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Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim am 19. Juli mitteile, ist
gegen den deutsch-kanadischen Dissidenten Ernst Zündel jetzt Anklage wegen
Volksverhetzung in 14 Fällen erhoben worden. Zündel wird vorgeworfen
im Internet und diversen Publikationen, wie beispielsweise dem
Germania-Rundbrief, den sogenannten Holocaust an den Juden
geleugnet und verharmlost zu haben. Zündel war 1958 von Deutschland nach
Kanada ausgewandert, wo er sich auf dem Gebiet des Revisionismus einen
großen Namen erwarb. Seine historische Kritik an den in vielen westlichen
Staaten zum strafrechtlich relevanten Dogma erhobenen
Holocaust-Thesen brachte Zündel nicht nur den erbitterten
Haß der Judenheit ein, sondern führte letztlich auch dazu, daß
Kanada ihn im März diesen Jahres an Deutschland auslieferte, wo man ihm
nun wegen solcher Meinungsdelikte den Prozeß machen will, die in Amerika
keineswegs unter Strafe stehen. Ein Verfahren das wohl nur vergleichbar mit der
Auslieferung russischer Dissidenten an die Sowjetunion bei Ende des Zweiten
Weltkriegs ist und eine Verhöhnung der Ideale Demokratie, Meinungsfreiheit
und anderer Menschenrechte darstellt. Die Vorwürfe die man Zündel in
Deutschland macht resultieren in der Hauptsache aus den Jahren 1999 bis 2003
und sind aus Sicht der Verteidigung bereits verjährt. Allerdings fanden
diese Hinweise beim Haftprüfungstermin vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe
keine Geltung, so daß Zündel in der Untersuchungshaft verbleiben
muß. Unter den Patrioten Deutschlands fand die Auslieferung Zündels
wohl Beachtung, die sich hier und da in diversen Artikeln und einzelnen
Aufrufen niederschlug, eine wirklich umfassende Solidaritätswelle blieb
jedoch bis dato aus. Wahrscheinlich, weil es sehr schwierig ist, sich für
Zündel einzusetzen ohne durch die notwendige Argumentation selbst mit dem
Gesetz in Konflikt zu kommen. Aber was wäre wohl wenn 10.000 Menschen vor
dem Gefängnis oder Gericht in Mannheim einfach nur für Presse- und
Meinungsfreiheit und für die Freilassung von Ernst Zündel
demonstrieren würden ohne sich dabei auf das Glatteis einer Diskussion
über Art und Umfang des Holocaust zu begeben.
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