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- Krankheitsbilder -
"Jeder Eingriff am
Zahn ist zugleich auch ein Eingriff in das Immunsystem. * Das erklärt, warum Zahnwerkstoffe
fachübergreifend nahezu jedes Krankheitsbild auslösen
können.
Betroffene Fachgebiete
sind:
Augenheilkunde: Hier lassen sich chronische,
rezidivierende Regenbogenhaut-Entzündungen beobachten, aber auch
Netzhauterkrankungen, gelegentlich Glaukom.
HNO:
Infektanfälligkeit, chronische Sinusitis, Bronchitis, chronischer
Reizhusten.
Enterologie:
Schwere Formen der Schleimhautentzündung des gesamten
Verdauungstraktes, z.B. durch Methylethylketon (= Butanon). (Ich habe eine
Patientin erlebt, die nichts anderes mehr essen konnte als Kartoffelbrei und
den auch nur in allerkleinsten Mengen). Chronische Enterocolitis bis hin zu
Morbus Crohn z.B. durch Silberamalgam.
Urogenitale
Erkrankungen: Chronische, rezidivierende Blasenentzündungen,
Prostatitis ganz besonders durch Kunststoff. Ferner Vaginitis, Vulvitis bis hin
zum Lichen scleroticans und atrophicans.
Allergologie:
Bei Heuschnupfen, Asthma, Hauterkrankungen, d.h. bei allen
Gesundheitsstörungen, die eine Allergie vermuten lassen, sollten im ersten
Schritt grundsätzlich störende Zahnwerkstoffe ausgeschlossen werden.
Neurologie:
Chronischer Kopfschmerz, Migräne, Tremor besonders auch bei
Jugendlichen, Hyperhidrosis, - Polyneuropathie, ferner Multiple Sklerose,
schwere Formen der Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Bei
diesem neurologischen Krankheitskomplex spielt Silberamalgam die entscheidende
Rolle.
Hauterkrankungen:
Akne, Gesichtsekzeme und oedeme (perioral / periorbital),
Neurodermitis, Nacken-, Kopf-, Dekolleté-Ekzeme.
Endokrinologie:
Haarausfall, Zyklusstörungen, Amenorrhoe! Infertilität!
Schilddrüsenfunktionsstörungen. Hauptfaktor für diese
Störungen sind dentale Kunststoffe. Es sei daran erinnert, dass sich
z.B. die in den dentalen Kunststoffen enthaltenen Bisphenole - A wie
Östrogen verhalten.
Rheumatologie:
Hier möchte ich ganz besonders auf die Hüftgelenkserkrankungen
hinweisen, die sehr häufig schließlich endoprothetisch versorgt
werden müssen. Aufgrund meiner Erfahrungen können in derartigen
Fällen unverträgliche Zahnprothesen-Kunststoffe die entscheidende
Rolle spielen. Die toxischen Kunststoff-Restmonomere belasten das
Leber-Galle-System, das akupunkturphysiologisch in einer engen Wechselbeziehung
zum Hüftgelenk steht. Bei Kenntnis dieser Zusammenhänge ließe
sich so manches künstliche Hüftgelenk vermeiden. Ich habe einen Fall
erlebt, in dem der Coxarthritis eine schwere Hepatitis vorausging, beides
ausgelöst durch Vinylpolymerisat als Folge einer
Zahnprothesen-Unterfütterung mit Palapress. Nach Anfertigung einer neuen
Prothese aus verträglichem Kunststoff klang die Hepatitis ab und die
bereits geplante endoprothetische Versorgung des Hüftgelenks
erübrigte sich. Sie wurde erst 18 Jahre später erforderlich.
Psychiatrie:
Depressives Syndrom bis hin zu schweren Formen einer Depression. Hierzu
gehört auch die quälende chronische Schlaflosigkeit. Bei dieser
Krankheitsgruppe spielen wiederum Kunststoffe die Hauptrolle.
Das dentale
Werkstoff-Syndrom: Meine Auflistung beende ich mit dem Symptomenkomplex,
den ich das "dentale Werkstoff-Syndrom" genannt habe. Dazu gehört
unnatürliche Müdigkeit, Leistungsschwäche bis hin zur absoluten
Leistungsunfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
sowie Kreislauf-störungen in allen Variationen. Die
Kreislaufstörungen umfassen vagovasale Krisen bei Hypotonie,
Hypertonie, zerebrale Durchblutungsstörungen, teilweise verbunden mit
Tinnitus, und auffallend häufig Herzrhythmus-Störungen. Das sind die
Symptome, die sich unter der IST-EAV kontrollierten Zahnsanierung zuerst
zurückbilden und von den Patienten als besonders signifikant empfunden
werden.
Zahnheilkunde:
Was die Zahnheilkunde selbst anbetrifft, lassen sich zwei Hinweise auf das
mögliche Vorliegen störender Werkstoffe beobachten: 1. Die
Paradontitis, ganz besonders die im sanierten Zahnbereich lokalisierte und
2. unter teilweise ungewöhnlich starken Schmerzen absterbende oder
bereits abgestorbene Zähne, die mit Kunststoff gefüllt
wurden.
Dass Zahnwerkstoffe
Krankheitsstörungen auslösen können, wie ich sie hier in aller
Kürze dargestellt habe, wird von unserer universitären Medizin
unverändert nicht zur Kenntnis genommen. Um auch die eingefleischten
Skeptiker zumindest ein bisschen zu verunsichern, habe ich von den Patienten,
bei denen Zahnwerkstoffe sichtbare Spuren hinterlassen haben, ein Bildmaterial
angelegt. Hieraus möchte ich Ihnen jetzt einige Beispiele
vorführen.
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Bilddokumentation - Fallbeispiele |
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| Kunststoff:
Periorales Ekzem |
Fall
A |
Diese Abbildungen
zeigen eine Patientin mit einem perioralen Ekzem, das ausschließlich
Folge einer dentalen Kunststoffunverträglichkeit ist. An diesem Fall
lässt sich beispielhaft zeigen, dass die Lösung
zahnwerkstoffbedingter Probleme in direkter Korrelation zur
Aussagefähigkeit des angewandten diagnostischen Verfahrens
steht.

Es
handelt es sich um eine 62-jährige Patientin, die persistierend eineinhalb
Jahre an diesem perioralen Ekzem litt. Alle vorausgegangenen therapeutischen
Maßnahmen waren ohne Erfolg. Im September 1996 kam die Patientin in meine
Praxis.
ISTEAV-Befund:
-
Immunsystemische
Belastung (ISP I) durch Carboxylat-Zement
-
Organbezogene
Belastung durch Silberamalgam am linksseitigen akupunktphysiologischen Lymph-,
Nerven-, Allergie- und Hormon-System
Anamnese:
Bei einem derartigen
Befund ist natürlich die erste Frage "Wann waren Sie zuletzt beim
Zahnarzt?" Die Antwort ist in der Regel ein irritiertes Achselzucken, denn die
Patienten wissen meist nicht, wann sie zuletzt und ob sie überhaupt beim
Zahnarzt waren und schon gar nicht, welche zahnärztlichen Maßnahmen
durchgeführt wurden. So war es auch bei dieser Patientin. Es bedarf schon
detektivischer Kleinarbeit, um die anamnestischen Bausteine zu rekonstruieren
und das wurde gemeinsam mit viel Mühe und alten Zahnarzt-Rechnungen etc.
getan. Wie so häufig wurde der Zahnarzt mehrmals gewechselt, was das
Problem nicht gerade vereinfachte. Das Ergebnis der Recherchen ist in der
Tabelle 1 zusammengestellt.
| Datum |
Anamnese |
Datum |
Zahnärztliche Maßnahmen |
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1998 Herbst |
1.
Verblockte Keramikkronen 13-11, 23-24 2. Einzelkronen 21, 22 3.
Zahnwurzelfüllung |
| 1989 |
Leichtes
periorales Ekzem, passager, beschwerdefreie Intervalle von ca. 1/2
Jahr |
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| 1991 |
Verstärktes Auftreten des perioralen Ekzems mit kürzeren
beschwerdefreien Intervallen |
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1994 Nov./Dez. |
1.
Zahnwurzelfüllung 46 2. Neue Amalgamfüllungen 46, 36 |
| 1995 |
Anfang des
Jahres: extreme Aktivierung des Ekzems. Zusätzlich periokuläre
Hautrötung, -schwellung und -schuppung |
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| 1996 |
Seit Anfang
des Jahres: permanente Verschlechterung der perioralen und periokulären
Hautentzündung |
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Zum besseren
Verständnis des Krankheitsverlaufs sei noch einmal auf die
ISTEAV-Diagnose hingewiesen:
-
Systemische
Belastung durch Carboxylat-Zement, d.h. polyacryl- bzw.
polycarbonsäurehaltigen Zement und
-
"lokale"
Belastung vorrangig des Lymph-, Nerven- und Allergiesystems durch
Silberamalgam
Das bedeutet, dass
die Hauptbelastung des Immunsystems in diesem Fall nicht - wie
üblicherweise vermutet würde - vom Amalgam ausging, sondern vom
Kunststoff. Diese Tatsache findet ihre Bestätigung im Verlauf der sich
anschließenden Zahnsanierung. Zunächst wurden alle
Amalgam-Füllungen entfernt, ohne dass eine Befundbesserung des Ekzems
eintrat. Erst nach Extraktion des Zahnes 46, der eineinhalb Jahre vorher mit
einem Material wurzelgefüllt wurde, das im EAV-Test aufgrund seines
Kunststoffanteils störte, heilte das Ekzem sozusagen im Schnelltempo ab.
Dennoch beruhigte sich die periorale Haut nicht vollständig.

In gewissen
Abständen traten immer wieder Reizzustände auf, die aber nur leicht
verliefen und in keinem Verhältnis zu dem ursprünglichen Hautbefund
standen. Anfang 1997 allerdings - nach einer schweren Grippe und
zusätzlich außergewöhnlicher Arbeitsbelastung - trat eine
deutliche Verschlechterung ein.
Der nunmehr erhobene ISTEAV-Befund
wies unverändert auf eine noch immer systemische Kunststoffbelastung hin,
und zwar ausgehend von dem Kleber der Kronen im Frontzahn-Bereich (21, 22) und
von der Wurzelfüllung des rechten oberen Schneidezahns (11). Nach
Beseitigung auch dieser Störfaktoren erhielt die Patientin ein Provisorium
aus als verträglich getestetem Kunststoff. Zu meiner Überraschung und
Enttäuschung kam es dennoch nicht zu der erwarteten vollständigen
Abheilung des Ekzems. Ich führte daher eine Kontrolluntersuchung durch und
fand nunmehr eine immunsystemische Belastung durch Dimethylterephthalat, einem
Kunststoff-Weichmacher, und zwar ausgehend von der provisorischen Brücke.
Daraufhin ließ ich mir von dem behandelnden Zahnarzt einen
Prüfkörper des von ihm verarbeiteten und von mir empfohlenen
Kunststoffs geben und stellte fest, dass diese Probe tatsächlich durch
Dimethylterephthalat störte, ganz im Gegensatz zu meiner Probe, die ich
seit längerer Zeit besaß. Dieses Erlebnis ist für jeden Tester
deshalb so wichtig, weil es zeigt, dass Prüfkörper in
regelmäßigen Abständen aktualisiert werden müssen. Es
besteht immer die Gefahr, dass die Herstellungsverfahren geändert werden
ohne entsprechende Information an den Zahnarzt. Nachdem das Provisorium durch
die definitive verträgliche Prothetik ersetzt wurde, heilte das Ekzem
endgültig und spurenlos und vor allen Dingen rezidivfrei ab.
Quintessenz:
Die Quintessenz aus diesem
Fall ist, dass eine Zahnsanierung, die sich auf die naheliegende
Amalgamentfernung beschränkt hätte, erfolglos gewesen wäre. Ohne
die Erkennung des Hauptstörfaktors der hier diskutierten
Wurzelfüllungen und Befestigungszemente wäre dieses Ekzem ganz sicher
nicht therapierbar gewesen. Mit welcher Methode aber hätte der klassisch
ausgebildete Zahnarzt die Schädlichkeit dieser Wurzelfüllungen und
Kleber diagnostizieren können?
"Zahnwerkstoffliches Potpourri"
Dieser Fall ist noch
aus einem anderen Grund interessant. An ihm lässt sich zeigen, was unter
"zahnwerkstofflichem Potpourri"* zu verstehen ist.
Zahnärztliche Versorgung im Überblick
Oberkiefer
1. Verblockte Kronen: 11 - 13
und 23 - 24 2. Einzelkronen: 21 und 22 3. Extrakoronales Geschiebe 4.
Zahnwurzelfüllung des 11 5. Teilprothese mit
Transversal-Bügel
Unterkiefer
Amalgam-Versorgung
jeweils am 5. - 7. Odonton rechts und links Zahnwurzelfüllung des
46
Verwendete
Zahnmaterialien
Oberkiefer
-
Edelmetall-Legierungen für - Einzelkronen -
Blockkronen - Geschiebe (extraharte Legierung) - Lot
-
Prothesenkunststoff für die Teilprothese
-
Kunststoffzähne
-
Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierung für den
Transversalbügel
-
Keramik
-
Opaker
-
Befestigungszement ohne Polyacryl- bzw.
Polycarbonsäure
-
Befestigungszement mit Polyacryl- bzw. Polycarbonsäure (21,
22)
-
Zahnwurzelfüllung des 11, die im ISTEAV-Test aufgrund
des Kunststoffanteils störte
Unterkiefer
-
Amalgam
-
Unterfüllungen
-
Zahnwurzelfüllung des 46. Diese Wurzelfüllung war es,
die sich nicht mehr in die scheinbare Harmonie der Zahnwerkstoff-"Familie"
integrieren ließ, das Abwehrsystem endgültig überforderte und
das periorale Ekzem auslöste.
Bilanz:
Insgesamt wurden für den
Oberkiefer somit 12 und für den Unterkiefer 3 unterschiedliche
Zahnwerkstoffe verwendet, d.h. es wurden mindestens 15 unterschiedliche
Werkstoffe in diesem Gebiss verarbeitet. Ein derartiges werkstoffliches
Potpourri ist nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel, wie mir immer wieder
bestätigt wird.
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| Kunststoff:
Haarausfall |
Fall
B |
Hier handelt es sich
um einen 18-jährigen jungen Mann, bei dem ca. 6 Monate vorher
plötzlich ein zunehmender Haarausfall eintrat. Auch in diesem Fall waren
alle möglichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
vorausgegangen.

ISTEAV-Befund Systemische Belastung
durch Autopolymerisat.
Anamnese: Bei diesem Patienten wurde viele
Jahre vorher eine Silberamalgam-sanierung mit Hilfe von Kunststoff
durchgeführt. Diese Kunststoff-Füllungen wurden als Quelle der
Autopolymerisat-Belastung identifiziert. Sie wurden umgehend gegen
verträgliche Interims-Füllungen (Zhanelka-Zinkporzellan)
ausgetauscht. Dennoch kam es zu keiner signifikanten Besserung. Die
Kontrolluntersuchung ergab unverändert den Befund einer systemischen
Autopolymerisat-Belastung. Jetzt erst stellte sich heraus, dass der Patient
sechs Monate vorher Kontaktlinsen bekommen hatte, die er seitdem
regelmäßig trug.
Die anamnestischen Recherchen ergaben, dass
der Haarausfall kurz danach einsetzte. Ich überprüfte die
Kontaktlinsen und siehe da, sie störten eindeutig durch Autopolymerisat.
Es waren also die Kontaktlinsen, die das bereits kontaminierte Immunsystem
dekompensieren ließen. Nachdem der Patient diese Linsen nicht mehr trug,
wuchsen die Haare wieder und nach 3 Monaten war von dem Schaden nichts mehr zu
sehen.

Dieser
Fall war besonders dramatisch, weil der junge Mann sehr eitel ist und nur
mühsam vor einem Suizid bewahrt werden konnte.
Wichtig: Im späteren Verlauf trat ein
erneuter lokalisierter Haarausfall im Bereich des rechten Brillenbügels
auf. Ursache war der störende Kunststoff des Bügelkunststoffbezugs.
Nach Austausch dieses Bezugs wuchsen die Haare wieder nach.
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| Amalgam
Neurodermitis |
Fall
C |
Diese 20-jährige
Patientin litt seit drei Jahren an einem Ekzem, das perioral begann und sich
allmählich über Gesicht, Nacken, Hals, Dekolleté, Armbeugen
und Handrücken kontinuierlich ausbreitete. Übliche therapeutische
Maßnahmen, Cortison eingeschlossen, brachten keinerlei Besserung. Nach
einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt auf Norderney kam die Patientin in
diesem Zustand in meine Praxis.



ISTEAV-Befund Meine Untersuchung ergab
eine systemische Belastung durch Amalgam. Therapie und Verlauf Nach
Austausch der Amalgamfüllungen gegen verträglichen Zahnwerkstoff
klang das Ekzem rezidivfrei ab.



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| Kunststoff:
Periorales und periorbitales Exanthem |
Fall
D |

Anamnese:
Diese 37-jährige Patientin
erkrankte plötzlich an dem hier abgebildeten perioralen und periorbitalen
Exanthem. Es erfolgte eine stationäre Behandlung in einer dermatologischen
Universitätsklinik.
Eine schlüssige Ursache wurde nicht
gefunden.


Die umfangreichen,
insbesondere allergologischen Untersuchungen ergaben lediglich eine Typ
IV-Sensibilisierung gegen Epoxydharze. Unter lokaler und systemischer
Cortisonbehandlung klangen die akuten Hautsymptome zunächst deutlich ab,
rezidivierten aber nach Absetzen der Therapie in voller Blüte.
ISTEAV-Befund und
zahnärztliche Anamnese:
Die ISTEAV-Untersuchung ergab eine
systemische Belastung durch Carboxylatzement. Diese Carboxylat-Belastung ging
aus von den Zähnen 17, 24, 25 und 34. Alle vier Zähne wurden 3 Jahre
vorher mit Keramik-Inlays versorgt, die mit Panavia verklebt wurden. .
Nach säuberlicher Entfernung der störenden Keramik-Inlays
einschließlich des toxischen Klebers ist die Patientin absolut
beschwerdefrei.

Die Versorgung
erfolgte zunächst nur mit einer Interimslösung und zwar
Zanelka-Zinkporzellan. Die definitive Versorgung wurde erst dann
durchgeführt, als sichergestellt war, dass keinerlei Restmonomere mehr aus
dem Dentin in den Interimszement abgegeben wurden. In der Regel ist das nicht
vor Ablauf von 6 Monaten der Fall.
Kommentar:
Der Befund einer
Epoxydharz-Sensibilisierung hatte klinischerseits nur die eine Konsequenz, dass
der Patientin ein entsprechender Allergiepass ausgestellt wurde. Dass dieser
Befund aber durch den Panavia-Kleber verursacht sein könnte bzw.
irgendetwas mit einer zurückliegenden Zahnsanierung zu tun haben
könnte, stand bei den diagnostischen Überlegungen zu keinem Zeitpunkt
zur Debatte. Welcher Arzt weiß denn schon, dass Zahnwerkstoffe
Epoxydharze enthalten können und welche Konsequenz sollte er aus dieser
Kenntnis ziehen?
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| Kunststoff: Gesichtsakne |
Fall
E |
Es gibt einen Befund
bei Kunststoffunverträglichkeit, der häufiger zu beobachten ist. Hier
handelt es sich um eine "Kunststoff-Akne", wie ich diese Form der Akne genannt
habe.


Bei
dieser 25-jährigen Patientin trat mehrere Monate nach der
Amalgam-Sanierung mit Kunststofffüllungen diese Gesichtsakne auf, die sich
ganz besonders auch perioral zeigte. Erwähnen möchte ich, dass sich
derartige kunststoffbedingten Hautveränderungen durch vermehrten
Kaugummigenuss verschlechtern können, wie es bei dieser Patientin der Fall
war, weil sie sich das Rauchen abgewöhnen wollte. Es gibt Kaugummi-Sorten,
die sich im ISTEAV-Test wie Kunststoff verhalten können und z.B.
durch Autopolymerisat oder Vinylpolymerisat stören.
Amalgam -
Hals-Nacken-Ekzem
Der eigentliche Grund für die
Amalgamsanierung dieser Patientin war ein lästiges Nackenekzem, wie Sie
hier sehen.

Das
Nackenekzem klang zwar nach der Amalgamentfernung ab, wurde dann aber von der
oben gezeigten "Kunststoffakne" abgelöst.
Kommentar:
Auch dieser Fall zeigt, dass
der Austausch von Amalgam gegen Kunststoff ein nicht kalkulierbares Risiko in
sich trägt, dem unsere Patienten nicht ausgesetzt werden sollten, - auch
wenn es sich hierbei um eine Kassenleistung handelt.
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| Kunststoff: Neurodermatitis |
Fall
F |
36-jährige
Patientin, die in diesem Zustand, der nunmehr schon Wochen anhielt und allen
therapeutischen Maßnahmen widerstand, in meine Praxis kam.

Anamnese:
Zwei Jahre vorher traten ganz
plötzlich juckende Effloreszenzen in beiden Ellenbogenbeugen auf, die die
Patientin zunächst für Insektenstiche hielt. Diese Hauteffloreszenzen
breiteten sich kontinuierlich über beide Arme, den Nacken und
schließlich auch an den Unterschenkeln und Fußrücken aus.
Immer wieder habe sich die Haut beider Arme so entzündet und sei dick
angeschwollen, dass sie die Arme kaum bewegen konnte und ruhig gestellt werden
mußten. Es seien alle möglichen Untersuchungen und Therapien
durchgeführt worden, ohne dass dieses Ekzem jemals abgeheilt sei. Erst als
die entstellenden Ekzeme anhaltend auch im Gesicht auftraten, entschloß
sich die Patientin zu einer Untersuchung mit Hilfe der
ISTEAV.
ISTEAV-Befund Systemische Belastung durch
Dimethylterephthalat. Zahnärztlicher Befund
Die
Dimethylterephthalat-Belastung wurde zahnärztlicherseits bestätigt
und ließ sich an folgenden Zähnen nachweisen: 13, 14, 15, 17, 45,
47. Hierunter befanden sich zwei Keramikbrücken im Bereich von 14 - 17 und
44 47, die provisorisch eingesetzt wurden und zwar mit einem Zement, der
ebenfalls durch Dimethylterephthalat störte. 14 Tage nach Einsetzen dieser
Brücken entwickelte sich das Gesichtsekzem.
Therapie und Verlauf:
Der behandelnde
Haus-Zahnarzt wurde gebeten, im ersten Schritt den störenden
provisorischen Zement unter den Brücken durch den als verträglich
ausgetesteten eugenolfreien Zement Tempbond NE zu ersetzen. Der Zahnarzt hielt
sich nicht an diese Empfehlung, sondern verwendete eugenolhaltiges Tempbond,
das zusätzlich modifiziert war, was auch immer das
heißen mag. Unmittelbar danach kam es zu einer dramatischen
Verschlechterung des Exanthems. Die Augen schwollen vollständig zu.
Daraufhin vereinbarten wir, dass zumindest die vorrangig störenden Zemente
und Kunststoff-Füllungen bei meinem Zahnarzt entfernt werden sollten. Das
bedeutete allerdings eine erneute Reise von Gütersloh nach Tutzing /
Weilheim.
Nachdem die Patientin
drei Tage lang mit lokalen Maßnahmen versucht hatte, das Exanthem etwas
zu lindern, kam sie in diesem Zustand erneut in meine Praxis.

Noch am selben Tag
wurden die störenden Zemente und Füllungen entfernt.
Zwei Tage später
rief die Patientin glücklich an und teilte mit, dass die Gesichtsekzeme
spontan abgeklungen seien. Noch nicht ganz abgeklungen sind allerdings die
neurodermitis-ähnlichen Hautveränderungen an den Armen und im Nacken.
Auch sie klangen nach Abschluss der Zahnsanierung mit verträglichen
Zahnwerkstoffen rezidivfrei ab.


Zahnsanierung im Überblick
Die Zahnsanierung
begann drei Jahre vorher, wobei 14 Tage nach Beginn der Sanierungsarbeiten
bereits die ersten Hautprobleme auftraten, die sich dann im Laufe der
nächsten drei Jahre steigerten. Für die Sanierung wurden unter
anderem folgende Materialien verwendet: Tetric-Fill, Durelon, Fixodent, Dycal,
AH 26. Das sind ausnahmslos Materialien, die allein schon aufgrund ihrer
Zusammensetzung und erst recht aufgrund ihres Testverhaltens äußerst
problematisch und nicht zu empfehlen sind.
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| Kunststoff: Dermatitis |
Fall
G |
67-jährige
Patientin, bei der Ende 2001 plötzlich rote, etwas erhabene nicht juckende
Flecken an den Ellenbogen auftraten. Später breiteten sich diese Flecken
an beiden Oberschenkel-Vorder- und Rückseiten aus und schließlich
auch an den Unterschenkeln und Fußrücken. Alle dermatologischen
diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen waren ohne Erfolg.

ISTEAV-Befund (Oktober 2002) Systemische
Belastung durch Carboxylatzement. Zahnstatus und -sanierung
Die
zahnärztliche Untersuchung ergab insgesamt dreizehn
Kunststofffüllungen, von denen neun durch Carboxylatzement störten
und gegen den als verträglich ausgetesteten Zhanelka-Zinkporzellanzement
ausgewechselt wurden.
Therapie und Verlauf
Erst nach Entfernung
der neun störenden Kunststofffüllungen begann die Therapie und zwar
im Dezember 2002. März 2003: Nach Abschluss des ersten
Behandlungszyklus erfolgte eine erneute Untersuchung.
Hautbefund: Der
Hautbefund hatte sich bereits signifikant gebessert. Die Effloreszenzen auf der
Vorderseite des rechten Oberschenkels waren vollständig abgeheilt und die
alten Herde deutlich abgeblasst. Gravierende neue Herde waren nicht mehr
aufgetreten in der Zwischenzeit.
ISTEAV-Befund (März
2003)
Vinylpolymerisat (ISP
I)
Diese Belastung ging
von einer der zunächst unauffälligen vier restlichen
Kunststofffüllungen aus, die alle im weiteren Verlauf zeitversetzt nach
und nach ebenfalls aktiv wurden. Von diesen vier Füllungen
störten IST-getestet die erste (März 2003) durch Vinylpolymerisat,
die zweite (Juni 2003) durch Polymerisat, die dritte (August 2003) und vierte
(Juni 2004) durch Carboxylatzement. Erst nachdem auch die vierte, d.h. die
letzte der insgesamt dreizehn Kunststofffüllungen gegen verträglichen
Zhanelka Zinkporzellan-Zement ausgetauscht wurde, heilten auch die Restherde
der Haut endgültig und rezidivfrei ab.

Kommentar
Um eine
bestmögliche Ausleitung der Kunststoff-Restmonomere zu gewährleisten,
wurden die Interimsfüllungen nicht vor Ablauf von mindestens sechs Monaten
entfernt und durch die definitive Versorgung mit IST-getesteter
Hochgold-Legierung ersetzt.
Anamnese der Zahnsanierung
Im April 2001 wurden
zwei Kunststofffüllungen (3.4 und 3.3) gelegt. Wenige Monate später
traten die Hautveränderungen auf. Diese beiden Kunststofffüllungen
brachten ganz offensichtlich das Fass zum Überlaufen und lösten eine
generelle Hyperergie gegen dentale Kunststoffe aus. Das hatte zur Folge, dass
in diesem Fall alle dreizehn Füllungen auch die, die
anfänglich nicht im Test störten entfernt werden mussten und
durch eine verträgliche Interimsfüllung (Zhanelka-Zinkporzellan)
ersetzt werden mussten. Allergologische Untersuchungen einer
dermatologischen Universitätsklinik, Oktober 2002:
-
Standard-Allergenscreening 29 Substanzen: abgesehen von einer
Reaktion auf Wollwachsalkaloiden ohne pathologischen Befund (o.p.B.)
-
Allergene
Kosmetik / Haushalt (23 Prüfsubstanzen) o.p.B.
-
Allergene der
Kunststoffreihe (22 Prüfsubstanzen) o.p.B.
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36
Inhalationsallergene: o.p.B.
-
36
Nahrungsmittelallergene: o.p.B.
-
Probeexzision der
Haut, Serologie, Immunstatus ergaben keine Erklärung für diese
Hautveränderungen.
Empfehlung:
Hiermit werden Sie leben müssen.
Weiterführende
Information:
Zahnsanierung - Körperverletzung?
* "Erworbene Hauterkrankungen" aus
Publikationen Nr. 2: Rickettsiose System- und
Hauterkrankungen
Publikationen Nr. 6: Biokompatibler Zahnwerkstoff
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