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05.2006 parsimony.net Info von:  http://f25.parsimony.net
Ahmadinedschad's Brief an George W. Bush

Der Brief des Präsidenten derIslamischen Republik Iran an US-Präsident George Bush wurde aus der eigenenHomepage des iranischen Präsidenten in einer grossen Gemeinschaftsaktion vielerTeilnehmer des Forums kurzfristig übersetzt. Möge Allah alle lohnen, die an derÜbersetzung beteiligt waren.

Hier der zusammengestellte und vereinheitlichte Text - zuvor aber noch die Quelle:
http://f25.parsimony.net/cgi-bin/topic-flat.cgi?Nummer=63498&Phase=Phase1&ThreadNummer=42403



Herr George Bush,
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Bereits seit einigerZeit habe ich darüber nachgedacht, wie man die unbestreitbaren Widersprücherechtfertigen kann, die es auf der internationalen Bühne gibt – über dieimmerzu debattiert wird, insbesondere in den politischen Foren und unterUniversitätsstudenten. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Das hat mich dazubewegt einige Widersprüche und Fragen zu diskutieren in der Hoffnung, dass eseine Gelegenheit eröffnen könnte, Abhilfe zu finden.

Kann jemand AnhängerJesu Christi (Der Friede sei mit ihm), dem grossen Gesandten Gottes sein, sichverpflichtet fühlen die Menschrechte zu achten, Freiheit als einZivilisationsmodell vorstellen, seine Opposition zur Verbreitung von Atomwaffenund Massenvernichtungswaffen verkünden, den Krieg gegen Terror zu seiner Parolemachen, und dann schliesslich in Richtung der Etablierung einer einheitlicheninternationalen Gemeinschaft arbeiten, einer Gemeinschaft, welche Christus unddie Rechtschaffenen auf Erden eines Tages regieren werden, aber danngleichzeitig Länder überfallen haben, Leben, Ansehen und Besitz der Leutezerstört haben, und mit der äusserst geringen Aussicht, dass sich einige wenige Kriminelle in einem Dorf, einer Stadt oder einem Konvoi befinden, das Dorf, dieStadt oder den Konvoi in Flammen gesetzt haben?

Oder kann es sein, dassnur aufgrund der Möglichkeit der Existenz von Massenvernichtungswaffen in einemLand, es jetzt besetzt ist, rund 100’000 Menschen ermordet, seineWasserressourcen, Landwirtschaft und Industrie vernichtet, nahezu 180’000 Mannausländischer Truppen auf ihren Boden festgesetzt, die Unverletzlichkeit derPrivathäuser der Einwohner gebrochen, und das Land möglicherweise 50 Jahrezurückgeworfen wurde? Zu welchem Preis? Hunderte von Milliarden Dollar wurdenaus der Staatskasse eines Landes und zahlreicher anderer Länder ausgegeben undzehntausende junger Männer und Frauen – als Besatzungssoldaten – wurden aufeinen unheilvollen Weg gebracht, entfernt von ihren Familien, ihren Lieben,ihre Hände befleckt mit dem Blut anderer, einem derart grossen psychologischenDruck unterworfen, dass jeden Tag einige Selbstmord begehen und diejenigen, diezurück kehren, Depressionen leiden, erkranken und zurecht kommen müssen mitallen möglichen Gebrechen, während andere getötet werden und ihre Körper ihrenFamilien übergeben werden.

Unter dem Vorwand derExistenz von Massenvernichtungswaffen kam diese grosse Tragödie um beide zuverschlingen, die Völker des besetzten Landes und der Besatzer. Später wurdeaufgedeckt, dass von Anfang an keine Massenvernichtungswaffen existiert haben.Sicher, Saddam war ein mörderischer Diktator. Aber der Krieg wurde nicht angezettelt,um ihn zu stürzen, das ausgewiesene Ziel des Krieges warMassenvernichtungswaffen zu finden und zu vernichten. Er wurde im Rahmen einesanderen Zieles gestürzt. Nichtsdestotrotz sind die Menschen der Regionglücklich darüber.

Ich mache allerdingsdarauf aufmerksam, dass über die vielen Jahre des aufgezwungenen Krieges gegenden Iran Saddam durch den Westen unterstützt wurde.

Herr Präsident,
wie Sie vielleicht wissen bin ich Lehrer.

Meine Studenten fragenmich, wie diese Taten in Übereinstimung gebracht werden können mit den Werten,die am Anfang dieses Briefes hervorgehoben sind, und der Verpflichtunggegenüber der Tradition von Jesus Christus (Friede sei mit ihm), dem Gesandten des Friedens und der Vergebung?

In Guantanamo Bay sindGefangene, die nicht verurteilt wurden, die keinen rechtlichen Beistand haben,deren Familien sie nicht sehen können und die ganz offensichtlich in einemfremden Land ausserhalb ihres Heimatlandes gehalten werden. Es gibt keineinternationale Überwachung ihres Zustandes oder ihres Schicksals. Niemandweiss, ob sie Gefangene, Kriegsgefangene, Angeklagte oder (überhaupt) Verbrecher sind.

Europäische Ermittlerhaben die Existenz geheimer Gefängnisse auch in Europa bestätigt. Ich vermagdie Entführung einer Person für seine oder ihre Gefangennahme in einem geheimenGefängnis nicht mit den Bestimmungen irgend eines Rechtssystems in Zusammenhangzu bringen. Aus diesem Grund ist es mir unmöglich zu verstehen, wie solcheTaten mit den Werten übereinstimmen, die zu Beginn dieses Briefes hervorgehoben wurden, d.h. den Lehren von Jesus Christus (Friede sei mit ihm), denMenschenrechten und freiheitlichen Werten.

Junge Menschen,Universitätsstudenten und einfache Menschen haben viele Fragen über dasPhänomen Israel. Ich bin sicher, dass Ihnen einige davon bekannt sind. ImVerlauf der Geschichte sind viele Länder besetzt worden, aber ich denke dassdie Errichtung eines neues Staates mit einem neuen Volk ein neues Phänomen ist,das einzigartig ist für unsere Zeit. Die Studenten sagen, dass vor 60 Jahren ein solches Land nicht existiert hat. Sie zeigen mir alte Dokumente und Globenund sagen: Versucht es wie wir - wir sind nicht in der Lage ein Land namensIsrael zu entdecken.

Ich empfehle ihnen, dieGeschichte des ersten und des zweiten Weltkrieges zu studieren. Einer meinerStudenten sagte mir, dass während des zweiten Weltkrieges, in dem mehrere zehnMillionen Menschen umgekommen sind, die Nachrichten über den Krieg zwischen denKrieg führenden Seiten schnell ausgebreitet wurden. Jede (Seite) brüstete sichmit den eigenen Siegen und den jüngsten Fronterfolgen gegen die andere Seite.Nach dem Krieg vermeldeten sie, dass sechs Millionen Juden getötet worden sind.Sechs Millionen Menschen die wohl zumindest zwei Millionen Familien angehört haben.

Noch einmal: Lassen Sieuns davon ausgehen, dass diese Ereignisse wahr sind. Führt das logischerweisezur Einrichtung eines Staates Israel im Nahen Osten, oder der Unterstützung füreinen solchen Staat? Wie kann dieses Phänomen begründet oder erklärt werden?

Herr Präsident,

Ich bin sicher, dassSie wissen, auf welche Kosten Israel gegründet wurde:

- Viele Tausende wurdenwährend des (Gründungs)prozesses getötet,
- Millionen der angestammten Bevölkerung wurden zu Flüchtlingen gemacht,
- Hunderttausende Hektar Ackerland, Olivenhaine, Dörfer und Städte wurdenzerstört.

Diese Tragödie betrifftnicht ausschliesslich die Zeit der Gründung, leider dauert sie nunmehr seitsechzig Jahren an. Es wurde ein Regime eingesetzt, das selbst gegenüber Kindernkein Erbarmen kennt, das Häuser zerstört, während sich die Bewohner noch inihnen befinden, das im Voraus seine Listen und Pläne ankündigt, umpalästinensische Persönlichkeiten zu ermorden, und Tausende von Palästinenserngefangen hält. So ein Phänomen ist einzigartig – oder zumindest extrem selten –in jüngster Zeit.

Eine weitere grosseFrage, die von den Menschen gestellt wird ist, ist die, warum dieses Regimeunterstützt wird. Liegt die Unterstützung für dieses Regime auf einer Linie mitden Lehren Jesus Christus (der Friede sei mit ihm) oder liberalen Werten? Odermüssen wir verstehen, dass es gegen die Prinzipien von Demokratie,Menschenrechten und die Lehren der Propheten verstösst, wenn man denursprünglichen Bewohnern jener Länder – innerhalb und ausserhalb von Palästina– erlaubt, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen, seien sie nun Christen, Muslime oder Juden? Wenn es nicht so ist, warum gibt es dann so viel Widerstand gegenein Referendum?

Die neu gewähltepalästinensische Regierung übernahm kürzlich das Amt. Alle unabhängigenBeobachter haben bestätigt, dass diese Regierung die Wählerschaftrepräsentiert. Es ist unglaublich, dass sie die gewählte Regierung unter Druckgesetzt und ihr geraten haben, das israelische Regime anzuerkennen, den Kampfaufzugeben und den Programmen der vorherigen Regierung zu folgen. Wenn diegegenwärtige palästinensische Regierung das oben genannte Podium erstiegenhätte, hätte das palästinensische Volk dann für sie gestimmt?

Wiederum: Kann so einePosition, die gegen die palästinensische Regierung eingenommen wurde, mit den vorher zusammengefassten Werten vereinbart werden?

Die Menschen fragen auch, warum all die UN-Sicherheitsrats-Resolutionen, die Israel verurteilen,mit einem Veto abgeschmettert werden.

Herr Präsident,

Wie Ihnen sehr wohlbekannt ist, lebe ich unter den Menschen und bin in ständigem Kontakt mitihnen, und viele Menschen aus dem Mittleren Osten schaffen es ebenso, mit mirin Kontakt zu treten. Auch sie glauben nicht an diese dubiose Politik. Es gibtBeweise, dass die Bevölkerung der Region auf diese Politik immer wütender wird. Es liegt nicht in meiner Absicht, zu viele Fragen zu stellen, aber ich mussmich auch auf andere Punkte beziehen.

Warum ist es so, dassjegliche technologische und wissenschaftliche Errungenschaft, die im MittlerenOsten erreicht wird, als eine Bedrohung für das zionistische Regime betrachtet und dargestellt wird? Ist denn nicht wissenschaftliche Forschung undEntwicklung eins der Grundrechte der Nationen?

Sie sind mit derGeschichte vertraut. Abgesehen vom Mittelalter, zu welchem Zeitpunkt in derGeschichte ist wissenschaftlicher und technischer Fortschritt ein Verbrechengewesen? Kann die blosse Möglichkeit der Verwendung wissenschaftlicherErrungenschaften für militärische Zwecke Grund genug sein, Wissenschaft undTechnologie insgesamt zu verwerfen? Wenn so eine Annahme zutrifft, dann müssenauch alle wissenschaftliche Disziplinen einschliesslich Physik, Chemie,Mathematik, Medizin, Ingenieurwissenschaften usw. verworfen werden. Es wurden Lügenerzählt in Sachen Irak. Was war das Resultat? Ich habe keine Zweifel, dass dieÄusserung von Lügen in jeder Kultur verwerflich ist, und auch Sie mögen es nicht, angelogen zu werden.

Herr Präsident,

haben die VölkerLateinamerikas nicht das Recht zu fragen, warum man sich (von aussen) ihrengewählten Regierungen widersetzt und Putschisten unterstützt?
Oder: Warum werden sie andauernd bedroht und leben in Angst?

Die Völker Afrikasarbeiten hart, sie sind erfinderisch und begabt. Sie können eine wichtige undwertvolle Rolle spielen Bedürfnisse der Menschheit zu decken sowie zu ihremmateriellen und geistigen Fortschritt beizutragen. Armut und Härten in grossenTeilen Afrikas verhindern, dass dies geschehen kann. Haben sie nicht das Rechtzu fragen, warum ihr enormer Reichtum - einschliesslich der Bodenschätze -geplündert wird, ungeachtet der Tatsache, dass sie diese (Bodenschätze) nötiger haben als andere?

Noch einmal: Stimmensolche Taten mit den Lehren Christi oder den Grundsätzen der
Menschenrechte überein?

Auch das mutige undgläubige Volk Irans hat viele Fragen und Beschwerden - einschliesslich desStaatsstreichs von 1953 und dem nachfolgenden Sturz der rechtmässigen Regierungseinerzeit; der Bekämpfung der islamischen Revolution; der Umwandlung einer Botschaftin ein Hauptquartier, das die Aktivitäten der Gegner der Islamischen Republikunterstützte – viele tausend Seiten von Dokumenten beweisen dieseBeschuldigung; der Unterstützung Saddams in dem Krieg, den er gegen Irangeführt hat; dem Abschuss eines Passagierflugzeuges; dem Einfrieren vonGuthaben des iranischen Volkes; zunehmenden Bedrohungen, Wut undUnzufriedenheit gegenüber dem wissenschaftlichen und nuklearen Fortschritt deriranischen Nation - gerade wo alle Iraner überglücklich mit dem Fortschrittihres Landes sind und dies feiern; und vieler anderer Beschwerden, die ich indiesem Brief nicht weiter anführen will.

Herr Präsident,

"Der 11.September" war ein horrendes Ereingis. Die Ermordung von Unschuldigen istbeklagenswert und erschreckend in allen Teilen der Welt. Unsere Regierungerklärte unverzüglich ihre Empörung über die Täter und zeigte ihr Beileid fürdie Hinterbliebenen und drückte Sympathie aus. Alle Regierungen haben einePflicht, die Menschenleben, das Eigentum und das gute Ansehen ihrer Bürger zuschützen. Wie berichtet wird, beschäftigt Ihre Regierung weit angelegte Sicherheits-, Schutz- und Geheimdienstsysteme - und jagt ihre Gegner sogar imAusland.

"Der 11.September" war nicht eine simple Operation. Könnte diese geplant gewesenund ausgeführt sein, ohne eine Koordination mit Geheimdienst undSicherheitsdiensten - oder deren weitläufiger Infiltrierung? Selbstverständlichist dies lediglich ein wohlbegründete Vermutung. Warum wurden die unterschiedlichen Aspekte des Angriffs geheim gehalten? Warum wurde uns nichtmitgeteilt, wer seine Verantwortlichkeiten verfehlt hat? Und warum sind dieseVerantwortlichen und die schuldig befundenen Parteien nicht identifiziert undvor Gericht gestellt worden?

Alle Regierungen habeneine Pflicht, Sicherheit und Seelenfrieden für ihre Bürger zu gewährleisten.Seit einigen Jahren nun haben die Leute aus Ihrem Land und Nachbarn derWelt-Problemgegenden keinen Seelenfrieden mehr. Anstatt die emotionalen Wundender Überlebenden und der amerikanischen Menschen zu heilen und zu versorgen -die immens traumatisiert gewesen waren – intensivierten nach dem 11.9. einigewestliche Medien ausschliesslich die Stimmung von Angst und Unsicherheit -einige berichteten durchgehend über die Möglichkeit einer neuen Terrorattacke und hielten die Leute in Angst.

Ist das Dienst amamerikanischen Volk? Ist es möglich, das Ausmass des Schadens durch Angst und Panik zu berechnen?

Warum haben die Medien,anstatt ein Gefühl der Sicherheit und des Seelenfriedens zu fördern, das Gefühlder Unsicherheit erhöht?

Einige glauben das derMedienrummel den Weg bahnte – und die Rechtfertigung – für einen Angriff auf Afghanistan. Wieder muss ich auf die Rolle der Medien verweisen.

In den Satzungen derMedien sind eine korrekte Verbreitung von Informationen und wahrheitsgetreuesBerichte eines Ereignisses etablierte Grundsätze. Ich spreche mein tiefesBedauern aus über die Missachtung dieser Prinzipien, die sich bei gewissenwestlichen Medien zeigt. Der Hauptvorwand für einen Angriff auf den Irak wardie Existenz von Massenvernichtungswaffen. Dies wurde ohne Unterlass wiederholt– damit die Öffentlichkeit es schliesslich glaubte – und der Boden für einenAngriff auf Irak bereitet war. Wird die Wahrheit nicht verloren gehen in solcheinem arrangierten und trügerischen Klima?

Und wieder: Wenn eserlaubt ist, dass die Wahrheit verloren gehe, wie kann das in Übereinstimmungsein mit den oben genannten Werten? Ist denn die Wahrheit dem Allmächtigen nicht bekannt, selbst wenn sie verloren ginge?

Herr Präsident,

In den Ländern in allerWelt versorgen die Bürger die ausgaben der Regierungen und im Gegenzug sind dieRegierungen in der Lage ihnen zu dienen. Die Frage, die sich hier stellt ist:Was haben die hunderten von Milliarden Dollar, die jährlich für denIrak-Feldzug zu zahlen sind, für ihre Bürger gebracht? Wie Eure Exzellenz sichdarüber bewusst sind, leben in einigen Staaten ihres Landes die Menschen inArmut. Tausende sind obdachlos und Arbeitslosigkeit ist ein gewaltiges Problem.Sicherlich existieren diese Probleme mehr oder weniger auch in anderen Länderngleichermassen. Aber können mit dem Bewusstsein dieser Umstände die gewaltigenAusgaben des Feldzuges, die aus der öffentlichen Kasse bezahlt werden, erklärtwerden und in Einklang gebracht werden mit den vorab erwähnten Prinzipien?

Was bisher erwähntwurde sind einige der Missstände der Völker der Welt, in unserer Region und inihrem Land. Aber meine Behauptung – und ich hoffe, Sie werden Einigem davonzustimmen – ist: Diejenigen an der Macht haben eine bestimmte Zeit im Amt undwerden nicht ewig regieren, aber ihre Namen werden von der Geschichteaufgenommen werden und andauernd beurteilt in der nahen und fernen Zukunft. DieMenschen werden unsere Präsidentschaften hinterfragen. Haben wir es bewältigtFrieden, Sicherheit und Wohlstand den Menschen zu bringen, oder Unsicherheitund Armut. Haben wir es angestrebt Gerechtigkeit zu etablieren, oder haben wirnur spezielle Interessegruppen unterstützt, indem wir viele Menschen dazugezwungen haben, in Not und Mühsal zu leben, und dabei einige wenige Leutereich und machtvoll gemacht, wobei wir die Zustimmung der Bevölkerung verkaufthaben und die Zustimmung des Allmächtig dazu?

Haben wir die Rechte der Unterprivilegierten verteidigt oder sie ignoriert?

Haben wir die Rechteder Völker in aller Welt verteidigt oder ihnen Kriege aufgezwungen, unsunrechtmässig in deren Angelegenheiten eingemischt, höllische Gefängnisse eingerichtet und einige eingekerkert?

Haben wir der WeltFrieden und Sicherheit gebracht oder haben wir das Schreckgespenst derEinschüchterung und Drohung errichtet?

Haben wir unsererNation die Wahrheit gesagt und auch anderen in aller Welt oder haben wir ihnendas Gegenteil davon präsentiert?

Standen wir auf derSeite der Menschen oder auf der Seite der Besatzer und Unterdrücker?
Hat unsere Administration sich entschlossen, ein vernünftiges Vorgehen, Logik,Ethik, Frieden, Einhaltung von Verpflichtungen, Gerechtigkeit, Dienst am Volk,Wohlstand, Entwicklung und Respekt der menschlichen Würde zu fördern, oder dieGewalt von Waffen, Einschüchterung, Unsicherheit, Geringschätzung der Menschen,Verzögerung der Entwicklung und Fähigkeiten andere Nationen und dieMenschenrechte mit Füssen zu treten?

Und letztendlich werdensie uns darin beurteilen, ob wir wahrhaftig zu unserem Amtseid standen, denMenschen zu dienen, welches die wichtigste Aufgabe ist und die Tradition derPropheten – oder nicht?

Herr Präsident,
Wie lange noch kann die Welt diese Situation ertragen?

Wohin wird dieser Trenddie Welt führen?

Wie lange noch muss dieMenschheit den Preis für die falschen Entscheidungen einiger Führer zahlen?

Wie lange noch wird dasSchreckgespenst der Unsicherheit - gezüchtet durch die Vorräte an Massenvernichtungswaffen - die Menschheit verfolgen?

Wie lange noch wird dasBlut unschuldiger Männer, Frauen und Kinder in den Strassen vergossen werdenund die Häuser der Menschen über ihren Köpfen zerstört werden?

Sind Sie zufrieden mit dem momentanen Zustand der Welt?

Denken Sie, dass diegegenwärtige Politik fortgesetzt werden kann?

Wenn die MilliardenDollar, die für Sicherheit, Kriege und militärische Logistik ausgegeben werden,anstatt dessen für Investitionen und Hilfe für arme Länder,Gesundheitsförderung, Krankheitsbekämpfung, Bildung und Verbesserung desgeistigen und körperlichen Wohlbefindens, Hilfe für die Opfer vonNaturkatastrophen, Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten und Produktion,Aufbauprojekte und Armutsbekämpfung, die Errichtung von Frieden, dieSchlichtung von zwischenstaatlichen Streitfällen, und die Eindämmung vonrassischen, ethnischen und anderen Konflikten ausgegeben würde, wo würde die Welt heute stehen?

Wäre Ihre Regierung und Ihr Volk dann nicht gerechtfertigter Weise stolz?

Wäre der politische und wirtschaftliche Stand Ihrer Regierung nicht stabiler?
Und ich bedauere es sehr zu sagen, würde es einen weltweit stetig ansteigenden Hass auf die amerikanische Regierung geben?

Herr Präsident, es ist nicht meine Absicht, irgendjemand unglücklich zu machen.
Wenn die Propheten Abraham, Isaak, Jakob, Ismael, Josef oder Jesus Christus(Friede sei mit ihnen) heutzutage bei uns wären, wie würden sie unser Verhaltenbeurteilen? Wird uns eine Rolle zugeteilt werden in der verheissenen Welt, woallumfassende Gerechtigkeit sein wird und Jesus Christus (Friede sei mit ihm)gegenwärtig sein wird? Werden sie uns aufnehmen?

Meine Hauptfrage ist:

„Gibt eskeinen besseren Weg, mit dem Rest der Welt zu interagieren?“

Heutzutage gibt eshunderte Millionen Christen und hunderte Millionen Muslime und MillionenMenschen, die den Lehren Moses' (Friede sei mit ihm) folgen. Alle göttlichen Religionen teilen und respektieren das eine Wort und das ist"Monotheismus" oder Glaube an einen Gott und niemand anderen in derWelt.

Der Heilige Qur´anbetont das gemeinsame Wort und fordert die Gläubigen der göttlichen Religionen auf und sagt: [3:64] Sag: Ihr Leute der Schrift! Kommt her zu einem Wort desAusgleichs zwischen uns und Euch, dass wir Gott allein dienen und ihm nichtsbeigesellen und dass wir uns nicht untereinander an Gottes Statt zu Herrennehmen. Wenn Sie sich aber abwenden, dann sagt: Bezeugt, dass wir Gott ergebensind.

Herr Präsident

Gemäss den göttlichenVersen, sind wir alle aufgerufen Gott zu dienen und den Lehren der Propheten zufolgen. Einem Gott zu dienen, der über aller Macht der Welt steht und tun kann,was immer Ihm gefällt, der Herr Der das verborgene und das Offene kennt, die Vergangenheit und die Zukunft, Der weiss, was in den Herzen Seiner Dienergeschieht und ihre Handlungen aufzeichnet.

Der Herr, der Besitzerist der Himmel und der Erde und das ganze Universum huldigt ihm, die Ordnungdes Universums steht in Seiner Hand, und Er gibt Seinem Dienern die froheBotschaft der Barmherzigkeit und Vergebung seiner Sünden. Er ist der Beistandder Unterdrückten und Feind der Unterdrücker. Er ist der Allgnädige, der Allbarmherzige.
Er ist die Zuflucht der Gläubigen und führt sie aus der Dunkelheit heraus zumLicht. Er ist Zeuge dessen, was Seine Diener tun. Er ruft Seine Diener auf zuglauben und gute Werke zu tun und ruft sie auf, auf dem Weg der Gerechtigkeitzu beharren und standhaft zu bleiben. Er ruft Seine Diener auf, achtsamgegenüber Seinen Gesandten zu sein und Er ist Zeuge ihrer Werke.

Ein böses Ende habennur diejenigen, welche das Leben des Diesseits bevorzugt haben und Ihrem Herrnungehorsam sind und Seine Diener unterdrücken. Und ein gutes Ende und die(ewige Glückseligkeit) des Paradieses gehören denen unter Seinen Dienern, dieihren majestätischen Herrn fürchten und nicht ihren Gelüsten folgen.

Wir sind davonüberzeugt, dass eine Rückbesinnung der Lehren der von Gott gesandten Prophetender einzige Weg ist, der zum Heil führt.

Mir wurde berichtet,dass eure Exzellenz den Lehren des Propheten Jesus (Friede sei mit ihm) folgtund an das göttliche Versprechen glaubt, dass die Erde mit Gerechtigkeit regiert wird.

Auch wir glauben, dassJesus Christus (der Friede sei mit ihm) einer der grössten (und vorzüglichsten)Propheten des Allmächtigen war. Er wird wiederholend im Qur´an gepriesen. DerProphet Jesus (der Friede sei mit ihm) wurde ebenso folgenderweise im Qur´an zitiert: und gewiss ist Allah mein Herr und euer Herr, daher dienet Ihm; diesist der gerade Weg [Sure Maria: 19:36].

Der Dienst gegenüberdem Allmächtigen und der Gehorsam Ihm gegenüber ist der Leitgedanke aller vonGott geleiteten Gesandten. Der Gott aller Menschen in Europa, Asien, Afrika,Amerika, den Pazifik und dem Rest der Welt ist Einer. Er ist der Allmächtige,der alle Seine Diener führen und um Ränge erhöhen möchte. Er hat den Menschenverliehen. Wir lesen weiter im Heiligen Buch: der Allmächtige Gott sendet SeinePropheten mit Wunder und klaren Zeichen um die Menschen zu führen und göttlicheZeichen zu zeigen und um sie (die Menschen) zu reinigen von (ihren) Sünde(n) und Verunreinigungen. Und Er sendet das Buch und den Massstab, so dass dieMenschen Gerechtigkeit zeigen und Ungehorsam meiden.

Alle der oben erwähntenVerse können auf die eine oder andere Weise auch in der Frohen Botschaft nachgelesen werden.

Göttliche Propheten versprachen:Der Tag wird kommen, an dem sich alle Menschen vor dem Gericht des Allmächtigenversammeln, so das all ihre Taten begutachtet werden. Die Guten werden zumHimmel geleitet und die Übeltäter werden auf die göttliche Strafe treffen. Ichvertraue darauf, dass wir beide an einen solchen Tag glauben, jedoch wird esnicht einfach sein, die Handlungen der Herrscher zu bewerten, denn wir müssenfür unsere Nationen und all die anderen, deren Leben direkt oder indirekt durch unsere Handlungen beeinflusst wurden, verantwortlich sein.

Alle Propheten sprechenvon Frieden und Friedlichkeit für die Menschen – basierend auf Monotheismus,Gerechtigkeit und Respekt gegenüber der Menschwürde.

Denken Sie nicht dass wir, wenn wiralle daran glauben und an diesen Grundsätzen festhalten (die das sindMonotheismus, Gottesdienst, Gerechtigkeit, Respekt gegenüber der Menschwürde,Glaube an den Letzten Tag), die derzeitigen Probleme der Welt bewältigen können– welche das Resultat des Ungehorsams gegenüber dem Allmächtigen und den Lehrender Propheten sind – und unsere Leistung verbessern können?

Denken Sie nicht, dass der Glaube andiese Grundsätze Frieden, Freundschaft und Gerechtigkeit fördert und garantiert?

Denken Sie nicht, dass die obenerwähnten geschriebenen und ungeschriebenen Grundsätze allgemein respektiert werden?

Werden Sie nicht dieseEinladung annehmen? Dies wäre eine wirkliche Rückkehr zu den Lehren derPropheten, zum Monotheismus und zur Gerechtigkeit, um die Würde und denGehorsam der Menschen gegenüber dem Allmächtigen und Seinen Propheten zu bewahren.

Herr Präsident,

Die Geschichte lehrtuns, dass unterdrückende und grausame Regierungen keinen Bestand haben. Gotthat das menschliche Schicksal Menschen anvertraut. Der Allmächtige hat dasUniversum und die Menschheit ihrem eigenen Gutdünken nicht überlassen. VieleDinge sind wider den Wünschen und Plänen der Regierungen geschehen. All dieslehrt uns, dass eine höhere Kraft am Werk ist und alle Ereignisse von Ihm bestimmt werden.

Kann man die Zeichen des Wandels in der heutigen Welt abstreiten?

Lässt sich die heutige Weltlage mit der vor zehn Jahren vergleichen?

Veränderungen geschehen rasch und ereignen sich in rasanter Geschwindigkeit.
Die Menschen der Welt sind mit dem Status quo nicht zufrieden und achten kaumauf die Versprechungen und Äusserungen, die von vielen einflussreichenFührungspersonen in der Welt gemacht wurden. Viele Menschen weltweit fühlensich unsicher und begehren auf gegen die sich ausbreitende Unsicherheit und denKrieg und nehmen die fragwürdigen politischen Entscheidungen nicht hin. DieMenschen protestieren gegen die zunehmende Kluft zwischen den Besitzenden undBesitzlosen sowie zwischen den reichen und armen Ländern.

Die Menschen sind abgestossen von zunehmender Korruption.

Die Menschen vielerLänder sind über die Angriffe auf ihre kulturellen Grundlagen und dasAuseinanderreissen von Familien entrüstet. Gleichermassen sind sie über denNiedergang von Zuwendung und Mitgefühl bestürzt. Die Menschen der Welt haben den Glauben an internationale Organisationen verloren, weil ihre Rechte vondiesen Organisationen nicht mehr vertreten werden.

Der Liberalismus und die westliche Form von Demokratie sind nicht in der Lage gewesen, die Idealevon Menschlichkeit zu verwirklichen. Aus heutiger Sicht sind diese beidenGrundkonzepte gescheitert. Wer hinter die Dinge blickt, kann bereits dasKnirschen vom Zusammenbruch und Niedergang der Ideologie und Denkweise desliberaldemokratischen Systems vernehmen.

Zunehmend erkennen wir,dass Menschen weltweit sich zusammentun in Richtung auf einen Anziehungspunkt –Gott den Allmächtigen. Zweifelsohne durch den Glauben an Gott und die Schriftender Propheten werden die Menschen ihre Probleme in Griff bekommen. Mein Fragean Sie lautet: „Möchten Sie nicht dabei sein?“

Herr Präsident,

ob wir wollen odernicht, die Welt wird zum Glauben an den Allmächtigen hingezogen, und dieGerechtigkeit und der Wille Gottes werden über alles den Sieg davon tragen.

Und der Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen!

Mahmood Ahmadinejad
Präsident der Islamischen Republik Iran

 



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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.