Jeder Mensch hat einen
Grundton, der in seiner Seele schwingt und ihn von der Geburt bis zum Tod
begleitet. Dieser Ton liegt jenseits des körperlichen Hörens. Doch
auch unsere einzelnen Lebensphasen sind von bestimmten Tönen begleitet -
und diese kann man hören. So schwingt zum Beispiel in einem aktiven,
aufbauenden Lebensabschnitt (Familiengründung, Beruf, Neuanfang) der Ton
C. Ton E hingegen bezeichnet eher den Austausch zwischen Ich und Du, die
Kommunikation von mir mit meinem Umfeld, er ist auch als Grundton dem
Solarplexus zugeordnet, dem "Tor zur Welt". Der Farbton Indigo gehört zum
Ton A; eine von aussen her gesehen eher introvertierte Lebensphase, die von der
Suche nach meiner Bestimmung, nach meinem Platz in dieser Welt geprägt
ist. Und so weiter. Diese Arbeit mit dem momentan schwingenden Lebenston ist
hochinteressant. Man kann herausfinden, welches Element aus der Musik für
einen Menschen gerade individuell förderlich ist. Dafür lässt
man verschiedene Töne und Akkorde klingen und testet, wie die Muskeln
darauf reagieren. Ist die Widerstandskraft der Muskeln eines Menschen bei einem
bestimmten Ton besonders stark, so ist dieser Ton für seine
Selbstregulation und Lebensenergie besonders förderlich. Man kann nun an
diesem Ton arbeiten, indem man ihn spielt und singt; und man arbeitet dabei
nicht nur mit einem Ton, sondern gleichzeitig an einem bestimmten Lebensthema
und Charakter, die jeder Ton beinhaltet. Das können auch mehrere Töne
sein, an denen zu arbeiten für eine bestimmte Person besonders hilfreich
ist. Man kann auch mit einer Einhandrute feststellen, ob und wieviel
Resonanz zwischen dem Klienten und einem bestimmten Ton besteht. Ist die
Resonanz hoch, dann wirkt der Ton oder Klang zum Zeitpunkt des Messens
ausgleichend und heilend. Das kann für Wochen oder Monate der gleiche Ton
sein, kann aber auch morgen schon wieder anders sein. Außerdem lässt
sich ermitteln, auf welchem Ton bei jemandem ein Stress-Thema liegt und dann
mit diesem Ton und dem damit verbundenem Thema arbeiten. Harald Knauss
erzählt von einem Patienten, der mit Rückenschmerzen zu ihm kam, die
er in jahrelangen verschiedenen Therapien nicht heilen konnte. Beim Muskeltest
zeigte sich bei ihm der Ton C. Die Energie dieses Tones hat nun mit der
Aufrichtekraft zu tun, die zugeordnete Farbe ist Rot, die zugeordnete Emotion
sinnlich-alarmiert und kraftvoll-zornig. Anpassung und Drang nach
Selbstverwirklichung sind die beiden großen Spannungspole. Diese
Information bekam also der Patient und es wurde mit einem emotionalem
Stressabbau unter Einbeziehung des Tones gearbeitet. Das heißt, der Ton
wurde gesungen und vom Patienten dabei innerlich an diejenige Stelle im
Körper platziert, die ihm dafür richtig erschien. Nach zwei Wochen,
in denen er privat damit gearbeitet hatte, ging es ihm wesentlich besser:
Seine Energie floss besser, seine Körperhaltung war aufrechter und er
hatte öfter den Mut, einmal seine Meinung zu sagen. Aber seine Schmerzen
waren noch nicht verschwunden. Nach einem zweiten Termin zeigte sich beim
kinesiologischen Muskeltest der Ton G, an dem nun gearbeitet wurde. Harald
Knauss "bestrahlte" dabei unter anderem den Rücken das Patienten mit
diesem Ton, indem er einen flexiblen Lautsprecher an die Stelle plazierte, an
dem die Schmerzen am größten waren. Ebenfalls wurde das
Singen der Quinte C-G geübt - ein Intervall beschreibt immer eine
Beziehung zwischen zwei Themen. Diese Übung war sozusagen die Hausaufgabe
des Patienten. "Bei der nächsten Sitzung arbeiteten wir weiter, die
Schmerzen gingen auf ein Minimum zurück, und jetzt zeigte der Muskeltest
zusätzlich noch die Dorn-Breuß-Methode an, die der Klient vorher
schon einmal erfolglos probiert hatte. Jetzt griff diese Therapie
plötzlich, und die Schmerzen verschwanden im Laufe der Zeit
vollständig." (S. 31). Dass Intervalle mit dem Thema "Beziehung" zu
tun haben, zeigte sich auch bei einer Patientin von Herrn Knauss, die darunter
litt, dass sie keinen Partner fand. "Das ganze Thema war extrem stressbesetzt
bei ihr, und sie spürte einen solchen Druck, dass eine Lösung absolut
notwendig war. Beim Austesten wurde die große Septime angezeigt, was zum
einen die Höhe der Spannung wiedergab, zugleich aber zeigte, dass die wie
auch immer geartete Lösung kurz bevorstand. [...] Ich habe mit der
Patientin an der großen Septime gearbeitet, was ihr sichtlich schwer
fiel. Im Laufe der Balance ergab sich, dass sie sich zur gesungenen Septime auf
eine geschlossene Tür zubewegen sollte, mit der Absicht, die Tür,
hinter der die Lösung liegt, zu öffnen. Sie sollte dabei darauf
achten, in welche Auflösung sich die Septime geben würde, sollte
diese Singen und dabei bemerken, was ihr als Bild für die Lösung
erschien. Sie tat dies und fand für sich eine Lösung, die sie absolut
begeisterte. Ich hörte einige Zeit nichts mehr von ihr bis mir ein Kollege
mitteilte, dass sie kurze Zeit nach unserer Balance geheiratet habe und sehr
glücklich sei." (S. 32) Diese Wirkungen von Schallwellen auf den
Menschen haben wissenschaftliche Ergebnisse aus dem noch jungen
Forschungsbereich der «Vibroakustik» bestätigt. Die
Forschungen des Norwegers Olaf Skille, dem Begründer der Vibroakustischen
Therapie (VAT)», ergaben, dass Töne mit tiefen Frequenzen zwischen
30 und 120 Hertz besonders wirksam sind. Bei einem Menschen, der täglich
eine Stunde auf der "Klangliege"* bespielt wird, können nach einiger Zeit
Veränderungen im Blutbild festgestellt werden. Darüber hinaus haben
auch bestimmte Rhythmen die Kraft, körpereigene Regelkreisläufe
anzustoßen und zu "reharmonisieren". Was eine wichtige
Voraussetzung ist, um sich durch Musik heilen zu lassen, nennt Tim Wheater das
"Zuhören". Er lernte das Popgeschäft ausgiebig von innen kennen ehe
er sich den heilenden Schwingungen der Musik verschrieb. Heute sagt er: "70
Prozent aller Geräusche, die uns umgeben, sind maschineller, von Menschen
erzeugter Natur, so viel wie noch nie in der Geschichte. Wir sind gezwungen,
uns davor zu schützen, doch das gelingt nur um den Preis, daß wir
unser Gehör von innen abstumpfen. Damit dämpfen wir aber zugleich
das, was wir im Inneren hören können. Von daher ist der erste Schritt
beim Versuch, mit Klängen zu heilen, die Wiederaneignung der
Fähigkeit zu hören, nach innen, wie nach außen. Was spricht in
dir lauter, wenn die äußeren Geräusche leiser werden? Man wird
empfänglich für Schwingungen, man hört sich selbst mal wieder
zu." Harald Knauss hat gelernt, so in andere Menschen hineinzuhören
und ihrem eigenen Klang nachzuspüren: "Wie funktioniert das für mich?
Jeder Mensch ist für mich ein Musikwerk, ein Klang oder eine Farbe. Jede
Seele ist Klang. Also versuche ich mich einzuschwingen auf diesen Klang einer
Person. Auf meiner Gitarre zeichne ich diesen Klang nach und indem ich dies
tue, bekomme ich eine ganze Menge an konkreten Informationen aus dem Leben des
betreffenden Menschen. Ich teile diesem meine Wahrnehmungen mit und alle sind
vollkomen erstaunt, wie ich so viel aus ihrem Leben allein aus dem Klang der
Musik lesen kann. [...]
Als ich noch mitten im
Konzertleben stand, habe ich oftmals mit dem Klang meiner Gitarre einen
Gedanken der Heilung an meine Zuhörer hinaus gesandt. Das Ergebnis war
verblüffend. Die Zuhörer wussten ja nichts von meinem Tun und meiner
Absicht. Nach den Konzerten kamen unheimlich viele meiner Zuhörer zu mir
ins Künstlerzimmer, bedankten sich für die aufbauende Kraft des
Konzerts, berichteten mir von ihren Sorgen und Nöten." (S.
55/66)
*Informationen zur Klangliege zum Beispiel hier:
http://www.klangliege.ch/fotos.html
Nach: Harald
Knauss: Musik-Kinesiologie. Teil 3 Musik als kreativer spiritueller Weg. In:
Raum&Zeit, Nr. 131/2004. S. 65/66. Harald Knauss: Musik-Kinesiologie.
Teil 2 Musik heilt. In: Raum&Zeit, Nr. 130/2004. S. 27 -32.
http://www.klangliege.ch/orpheus.html http://www.heilmusik.info/
| Tön |
Chakras |
Hormon-Drüsen
|
Zugehörige
Organe
|
Mantras |
Vokale |
Musik |
H (Violet)
|
7.
Scheitel |
Zirbel-
drüse, Epiphyse |
Großhirn
|
OM |
M |
Regt
an: Weisheit, Selbstlosigkeit Heilt: kleinliches Denken und Handeln
Überdosis: Wunschdenken, Unrealistische Vorstellungen |
A (Indigoblau)
|
6. Stirn |
Hirn- anhang-
drüse Hypo- physe |
Zwischen- und
Kleinhirn
|
KSHAM |
I |
Regt an: geistige
Klarheit, Kommunikation Heilt: Zweifel, Frust, Komplexe Überdosis:
Isolation, Überordnung, Verlust an Verantwortungsbewußtsein |
G (Himmelblau)
|
5. Kehle |
Schilddrüse
|
Lunge,
Dickdarm
|
HAM |
E |
Regt an:
Konzentration, Wertvorstellungen, Tradition, Ruhe, Gelassenheit Heilt:
Streß, Schlaflosigkeit Überdosis: unerwünschte
Müdigkeit, Verlust an Spannkraft, Blutunterdruck |
F (Grün)
|
4.
Herz |
Thymusdrüse
|
Herz,
Dünndarm
|
YAM |
A |
Regt
an: Ausgleich, Hoffnung, Frische, Phantasie Heilt: Intoleranz, Streß,
Langeweile Überdosis: Neid, Mißgunst |
E (Gelb)
|
3. Oberbauch
(Solarus Plexus) |
Bauch- speichel-
drüse, Pankreas |
Magen, Milz,
Leber, Galle
|
RAM |
O (offen) |
Regt an: Verstand,
treffender Witz Heilt: diffuse Vorstellungen, Vergeßlichkeit,
langsames Denken Überdosis: Verrat, Intrige |
D (Orange)
|
2. Unterbauch
Sakral) |
Keimdrüsen
|
Nieren,
Blase
|
VAM |
O (geschlossen) |
Regt an:
Lebensfreude, Musik, Tanz Heilt: Ängste, Mangel, löst
Verspannungen und dadurch begründete Schmerzen Überdosis: Verlust
an Verantwortungsbewußtsein, lockerer Lebenswandel |
C (Rot)
|
1.
Steiß |
Nebennieren
|
Dreifacher
Erwärmer(Antrieb), Knochen, Fleisch
|
LAM |
U |
Regt
an: Ursprüngliche Lebenskraft, körperliche Stärke, Mut
Heilt: Schüchternheit, Sorgen, Minderwertigkeitsgefühle,
Erkältung, Rheuma, Anämie, Regulation der Verdauung
Überdosis: Überspannung, Bluthochdruck, Chaos |
Nach:
http://www.universal-prinzip.de/gesamtframe1.htm
|