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Paraguay
Eine US-amerikanische Firma namens Saimp-Saens will im
Department Villa Hayes im Chaco eine völlig neue Stadt erbauen. Die Firma
hat bereits in Asuncion, der Hauptstadt Paraguays ein Büro eröffnet
und mit dem Gouveneur von Villa Hayes, Isidor Roussilion Gespräche
geführt. Dieser habe wiederum bei der Regierung Paraguays um
Unterstützung nachgesucht. Die Fläche der Stadt soll etwa 1800ha
betragen und die Unterstützung des Staates Paraguay soll darin liegen,
daß der Staat dieser Firma die Hälfte des benötigten Landes
schenken soll. Zunächst sollen 2 Brücken über den Rio Paraguay,
zwei Hotels, ein internationaler Großflughafen und ein Industriepark
gebaut werden. Die Firma behauptet für den Anfang 200 Millionen US-Dollar
in die Stadt investieren zu wollen. Insider fragen sich, welche Firmen sich
wohl in einem so weltabgeschiedenen Winkel Südamerikas in einem
Industriepark ansiedeln wollen. Es sei denn, man wollte die gesamte Produktion
der dort gefertigten Industrieproduktion ausfliegen. Die arme Bevölkerung
Paraguays ist nicht kaufkräftig und für den Export hat Paraguay keine
Infrastruktur. Es wird vermutet, daß hinter der Firma eine Sekte oder ein
Geheimdienst steht. Auch hinter Sekten stehen sehr häufig Geheimdienste.
Für Geheimdienste wäre der Standort allerdings strategisch
hervorragend geeignet. US-Verteidigungsminister Rumsfeld besuchte Paraguay.-
Wahrscheinlich wurde über die Errichtung eines
US-Militärstürzpunkts in Paraguay gesprochen. Venezuela, Kuba,
Uruguay und Brasilien zeigten sich besorgt, doch die Regierung Paraguay
bestreitet die geplante Errichtung eines Stützpunkts. Der Besuch eines
US-Verteidigungsministers in einem unbedeutendem Staat wie Paraguay gibt
allerdings Rätsel auf. Öffentlich erklärten Rumsfeld und der
Präsident Paraguay, Nicanor Duarte Frutos, daß die USA kein
Interesse daran habe in Paraguay einen Militärstützpunkt zu
errichten. Beide erklärten, man habe über Drogenbekämpfung,
Produktpiraterie und grenzübergreifende Verbrechensbekämpfung
gesprochen. Das ist unglaubwürdig, weil alle diese Dinge nicht in die
Kompetenz eines Verteidigungsministers gehören. Rumsfeld warf Kolumbien,
Kuba und Venezuela vor, die Unruhe in Bolivien zu schüren. Er bot den
Nachbarländern Boliviens, Paraguay und Peru militärische Hilfe an,
damit diese sich vor einem Übergreifen der Unruhe schützen
können. Seit Juli 2005 gibt es US-Truppen in Paraguay, die gemeinsam mit
Spezialtruppen Paraguays und der Luftwaffe Paraguays den Niederschlagung von
Aufständen üben. Die US-Truppen sind (oder waren zumindest) in den
Städten Yasi Cany, Ygatime und Curuguaty in der Region Canindeyu
stationiert. In der Bevölkerung bemühen sich die US-Truppen um
Sympathie, indem sie Sanitäter und Ärzte für die arme
Bevölkerung zur Verfügung stellen. Seltsamerweise dürfen, wie
PHI bereits berichtete, US-Soldaten, die in Paraguay Vergehen oder Verbrechen
verüben, nicht vor ein Gericht in Paraguay gestellt werden. Darüber
gibt es eine zwischenstaatliche Vereinbarung. Es gibt widersprüchliche
Angaben seitens der Regierung darüber, wie lange die US-Truppen in
Paraguay bleiben sollen. Die Angaben schwanken zwischen einigen Wochen und
anderthalb Jahren. Zur gleichen Zeit als Rumsfeld in Paraguay war, behauptete
Daniel Glaser, US-Unterstaatssekretär beim Schatzamt der USA, daß es
im 3Ländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay einen
Al-Quaida-Stützpunkt gäbe, wo Drogengelder gewaschen werden, um die
Al-Quaida zu finanzieren. Ebenfalls zur gleichen Zeit als Rumsfeld in Paraguay
weilte, führte die Brasilianische Luftwaffe ein große Übung mit
Fallschirmjägern und motorisiertenLandstreitkräften an der Grenze
Paraguays in dem vorerwähnter 3-Ländereck durch, bei dem zur
Übung ein Elektrizitätswerk von Terroristen befreit wurde. Eine
solche Übung hatte es noch nie gegeben und es wird vermutet, daß die
Brasilianer demonstrieren wollten, daß die USA hier überflüssig
sind. Paraguay hat eine hohen Stellenwert für die US-Politik: Die
große Bedeutung ergibt sich daraus, daß die US-Botschaft in
Paraguay mehr Mitarbeiter hat, als alle anderen Botschaften in Südamerika
zusammen. Die Botschaft wird von einem sehr professionellen Botschafter, James
Caldwell, geführt. Er war zuvor Botschafter in Jamaika, und Honduras und
Vertreter der USA bei der NATO. Hingegen ist von dem US-Botschafter in der
Bundesrepublik Deutschland, William R.Timken jr., nichts von einer
diplomatischen Laufbahn bekannt, sondern nur, daß er als
Geschäftsmann eine große Wahlkampfspende für die Republikaner
geleistet hat. Große Erdgas- und Erdölvorkommen im Nordwest-Chaco in
Paraguay entdeckt: Bereits jetzt werden täglich 900.000 Kubikfuß (1
Kubikfuß = 28,32 Liter) gefördert. Bis jetzt fehlt das Geld, um
Gasleitung in die Hauptstadt Asuncion zu verlegen und das Gas wird mit
Tankwagen abtransportiert. Im nordwestlichen Chaco hat die US-Firma Pennzoil
bzw. Devon Energy Corporation Probebohrungen durchgeführt. Allerdings hat
diese Gesellschaft erst 60% der Meßunterlagen herausgegeben. Die
US-Gesellschaft will jedoch die restlichen Aufzeichnungen und Meßwerte
nicht herausgeben und der Staat Paraguay will jetzt den US-Konzern verklagen.
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