas und Öl, von transnationalen Konzernen ausgebeutet werden, während die Bevölkerung überwiegend in bitterer Armut lebt. Zynisch ist, wenn anschliessend die reichen Länder Kredite geben, mit denen sie das Land in den Würgegriff nehmen, und über die Schuldenfalle weitere Privatisierungen erzwingen. Im normalen Sprachgebrauch nennen wir diesen Vorgang «Entwicklungshilfe». In Wirklichkeit handelt es sich um eine verwerfliche, neokoloniale Ausbeutung, bei der unter dem Deckmantel der «Hilfe» die Interessen von Konzernen, Finanzinstitutionen und Eliten durchgesetzt werden.

Die Konflikte in Bolivien geben uns allen die Chance zu helfen, die öffentlichen Dienstleistungen und die Wasserversorgung wieder in die Verfügungsgewalt der Bürger von El Alto und La Paz zu bringen. Wenn es gelingt, wäre es ein Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Bürgerdemokratie und eine wunderbare Geste der Solidarität.



Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...



Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht

Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.