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Steve Bell hat im Guardian die Phosphor-Debatte
karikiert.
* Feindbeleuchtung Kriegstechnisches zum Einsatz
von weißem Phosphor Das Pentagon hat inzwischen den Einsatz von
weißem Phosphor gegen Iraker zugegeben. Nur feindliche Kämpfer seien
damit überschüttet und geschmolzen worden. Zuvor hatte die
US-Regierung stets behauptet, weißer Phosphor sei allein zur Beleuchtung
gegnerischer Stellungen verwendet worden. Doch erstens berichteten in der
März-April-Ausgabe 2005 von Field Artillery Captain James T. Cobb, First
Lieutenant Christopher A. LaCour und Sergeant First Class William H. Hight vom
Einsatz von weißem Phosphor (WE) gegen Kämpfer, wenn High Explosives
(HE) nicht reichten:
White Phosphorous. WP proved to be an effective and
versatile munition. We used it for screening missions at two breeches and,
later in the fight, as a potent psychological weapon against the insurgents in
trench lines and spider holes when we could not get effects on them with HE. We
fired shake and bake missions at the insurgents, using WP to flush
them out and HE to take them out.
Weißer Phosphor bewährte sich als wirksame und
vielseitige Munition. Wir benutzten ihn als zweifache Sichtwandwand, und
später im Kampf als mächtige psychologische Waffe gegen die
Aufständischen in Gräben und Spinnenlöchern, wenn wir mit
hochexplosiver Munition keine Wirkung erzielten. Wir feuertern "shake and bake"
missions (Schüttel-und-Brat-Salven) auf die Aufständischen:
weißer Phosphor scheuchte sie auf, und die hochexplosive Munition
löschte sie aus.
Zweitens zeigt das von RAI24 ausgestrahlte Video Bilder von
einem WP-Streueinsatz aus Hubschraubern. Diese Einsatzart von WP zum Zweck der
Gefechtsfeldbeleuchtung ist einem sachkundigen Bundeswehroffizier, der
SteinbergRecherche Auskunft erteilte,
aus eigener Erfahrung bislang nicht untergekommen.
Gefechtsfeldbeleuchtung findet zweckmäßigerweise über dem
Gefechtsfeld statt, nicht auf dem Boden. Sie machen Ihre Zimmerbeleuchtung ja
auch nicht unter dem Bett an.
Ein übliches Handling von WP-Gefechtsfeldbeleuchtung
ist der Einsatz per Artillerie- oder Mörsergranate, die WP-Ladung am
Fallschirm hängend. Der Beobachter sieht dann in 200-400 m Höhe
zuerst einen kleinen, schnell fallenden Leuchtpunkt, bis sich der (in der Nacht
nicht erkennbare) Fallschirm entfaltet hat. Danach bremst der Leuchtpunkt
abrupt ab, gewinnt an Intensität und Strahlkraft, die mit schwindender
Höhe einen kleiner werdenden Kreis am Boden ausleuchtet. Eine
Standard-NATO-Artilleriegranate WP 155mm sorgt für etwa 2 Minuten nahezu
taghellem Licht in einem Umkreis von bis zu 200m, bevor sie bei guter
Feuerleitlösung noch in der Luft ausbrennt und leer auf den Boden
sinkt.
Dank an Freace (dort eine etwas andere Übersetzung) und
an die Bundeswehr.
T:I:S, 17. November 2005
* Phosphorregen und Soldateninterview: Was taugt
das US-Dementi vom vergangenen Jahr?
Das US-Außenministerium hat vor einem Jahr, am 12.
November 2004, Berichte über den Einsatz von Phosphor gegen die Bewohner
von Falludscha dementiert. Der Einsatz von Phosphor sei nicht illegal. Der
Phosphor sei nicht gegen feindliche Kämpfer verschossen worden, sondern um
nachts feindliche Stellungen zu beleuchten.
Das RAI-Video, ausgestrahlt am 8. November 2005, zeigt, wie
leuchtendes Material vom Himmel auf die Erde regnet. Es zeigt Leichen, die wie
von innen geschmolzen wirken. Es zeigt ehemalige US-Soldaten im Interview:
Weißer Phosphor sei gegen die Bewohner von Falludscha eingesetzt worden.
Der Einsatz von weißem Phosphor als Kampfstoff sei unter den Soldaten
bekannt gewesen:
"I heard the order to pay attention because they were going
to use white phosphorus on Fallujah. In military jargon it's known as Willy
Pete. Phosphorus burns bodies, in fact it melts the flesh all the way down to
the bone ... I saw the burned bodies of women and children. Phosphorus explodes
and forms a cloud. Anyone within a radius of 150 metres is done for."
USINFO.STATE.GOV: Did the U.S. Use "Illegal" Weapons in
Fallujah? Iraq. Rainews24: l'esercito degli Stati Uniti ha usato fosforo
bianco a Fallujah nel 2004 Peter Popham: US forces 'used chemical weapons'
during assault on city of Fallujah. Information Clearing House
Zusammenfassung auf Deutsch: Saar-Echo Zahlreiche grauenhafte Details
über Falludscha im November 2004 aus verschiedenen Quellen in der jungen
Welt; bei Google eingeben: falludscha site:jungewelt.de
Dank an die Damen U.R. und B.H. für Hinweise
T:I:S, 9. November 2005
* Weißer Phosphor RAI 24, der staatliche
italienische Fernsehsender, hat am 8. November 2005 einen Dokumentarfilm
ausgestrahlt, der schreckliche Bilder zeigt: die von innen geschmolzenen
Leichen irakischer Soldaten und Zivilisten nach einem Bombardement mit
weißem Phosphor; einen mit einer elektrischen Bohrmaschine
durchlöcherten männlichen Körper; den Beschuß einzelner,
teils verwundeter Personen.
Ehemalige US-Soldaten sagen über ihre Untaten und die
ihrer Kameraden aus. Sie bestätigen, daß mit der Vernichtung von
Falludscha gewartet wurde, bis der Wahlsieg von George W. Bush feststand.
Die italienische Journalistin Sgrena berichtet, die
vermeintlichen Widerstandskämpfer, die sie gefangen hielten, hätten
sie daran gehindert, über US-Greuel zu berichten. Auf dem Weg zum
Flughafen von Bagdad, bereits in der mehrfach gesicherten sogenannten
Grünen Zone, kam sie unter US-Beschuß, überlebte aber.
Zum RAI-Dokumentarfilm - in englischer Sprache:
Information Clearing House , dort unter Fallujah - The
Hidden Massacre - Italian TV Report Details Use Of Napalm On Iraqi Civilians
Watch The Video Here anklicken.
Unter http://www.0815-info.de/thefallujahvideo.php
können Sie den Dokumentarfilm auf Ihren PC herunterladen (unter 50 MB, 5
Minuten bei langsamem DSL).
Zwei Bilder aus "The Hidden Massacre"
Helfen Sie mit, die US-Streitkräfte aus dem Irak, aus
unserem Land und allen andern Ländern zu vertreiben.
T:I:S, 9. November 2005
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