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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
Oktober 2005 Info von:  
Warum wir die Welt verändern wollen

Condoleezza Rice umreißt die Grundrisse ihrer Außenpolitik, die

nicht - wie etwa unter Henry Kissinger - der Stabilität, sondern der

demokratischen Umwälzung dient

In normalen Zeiten, wenn die bestehenden Ideen und Institutionen

den Herausforderungen der Zeit gewachsen sind, besteht die Staatskunst

darin, die etablierte internationale Ordnung zu erhalten. In

außergewöhnlichen Zeiten jedoch, wenn sich die Landschaft der Geschichte

unter unseren Füßen bewegt und die Arbeit von Jahrzehnten als irrelevant

in sich zusammenfällt, besteht die Aufgabe der Staatskunst darin,

Institutionen und Allianzen zu transformieren, um auf der Basis

überlieferter Werte neue Ziele zu verwirklichen. ( ... )

Wenn Sie glauben, wie ich und wie Präsident Bush, daß die tiefste

Ursache des 11. September 2001 eine gewalttätige, globale,

extremistische Ideologie ist, die ihrerseits in der Unterdrückung und

Verzweiflung des Nahen Ostens wurzelt, dann müssen wir trachten, die

Ursache dieses Terrors zu entfernen, indem wir diese verstörte Region

transformieren. ( ... )

Manche sagen, daß diese Herangehensweise die Welt instabil macht,

indem sie den Status quo ruiniert. Dieses Argument setzt voraus, daß es

einen stabilen Status quo gibt, der die globale Sicherheit nicht

bedroht. Das ist nicht der Fall. Eine regionale Ordnung, die eine derart

brutale Ideologie des Hasses hervorgebracht hat, dient nicht dem

Interesse der Zivilisation. (...)

Wenn wir das Streben nach Demokratie unterstützen wollen, müssen

wir begreifen, daß die Freiheit immer noch Gegner hat. Manche werden nie

den Willen ihrer Völker respektieren, weil sie um ihre Macht und

Privilegien fürchten. Andere wissen, daß ihre Ideologie des Hasses nur

gedeihen kann in einer politischen Kultur der Unterdrückung, Armut und

Hoffnungslosigkeit. In einer Welt, in der das Böse real existiert,

müssen demokratische Prinzipien mit allen Formen der Macht unterstützt

werden: politischer, wirtschaftlicher, kultureller, moralischer und, ja,

zuweilen auch militärischer Macht. Wer für die Demokratie eintritt,

zugleich aber den Einsatz der Macht ablehnt, wird für die unterdrückten

Völker nichts erreichen. ( ... )

Vor zweieinhalb Jahren kontrollierte Saddam Hussein noch den Irak.

Er folterte seine politischen Gegner, plünderte das

Öl-für-Lebensmittel-Programm, benutzte das Geld, um Individuen und

Institutionen in der ganzen Welt zu korrumpieren, während irakische

Kinder an Unterernährung und Medizinmangel starben. Er zwang

Dissidenten, bei der Vergewaltigung ihrer Frauen und Töchter zuzusehen.

Und er schaufelte Erde auf die Massengräber, in denen 300 000

unschuldige Opfer lagen. ( ... ) Jetzt ist Saddam weg, und das irakische

Volk hat eine hoffnungsvollere Zukunft. Aber der Weg dahin ist lang und

schwer. ( ... )

Wenn wir jetzt aufgeben, lassen wir die irakischen Demokraten in

ihrer schwersten Stunde im Stich. Wir ermutigen jeden Feind der Freiheit

und der Demokratie im gesamten Mittleren Osten. Wir zerstören jede

Chance für die Völker der Region, eine hoffnungsvolle Zukunft zu bauen.

Und wir machen Amerika unsicherer. ( ... )

Wir sind aufgebrochen, den Völkern des Mittleren Ostens bei der

Transformation ihrer Gesellschaften zu helfen. Jetzt ist nicht die Zeit

für Unentschlossenheit oder Rückzug.

Wir drucken Auszüge aus einer Rede, die Condoleezza Rice am 30.

September in der Universität Princeton hielt. Der Text im Netz:

www.state.gov/secretary/rm/2005/54176.htm Übersetzung: Alan

Posener

Artikel erschienen am 2. Oktober 2005



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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.