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10.10.2005 Info von:   PHI
Interessante Medien

Im schweizer Internet gibt es eine interessante Seite: www.auslaendergewalt.ch. Ohne Kommentar und Polemik werden dort Zeitungsberichte und Polizeiberichte wiedergegeben, die von Gewalttaten durch Ausländer berichten. Aus dem Jahr 2005 befinden sich auf dieser Seite bereits rund 2400 Berichte. Auch in der erheblich größeren Bundesrepublik Deutschland könnte man wöchentlich eine ganze Zeitung nur mit Berichten über Gewalttaten von Ausländern füllen. Täglich erreichen uns in der PHI-Redaktion Zeitungsausschnitte mit Berichte über Gewalttaten von Ausländern. Wir bitten jedoch um Verständnis, wenn wir aus Platzgründen Einzelfälle nicht schildern können. Es muß bei der Veröffentlichung der Statistiken bleiben. 44% aller Schweizer sind angeblich „unvernünftig“ - Rund an 100 Millionen Schweizerfranken für Propagandamittel mußten aufgewandt werden, um die restlichen 56% „zur Vernunft zu bringen“. In Bern wurde am 25.9.2005 das Ergebnis der eidgenössischen Volksabstimmung als hocherfreulicher «Sieg der Vernunft» mit Kaviar und Champagner gefeiert. Dabei fiel kein Wort darüber, daß dieser 56-Prozent-Sieg mit sündhaft viel Geld erkauft worden war und daß viele Bürger ein «ungutes Gefühl» beschlichen hatte, weil die zwei Lager - hier die „Vernunft“, da die „Unvernunft!“ - sichtlich mit sehr ungleichen Waffen kämpften. Es flossen sogar beträchtliche Steuergelder, was früher undenkbar war. Dies ist wohl eine Begleiterscheinung der umstrittenen Globalisierung. In der Schweiz kommt dazu, daß die Behörden trotz der vielbesungenen direkten Demokratie immer weniger Respekt vor den Bürgern bekunden. Besonders die Bundesbehörden tun und lassen, was ihnen beliebt, da ja die Schweiz als wohl einziger Staat Europas nach wie vor kein Bundesverfassungsgericht hat. Die behördliche Massenpropaganda wurde daher von vielen sensiblen Bürgern geradezu als ein Anschlag auf den mündigen Bürger empfunden. Warum sollten eigentlich mündige Bürger den Behörden mehr vertrauen als ihrem eigenen Verstand? So standen alle gesellschaftliche Organisationen, ausgenommen ein Teil der SVP, hinter der Ja-Kampagne. Diese Menschen und Organisationen, welche ein ‚Ja’ empfehlen, wurden natürlich in der staatlichen Kampagne aufgezählt: «Die Bundesräte, Die Kantone, Die Parteien (außer einem Teil der SVP), Die Wirtschaftsverbände, Die Gewerkschaften, Weitere Organisationen und Landeskirchen. So weit sind wir also schon: Wer «diesen Menschen und Organisationen» nicht vertraut und anders stimmt, als sie empfehlen, wird ungeniert als unvernünftiger, ja schlechter Bürger verschrien. Sind etwa 44 Prozent der Schweizer mitsamt der Mehrheit der Oberwalliser mit Unvernunft geschlagen? Und ist die direkte Demokratie nur noch ein alter Zopf? Mit 56% Ja- und 44% Nein-Stimmenanteil wurde also die erweiterte Personenfreizügigkeit angenommen. Als Hauptargument wurden in der Propaganda die Erfordernisse der Wirtschaft angeführt. Aber welche Wirtschaft ist tatsächlich gemeint? Die schweizer Wirtschaft oder die des internationalen Großkapitals? In der EU hat die einseitige Vertretung der Interessen des internationalen Großkapitals zu einer Arbeitslosigkeit von 12% geführt (etwa 20 Millionen Menschen); andererseits können einige wenige Milliardengewinne verbuchen. Deutschland zum Beispiel ist seit Jahren mit steigenden Zahlen Exportweltmeister, die Armut in diesem einst wohlhabenden Land nimmt aber trotzdem immer mehr zu. Ist hier nicht die Frage angebracht, wieso sich die Schweiz mit einer Arbeitslosigkeit von nicht einmal 4% diesem schlechten Vorbild anschließen soll? Nach allen Verstandesregeln müßte doch das Entgegengesetzte der Fall sein. Jetzt ist das Volk entmachtet: Bei der Volksabstimmung über die unkontrollierte Einreise von Menschen aus den neuen EU-Beitrittsländern über die Schengen-Staaten hinaus, haben die Schweizer am 25.9.2005 einer solchen unkontrollierten Regelung zugestimmt. Die schweizer Zeitung „Schweizerzeit“ beurteilt das Ergebnis:


Jetzt ist das Volk entmachtet !
Von Reinhard Wegelin, Redaktor "Schweizerzeit"

56 Prozent der Stimmenden haben der Ost-Personenfreizügigkeit zugestimmt und damit den Bürgern aller EU-Oststaaten ein Recht auf Zuwanderung in die Schweiz eingeräumt. Dies kommt einer Selbstentmachtung des Volkes gleich. Die Millionenkampagne von Bundesrat, Economiesuisse und Gewerkschaften hat sich durchgesetzt. Die Angstmacherei mit angeblichen Repressionen der EU nach einem Nein des Schweizer Souveräns hat ebenso verfangen wie die pauschalen "Öffnungs"-Beschwörungen.

Die Gefahr der beschleunigten Verlagerung von Unternehmen ins Ausland ist mit dem Ja keineswegs gebannt. Die weitere Reglementierung des Arbeitsmarktes wird den Wirtschaftsstandort Schweiz schwächen. Die Flucht in die Schwarzarbeit und die damit verbundenen massiven Steuerausfälle dürften sich verstärken. Die Befürworter haben unter Einsatz Dutzender von Millionen Steuergeldern und Geldern der Wirtschaft sehr weitgehende Versprechungen abgegeben: Nach einem Ja finde das Wachstum in der Schweiz statt. Lohndumping und Sozialtourismus würden unterbunden, der Arbeitsmarkt vor weiteren bürokratischen Massnahmen verschont. Arbeitslosigkeit und verschärfter Lohndruck würden abgewendet. Die vermehrte Belastung der Sozialwerke als Folge der Ost-Zuwanderung sei tragbar. Diese Versprechungen sind jetzt ohne Wenn und Aber einzuhalten. Die Befürworter, allen voran Economiesuisse, tragen dafür die volle Verantwortung. Erstaunlich: Kaum hatte sich das Ja an der Urne durchgesetzt, waren aus Befürworterkreisen plötzlich besorgte Stimmen zu hören: Man müsse die sich abzeichnenden grossen Schwierigkeiten bei den Sozialversicherungen rasch in den Griff bekommen. Die Befürchtungen der Gegner, im Abstimmungskampf als "Angstmacherei" abgetan, werden plötzlich ernst genommen. Der Sozialversicherungs-Experte und frühere Gewerkschafter Beat Kappeler schreibt in der "NZZ am Sonntag" vom 25. September: "Wenn Sozialleistungen vorteilhafter sind als Lohnarbeit, muss man mit Bezügern rechnen, die rechnen können". Kappeler weiter: Die Grenzen des Aufenthaltsrechts müssten ebenso strikt angewendet werden wie bei den Inländern, denen man mit Steuermahnungen und Bussen aufsitzt. Warum sprechen die Befürworter äusserst schwerwiegende Probleme erst hinterher an? Lösungen werden durch das Ja keineswegs erleichtert. Man wird unwillkürlich an die seinerzeitige Abstimmung über das neue Krankenversicherungsgesetz erinnert, als den Stimmbürgern substantielle Prämiensenkungen versprochen wurden. Später, als die Prämien Jahr für Jahr massiv stiegen, fragten sich viele Befürworter, was sie sich mit ihrem "JA" eigentlich eingehandelt haben. Die Frage wurde allerdings zu spät gestellt … Zu denken gibt nach dem 25. September 2005 die Tatsache, dass die Demokratie in der Schweiz ein Stück weit käuflich geworden ist. Bund und Kantone liessen sich von der Propagandamaschine der Economiesuisse regelrecht montieren - zuweilen, wie im Fall Blocher, auch ungefragt. Der Bundesrat hat in Volksabstimmungen nicht seine eigenen politischen Ziele gegenüber dem Volk durchzusetzen, er muss vielmehr eine faire Ausgangslage schaffen, die dem Volk die freie, unverfälschte Stimmabgabe - ein Ja oder ein Nein - sichert. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird der Souverän über die Initiative "Volkssouveränität statt Behördenpropaganda" abstimmen. Deren Hauptforderung lautet: "Der Bundesrat, die Angehörigen des obersten Kaders der Bundesverwaltung und die Bundesämter enthalten sich der Informations- und Propagandatätigkeit. Sie enthalten sich insbesondere der Medienauftritte sowie der Teilnahme an Informations- und Abstimmungsveranstaltungen. Davon ausgenommen ist eine einmalige kurze Information an die Bevölkerung durch die Vorsteherin oder den Vorsteher des zuständigen Departements". Dieses Volksbegehren erhält nach dem 25. September neue Aktualität. Wir werden es unterstützen. Nie wieder darf der Ausgang einer Volksabstimmung durch Einsatz von Steuermitteln manipuliert werden.



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