|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
»Krieg über den Krieg« im Pentagon
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Enthüllungsreporter Hersh im New Yorker: US-Militärs bremsen Angriffsplanung für Ziele im Iran Nur widerwillig folgte die US-Generalität den Befehlen ihres Präsidenten zur Ausarbeitung von operationellen Plänen für einen umfassenden Luftkrieg gegen Iran. Das zumindest berichtet in den jüngsten Ausgabe des New Yorker (10.7.) der Enthüllungsreporter Seymour Hersh. Im Pentagon herrsche derzeit »Krieg über den Krieg«. Das Argument der Militärs: Mit einem Luftkrieg würde es »höchstwahrscheinlich nicht gelingen, Irans Atomprogramm zu zerstören«.
Insbesondere dem Widerstand des höchsten US-Militärs, General Peter Pace, sei es zu verdanken, so Hersh, daß das Weiße Haus seit Ende April nicht länger auf Plänen für einen möglichen Einsatz von Atomwaffen besteht. Nach Hershs Auffassung ist es geradezu paradox, daß gerade die Top-Militärs die zivile US-Führung »vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen, politischen und militärischen Folgen eines Angriffs auf Iran für die Vereinigten Staaten« warnten. Dabei stecke den Planern die Erfahrung mit den vorgeblichen Massenvernichtungswaffen aus dem Irak-Krieg in den Knochen. »Schlüsselelement der Skepsis des US-Militärs ist die Tatsache, daß weder amerikanische noch europäische Geheimdienste irgendwelche spezifischen Hinweise auf verbotene (Atom-)Aktivitäten oder versteckte (Nuklear-)Anlagen haben«, schreibt Hersh unter Berufung auf einen General. Folglich wüßten die Planer auch nicht, welche Ziele sie festlegen sollten. Von besonderer Bedeutung für die Planer sind die Fähigkeiten der Iraner, nach einem US-Luftschlag zurückzuschlagen. Dazu gehöre, so von Hersh zitierte Militärs, eine Kappung des Ölstroms nach Westen durch Schließung der Straße von Hormuz. Iran habe viele Möglichkeiten einer »asymetrischen Kriegsführung«, wie die Entsendung von »hunderttausend iranischen Freiwilligen« in den Irak. Eine US-Bodeninvasion des Iran sei angesichts der akuten Probleme in Irak unmöglich. Aber dennoch glaubte die Führung, »sie könnte so etwas tun und ungeschoren davonkommen«, klagten die Militärs. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||