* Klaus Hartmann ist Vizevorsitzender des Internationalen
Komitees zur Verteidigung (ICDSM) des früheren Präsidenten von
Jugoslawien, Slobodan Milosevic
F: Am Samstag wurde der ehemalige jugoslawische
Präsident Slobodan Milosevic tot in seiner Gefängniszelle im
niederländischen Scheveningen gefunden. Seine Unterstützer bangten
seit langem um ihn, Sie selbst sahen schon vor Jahren die Gefahr einer
»biologischen Lösung«, mit der das sogenannte
Kriegsverbrechertribunal in Den Haag Milosevic, falls nötig, für
immer mundtot machen könne.
Für diese »biologische Lösung« gab
es bereits im Jahr 2002 vermehrte Indizien. Hauptgesichtspunkt war der Umgang
mit den ärztlichen Empfehlungen angesichts Milosevics kritischem
Gesundheitszustand. Schon damals wandte sich eine Gruppe deutscher Ärzte
»in Sorge um Leben und Gesundheit von Slobodan Milosevic« an das
Tribunal, weil ärztliche Vorschläge zur Prozeßführung
nicht umgesetzt wurden, weil keine ärztliche Kontrolle und keine
adäquate Therapie stattfanden. Auf die Antwort des Tribunals, daß
»eine gute und hoch qualitative medizinische Betreuung durch den
medizinischen Stab des Gefängnisses« stattfinde, antwortete die
Ärzteinitiative, daß dieser Stab nur aus einem nicht spezialisierten
Arzt und einer Schwester besteht und die »Qualität darin, daß
statt blutdrucksenkenden blutdruck- steigernde Medikamente verabreicht
wurden«. Die damals schon diskutierte Bestellung eines
Pflichtverteidigers gegen den Willen von Milosevic erhöhe den Streß
und die Gefährdungslage.
F: Wie ist das Tribunal mit den ärztlichen Warnungen
umgegangen?
Ein vom Tribunal selbst eingesetzter niederländischer
Arzt attestierte »essentiellen Bluthochdruck, sekundären
Organschaden und Hochdrucknotfälle sowie die Möglichkeit von
Hirnschlag, Herzinfarkt und Tod«. Das kommentierte die
Chefanklägerin des Tribunals, Carla Del Ponte, in der Neuen Zürcher
Zeitung vom 18. Juli 2003 mit den Worten: »Es geht ihm gesundheitlich
sehr, sehr gut. Viele Menschen leiden mit 60 Jahren oder mehr an einem zu hohen
Blutdruck. Wir schonen ihn nicht. Ich hoffe nicht, daß Sie diesen
Eindruck haben.« Weitere Appelle der deutschen Ärzte blieben
ungehört. Einen Tag bevor Milosevics Tod festgestellt wurde, wandten sich
führende Mitglieder des ICDSM an den UN-Sicherheitsrat, um gegen die
Ablehnung einer kardiologischen Behandlung in einer Moskauer Spezialklinik zu
protestieren. Obwohl die russische Regierung die geforderte
Garantieerklärung für seine Rückkehr vorgelegt hat, leisteten
sich die Henker des Tribunals den beispiellosen diplomatischen Affront einer
Ablehnung, womit sie Rußland implizit als Schurkenstaat stigmatisierten.
F: Im Umkreis von Milosevic wird von einer möglichen
Vergiftung gesprochen
Nicht ohne Grund. Ebenfalls am Freitag fand im
Scheveninger Gefängnis ein Vorbereitungstreffen mit dem nächsten
Zeugen, dem Expräsidenten Montenegros, Momir Bulatovic, statt. Dabei
äußerte Milosevic gegenüber seinem Rechtsberater Zdenko
Tomanovic die Befürchtung, im Gefängnis vergiftet zu werden.
Milosevic setzte ein persönliches Schreiben auf, in dem er die russische
Regierung dringend um Schutz bat. Tomanovic übergab dieses Schreiben noch
am Freitag der russischen Botschaft in den Niederlanden.
Schon vor zwei Jahren hatte Milosevic angegeben, daß
sein Essen im Gefängnis, das sich äußerlich in keiner Weise von
dem der anderen Gefangenen unterschied, von einem der Wärter hektisch
ausgetauscht wurde. Diese Information über den alarmierenden Vorfall
stieß bei den Richtern jedoch auf taube Ohren. All das zeigt, daß
hinter der falschen Justizfassade ein Femegericht der NATO agiert, bei dem die
Anklägerin als Todesengel fungiert und die gedungenen Richter in
Personalunion als Henker. Sie haben nicht nur eine Verletzung der UNO-Normen
zur Behandlung Inhaftierter zu verantworten, sie sind eine Bande feiger,
skrupelloser Mörder. Ihre Institution mit der auffällig hohen
Todesrate gehört ebenso aufgelöst wie Abu Ghraib und Guantanamo.
Interview: Anna
Gutenberg
Das Haager Tribunal für das ehemalige Jugoslawien
(engl. Abkürzung ICTY) wird gemeinhin als UN-Gerichtshof bezeichnet, was
der Institution das Flair des Unparteiischen verleihen soll. Das stimmt jedoch
nicht. Den entsprechenden Beschluß faßte 1993 nämlich nicht
die UN-Vollversammlung, sondern nur der UN-Sicherheitsrat ganz so, als
ob die internationale Rechtssprechung auch zu den Aufgaben der
Friedenserhaltung und Friedenssicherung gehörten, die nach der UN-Charta
allein in den Kompetenzbereich dieses höchsten Gremiums fallen.
Gegen die Unvoreingenommenheit des Tribunals spricht auch,
daß dort mehr Serben als Angehörige anderer Nationalitäten
angeklagt sind. So sitzen nach dem Tod von Milosevic noch zwei andere serbische
Staatsführer in der Zelle die ehemalige Präsidentin der
serbischen Republik (Republika Srpska) in Bosnien, Biljana Plavsic, sowie der
serbische Präsident Milan Milutinovic. Nach einem weiteren ehemaligen
Präsidenten der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, wird ebenso gefahndet
wie nach dessen Oberbefehlshaber Ratko Mladic. Auch der jugoslawische
Oberbefehlshaber des Kosovo-Korps Nebojsa Pavkovic ist ausgeliefert worden. Von
den Präsidenten und Oberbefehlshabern der Kriegsgegner der Serben sitzt
dagegen im Scheveninger Knast nur ein einziger, und zwar der kroatische
Oberbefehlshaber Ante Gotovina. Die Spitzen der albanischen Untergrundarmee
UCK, Hashim Thaci und Agim Ceku, üben heute noch höchste politische
Funktionen im Kosovo aus. Letzterer wurde am vergangenen Freitag zum
Ministerpräsidenten der Provinz gewählt.
Der Fahndungsdruck und die unverblümte
Serbenfeindlichkeit der derzeitigen Haager Chefanklägerin Carla del Ponte
(Schweiz) und ihrer Vorgängerin Louise Arbour (Kanada) haben zu einer
hohen Zahl an Todesfällen unter den Angeklagten bzw. Gesuchten
geführt selbstverständlich nur bei jenen serbischer
Nationalität. Eine unvollständige Auswahl:
Am 30. Januar 1996 wurde Djordje Djukic bei einer mit der
Besatzungstruppe IFOR abgesprochenen Fahrt in Zentralbosnien von muslimischen
Truppen gekidnappt und über Sarajevo nach Den Haag gebracht, obwohl
zunächst kein Haftbefehl vorlag. Der Krebskranke wurde dort nicht
sachgemäß medizinisch versorgt und erlag am 18. Mai 1996 seinem
Leiden.
Am 10. Juli 1997 töteten britische
SAS-Spezialeinheiten der Bosnien-Besatzungstruppe SFOR Simo Drljaca. Die Leiche
wies drei Distanzschüsse in den Rücken und einen finalen
Todesschuß aus kurzer Entfernung auf.
Am 29. Juni 1998 soll sich Slavko Dokmanovic in der Haager
Zelle erhängt haben, obwohl der angebliche Selbstmordkandidat unter
besonderer Beobachtung stand und eine Woche später das Urteil gesprochen
werden sollte.
Am 3. August 1998 starb Milan Kovacevic in einer Haager
Zelle an einer Herzattacke. Seine Anwälte beklagten, daß seine
gesundheitlichen Probleme bekannt waren und er bei rechtzeitigem Eingreifen
hätte gerettet werden können.
Am 9. Januar 1999 erschossen SFOR-Einheiten Dragan Gagovic
im Beisein von fünf Minderjährigen, die sich im Auto des
Karatelehrers befanden.
Am 13. Oktober 2000 entzog sich Janko Janjic der Festnahme
durch u.a. deutsche SFOR-Soldaten und sprengte sich mit einer Handgranate in
die Luft.
Am 11. April 2002 verabschiedete das serbische Parlament
unter Bruch der Verfassung ein Gesetz, das Überstellungen an Den Haag
ermöglicht. Aus Protest erschoß sich der sozialistische Abgeordnete
Vlajko Stojiljkovic, der auf der Haager Fahndungsliste stand, auf den Stufen
des Hohen Hauses.
Am 5. Januar 2006 erschossen italienische Soldaten der
Bosnien-Besatzungstruppe EUFOR bei der Festnahme von Dragomir Abazovic dessen
Frau Rada, die ihren Mann angeblich mit eine Kalaschnikow verteidigt hatte.
Seitens EUFOR gab es seltsamerweise keine Verletzten, die Serbin wurde mit
einem einzelnen Schuß getötet.
Am 5. März 2006 soll sich Milan Babic, Präsident
der kurzlebigen serbischen Krajina-Republik (19911995), in seiner Haager
Zelle getötet haben. Babic hatte sich dem Tribunal 2003 selbst gestellt.
Vuk Draskovic, Außenminister von Serbien-Montenegro, kritisierte,
daß die Verantwortlichen der Haftanstalt die Tat hätten verhindern
können.
der Tod von Slobodan Milosevic wurde heute - am 11.03.06, um
13 Uhr 51 - bekanntgegeben. Die Zahlen enthalten die deutliche
hochgradfreimaurerische Zahlensymbolik. Daraus ist zu ersehen, daß S.M.
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ermordet wurde, was ich auch
bei Milan Babic annehme. Warum ich das annehme, kann man in Büchern wie
"Die Eingreiftruppen des Antichristen - der NATO-Krieg gegen Jugoslawien" von
Robin de Ruiter (ISBN 3-932352-91-2), "Das RAF-Phantom" (ISBN 3-426-80010-1)
bzw. "Das globale Killernetzwerk" von Frank Hills (ISBN 3-929170-47-7)
nachlesen; letzterem Buch kann man nunmehr einen weiteren Ermordeten
hinzufügen. Die Ärzte werden bei der Obduktion keine Nachweise
finden;warum das so ist,kann man bei Victor Ostrovsky "Geheimakte Mossad"
nachlesen. In Den Haag saßen und sitzen nicht die richtigen Angeklagten
noch die richtigen Richter noch die richtigen Staatsanwälte. Diejenigen,
die voraussichtlich als nächstes Staatenopfer auf dem Weg zu "One World"
den Iran angreifen werden, sitzen nicht dort (siehe dazu www.politonline.ch).
Vergessen Sie die künstlich gemachten Unterschiede zwischen "links"
und "rechts" und begreifen Sie, daß die Menschheit nur eine Gruppe von
Feinden hat.
MfG Hans-Georg Seefried, Herzogstr. 2, 85302 Gerolsbach