Seitenzugriffe seit dem 12.10.2007183
 
 
   
Infos von   www.das-gibts-doch-nicht.info
September 2006 Ingo Niebel Info von:   jungewelt
Putsch als Ziel
   

US-Regierung stockt das CIA-Personal für die Agententätigkeit gegen Venezuela und Kuba auf

John Negroponte, der oberste Koordinator der US-Geheimdienste, hat einen sogenannten »Mission Manager« des Auslandsgheimdienstes CIA für Venezuela und Kuba ernannt. Bisher war nur Nordkorea und Iran soviel Aufmerksamkeit zuteil geworden.

Den neugeschaffenen Posten besetzt J. Patrick Maher, der schon seit 32 Jahren bei der CIA dient und Lateinamerika-Spezialist ist. Seine Aufgabe lautet, die politischen Entscheidungsträger in Washington jederzeit mit Informationen zu versorgen. Dazu hat Maher das Recht, Arbeitsergebnisse aus allen US-Geheimdiensten zusammenzutragen. Sein Ziel sei es, so Negroponte, »die Entwicklung von Strategien abzusichern«. Derartige Anstrengungen seien heutzutage höchst wichtig, so Negroponte weiter, »da die politischen Entscheidungsträger sich zunehmend auf die Herausforderungen konzentrieren, die Kuba und Venezuela für die US-amerikanische Außenpolitik darstellen.« Das strategische Endziel der von Negroponte angeordneten Geheimdienstoperationen ist ein Regimewechsel in beiden lateinamerikanischen Ländern.

Bereits im Frühjahr 2005 hatte der damalige CIA-Chef Porter J. Goss prophezeit, daß Venezuela ein »potentieller Raum für Instabilität« sein werde. Das Land befand sich damals im Wahlkampf. Am 3. Dezember wählten die Venezolaner erneut Hugo Chávez zum Präsidenten. Chávez überstand den von den USA und Spanien unterstützten Putschversuch vom April 2002 ebenso wie die Sabotageaktion gegen die venezolanische Erdölindustrie vom Winter 2002/2003. Die Gefahr ist weiterhin präsent. Die Publizistin Eva Golinger, eine Expertin, was die CIA-Aktivitäten gegen Chávez betrifft, registriert eine Aufstockung des CIA-Personals in Venezuela um 50 Prozent seit 2005.

Chávez nahm die Ernennung des »Mission Managers« zum Anlaß, um auf einer Wahlkampfveranstaltung an die Ausweisung von vier US-Spionen zu erinnern. Ohne weitere Einzelheiten zu nennen, erwähnte er die Festnahme einer mutmaßlichen CIA-Agentin, die im Bundesstaat Valencia Anlagen der Erdölindustrie fotografiert hatte. Im Februar verwies er den US-Militärattaché und einen seiner Mitarbeiter des Landes. Ihnen war der Versuch nachgewiesen worden, Angehörige der venezolanischen Streitkräfte zu rekrutieren. Chávez warnte erneut vor einer möglichen US-Invasion und forderte: »Yankees go home!«

Daß die Gefahr der Unterwanderung nach wie vor groß ist, zeigt die Flucht von vier verurteilten Putschisten aus einem venezolanischen Militärgefängnis. Unter ihnen befindet sich der ehemalige Gewerkschaftsboß Carlos Ortega, der eine 16jährige Haftstrafe wegen seiner Beteilung an den Sabotageaktionen vom Winter 2002/2003 abzusitzen hatte. Mit ihm flohen drei Militärs, die 2004 kolumbianische Paramilitärs ins Land geholt hatten, um gegen Chávez putschen. Oppositionskreise ließen verlauten, Ortega und die drei ehemaligen Offiziere würde im Lande bleiben, um gegen Chávez zu kämpfen. Das Gefängnis stand unter Kontrolle der Nationalgarde. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

 

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!
 

Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

   
     
Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.