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Überflüssig können wir werden
In all den unmündigen Herden.
Überflüssig wie ein Doktor, wenn alle wieder
heilig sind -
Unvoreingenommen wie ein unschuldiges Kind.
Überflüssig wie alle Lehrer, wenn alle alles
verstehen
Weil sie mit- und füreinander durch das Leben
gehen.
Überflüssig wie eine Mutter, wenn niemand mehr
hungert
Und heimatlos unter Brücken lungert.
Überflüssig wie ein Vater, wenn keiner mehr eine
Führung braucht
Weil jeder Schornstein wohlig warm vom Geben raucht.
Überflüssig wie ein Krieger, wenn es nichts mehr
zu erobern gibt
Weil jeder hat was er liebt.
Überflüssig wie ein Partner, wenn die Sicht im
Inneren erwacht
schließlich hat man die Dualität nur zu
Machtzwecken erdacht.
Überflüssig wie ein Kind, wenn der Geist bereits
offen ist
Weil man das Werden und Vergehen nicht mehr in Metern
misst.
Überflüssig wie der Tod, wenn er verwandelt
wird
Weil jeder seine Ewigkeit in jedem Augenblick
spürt.
Überflüssig wie das Gute, wenn uns keine Angst
mehr schreckt
Weil die Freude am So Sein uns immer wieder zum Leben
erweckt.
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