Als Frau bin ich geboren
um alles was es zu behüten gilt auch zu lieben.
Als Mensch um Menschen in ihrem Leben
und Streben zu verstehen.
Als Wesen dieser Welt
um die Grenzen Dir und mir zu sprengen -
als erlöste Seele um in, durch und mit allem
die Unendlichkeit zu sehen.
Wie unverwechselbar sind diese Sichten
wie klar gesteckt, wie zwingend
und beschützend dieser Horizont.
Wie weit sind all die Möglichkeiten eines
Menschen,
der in der Wärme einer göttlichen Gnade sich
sonnt.
Vor vielen Zeiten war ich geboren als Mann
und hatte glorreiche und schöpferische Pflichten.
Zu erobern die Räume der Weisheit,
im Kampf für das Recht -
die Kraft des Himmels in eine Macht
zu formen und zu richten.
Doch nun als Weib, dem Sinnbild des Gebärens,
muss ich alte Ideen zukünftig gestalten.
Soll ich die höchsten Samen empfangen und bewahren
damit die Herren dieser Welt
wieder freiere Geister erhalten.
Als Wesen der Natur
hab ich der Schöpfung buntes Reglement -
im Sinne der sich ewig wiederholenden Werte.
Den Kreislauf des Werden und Vergehens,
als Schutzschild, das ich als
Richtungs-und Verhaltensmaß immer schon ehrte.
Als unveränderliche Seele
als ein kleiner Teil vom Ganzen,
darf ich lächeln
ob der Blindheit meines Größenwahns im Jetzt
-
darf alle Sterne zu einer Sonne fügen -
dem Wasser meine Träume geben
und habe vielleicht auch anderen meine Liebe zum Leben
in ihr suchendes Herz gesetzt.
Des Menschen Geist, in seiner wahren Größe
verbindet sich doch nur im DU
im Widerschein einer erdgebundenen Pein -
lässt sich tausendfach spalten
zu den Lichtern der menschlichen Nacht -
für die Reinheit des göttlichen Gebens
in seiner höchsten Meisterschaft,
nur um zu bezeugen:
Lebendiger Geist, Du bist mein Leben,
ich bin die ich bin in Dir
auf ewig nur befreites, seiendes Sein!
|