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Januar 2007 Johannes Rothkranz Info von:  
D i e «öffentlichen» Meinungsmacher
   

Die sogenannte «öffentliche Meinung» ist bekanntlich
nichts anderes als die von den Medien veröffentlichte Meinung.
Sie wird also von unseren Massenmedien erst
erzeugt. Allein die Tatsache, daß wir - durchaus zutreffend -
von «der», also von nur einer einzigen «öffentlichen
Meinung» zu sprechen pflegen, müßte uns allerdings bei
näherem Hinsehen zu denken geben.
Wo verschiedene Menschen sich zum selben Thema äußern,
gibt es häufig «so viele verschiedene Meinungen wie
Köpfe». Angesichts der äußerlichen Vielfalt der modernen
Massenmedien - Dutzende von Fernsehsendern, Hunderte
von Rundfunksendern, Tausende von Zeitungen und Zeitschriften,
Millionen von Büchern - stünde also eigentlich zu
erwarten, daß in unseren Medien zu allen wichtigen Fragen
des öffentlichen Lebens auch alle jeweils möglichen Meinungen
zu Wort kämen, denn es herrscht ja grundgesetzlich
verbriefte Meinungs- und Pressefreiheit.

Doch wachsame
Zeitgenossen stellen seit Jahrzehnten mit wachsender Bestürzung
fest, daß nicht bloß auf dem Feld der Politik und
Wirtschaft, sondern auch in den Bereichen Religion, Erziehung,
Kultur und Wissenschaft jeweils ganz bestimmte
Meinungen von praktisch allen großen Medien wie mit einer
Stimme verkündet, davon abweichende, durchaus vorhandene
Meinungen aber von denselben Medien mit unverbrüchlicher
Solidarität totgeschwiegen werden. Natürlich
nicht bloß Meinungen, sondern auch solche Tatsachen
(«Nachrichten»), die irgendeiner öffentlichen Medien-Standardmeinung
ins Gesicht schlagen oder sie ins Wanken
bringen würden.

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