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1.11.2005 PHI Info von:  PHI
Ist eine neue im Chaco geplante Stadt ein Geheimdienstprojekt der USA ?

Paraguay

Eine US-amerikanische Firma namens Saimp-Saens will im Department Villa Hayes im Chaco eine völlig neue Stadt erbauen. Die Firma hat bereits in Asuncion, der Hauptstadt Paraguays ein Büro eröffnet und mit dem Gouveneur von Villa Hayes, Isidor Roussilion Gespräche geführt. Dieser habe wiederum bei der Regierung Paraguays um Unterstützung nachgesucht. Die Fläche der Stadt soll etwa 1800ha betragen und die Unterstützung des Staates Paraguay soll darin liegen, daß der Staat dieser Firma die Hälfte des benötigten Landes schenken soll. Zunächst sollen 2 Brücken über den Rio Paraguay, zwei Hotels, ein internationaler Großflughafen und ein Industriepark gebaut werden. Die Firma behauptet für den Anfang 200 Millionen US-Dollar in die Stadt investieren zu wollen. Insider fragen sich, welche Firmen sich wohl in einem so weltabgeschiedenen Winkel Südamerikas in einem Industriepark ansiedeln wollen. Es sei denn, man wollte die gesamte Produktion der dort gefertigten Industrieproduktion ausfliegen. Die arme Bevölkerung Paraguays ist nicht kaufkräftig und für den Export hat Paraguay keine Infrastruktur. Es wird vermutet, daß hinter der Firma eine Sekte oder ein Geheimdienst steht. Auch hinter Sekten stehen sehr häufig Geheimdienste. Für Geheimdienste wäre der Standort allerdings strategisch hervorragend geeignet. US-Verteidigungsminister Rumsfeld besuchte Paraguay.- Wahrscheinlich wurde über die Errichtung eines US-Militärstürzpunkts in Paraguay gesprochen. Venezuela, Kuba, Uruguay und Brasilien zeigten sich besorgt, doch die Regierung Paraguay bestreitet die geplante Errichtung eines Stützpunkts. Der Besuch eines US-Verteidigungsministers in einem unbedeutendem Staat wie Paraguay gibt allerdings Rätsel auf. Öffentlich erklärten Rumsfeld und der Präsident Paraguay, Nicanor Duarte Frutos, daß die USA kein Interesse daran habe in Paraguay einen Militärstützpunkt zu errichten. Beide erklärten, man habe über Drogenbekämpfung, Produktpiraterie und grenzübergreifende Verbrechensbekämpfung gesprochen. Das ist unglaubwürdig, weil alle diese Dinge nicht in die Kompetenz eines Verteidigungsministers gehören. Rumsfeld warf Kolumbien, Kuba und Venezuela vor, die Unruhe in Bolivien zu schüren. Er bot den Nachbarländern Boliviens, Paraguay und Peru militärische Hilfe an, damit diese sich vor einem Übergreifen der Unruhe schützen können. Seit Juli 2005 gibt es US-Truppen in Paraguay, die gemeinsam mit Spezialtruppen Paraguays und der Luftwaffe Paraguays den Niederschlagung von Aufständen üben. Die US-Truppen sind (oder waren zumindest) in den Städten Yasi Cany, Ygatime und Curuguaty in der Region Canindeyu stationiert. In der Bevölkerung bemühen sich die US-Truppen um Sympathie, indem sie Sanitäter und Ärzte für die arme Bevölkerung zur Verfügung stellen. Seltsamerweise dürfen, wie PHI bereits berichtete, US-Soldaten, die in Paraguay Vergehen oder Verbrechen verüben, nicht vor ein Gericht in Paraguay gestellt werden. Darüber gibt es eine zwischenstaatliche Vereinbarung. Es gibt widersprüchliche Angaben seitens der Regierung darüber, wie lange die US-Truppen in Paraguay bleiben sollen. Die Angaben schwanken zwischen einigen Wochen und anderthalb Jahren. Zur gleichen Zeit als Rumsfeld in Paraguay war, behauptete Daniel Glaser, US-Unterstaatssekretär beim Schatzamt der USA, daß es im 3Ländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay einen Al-Quaida-Stützpunkt gäbe, wo Drogengelder gewaschen werden, um die Al-Quaida zu finanzieren. Ebenfalls zur gleichen Zeit als Rumsfeld in Paraguay weilte, führte die Brasilianische Luftwaffe ein große Übung mit Fallschirmjägern und motorisiertenLandstreitkräften an der Grenze Paraguays in dem vorerwähnter 3-Ländereck durch, bei dem zur Übung ein Elektrizitätswerk von Terroristen befreit wurde. Eine solche Übung hatte es noch nie gegeben und es wird vermutet, daß die Brasilianer demonstrieren wollten, daß die USA hier überflüssig sind. Paraguay hat eine hohen Stellenwert für die US-Politik: Die große Bedeutung ergibt sich daraus, daß die US-Botschaft in Paraguay mehr Mitarbeiter hat, als alle anderen Botschaften in Südamerika zusammen. Die Botschaft wird von einem sehr professionellen Botschafter, James Caldwell, geführt. Er war zuvor Botschafter in Jamaika, und Honduras und Vertreter der USA bei der NATO. Hingegen ist von dem US-Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, William R.Timken jr., nichts von einer diplomatischen Laufbahn bekannt, sondern nur, daß er als Geschäftsmann eine große Wahlkampfspende für die Republikaner geleistet hat. Große Erdgas- und Erdölvorkommen im Nordwest-Chaco in Paraguay entdeckt: Bereits jetzt werden täglich 900.000 Kubikfuß (1 Kubikfuß = 28,32 Liter) gefördert. Bis jetzt fehlt das Geld, um Gasleitung in die Hauptstadt Asuncion zu verlegen und das Gas wird mit Tankwagen abtransportiert. Im nordwestlichen Chaco hat die US-Firma Pennzoil bzw. Devon Energy Corporation Probebohrungen durchgeführt. Allerdings hat diese Gesellschaft erst 60% der Meßunterlagen herausgegeben. Die US-Gesellschaft will jedoch die restlichen Aufzeichnungen und Meßwerte nicht herausgeben und der Staat Paraguay will jetzt den US-Konzern verklagen.



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