Die sogenannte «öffentliche Meinung» ist
bekanntlich
nichts anderes als die von den Medien veröffentlichte
Meinung.
Sie wird also von unseren Massenmedien erst
erzeugt. Allein
die Tatsache, daß wir - durchaus zutreffend -
von «der»,
also von nur einer einzigen «öffentlichen
Meinung» zu
sprechen pflegen, müßte uns allerdings bei
näherem Hinsehen
zu denken geben.
Wo verschiedene Menschen sich zum selben Thema
äußern,
gibt es häufig «so viele verschiedene
Meinungen wie
Köpfe». Angesichts der äußerlichen
Vielfalt der modernen
Massenmedien - Dutzende von Fernsehsendern,
Hunderte
von Rundfunksendern, Tausende von Zeitungen und Zeitschriften,
Millionen von Büchern - stünde also eigentlich zu
erwarten,
daß in unseren Medien zu allen wichtigen Fragen
des öffentlichen
Lebens auch alle jeweils möglichen Meinungen
zu Wort kämen, denn
es herrscht ja grundgesetzlich
verbriefte Meinungs- und Pressefreiheit.
Doch wachsame
Zeitgenossen stellen seit Jahrzehnten mit
wachsender Bestürzung
fest, daß nicht bloß auf dem Feld
der Politik und
Wirtschaft, sondern auch in den Bereichen Religion,
Erziehung,
Kultur und Wissenschaft jeweils ganz bestimmte
Meinungen von
praktisch allen großen Medien wie mit einer
Stimme verkündet,
davon abweichende, durchaus vorhandene
Meinungen aber von denselben Medien
mit unverbrüchlicher
Solidarität totgeschwiegen werden.
Natürlich
nicht bloß Meinungen, sondern auch solche
Tatsachen
(«Nachrichten»), die irgendeiner öffentlichen
Medien-Standardmeinung
ins Gesicht schlagen oder sie ins Wanken
bringen
würden.
vollständige PDF - Datei hier zu lesen