Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 14.07.2006310

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
3
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
September 2005 Info von:  
Wahlpunkte

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Tagen las ich verschiedene Wahlpunkte der einzelnen Parteien. In meinen Augen stellen viele dieser Argumente wie z.B.:

- Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist vorrangig die Aufgabe der Unternehmen im Lande.

- Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und Senkung der Lohnnebenkosten

- Wochenarbeitszeitverlängerung

- Privatisierung des gesamten Krankenversicherungssystems

- Stärkere Belastung von Spitzenverdienern

- Vermögenssteuer

keine Lösung unserer derzeitigen Wirtschaftsprobleme wie der hohen Arbeitslosigkeit und des chronischen Geldmangels im Staatssäckel dar. Da ich nicht mehr tatenlos zusehen möchte, wie weiter herum gerätselt und experimentiert wird möchte ich nun Ihnen und vielen anderen Menschen meine Gedanken für eine wesentliche Verbesserung der derzeitigen Situation näher bringen und bitte Sie und alle Leser, diese meine Ideen sorgfältig zu überprüfen und wenn richtig und möglich auch umzusetzen.

Mit dem Konsum, den Investitionen und den Exporten (Außenbeitrag) in Höhe von insgesamt 2215,7 Mrd. € bezahlte die in- und ausländische Bevölkerung die im Jahre 2004 von ihnen bezogenen Produkte, Leistungen, etc... Der Preis dieser Güter, Leistungen, usw. setzte sich, grob gesprochen, aus den Arbeitnehmerentgelten, Unternehmens- und Vermögenseinkommen einschließlich der Abschreibungen und den Produktionsausgaben an den Staat zusammen. Damit zahlte jeder Bürger bei Kauf eines Gutes die darin liegende Lohnsteuer, Sozialbeiträge, Mehrwertsteuer etc.. Die Last der Arbeitnehmerentgelte, Steuern, Investitionen usw. trägt letztendlich also nicht der Unternehmer. Er finanziert sie nur vor und lässt sich dann über den Verkauf der Produkte diese, aber auch die Finanzierungskosten vom Kunden bezahlen.

Innerhalb der Entstehung werden nicht alle Produktionsfaktoren gleich behandelt. Den Nettolöhnen brummt man die Lohn- und Einkommenssteuer auf, während bei Investitionen der Vorsteuerabzug gewährt und keine zusätzliche Steuer für deren Leistung erhoben wird. Dadurch verschieb sich die Nachfrage zwischen Arbeitnehmern und Investitionen zu Ungunsten der für die Arbeitnehmer bereit gestellten Arbeitsplätze. Der Unternehmer wird sich für das für ihn günstigere Angebot entscheiden und dies sind momentan die Investitionen.

Unsere Exporte gehen in der Regel umsatzsteuerbefreit über die Grenze und werden dann mit der dortigen Umsatzsteuer belastet. Dadurch erhält das importierende Land zusätzlich die Umsatzsteuer für die bei uns geschaffene Wertschöpfung und nicht unser eigenes Land, welches für die Kosten zur Entstehung der eigenen Wertschöpfung aufkommen muss. Durch unsere Exportüberschüsse verschenken wir somit jedes Jahr Gelder in Milliardenhöhe. Gewollt?

Letztes Jahr wurden in den Konten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Zinsen in Höhe von 491,73 Mrd. € auf die einzelnen Teilnehmer verteilt. Für diese Zinsen erhielt unser Staat die Zinsabschlagssteuer in Höhe von 7,6 Mrd. €.

Da die Zinserträge in Konkurrenz zu Erträgen aus Lieferungen und Leistungen stehen bzw. zu einer Entscheidungen für eine Investitionen, für den Konsum oder für eine Geldanlage beitragen, sollten alle diese Erträge einer gleichen Besteuerung unterliegen.

Meine Gedanken zur Gleichstellung aller Produktionsfaktoren und Teilnehmer am Bruttoinlandsprodukt sind deshalb folgende:

Streichung folgender Steuern und Zuschläge:

- Lohn- und Einkommenssteuer und des Solidaritätszuschlages

- Körperschafts- u. Gewerbesteuer

- Zinsabschlagsteuer

- Grunderwerbssteuer

- u.a.

Änderung der derzeitigen Umsatzsteuerregelungen:

- sämtliche Ausnahmeregeln/Abzugsmöglichkeiten (Investitionen, Kosten) entfallen

- jegliche Wertsteigerung wird mit der Umsatzsteuer ohne zeitliche Begrenzung belastet

(Darunter fallen u.a. die Mieten, Zinsen, Immobilienerwerb)

- Exportgüter werden einschließlich der Umsatzsteuer ausgeführt

- einheitlicher Steuersatz

Derzeit wird überlegt, die Arbeitnehmerentgelte durch eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung um zwei Prozentpunkte und Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte zu verbilligen. Durch die damit erfolgte Senkung der Arbeitnehmerentgelte verspricht man sich eine Reduzierung der Arbeitslosenzahlen und Steuermehreinnahmen.

Wie viele Arbeitsplätze werden dann erst entstehen, wenn keine Lohn- und Einkommenssteuer mehr anfallen würde und im Gegenzug die Kapitalerträge voll besteuert werden bzw. der Vorsteuerabzug bei Investitionen/Kosten/Exporte etc. entfallen würde?

Der Endabnehmer der Produkte bezahlt die im Produkt liegenden Steuern. Wäre es da nicht gerechter ihn entscheiden zu lassen, ob er eine Lohnsteuer oder eine Mehrwertsteuer auf Investitionen und Kosten bezahlen möchte? Liegt es nicht auch im Interesse der Unternehmer, dass den Abnehmern ihrer Produkte genug Geld zur Verfügung (Reduzierung der Arbeitslosenzahlen) steht um ihre Produkte zu bezahlen? Verringern weniger Arbeitslose nicht auch die Ausgaben aus unserem Staatssäckel?

Das obige Gedanken möglich sind möchte ich mit folgenden Zahlen (destatis) untermauern.

Abschaffung folgender Steuern und Zuschlägen, leider mit Beträgen aus dem Jahre 2003:

167,5 Mrd. € Lohnsteuer

+ 10,3 Mrd. € Solidaritätszuschlag

+ 4,6 Mrd. € veranlagte Einkommenssteuer

+ 12,0 Mrd. € nicht veranlagte Steuern vom Ertrag

+ 7,6 Mrd. € Zinsabschlag

+ 8,3 Mrd. € Körperschaftssteuer

+ 24,1 Mrd. € Gewerbesteuer

+ 4,8 Mrd. € Grunderwerbssteuer

____________

239,2 Mrd. €

+ 103,2 Mrd. € Umsatzsteuereinnahmen 2003

+ 33,8 Mrd. € Einfuhrumsatzsteuer 2003

_____________

376,2 Mrd. €

============

Diese Steuereinnahmen werden ersetzt durch einen einheitlichen Umsatzsteuersatz von z.B. 20 %:

2215,7 Mrd. € Bruttoinlandsprodukt

./. 239,2 Mrd. € Steuermindereinnahmen

./. 103,2 Mrd. € Umsatzsteuer

./. 33,8 Mrd. € Einfuhrumsatzsteuer

_____________

1839,5 Mrd. €

367,9 Mrd. € = 20 %

==================

Bei dieser Rechnung habe ich die Umsatzsteuer auf Zinserträge und auf Kosten (Vorleistungen) noch nicht berücksichtigt. Sollte sich der dann errechnete einheitliche Umsatzsteuersatz nach Einbezug der Umsatzsteuer auf Zinserträge und auf die Kosten (Vorleistungen) unter den derzeitigen 16 % befinden, sollten die Mehreinnahmen zwingend zum Abbau des derzeitigen Schuldenberges unseres Landes verwendet werden.

Zusätzliche Vorteile und Möglichkeiten:

- Durch obigen Vorschlag werden viele Steuergesetze nicht mehr benötigt.

- Der Einzug der Umsatzsteuer auf Zinsen (Aufwand) kann über die finanziellen Kapitalgesellschaften erfolgen.

- Die Steuereinnahmen könnten durch einen einheitlichen Prozentsatz von unten nach oben verteilt werden - von den Gemeinden zu den Länder weiter an den Staat und evtl. an die EU.

- Es kann durch eine Erhöhung des Umsatzsteuersatzes eine vom Staat finanzierte einheitliche Krankengrundversicherung geschaffen werden.

- etc.

Ich bitte Sie nun, diese meine Gedanken nicht von vornherein abzulehnen, auf das genaueste zu überprüfen und gegebenenfalls für eine wirkliche Steuerreform zu verwenden.

Mit freundlichen Grüßen



Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...



Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht

Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.