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Regierung erhöht Miete für US-Basis um das
Hundertfache. Einem Bericht der Financial Times zufolge hat die Kirgisische
Republik die geforderte Miete für die von den USA genutzte Luftwaffenbasis
Manas seitens der USA inoffiziell "Ganci Air Base" genannt -dramatisch
erhöht. Demnach hat Bakiyev, der Präsident des Landes, die Forderung
von bisher rund 2 Millionen US-Dollar auf über 200 Millionen US-Dollar
verhundertfacht auch wenn mit diesem Betrag auch Leistungen wie die
Flugsicherung und möglicherweise auch Kerosinlieferungen abgegolten
wären. Die USA lehnten die Erhöhung mit der Begründung ab, die
Regelung der Höhe der Miete sei ausschließlich eine Angelegenheit
zwischen dem Eigentümer des Flughafengeländes, einer privaten
Aktiengesellschaf,t und den Vereinigten Staaten. Die Erhöhung der Miete
ist aber nicht die einzige von Bakiyev geplante Änderung, vielmehr soll in
Zukunft auch das Geld direkt an den Staat und nicht mehr an das
Privatunternehmen, das den Flughafen besitzt, gezahlt werden. Natürlich
könnte die Regierung die Privatisierung wieder rückgängig
machen, wenn die USA sich weigern. Nachdem das US-Militär im Juli vom
benachbarten Usbekistan aufgefordert worden war, die dort genutzte
Luftwaffenbasis Karshi-Khanabad innerhalb von 180 Tagen vollständig zu
räumen (Die entsprechende Meldung finden Sie unter Usbekistan) hat Manas
für das US-Militär eine noch größere Bedeutung für
Einsätze insbesondere in Afghanistan. Sollten die USA andererseits auf die
Forderungen, wenn auch vermutlich durch Verhandlungen vermindert, eingehen, so
würde dies die Lage des bisherigen kirgisischen Staatsbudgets von rund 430
Millionen US-Dollar zweifellos mehr als merklich verbessern. Es bleibt
abzuwarten ob es den Kirgisen tatsächlich um Geld geht oder ob die
maßlose Forderung nur eine diplomatische Umschreibung des Willens ist,
das US-Militär aus dem Land zu entfernen.
Usbekistan
USA doch nicht allmächtig! 21.11. 2005 fand in
Usbekistan ein bemerkenswertes Ereignis statt. Mit dem Abflug der letzten 90
US-Soldaten in einer Militärmaschine hat das Pentagon seine einzige
Luftwaffenbasis in der ehemaligen Sowjetrepublik Usbekistan geräumt, ohne
daß zuvor ein Schuß gefallen wäre. Grund für die
Schließung des erst 2001 eingerichteten Stützpunktes ist die
Ablehnung der usbekischen Regierung. Diese hatte mit ideeller
Unterstützung Chinas und Rußlands Anfang Juli die Nutzung der Basis
mit einer Frist von sechs Monaten aufgekündigt. Und obwohl die USA sich
noch mit verschiedenen Mitteln anzubiedern versuchten, nahm Usbekistan die
Kündigung nicht zurück. Der US-Rausschmiß aus Usbekistan hat
insbesondere die Seerosen-Strategie von Pentagon-Chef Donald Rumsfeld
durchkreuzt, mit der er ganz Zentralasien mit Militärbasen überziehen
wollte. Daß die Chinesen es gemeinsam mit Rußland gewagt hatten,
seine Pläne zu vereiteln, hatte Rumsfeld bereits während seines
China-Besuchs Ende Oktober als unfreundlichen Akt moniert allerdings
ohne ein chinesisches Einlenken. Das neue asiatische Bündnis gegen die USA
zeigt erste Wirkungen und macht deutlich, daß die Weltmachtstellung der
USA auch nur auf Sand gebaut ist!
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