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31.12.2005 PHI Info von:   PHI
Kirgisien(Kirgistan)

Regierung erhöht Miete für US-Basis um das Hundertfache. Einem Bericht der Financial Times zufolge hat die Kirgisische Republik die geforderte Miete für die von den USA genutzte Luftwaffenbasis Manas – seitens der USA inoffiziell "Ganci Air Base" genannt -dramatisch erhöht. Demnach hat Bakiyev, der Präsident des Landes, die Forderung von bisher rund 2 Millionen US-Dollar auf über 200 Millionen US-Dollar verhundertfacht – auch wenn mit diesem Betrag auch Leistungen wie die Flugsicherung und möglicherweise auch Kerosinlieferungen abgegolten wären. Die USA lehnten die Erhöhung mit der Begründung ab, die Regelung der Höhe der Miete sei ausschließlich eine Angelegenheit zwischen dem Eigentümer des Flughafengeländes, einer privaten Aktiengesellschaf,t und den Vereinigten Staaten. Die Erhöhung der Miete ist aber nicht die einzige von Bakiyev geplante Änderung, vielmehr soll in Zukunft auch das Geld direkt an den Staat und nicht mehr an das Privatunternehmen, das den Flughafen besitzt, gezahlt werden. Natürlich könnte die Regierung die Privatisierung wieder rückgängig machen, wenn die USA sich weigern. Nachdem das US-Militär im Juli vom benachbarten Usbekistan aufgefordert worden war, die dort genutzte Luftwaffenbasis Karshi-Khanabad innerhalb von 180 Tagen vollständig zu räumen (Die entsprechende Meldung finden Sie unter Usbekistan) hat Manas für das US-Militär eine noch größere Bedeutung für Einsätze insbesondere in Afghanistan. Sollten die USA andererseits auf die Forderungen, wenn auch vermutlich durch Verhandlungen vermindert, eingehen, so würde dies die Lage des bisherigen kirgisischen Staatsbudgets von rund 430 Millionen US-Dollar zweifellos mehr als merklich verbessern. Es bleibt abzuwarten ob es den Kirgisen tatsächlich um Geld geht oder ob die maßlose Forderung nur eine diplomatische Umschreibung des Willens ist, das US-Militär aus dem Land zu entfernen.

Usbekistan

USA doch nicht allmächtig! – 21.11. 2005 fand in Usbekistan ein bemerkenswertes Ereignis statt. Mit dem Abflug der letzten 90 US-Soldaten in einer Militärmaschine hat das Pentagon seine einzige Luftwaffenbasis in der ehemaligen Sowjetrepublik Usbekistan geräumt, ohne daß zuvor ein Schuß gefallen wäre. Grund für die Schließung des erst 2001 eingerichteten Stützpunktes ist die Ablehnung der usbekischen Regierung. Diese hatte mit ideeller Unterstützung Chinas und Rußlands Anfang Juli die Nutzung der Basis mit einer Frist von sechs Monaten aufgekündigt. Und obwohl die USA sich noch mit verschiedenen Mitteln anzubiedern versuchten, nahm Usbekistan die Kündigung nicht zurück. Der US-Rausschmiß aus Usbekistan hat insbesondere die Seerosen-Strategie von Pentagon-Chef Donald Rumsfeld durchkreuzt, mit der er ganz Zentralasien mit Militärbasen überziehen wollte. Daß die Chinesen es gemeinsam mit Rußland gewagt hatten, seine Pläne zu vereiteln, hatte Rumsfeld bereits während seines China-Besuchs Ende Oktober als unfreundlichen Akt moniert – allerdings ohne ein chinesisches Einlenken. Das neue asiatische Bündnis gegen die USA zeigt erste Wirkungen und macht deutlich, daß die Weltmachtstellung der USA auch nur auf Sand gebaut ist!



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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.