Die Hitze der vergangenen Wochen
macht der Ostsee zu schaffen. Umweltschützer befürchten gar den
Kollaps ganzer Ökosysteme. Schuld ist aber nicht das Wetter allein. Die
Deutsche Umwelthilfe (DUH) mahnt, dass das Brackwassermeer
immer noch unter der anhaltenden Intensivlandwirtschaft seiner Anrainerstaaten
leidet.
Die Umweltschützer von DUH und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere(GSM)weisen darauf hin, dass an viele Strände bereits gelbe Algenteppiche schwappen. Das sei eine Folge der sich vielerorts explosionsartig vermehrenden Blaualgen.
Was für Badegäste unangenehm und mitunter auch gefährlich ist, bedroht die Tierwelt existenziell. Schuld an der Massenvermehrung ist die starke Zufuhr von Nährstoffen. "Während Nitrate und Phosphate von Natur aus so genannte Minimumstoffe darstellen, die das Algenwachstum einst begrenzten, sorgen die Düngemittel der modernen Landwirtschaft mit ihrer Massenproduktion für Überdüngung", sagt die Meeresbiologin und Vorsitzende der GSM Petra Deimer.
Die Blaualgen werden von Wind und Strömung zu Teppichen zusammengetrieben. Nach dem Zusammenbruch der Blaualgen-Blüte sinken die Reste auf den Meeresboden und werden abgebaut. Dabei wird Sauerstoff verbraucht und die giftigen Substanzen bleiben im Ökosystem erhalten. Die Gifte können Fischen und selbst Seevögeln gefährlich werden, die das Wasser zu sich nehmen. "Als 1988 im nördlichen Atlantik eine Algenpest ausbrach, starben nicht nur Fische in Massen, sondern auch viele Delfine", erinnert Deimer. "Sie hatten vergiftete Fische gefressen. Für den Schweinswal in der Ostsee können vergiftete Fische lebensbedrohlich werden".
Doch nicht nur Blau-, auch Fadenalgen und Seegras vermehren sich gut. Fadenalgen legen sich wie Leichentücher auf Muschelbänke sowie andere am Boden lebende Tiere und ersticken sie. Zusätzlich verstärkt sich der Stress des Ökosystems durch eine der Algenpest folgende massenhafte Entwicklung von Quallen. Quallen fressen Fischbrut und Kleinlebewesen.
Als Konsequenz fordert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher eine EU-weite Agrarreform, die ohne Intensivlandwirtschaft, Massenproduktion und Überdüngung auskommt.
Schon jetzt seien fast alle Tiefenzonen der Ostsee ökologisch tot und könnten wegen des mangelnden Eintrags von frischem, sauerstoffhaltigem Wasser aus der Nordsee kaum noch regenerieren. Die Genesung der Ostsee wird nach Überzeugung der Naturschützer mit jedem Jahr schwerer, die möglichen Folgen für die Tierwelt immer bedrohlicher.
Die Umweltschützer von DUH und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere(GSM)weisen darauf hin, dass an viele Strände bereits gelbe Algenteppiche schwappen. Das sei eine Folge der sich vielerorts explosionsartig vermehrenden Blaualgen.
Was für Badegäste unangenehm und mitunter auch gefährlich ist, bedroht die Tierwelt existenziell. Schuld an der Massenvermehrung ist die starke Zufuhr von Nährstoffen. "Während Nitrate und Phosphate von Natur aus so genannte Minimumstoffe darstellen, die das Algenwachstum einst begrenzten, sorgen die Düngemittel der modernen Landwirtschaft mit ihrer Massenproduktion für Überdüngung", sagt die Meeresbiologin und Vorsitzende der GSM Petra Deimer.
Die Blaualgen werden von Wind und Strömung zu Teppichen zusammengetrieben. Nach dem Zusammenbruch der Blaualgen-Blüte sinken die Reste auf den Meeresboden und werden abgebaut. Dabei wird Sauerstoff verbraucht und die giftigen Substanzen bleiben im Ökosystem erhalten. Die Gifte können Fischen und selbst Seevögeln gefährlich werden, die das Wasser zu sich nehmen. "Als 1988 im nördlichen Atlantik eine Algenpest ausbrach, starben nicht nur Fische in Massen, sondern auch viele Delfine", erinnert Deimer. "Sie hatten vergiftete Fische gefressen. Für den Schweinswal in der Ostsee können vergiftete Fische lebensbedrohlich werden".
Doch nicht nur Blau-, auch Fadenalgen und Seegras vermehren sich gut. Fadenalgen legen sich wie Leichentücher auf Muschelbänke sowie andere am Boden lebende Tiere und ersticken sie. Zusätzlich verstärkt sich der Stress des Ökosystems durch eine der Algenpest folgende massenhafte Entwicklung von Quallen. Quallen fressen Fischbrut und Kleinlebewesen.
Als Konsequenz fordert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher eine EU-weite Agrarreform, die ohne Intensivlandwirtschaft, Massenproduktion und Überdüngung auskommt.
Schon jetzt seien fast alle Tiefenzonen der Ostsee ökologisch tot und könnten wegen des mangelnden Eintrags von frischem, sauerstoffhaltigem Wasser aus der Nordsee kaum noch regenerieren. Die Genesung der Ostsee wird nach Überzeugung der Naturschützer mit jedem Jahr schwerer, die möglichen Folgen für die Tierwelt immer bedrohlicher.

