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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
Dezember 2005 Info von:  
Tamiflu
Als der Pharmakonzern Roche das Medikament Tamiflu im Jahr 2000 auf den Markt gebracht hatte, verkaufte
es sich zunächst mehr schlecht als recht. Nur in Japan schafften die Pillen, die Grippeerkrankungen
abschwächen, den Durchbruch. Das Auftreten der Vogelgrippe wendete das Blatt. Auf Empfehlung der
Weltgesundheitsorganisation WHO begannen sich viele Staaten und Privatverbraucher mit Tamiflu
einzudecken, um gewappnet zu sein, falls es zu einer Pandemie kommt. Wie selbst in deutschen
Staatsfernsehen berichtet wurde, kann niemand erklären, wodurch Tamiflu plötzlich populär wurde. Selbst
Ärzte der Schulmedizin berichten, daß sich Tamiflu in der Wirksamkeit nicht von anderen Grippemitteln
unterscheide, jedoch viel teurer sei als andere gleichermaßen wirksamen Grippemittel. Die Patienten würden
aber Tamilflu verlangen, weil im Fernsehen so viel darüber geredet würde.
Grund: Ein Ein-Mann-Institut (Institut für Gesundheitliche Aufklärung), das der Industrie sehr nahe steht, hat
sich auf (damals)nicht vorhandene Studien berufen und ein Schreckensszenario aufgestellt, mit der Aussage,
daß nur "Tamiflu" bei Vogelgrippe hilft. Dies verhalf der Firma Roche zur einen Gewinn sondersgleichen.
Selbst Deutschlandfunk und Medizinische Fachpresse haben sich auf diese Studie berufen; der Staat, der
nicht wirklich Ahnung hat, natürlich anfangs auch. Wahrscheinlich hat die Empfehlung der WHO auch hier ihre
Wirkung getan, obwohl in der WHO-Studie Tamiflu nur als Beispiel genannt wurde. Fakt ist, daß die
Wirksamkeit von Tamiflu umstritten ist, und ein bekannter resistenter Stock der Virusgrippe schon bekannt ist.
Allerdings verfügt Roche nicht alleine über die Patentrechte von Tamiflu. Die eigentliche Patentinhaberin ist
die US-Firma Gilead. Und die macht jetzt stark Druck auf Roche. Am 23. Juni 2005 hat Gilead angekündigt,
dass die Firma ihren Lizenz-Vertrag mit Roche auflösen wolle. Gilead wirft Roche vor, zu wenig für die
Vermarktung des Medikamentes getan zu haben.


Die Firma hatte 1996 - damals noch mit dem heutigen USVerteidigungsminister
Donald Rumsfeld als Verwaltungsratspräsidenten - Roche die Rechte an Tamiflu in
Lizenz abgegeben, weil der weitaus größere Konzern wesentlich mehr Know-how für die Weiterentwicklung
und Vermarktung von Arzneien besitzt. Gilead entwickelte Tamiflu unter anderem aufgrund von Entdeckungen
australischer Wissenschaftler an der Monash-Universität in Parkville sowie von Forschungsresultaten der USUniversität
von Michigan. Nach Abschluß des Vertrages mußte Roche schätzungsweise weit über hundert
Millionen Franken in die klinischen Tests mit Menschen investieren, bis das Medikament schließlich seine
Zulassung bekam. Gilead kassierte mit Abtreten der Patentrechte zwölf Millionen Franken sofort und rund
fünfzig Millionen mit dem Erreichen bestimmter Entwicklungsziele. Seit Tamiflu im Einzelhandel verkauft wird,
erhält Gilead umsatzabhängige Lizenzgebühren.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres hatte Roche an
Gilead beispielsweise rund 45 Millionen Franken zu zahlen.

Ob Gilead jetzt selbst die Tamiflu-Produktion in
die Hand nehmen will oder einfach höhere Lizenzgebühren von Roche herausschlagen will, ist offen. Die
beiden Firmen stecken zur Zeit in Verhandlungen. Über deren Stand wird geschwiegen. US-Verteidigungsminister
Rumsfeld mußte zwar nach Übernahme seines Ministeramts den Posten als Verwaltungsratspräsident
bei Gilead niederlegen. Kein Gesetz zwang oder zwingt ihn jedoch seine Aktien zu verkaufen.
Man kann spekulien, es jedoch nicht beweisen, daß über die Rumsfeld-Clique

der Name Tamiflu in das WHO-Dokument kam.

An der Vogelgrippe sind bisher nur Menschen gestorben, die entweder Geflügelzüchter oder
Geflügelhändler waren. Ein Kind ist an Vogelgrippe erkrankt, welches rohes Geflügelfleisch gegessen hat.
Aber dieses wird wahrscheinlich durchkommen. Daraus kann man schließen, daß nur Menschen erkranken,
die in einem überdurchschnittlichem Maß dem Vogelgrippevirus ausgesetzt sind. Leider gibt es keine
Berichte, die etwas über den Zustand des Immunsystems der Menschen aussagen, die an Vogelgrippe
gestorben sind. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß die von PHI mehrfach vorgeschlagenen
Maßnahmen zum Aufbau eines starken Immunsystems (Vitamine und Mineralien) ausreichend sind, um sich
auch gegen Vogelgrippe zu schützen.

Sauerkraut nicht zu vergessen!


Zweifel an Ibuprofen - Auslöser für Herzinfarkt und Brustkrebs?


Meldungen der letzten Wochen wecken
starke Zweifel an einer Reihe von Schmerzmitteln, allen voran das bisher als - im Rahmen des derzeit
möglichen - besonders "sicher" geltende Ibuprofen. Am 1. Juni 2005 hatte das "Journal of the National
Cancer Institute" (JNCI) einen Artikel auf Grundlage einer Studie veröffentlicht, der eine Verbindung zwischen
der Einnahme von Ibuprofen und Brustkrebserkrankungen zieht. Für die Studie wurde die Einnahme von
Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Aspirin bei 114.460 Frauen im Alter zwischen 22 und 85 Jahre über
mehrere Jahre beobachtet. In diesem Zeitraum erkrankten 2.391 der Frauen an Brustkrebs. Bei Frauen, die
über mindestens 5 Jahre täglich Ibuprofen eingenommen hatten, lag der Studie zufolge das Risiko einer
Brustkrebserkrankung um 51 Prozent höher als bei Frauen, die das Medikament nur gelegentlich oder gar
nicht einnahmen. Bei nicht-lokalisierten Tumoren erhöhte sich das Risiko sogar um 91 Prozent. In der
Gesamtzahl der Erkrankungen zeigte die Einnahme von Aspirin eine geringere Auswirkung. Während die
Wahrscheinlichkeit für einen progesteronrezeptor-negativen Tumor um 81 Prozent stieg, sank sie für einen
progesteronrezeptor-positiven Tumor um 20 Prozent. Im August 2005 nun berichtete das "British Medical
Journal" über die Ergebnisse einer britischen Studie. Demnach erhöhen mehrere nicht-opioide Analgetika,
darunter wiederum Ibuprofen, die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt deutlich. Grundlage waren 9.218
Patienten im Alter zwischen 25 und 100 Jahren, bei denen ein erster Herzinfarkt festgestellt worden war. Eine
Kontrollgruppe von 86.349 Personen wurde diesen gegenübergestellt. Bei Patienten, die in den drei
Monaten vor ihrem Herzinfarkt Rofecoxib eingenommen hatten, war die Wahrscheinlichkeit für einen Infarkt
32 Prozent größer als bei Personen ohne die Einnahme dieses Medikaments. Bei Einnahme von Diclofenac
stieg diese Wahrscheinlichkeit sogar um 55 Prozent und auch Ibuprofen führte zu einer Erhöhung der
Wahrscheinlichkeit um 24 Prozent. Nach Ansicht der Autoren der Studie führt die Einnahme von Ibuprofen
statistisch betrachtet bei 0,1% alle Patienten über 65 Jahre zu einem Herzinfarkt.
Zwar können solche, auf rein statistischen Erhebungen basierenden, Studien nicht mit absoluter Gewißheit
als Beweis für schädigende Wirkungen dienen, die relativ große Zahl der untersuchten Fälle gibt hier aber
eine verhältnismäßige Sicherheit. Die britischen Forscher geben die Wahrscheinlichkeit für einen
Zusammenhang der Einnahme der Medikamente mit den Herzinfarkten mit 95 Prozent an.



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