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Vom 8. bis 11.Juni 2006 fand die diesjährige
große Bilderberg-Konferenz in Ottawa, Kanada, statt. Die Käufer
unserer PHI-Sonderhefte „Der organisatorische Aufbau des
Geheimbundsystems der Freimaurerei“, I und II zus. 10.00 Euro, wissen,
daß dieser politische Arm der Freimaurerei weitaus
einflußreicher als die UNO ist. Auf dem letzten Treffen der
Bilderberger in Deutschland wurde beispielsweise beschlossen, durch Intrigen
und Medienschelte den damaligen Bundeskanzler Schröder zu stürzen und
Angela Merkel zu inthronisieren. Etwa 130 hochrangige Persönlichkeiten aus
Politik, Militär, Medien und Wirtschaft wurden vom ehemaligen
Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und jetzigen
stellvertretenden Vorsitzenden des Energieunternehmens Suez-Tractebel Vicomte
Étienne Davignon eingeladen. Das Treffen fand im abgelegenen Brookstreet
Hotel des Milliardärs Terence H. Matthews statt, um aktuelle Themen der
Weltpolitik hinter verschlossenen Türen zu besprechen. Im Zentrum der
Diskussionen standen die Themen Energie, Russland, das
europäisch-amerikanische Verhältnis, Iran und der Mittlere Osten
sowie Asien und Terrorismus. Darüber hinaus wurden keine Details bekannt,
da sich die Teilnehmer des privaten Treffens darauf verständigt haben,
gegenüber der Presse Stillschweigen zu wahren und keine inhaltlichen
Fragen zu dem Treffen zu beantworten. An dem Treffen nahmen auch hochrangige
Medienvertreter teil, die sich ebenfalls nicht zu den Diskussionen
äußern sollen. So nahmen aus Deutschland Hubert Burda, Vorsitzender
der Hubert Burda Media Holding in München, teil. Burda verlegt
mittlerweile 184 Zeitschriften in 19 Ländern und ist außer in
Deutschland insbesondere in Mittel- und Osteuropa, Russland und Asien aktiv.
Des Weiteren war Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer
AG, anwesend, dessen Konzern „mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in
32 Ländern publiziert“ und damit „Deutschlands profitabelster
Großverlag und auch international eines der führenden
Medienunternehmen“ ist. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck
„ist in mehr als 80 Ländern tätig und publiziert in klassischen
und elektronischen Medien, die der Information und Wissensvermittlung, der
Bildung und der Unterhaltung dienen“ und war durch den Mitherausgeber der
Wochenzeitung „Die Zeit“, Josef Joffe, sowie deren
stellvertretenden Chefredakteur, Mathias Nass, vertreten. Aus Österreich
nahm der Herausgeber des Standard, Oscar Bronner, teil, dessen Blatt
insbesondere international von Relevanz ist, wenn eine österreichische
Pressestimme gefragt ist. Weitere Medienvertreter waren Juan Luis Cebrian,
Vorstandsvorsitzender der PRISA Mediengruppe in Spanien, Phillip Crawley,
Vorstandvorsitzender von „The Globe and Mail“, einer Tochter des
kanadischen Medienkonzerns „Bell Globemedia“, des Weiteren Paul
Gigot „The Wall Street Journal“, Anatole Kaletsky,
Sonderberichterstatter von „The Times“, Yves de Kerdrel, „Le
Figaro“, der Redaktionsleiter Fehmi Koru von der türkischen
Tageszeitung „Yeni Safak“, Norman Pearlstine von „Time Warner
Inc.“, Toger Seidenfaden von der dänischen Zeitung
„Politiken“, John Vinokur vom „International Herald
Tribune“ sowie Vendeline von Bredow und Adrian Wooldridge für
„The Economist“, schließlich noch Heather Reisman,
Vorstandvorsitzende von „Indigo Books & Music“, dem
größten kanadischen Buchhändler, sowie James V.Kimsey, der
Mitbegründer von „AOL“. Obwohl also zahlreiche Medienvertreter
anwesend war, haben die Medien dieser Teilnehmer kein Wort von dieser
internationale Konferenz in ihren Zeitungen berichtet. Während im Vorfeld
des 54. Bilderberg- Treffens immerhin einige internationale Medien über
das anstehende Ereignis berichteten, blieben die Reportagen in den USA und
Deutschland in grossen Zeitungen und im Fernsehen nach der Konferenz bislang
aus. Von der konservativen New York Sun abgesehen, die am 12. Juni einen
Artikel veröffentlichte, in dem auch die Teilnahme des Gouverneurs von New
York, George Elmer Pataki, erwähnt wurde, unterschlugen alle uns bekannten
großen Medien eine Berichterstattung Nur in Kanada wurden im Vorfeld
mehrere Artikel veröffentlicht, u.a. im Ottawa Citizen, bei CBC und CTV,
während die Boulevard- Zeitschrift Ottawa Sun gleich mit mehreren Artikeln
glänzte. Alles in allem wurde auch die 54. Bilderberg- Konferenz kaum von
den internationalen Medien wahrgenommen. Im deutschsprachigen Raum fanden wir
nur Meldungen in der Rheinpfalz und im Hellweger Anzeiger, welches nicht gerade
führende deutsche Zeitungen sind.. Der CDU-Politiker Pflüger hat
allerdings auf seiner persönlichen Internetseite von seinem Besuch bei den
Bilderbergern berichtet und auch davon, daß er sich dort „mit
seinem Freund Henry Kissinger“ getroffen habe um sich mit diesem
gemeinsam das Flußballspiel Deutschland gegen Costa Rica anzusehen. Doch
wer sieht, wenn er die neuesten Nachrichten erfahren will, schon auf die
Internetseite von Friedbert Pflüger. Das Treffen fand im Brookstreet Hotel
statt, wenige Kilometer von Ottawa entfernt. Den offiziellen
Veröffentlichungen zufolge sollen die nicht festgehaltenen Diskussionen
sowie die vertrauliche Atmosphäre für ein "gegenseitiges
Verständnis" sorgen, speziell zwischen Europa und den USA. Im Rahmen der
jährlichen Konferenzen gibt es den Veranstaltern zufolge "keine
Beschlüsse", "keine Abstimmungen", "keine politischen Stellungnahmen" und
natürlich "keine Pressekonferenz". Aus Deutschland besuchten die Konferenz
zumindest Mathias Döpfner (Axel Springer AG), Josef Joffe (DIE ZEIT),
Matthias Nass (DIE ZEIT), Friedbert Pflüger (Parlamentarischer
Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung), Jürgen E.
Schrempp (DaimlerChrysler AG), Ekkehard D. Schulz (ThyssenKrupp AG) sowie Klaus
Zurnwinkel (Deutsche Post AG) außerdem Otto Schily (SPD, Mitglied des
Auswärtigen Ausschusses des Bundestages). Aus Italien reiste u.a. Franco
Bernabè (Rothschild Europe) an, aus den USA etwa Timothy F. Geithner
(Federal Reserve), außerdem wurden sowohl die Europäische Kommission
(Neelie Kroes) als auch die NATO (Ed Kronenburg) repräsentiert. Neben
Presse, Politik und Finanzen war wie nicht anders zu erwarten vor allem die
Wirtschaft mit zahlreichen CEOs (von AOL, Fiat, Philips, Indigo Books &
Music, AXA, Burda u.v.a.) vertreten. Auch zwei umstrittene
Persönlichkeiten, die eine prominente Rolle im Vorfeld des jüngsten
Irak-Krieges eingenommen hatten, waren anwesend: Richard Perle sowie Ahmad
Chalabi. Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz, die in vergangenen Jahren
eingeladen wurden, blieben dem 54. Treffen jedoch fern. VIPs wie Henry
Kissinger, David Rockefeller und auch Königin Beatrix wurden vom Flughafen
mit Limousinen abgeholt, deren Fahrer durch Zeichen mit dem Buchstaben "B" auf
sich aufmerksam machten. Richard Perle, der von einem lokalen Reporter
angesprochen wurde, spielte die Bedeutung des Treffens einmal mehr herunter:
"Es ist eine private Organisation," sagte er, und verneinte die Frage, ob
politischer Einfluss ausgeübt wird. Man beschränke sich auf
Diskussionen. Das diesjährige Treffen wurde sowohl von der Polizei als
auch von der privaten Sicherheitsfirma "Iron Horse" bewacht. Doch selbst
Polizisten müssen sich gegenüber den privaten Sicherheitsleuten
ausweisen, wenn sie das Hotel betreten wollen. "Das ist sehr
ungewöhnlich," sagte ein kanadischer Polizist. Eine vollständige
Liste der Teilnehmer ist auf der Internetseite von Alex Jones zu finden, der
das Treffen dieses Jahr vor Ort verfolgte. Bei seiner Einreise nach Kanada
wurde Jones für 15 Stunden festgehalten und verhört, damit er die
Anreise der Teilnehmer nicht beobachten konnte. Erst nach Auftauchen einer
Reporterin des kanadischen Fernsehsenders CBC wurde er freigelassen. Seinem
Bericht zufolge geschah seine Festnahme ausdrücklich auf direkte Anweisung
von Bilderberg- Mitgliedern, mit denen die vernehmenden Beamten telefonierten.
Alex Jones ist ein bekannter kritischer Journalist. PHI-Leser kennen ihn von
seinen Berichten über den Terrorakt gegen die WTC-Türme und von den
Berichten über die Versuche des Rechtsanwalt Stanley Hilton, eine Klage
gegen US-Präsident Bush einzureichen. Auch seine Reportage über
Bohemian Grove (Siehe das Buch „Skull & Bones) erweckte weltweit
Aufsehen. Es wurde wahrscheinlich befürchtet, daß Jones auch vor dem
Tagungshotel in Ottawa versteckte Kameras installieren würde Einer nicht
unterzeichneten Presseerklärung zufolge wurden in erster Linie folgende
Themen besprochen:
-Beziehungen zwischen Europa und den USA
-Energieversorgung
-Entwicklungen in Russland
-Iran
-der Mittlere Osten allgemein
-Terrorismus
-Immigration Inoffiziellen Berichten zufolge standen für
lange Zeit auch die Entwicklungen in Südamerika auf der Tages ordnung,
speziell die Entwicklung in Venezuela, Bolivien und Kuba
Bis auf das Thema „Südamerika“ ist alles auf der
Konferenz der Trilateralen vorbesprochen wurden. Das neue Problem
Südamerika kam wohl zu überraschend. Das sich Bolivien und Venezuela
ganz eindeutig gegen die USA stellen und dann auch noch mit Kuba
zusammenarbeiten, hatten die Bilderberger und Trilateralen wohl nicht
vorhergesehen. Weiter fiel uns auf, daß Japan ganz offensichtlich voll in
die Machtstrukturen der Bilderberger und Trilateralen integriert ist. Die
PHI-Redaktion hatte hier eine vergebliche Hoffnung auf den Nationalstolz der
Japaner gesetzt. Auffällig weiter: Auch hier der psychologische Versuch
den Europäern Mangel an Dynamik u Initiative vorzuwerfen, weil sie sich
nicht in gewünschtem Umfang vor den Karren der Bilderberger und
Trilateralen und anderer Globalisten spannen lassen.Überraschend und
bemerkenswert: Während die deutschen Politiker noch ängstlich mit
weichen Knien nach den USA schauen, ob diese denn auch Deutschland nicht
böse sind, sprechen die Trilateralen ganz offen von einem Impact der
US-Politik. Das ist zwar noch kein Zusammenbruch, aber immerhin ein
großer Knall, bei dem 3 wichtige Politikbereich sich stoßen und
eine Erschütterung auslösen, weil sie nicht mehr zusammenpassen
(kompatibel sind). Mehr Selbstbewußtsein und ein eigener Standpunkt bei
den deutschen Politikern wäre folglich durchaus sinnvoll, möglich und
beim jetzigen Zeitpunkt auch durchsetzbar, sofern man nicht nur an die eigene
Karriere, sondern ein wenig auch an das Volk denkt. |