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25.10.2006 PHI Info von:   PHI
Vorgehen gegen Zivilbevölkerung durch die Bundeswehr
   

Bundeswehr übt Vorgehen gegen Zivilbevölkerung in von ihr besetzten Gebieten: Mit der Kriegsübung "Three

Block War" bereitet sich die Bundeswehr auf die plötzliche Eskalation von gewalttätigen Auseinandersetzungen

mit der einheimischen Bevölkerung besetzter Gebiete vor. Das von mehreren hundert Soldaten

durchgeführte Manöver, das regelmäßig von der Berliner Führung beobachtet wird, ist mittlerweile integrales

Element der Rekrutenausbildung auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg (Bayern). Das Trainingsszenario

wurde von einer US-amerikanischen Eliteeinheit entwickelt. Es soll bereits weit im Vorfeld militärischer

Operationen im Ausland die Aktions- und Reaktionsfähigkeit der Soldaten in extremen physischen und

psychischen Stresssituationen schulen. Ebenso bereitet es auf den fließenden Übergang von einer so

genannten humanitären Hilfsaktion zur offenen Anwendung kriegerischer Gewalt gegen die Bevölkerung des

besetzten Gebietes vor. Zuletzt Ende September beobachteten der stellvertretende Inspekteur des Heeres,

Generalleutnant Günter Weiler, und der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor

Wolf-Dieter Löser, ein "Three Block War"-Manöver auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg. Dabei

mussten die beteiligten Soldaten erst eine Demonstration wütender Dorfbewohner in einem fiktiven besetzten

Land mit Hilfe von Schlagstöcken und Hunden in Schach halten, um dann "im koordinierten Einsatz von

Panzern, Schützenpanzern und Infanterie" Heckenschützen "unschädlich" zu machen. Bereits im Juli war

Verteidigungsminister Franz Josef Jung bei einer solchen "Lehrübung" zu Gast gewesen. Weiche Ziele

Besonderen Wert legt die Bundeswehrführung bei der Trainingsmaßnahme Logistikkräfte" wie etwa Sanitäter

auf Gewaltoperationen vorzubereiten. Zur Begründung erklärte der Kommandeur der Hammelburger

Infanterieschule, Brigadegeneral Johann Berger, Aufständische ("irreguläre Kräfte"), die in einem vom

deutschen Militär besetzten Gebiet aktiv seien, würden "sich sicherlich nicht mit gut ausgerüsteten und

ausgebildeten Kampftruppen anlegen", sondern sich "weiche Ziele" suchen. Mit Bergers anschließender

Aussage, dass bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr kein "rückwärtiger Raum" hinter der "vorderen

Kampfzone" mehr existiere], wird die im Kriegsvölkerrecht vorgeschriebene Unterscheidung von

Kombattanten und Nicht-Kombattanten ad absurdum geführt. Tatsächlich hat die Bundeswehr in Afghanistan

bereits Sanitäter, die als nicht-kämpfender Truppenteil unter dem besonderen Schutz des Kriegsvölkerrechts

stehen, für bewaffnete Wach- und Kontrollaufgaben mit Maschinengewehren ausgerüstet und eingesetzt.

(PHI erinnert daran, daß im sogenannten „Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß“ deutsche Politiker

aufgehängt und hingerichtet wurden, u.a. auch wegen Besetzung anderer Staaten und wegen Maßnahmen

gegen die Zivilbevölkerung. PHI fragt weiter, warum ist weder Goebbels noch die Militärführung darauf

gekommen, die deutsche Besatzung in den diversen Staaten als „friedensfördernde“ oder „friedenschaffende“Maßnahme zu erklären?. )
 

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