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Berlusconi hat sein Präsidentenamt verloren
und schon geht es der Mafia und der mit ihr verflochtenen italienischen
Freimaurerei kräftig an den Kragen. Auch Hochgradfreimaurer Prinz Viktor
Emanuel hat derzeit keinen Paten mehr .
Der unter Korruptionsverdacht festgenommene Prinz
Viktor Emanuel wird im Gefängnis verhört. Der in Italien in
Untersuchungshaft sitzende Prinz Viktor Emanuel muss sich wegen Korruption und
Förderung der Prostitution verantworten. Er wurde er in einem
Gefängnis in der süditalienischen Stadt Potenza verhört, wie
Medien im Land berichten. Regierungschef Romano äußerte sich
betroffen über den Skandal um den Sohn des letzten italienischen
Königs Umberto II.. Ihn habe die Verachtung für Frauen
erschüttert, die Viktor Emanuel in den von der Polizei abgehörten
Telefonaten gezeigt habe, sagte Prodi, der Mitschriften der
Telefon-Gespräche gelesen hatte. Die Gerichtsakten im Fall Viktor Emanuel
werden nun an die Staatsanwaltschaft von Como übermittelt. Dem Prinzen
wird unter anderem vorgeworfen, Kunden des Spielcasinos in Campione d' Italia
Prostituierte zugeführt zu haben. In der italienischen Exklave im
Schweizer Kanton Tessin sind Casinos weniger strengen Regeln unterworfen als
sonst in der Schweiz oder in Italien. Zudem wird ihm vorgeworfen, Schmiergeld
bezahlt zu haben, um die staatliche Zulassung von Videospielen durchzusetzen.
Hersteller der Spiele war eine Firmenkette, die von dem sizilianischen
Unternehmer Rocco Migliardi geführte wird. Viktor Emanuel steht
außerdem im Verdacht, einen Zollbeamten bestochen zu haben, um ein Gewehr
über die Grenze nach Italien zu transportieren. Der bekannte Krebsarzt
Dr.med.Ryke Gerd Hamer, dessen Sohn im Auftrag von Viktor Emanuel erschossen
wurde oder direkt von diesem , wurde jahrzehntelang von Viktor Emanuel
verfolgt, nachdem er 2 Millionen DM Schweigegeld nicht annehmen wollte. Ein
Teil des Vermögens des Prinzen stammt aus maßgeblichen Beteiligungen
an Phamakonzernen, ein anderer Teil aus Waffengeschäften. Mehr als 50
Mitglieder der Cosa Nostra hat die Polizei in Sizilien festgenommen. Unter
ihnen sind mehrere einflussreiche Mafia-Bosse aus Palermo. Bei einer Razzia
gegen die sizilianische Mafia hat die Polizei in Palermo 52 Verdächtige
festgenommen. Staatsanwalt Piero Grasso sprach von einem «schweren
Schlag» gegen die Verbrecher-Organisation Cosa Nostra. Nach Angaben der
Ermittler wurden mehrere führende Mafiosi gefasst, die in Verbindung mit
dem Anfang April verhafteten Cosa-Nostra-Boss Bernardo Provenzano standen.
Ihnen werden die Planung von Anschlägen und Morden sowie die Erpressung
von Unternehmern vorgeworfen. Im Zuge der Ermittlungen gelang es den Fahndern,
die Zettel zu entschlüsseln, die in Provenzanos Versteck nahe der Stadt
Corleone gefunden worden waren. Die Botschaften uns abgehörte Telefonate
führten die Ermittler schließlich auf die Spur der nun
festgenommenen Mafiosi. Die Landkarte der Mafia in Palermo sei neu geschrieben
worden, berichtet der «Corriere della Sera». Festgenommen wurde
unter anderem der einflussreiche Boss Antonino Rotolo, der 1985 gemeinsam mit
dem Paten Pippo Calò, dem «Kassierer» der Mafia in Rom. Auch
der Vertrauensarzt des Mafia-Bosses Totò Riina wurde demnach gefasst.
Laut Staatsanwalt Grasso stießen die Ermittler auch auf neue Verbindungen
zwischen Mafia und Politik. So seien Kandidaten in Wahllisten aufgenommen
worden, die mit Cosa-Nostra-Bossen direkt bekannt oder sogar verwandt waren.
Nach seiner Abwahl als Regierungschef und dem schlechten Abschneiden seiner
Mitte-Recht-Koalition bei den Kommunalwahlen hoffte Silvio Berlusconi einen
letzten Trumpf auszuspielen. Bei einem von ihm initiierten Referendum sollten
die Italiener grundlegende Änderungen an der Staatsverfassung billigen.
Vorgesehen war unter anderem, die Kompetenzen des Ministerpräsidenten zu
stärken und die Befugnisse des Staatspräsidenten einzuschränken.
Berlusconis Kalkül ging jedoch nicht auf - fast 62 Prozent der Wähler
lehnten seine Pläne ab, lediglich 38,5 Prozent votierten für die
Reform. Eine Mehrheit fand Berlusconi nur in den Regionen Lombardei und
Venetien, in denen seine Partei Forza Italia traditionell stark ist. Die
„Lega Nord“, die ein Zünglein an der Waage ist, hat bei der
Auseinandersetzung zwischen Linken und sogenannten „Rechten“,
welche in diesem Fall Freimaurer und keine wirklichen Rechten sind, Berlusconi
unterstützt. Das ist ein irrationales Verhalten, weil die Lega Nord mehr
Autonomie für die Lombardei (Norditalien) anstrebt, während
Berlusconi möglichst viel Macht für den Zentralstaat will. Die
Vorstandsmitglieder der Lega Nord fühlen sich nicht als Italiener, sondern
als Lombarden. Sie bezeichnen die Süditaliener, wegen der
blutsmässiger Vermischung mit den Arabern als Sarazenen. Der
Europa-Abgeordnete der Lega Nord, Francesco Speroni, schimpfte nach dem
Wahlergebnis, die Italiener wären ekelhaft und ganz Italien wäre
ekelhaft. Moderater äußerte sich Lega-Chef Umberto Bossi, dem die
Schwächung seiner Partei offensichtlich bewusst war: «Wir werden
trotzdem weitermachen. Wir versuchen es noch einmal.» Auch in Schottland
und Wales habe es mehrere Anläufe gebraucht, sagte er mit Bezug auf die
gescheiterte Föderalismusreform, die den Regionen mehr
Eigenständigkeit geben sollte. In Italien ist vieles anders als anderswo.
Die Rechten und Faschisten koalieren mit den Freimaurern. Die Anhänger des
Zentralstaats koalieren mit Anhängern der größtmögliche
Föderation. Die Anhänger der Volksgruppenidee, also des
Blut-und-Boden-Gedankens koalieren mit den Linken und Kommunisten. .
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