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Kritik an US-Kriegsplänen gegen Iran
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Hohe US-Generäle kündigen für den Fall des Angriffs auf Teheran ihren Rücktritt an Vier oder fünf der höchsten US-amerikanischen Generäle und Admirale wollen zurücktreten, falls Präsident George W. Bush den Befehl zum Angriff auf Iran gibt. Das melden anglo-amerikanische Medien unter Berufung auf »hoch angebundene Quellen« im US-Militär und im Geheimdienst. Im Pentagon könne man sich mit dem Iran-Kriegsplan »einfach nicht anfreunden«, berichtete z.B. die britische Sunday Times in ihrer jüngsten Ausgabe unter Berufung auf britische Geheimdienstler. Viele im Pentagon fragten sich, »ob ein Angriff die gewünschte Wirkung haben könnte oder ob er überhaupt möglich wäre«. Bereits im Sommer letzten Jahres hatte es wegen der IranKriegsfrage im US-Militär kräftig rumort, und schon damals hatte es seitens führender US-Kommandeure Rücktrittdrohungen gegeben. Das Weiße Haus gab schließlich nach. Dennoch ging der Streit zwischen Teilen der militärischen Führungsspitze und dem Weißen Haus weiter. Dabei kam es zu einem für das US-Militär bisher einmaligen Vorgang, nämlich ein in der Öffentlichkeit ausgetragener Streit zwischen den Stabschefs der vier US-Waffengattungen über die Unsinnigkeit eines US-Krieges gegen Iran.
Einzig der Stabschef der US-Luftwaffe sah in einem Angriff gegen Iran kein Problem. Er war zuversichtlich, Iran in die Steinzeit zurückbomben zu können, ohne nennenswerte eigene Verluste. Dagegen sahen die Chefs der US-Marine und insbesondere die der US-Armee und der US-Marineinfanterie einem Iran-Konflikt mit großer Sorge entgegen. Zwar sieht der US-Kriegsplan gegen Iran den Einsatz von Landstreitkräften mit Ausnahme von einigen Sonderkommandos nicht vor, aber die Chefs der Landstreitkräfte befürchten, daß sie früher oder später doch in den Konflikt hineingezogen würden, etwa um den Einsatz von iranischen, landgestützten Antischiffsraketen in der Nähe der strategisch bedeutenden Meeresenge von Hormus zu verhindern. Ebenso ließe sich im Kriegsfall nicht verhindern, daß US-amerikanische Truppen in Irak auch entlang der Grenze durch Kampfhandlungen immer tiefer ins Innere des Iran gezogen würden. Auch die US-Marine sieht sich im Konfliktfall im kleinen Persischen Golf gefährdet, da sie sich fast überall in Reichweite moderner iranischer Antischiffsraketen befindet. Eine weitere Gefahr geht von den superschnellen Torpedos der iranischen Dieselunterseeboote und der getarnten zivilen Boote aus. Die Ablehnung eines Angriffs auf Iran durch die Generäle entspringt nicht politischen Erwägungen, sondern ausschließlich miltärischen. Zu viele US-Soldaten würden dabei getötet. »Alle Generäle lassen keinen Zweifel daran, daß sie nicht die militärischen Kapazitäten haben, um Iran auf sinnvolle Weise zu bekämpfen«, berichtet die Sunday Times. |
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