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Friedensnobelpreis für Muhammad Yunus und seine Grameen Bank
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Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den Wirtschaftsfachmann Muhammad Yunus und seine Organisation Grameen Bank aus Bangladesch.
Der 66-jährige Preisträger reagierte am Telefon in Bangladesch mit Dankbarkeit und großer Freude. Der Friedensnobelpreis sei nicht nur eine Auszeichnung für ihn und seine Lebenswerk, sondern auch die Bestätigung seiner Philosophie: Hilfe durch Selbsthilfe.
Norwegens Regierungschef Jens Stoltenberg findet, dass der diesjährige Preisträger die Kriterien erfüllt: "Das ist eine schöne und kluge Entscheidung; vor allem, weil arme Frauen die Möglichkeit haben, sich selbst zu versorgen. Die Idee mit den Kleinkrediten nahm ihren Anfang in Bangladesch und hat sich mittlerweile über die ganze Welt ausgebreitet. Der Kampf gegen die weltweite Armut ist ein Teil des Kampfes für Frieden." Die Auszeichnung ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert. Sie wird traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht. Letzter deutscher Träger des Friedensnobelpreises war 1971 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt. Bei der Verleihung des Europäischen Solarpreises sagte Franz Alt in einer Laudatio, der sowohl die Arbeit der Grameen- Bank wie auch von Grameen Shakti in Fernsehsendungen vorgestellt hatte: "Die Grameen- Bank unter Professor Muhammad Yunus und Grameen Shakti sind Vorbilder für die ganze Welt." TERRA: „Endlich ein Friedensnobelpreis für einen, der für Frieden mit den Ärmsten in der Welt sorgte!“ Wir freuen uns riesig, dass Prof. Muhammad Yunus, der Gründer der Grameen Bank und seit 1997 Ehrenmitglied von TERRA, endlich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde! Seit mehr als zehn Jahren bemühen sich viele Engagierte in der Welt, dass er den Friedensnobelpreis erhält. Aber es dauerte lange, bis sich das Nobelpreiskomitee zu der Erkenntnis durchrang, dass die Überwindung der Armut in der Tat sehr viel mit Frieden zu tun hat. Wohl niemand hat jemals mehr dafür getan, dass die Ärmsten und Hoffnungslosesten in der Welt einen sehr realen Ausweg aus dem Teufelskreis der Armut und dem „Weltkrieg gegen die Armen“ gefunden haben. Mehr als 100 Millionen Menschen haben zwischenzeitlich Kleinkredite nach dem Modell von Yunus' Grameen Bank oder ähnlichen Modellen erhalten. Da durch die Familien im Durchschnitt etwa fünf Menschen in den unmittelbaren Genuss von Kleinkrediten kommen, schätzt man die Zahl der Menschen, die Dank der Kleinkreditidee von Yunus die Schwelle der absoluten Armut hinter sich lassen konnten, bereits auf über 100 Millionen Menschen. Was für eine Tat! Terra-Gründer Peter Spiegel sorgte dafür, dass Muhammad Yunus bereits 1997 in der Frankfurter Paulskirche mit dem Planetary Consciousness Award ausgezeichnet wurde, gemeinsam mit Michail Gorbatschow und Huschmand Sabet. In einem Interview heute mit Deutsche Welle TV sagte er: „Endlich ein Friedensnobelpreis für einen, der für Frieden mit den Ärmsten in der Welt sorgte!“ Er verband dies mit der Forderung, diesen Nobelpreis als weltweite Verpflichtung zu nehmen, endlich einen Global Marshall Plan zu beschließen, durch den die Armut in der Welt ganz überwunden wird. |
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